„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
Angst vor einem Zahnarzttermin, einem wichtigen Bewerbungsgespräch, einem Konzert oder einer Reise kann sich schnell verselbstständigen. Besonders, wenn du schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht hast, malt dein Kopf dir gerne das schlimmste Szenario aus – immer und immer wieder.
In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina vier konkrete Strategien, wie du die Angst vor bestimmten Situationen und Ereignissen besser verstehen und Schritt für Schritt lösen kannst.
Der erste Schritt raus aus der Angst ist ein Blick zurück: Wann hast du diese Angst zum ersten Mal gespürt?
Oft liegen die Wurzeln in der Kindheit oder in einer sehr belastenden Phase. Bei Christina war es eine Zeit extremen Stresses in ihrem Job bei einem Fachmagazin. Vor einer wichtigen Messe setzte sie sich so unter Druck, dass sie „unbedingt schlafen muss, um zu funktionieren“, dass massive Schlafstörungen entstanden – und sich ihr Burnout verschlimmerte.
Vielleicht erkennst du dich darin wieder: Ein Ereignis lief schlecht, du hast dich ausgeliefert und überfordert gefühlt. Seitdem hast du Angst, dass es wieder passiert.
Hilfreiche Fragen für dich:
Du bist nicht mehr das Kind, der Jugendliche oder die überforderte Version deiner selbst von damals. Du hast seitdem:
<liviele weitere Erfahrungen gesammelt,
Und ganz entscheidend: Du hast die damalige Situation bereits überlebt. Du bist da durchgegangen. Wenn du etwas schon einmal geschafft hast, kannst du es auch ein zweites Mal schaffen – meist deutlich leichter als beim ersten Mal.
Ein Zitat, das Christina besonders wichtig ist: „Deine Zukunft ist keine automatische Verlängerung deiner Vergangenheit.“
Du bist nicht für immer an deine alten Erfahrungen gebunden. Du darfst heute neue Erfahrungen machen.
Angst arbeitet mit „Was-wäre-wenn“-Filmen in deinem Kopf. Du stellst dir vor, wie alles schiefgeht – und glaubst diesen Bildern, als wären sie sicher.
Christinas Einladung: Überprüfe deine Befürchtungen ehrlich.
Hier entsteht oft ein Aha-Moment. Viele stellen fest:
Christina beschreibt es so: Alles, was sie sich damals ausgemalt hat, ist „eigentlich nie eingetreten“. Und wenn doch etwas schwierig war, war es nicht so schlimm wie ihre inneren Katastrophenszenarien.
Wenn du deine Angst so überprüfst, nimmst du ihr Stück für Stück die absolute Macht. Du siehst: Es sind Gedanken, keine sicheren Vorhersagen.
Ein zentraler Wendepunkt für Christina war: Sie hat aufgehört, nur über die Angst nachzudenken, und begonnen, in Lösungen zu denken.
Statt sich von „Was ist, wenn…?“ lähmen zu lassen, fragt sie sich heute:
Christina hatte lange große Angst davor, vor wichtigen Terminen nicht schlafen zu können. Heute unterstützt sie sich aktiv:
Damit tut sie bereits viel dafür, dass das Problem – in ihrem Fall schlechtes Einschlafen – seltener überhaupt entsteht.
Und falls sie nachts doch aufwacht? Dann hat sie ebenfalls einen Plan:
Genau das kannst du auf deine eigene Situation übertragen:
Ein einfache, aber wirksame Unterstützung fast immer: Atmen. Ruhige, tiefe Atemzüge sind eines der schnellsten Tools, um in belastenden Momenten wieder etwas Boden unter den Füßen zu spüren.
Angst wird oft dann besonders stark, wenn du dich innerlich zwingst: Du „musst funktionieren“, „musst das schaffen“, „darfst keine Angst haben“.
Christina erzählt von einem Schlüsselmoment in ihrer Therapie 2016. Sie sagte damals sinngemäß:
„Ich verstehe nicht, warum meine Angst nicht weggeht. Ich zwinge mich doch schon die ganze Zeit, die Dinge zu tun, vor denen ich Angst habe.“
Die Antwort ihrer Therapeutin war ein Perspektivwechsel:
Es geht nicht darum, möglichst viel auszuhalten und möglichst viele angstauslösende Situationen zu „schaffen“.
Worum es wirklich geht:
Die entscheidende Frage lautet also nicht:
„Wie kann ich möglichst viel schaffen, obwohl ich Angst habe?“
sondern:
„Was will ich eigentlich wirklich – und wo steht die Angst mir im Weg?“
Genau dort lohnt sich deinn liebevoller, mutiger Umgang mit Angst: nicht, um „tapfer“ zu sein, sondern um das Leben zu leben, das du dir wirklich wünschst.
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