Pausen richtig nutzen

Sprachnachricht #37

Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Pausen richtig nutzen: Warum dein Nervensystem echte Auszeiten braucht

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christine sehr persönlich, wie sich ihr Blick auf Pausen durch die Geburt ihrer Tochter verändert hat – und warum echte Erholung kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für deine mentale Gesundheit ist.

Statt jede freie Minute mit Handy, To-do-Listen und „nur noch kurz eben…“ zu füllen, lädt sie dich ein, Pausen bewusst zu nutzen, dein Nervensystem zu entlasten und so Ängsten, Burnout und Überforderung vorzubeugen.

1. Mikro-Pausen statt Handy: Wie kleine Momente Großes verändern

Die meisten kurzen Wartezeiten im Alltag stopfen wir reflexartig mit Smartphone-Checken voll. Ampel, Supermarktkasse, kurze Lücke zwischen zwei Terminen – Handy raus, scrollen, Nachrichten. Genau diese „Lücken“ wären eigentlich perfekte Regenerationsmomente.

Christine beschreibt, wie sie sich selbst immer wieder dabei ertappt:

„An der Ampel, an der Supermarktkasse, solchen kleinen Pausen – da erwische ich mich selber, dass ich ständig zum Handy greife.“

Dabei könnten diese Mikro-Pausen dein Nervensystem enorm entlasten. Ein paar Atemzüge reichen schon, damit dein Körper registriert: Es ist gerade sicher, du darfst runterfahren.

Nutze solche Mini-Pausen bewusst, indem du:

  • das Handy in der Tasche lässt
  • 2–4 Mal tief in den Bauch ein- und ausatmest
  • für einen Moment nur beobachtest, was um dich herum passiert
  • dir innerlich sagst: „Gerade muss ich nichts leisten.“

Diese kurzen Ateminseln wirken unspektakulär, aber sie summieren sich. Wenn du sie konsequent nutzt, verändert sich dein Grundstresspegel – und damit auch, wie du auf Belastungen reagierst.

2. Pausen nicht mehr „aufs Später“ verschieben

Ein weit verbreitetes Muster: Erst leisten, dann ausruhen. Erst „alles erledigen“, dann Pause. Christine zeigt, wie tückisch dieses Denken ist – besonders in einem Alltag, der ohnehin ständig durcheinandergewürfelt wird.

Ob durch die Geburt ihrer Tochter oder einfach durch Unvorhergesehenes im Alltag: Es kommt immer etwas dazwischen. Wenn Pausen nur dann stattfinden „wenn alles erledigt ist“, finden sie oft gar nicht statt.

Typische Sätze, die du vielleicht kennst:

  • „Heute Abend, wenn die Kinder im Bett sind, mache ich eine Pause.“
  • „Wenn dieses Projekt durch ist, ruhe ich mich aus.“
  • „Wenn es wieder ruhiger wird, kümmere ich mich um mich.“

Das Problem: „Später“ kommt selten so, wie wir es planen. Genau deshalb ist es so wichtig, Pausen nicht mehr nach hinten zu schieben, sondern sie zu nehmen, sobald der Raum da ist.

Christines Einladung:

  • Wenn jemand absagt und du plötzlich eine Stunde frei hast: Nutze sie zum Ausruhen, nicht zum „abarbeiten“.
  • Wenn die Mittagspause kommt: Iss in Ruhe, atme durch, geh ein paar Schritte – statt nebenbei weiter zu funktionieren.
  • Wenn du merkst: „Ich könnte jetzt mal kurz sitzen“ – tu es bewusst, ohne Schuldgefühle.

Pausen sind kein Bonus, wenn zufällig noch Zeit übrig bleibt. Sie sind eine Priorität, die du aktiv einplanen und verteidigen darfst.

3. Das Wasserglas-Prinzip: So schützt du dich vor Burnout, Angst und Depression

Um verständlich zu machen, warum regelmäßige Pausen so entscheidend sind, nutzt Christine ein eindrucksvolles Bild: dein Stresslevel als Wasserglas.

So beschreibt sie ihren früheren Zustand:

„Ich bin quasi schon immer mit so einem komplett vollen Glas Wasser durch die Gegend gelaufen und immer so kurz vorm Überschwappen, weil der Stresspegel im Ruhezustand schon so hoch war.“

Wenn dein Glas dauerhaft randvoll ist, reichen schon ein paar zusätzliche Tropfen – eine unerwartete Aufgabe, ein Konflikt, eine Nachricht – und alles läuft über. Genau so entstehen oft:

  • Burnout: wenn dein System keine echte Erholung mehr kennt
  • Angststörungen: wenn dein Körper dauerhaft im Alarmmodus bleibt
  • Depressive Phasen: wenn Erschöpfung und Überforderung überhandnehmen

Christine betont: Ein übererregtes Nervensystem ist viel anfälliger für solche Entwicklungen – besonders, wenn wir uns Auszeiten nicht mehr gönnen oder nie gelernt haben, sie zu nehmen.

Das Ziel ist daher:

  • dein „Wasserglas“ im Alltag bewusst zu leeren
  • deinen Stresspegel im Ruhezustand zu senken
  • deinen Körper regelmäßig aus dem Alarmmodus zu holen

Läufst du stattdessen mit einem halb vollen Glas durch den Tag, werfen dich außergewöhnliche Belastungen viel weniger schnell aus der Bahn. Es bleibt Luft für Unerwartetes, ohne dass du sofort kippst.

Kleine, konkrete Schritte dafür:

  • Mehrmals am Tag 3–4 bewusste, tiefe Atemzüge in den Bauch
  • Kurz hinsetzen oder stehenbleiben, bevor du in die nächste Aufgabe gehst
  • Pausen nicht begründen oder rechtfertigen, sondern selbstverständlich nehmen

Je öfter du dein Nervensystem aktiv herunterfährst, desto stabiler wirst du gegenüber Stress, Ängsten und innerer Überforderung.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Christine Pausen früher selbst kaum zugelassen hat
  • Wie ihr eigener Burnout entstanden ist und was sie daraus gelernt hat
  • Wieso gerade scheinbar „winzige“ Alltagsmomente enorme Wirkung auf dein Nervensystem haben
  • Ein liebevoller Reminder, mentale Gesundheit und das Thema Angst sichtbarer zu machen
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Anti-Stress & Nervensystem". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Anti-Stress & Nervensystem"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.