„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Q&A-Folge von „Angst unplugged“ beantwortet Christina Hillesheim sehr persönliche Fragen aus der Community. Es geht um Burnout, Depression, Antidepressiva, Selbstzweifel, Einsamkeit, Angst, Diagnosen und Selbstständigkeit – immer mit dem Fokus, dir Druck zu nehmen und Mut zu machen.
Eine der häufigsten Fragen: „Hast du damals Antidepressiva genommen?“ Christina entscheidet sich bewusst dagegen, diese Frage konkret zu beantworten – aus Verantwortung dir gegenüber.
Wichtige Kernerkenntnis: Die Frage, ob du Tabletten nehmen „sollst“ oder „nicht“, gehört in ärztliche Hände und nicht in einen Podcast oder in Vergleiche mit anderen Betroffenen.
Christina betont:
Ihre Haltung ist klar: Antidepressiva sind ein medizinisches Thema, das du mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprichst. Weder ein blinder Glaube ans Medikament noch eine kategorische Ablehnung helfen weiter.
Viele wünschen sich ein Datum, an dem alles „vorbei“ ist. Doch Heilung sieht anders aus:
Christina erzählt, dass es bei ihr etwa ein Jahr gedauert hat, bis es ihr wieder „richtig gut“ ging. Entscheidend waren dabei vor allem:
Heilung braucht Zeit – und genau diese Zeit darfst du dir zugestehen.
Auf die Frage, was heute nach ihrer Burnout-Erfahrung die größte Herausforderung ist, macht Christina deutlich: Der Charakter ändert sich nicht über Nacht.
Sie beschreibt sich selbst als jemanden, der
Ihre wichtigste Erkenntnis daraus:
„Ich merke heute viel früher, wenn es in die falsche Richtung geht – und kann dann auf die Bremse treten.“
Ein zentrales Ziel ihrer Arbeit und Workshops ist, dass du:
Das kostet Zeit, Übung und Geduld, aber es ist lernbar. Mit jeder bewussten Unterbrechung stärkst du deine innere Stabilität.
Selbstzweifel sind ein großes Thema in der Community. Christina macht zunächst klar:
Ihr Ansatz:
Gerade vor neuen Aufgaben (z. B. Workshops vor 500 Leuten) konnte Christina sich so aus der Angstfantasie lösen und ins Handeln kommen. Das kannst du auf deine eigenen Situationen übertragen.
Viele fragen: „Wie besiegst du Angst?“ Christina räumt zuerst mit einer Illusion auf: Es geht nicht darum, nie wieder Angst zu haben. Es geht darum, besser mit Angst umzugehen.
Ein Schlüsselsatz aus der Folge:
„Du machst dir Angst. Niemand anderer macht dir Angst.“
Angst entsteht durch Gedankenketten wie:
Auch bei einer Panikattacke denkst du – nur eben in die falsche Richtung.
Gerade bei starker Angst oder nächtlichem Aufwachen hilft eine bewusste Strategie:
Indem du vom Gedankenkarussell ins Fühlen gehst, kann die Angst sich oft schneller wieder verabschieden.
Auf die Frage nach Einsamkeit und dem Leben alleine erzählt Christina offen, dass sie lange Single war, spät geheiratet und Kinder bekommen hat – und sich in dieser Zeit sehr einsam gefühlt hat. Ein wichtiger Faktor: der Druck, „rechtzeitig“ Kinder zu kriegen.
Heute sieht sie das anders:
Ihre zentrale Botschaft:
„Man muss anfangen, im Hier und Jetzt glücklich zu sein – mit dem, was man hat.“
Statt ständig zu denken „Wenn ich das habe, bin ich glücklich“, geht es darum, die aktuellen Vorteile deiner Lebenssituation bewusst wahrzunehmen und die Nachteile bestmöglich auszugleichen.
Viele Hörerinnen und Hörer fragen, ob sie ihr Burnout, ihre Angststörung oder Depression „für immer“ behalten werden. Christina kennt diese Angst gut – sie hatte selbst große Furcht vor Diagnosen wie „Depression“ oder „generalisierte Angststörung“.
Ihre klare Haltung:
Christina selbst wurde damals als „generalisierte Angststörung“ diagnostiziert. Heute beschreibt sie sich als „normalen Menschen“, der nicht mehr mit Ängsten zu tun hat als andere.
Wichtig ist ihr dabei: Sie spricht nicht über schwere Traumafolgestörungen oder chronische Verläufe, sondern über die vielen Menschen, die „einfach nicht mehr können“ und in eine Angst- oder Burnout-Spirale geraten sind.
Viele träumen von einem eigenen Business, kommen aber nicht ins Handeln. Christina macht Mut, klein anzufangen und ins Tun zu kommen:
Ihr Fazit:
„Der Schritt zur Veränderung ist, etwas zu tun – nicht nur darüber nachzudenken.“
Sie selbst hat ihre Entscheidung zur Selbstständigkeit keinen einzigen Tag bereut und wünscht dir, dass du etwas findest, das du genauso liebst.
Christina hat ihren Mann online kennengelernt – kurz bevor sie ins Burnout gerutscht ist. Damals war sie Anfang/Mitte 30 und setzte sich mit dem Kinderwunsch massiv unter Druck. Rückblickend ist sie überzeugt:
Sie ermutigt dich, dich nicht von vermeintlichen „Zeitplänen“ oder Erwartungen anderer leiten zu lassen, sondern von deinem eigenen inneren Tempo.
Wenn der neue Partner ein Burnout hat, ist das für Angehörige oft schwer auszuhalten. Christina rät dazu, zwei Dinge im Blick zu behalten:
Hilfreich kann sein:
Die vielleicht größte Frage kommt zum Schluss: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Christinas Antwort ist überraschend schlicht:
„Für mich ist der Sinn des Lebens: zu leben.“
Es geht darum,
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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