Angst vor bestimmten Ereignissen & Situationen

4 Tipps

29.08.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Angst unplugged: 4 praktische Tipps gegen die Angst vor bestimmten Ereignissen

Angst vor einem Zahnarzttermin, einem wichtigen Bewerbungsgespräch, einem Konzert oder einer Reise kann sich schnell verselbstständigen. Besonders, wenn du schon einmal eine schlechte Erfahrung gemacht hast, malt dein Kopf dir gerne das schlimmste Szenario aus – immer und immer wieder.

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina vier konkrete Strategien, wie du die Angst vor bestimmten Situationen und Ereignissen besser verstehen und Schritt für Schritt lösen kannst.

1. Verstehe den Ursprung deiner Angst

Der erste Schritt raus aus der Angst ist ein Blick zurück: Wann hast du diese Angst zum ersten Mal gespürt?

Oft liegen die Wurzeln in der Kindheit oder in einer sehr belastenden Phase. Bei Christina war es eine Zeit extremen Stresses in ihrem Job bei einem Fachmagazin. Vor einer wichtigen Messe setzte sie sich so unter Druck, dass sie „unbedingt schlafen muss, um zu funktionieren“, dass massive Schlafstörungen entstanden – und sich ihr Burnout verschlimmerte.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder: Ein Ereignis lief schlecht, du hast dich ausgeliefert und überfordert gefühlt. Seitdem hast du Angst, dass es wieder passiert.

Hilfreiche Fragen für dich:

  • Wann ist diese Angst zum ersten Mal aufgetaucht?
  • Wer warst du damals – und wer bist du heute?
  • Was hast du seitdem gelernt, erlebt, geschafft?

Du bist nicht mehr das Kind, der Jugendliche oder die überforderte Version deiner selbst von damals. Du hast seitdem:

    • neues Wissen aufgebaut,

<liviele weitere Erfahrungen gesammelt,

  • dich persönlich weiterentwickelt.

 

Und ganz entscheidend: Du hast die damalige Situation bereits überlebt. Du bist da durchgegangen. Wenn du etwas schon einmal geschafft hast, kannst du es auch ein zweites Mal schaffen – meist deutlich leichter als beim ersten Mal.

Ein Zitat, das Christina besonders wichtig ist: „Deine Zukunft ist keine automatische Verlängerung deiner Vergangenheit.“

Du bist nicht für immer an deine alten Erfahrungen gebunden. Du darfst heute neue Erfahrungen machen.

2. Prüfe deine Horrorszenarien mit der Realität

Angst arbeitet mit „Was-wäre-wenn“-Filmen in deinem Kopf. Du stellst dir vor, wie alles schiefgeht – und glaubst diesen Bildern, als wären sie sicher.

Christinas Einladung: Überprüfe deine Befürchtungen ehrlich.

Frage dich konkret:

  • Wie oft ist dein befürchtetes Horrorszenario wirklich eingetreten?
  • Wie oft hattest du große Angst – und am Ende war es gar nicht so schlimm?

Hier entsteht oft ein Aha-Moment. Viele stellen fest:

  • Die Angst war sehr häufig da.
  • Das Schlimmste ist fast nie passiert.
  • Und wenn etwas unangenehm war, dann nicht annähernd so dramatisch, wie im Kopf ausgemalt.

Christina beschreibt es so: Alles, was sie sich damals ausgemalt hat, ist „eigentlich nie eingetreten“. Und wenn doch etwas schwierig war, war es nicht so schlimm wie ihre inneren Katastrophenszenarien.

Wenn du deine Angst so überprüfst, nimmst du ihr Stück für Stück die absolute Macht. Du siehst: Es sind Gedanken, keine sicheren Vorhersagen.

3. Denke in Lösungen – vor und während des Ereignisses

Ein zentraler Wendepunkt für Christina war: Sie hat aufgehört, nur über die Angst nachzudenken, und begonnen, in Lösungen zu denken.

Statt sich von „Was ist, wenn…?“ lähmen zu lassen, fragt sie sich heute:

  • Was kann ich tun, damit mein befürchtetes Ereignis gar nicht erst eintritt?
  • Und was kann ich tun, wenn es doch eintritt?

Beispiel: Angst vor schlaflosen Nächten

Christina hatte lange große Angst davor, vor wichtigen Terminen nicht schlafen zu können. Heute unterstützt sie sich aktiv:

  • Sie achtet auf eine gute Schlafhygiene.
  • Sie legt das Handy abends früher weg.
  • Sie liest keine aufwühlenden Krimis mehr kurz vor dem Schlafen.
  • Sie plant den Abend ruhiger und entspannter.

Damit tut sie bereits viel dafür, dass das Problem – in ihrem Fall schlechtes Einschlafen – seltener überhaupt entsteht.

Und falls sie nachts doch aufwacht? Dann hat sie ebenfalls einen Plan:

  • Sie macht bewusste Atemübungen.
  • Sie hilft ihrem Nervensystem, sich zu beruhigen.
  • Sie weiß: „Meistens schlafe ich dann direkt wieder ein.“

Genau das kannst du auf deine eigene Situation übertragen:

  • Vorbeugen: Was kannst du im Vorfeld tun, damit du dich sicherer fühlst? (z.B. gute Vorbereitung auf ein Gespräch, Anfahrt planen, Unterstützung organisieren)
  • Plan B für den Ernstfall: Was kannst du konkret tun, wenn es doch unangenehm wird? (z.B. Atemübungen, kurze Pause, jemandem Bescheid geben)

Ein einfache, aber wirksame Unterstützung fast immer: Atmen. Ruhige, tiefe Atemzüge sind eines der schnellsten Tools, um in belastenden Momenten wieder etwas Boden unter den Füßen zu spüren.

4. Nimm den Druck raus: Willst du das wirklich – oder „musst“ du nur?

Angst wird oft dann besonders stark, wenn du dich innerlich zwingst: Du „musst funktionieren“, „musst das schaffen“, „darfst keine Angst haben“.

Christina erzählt von einem Schlüsselmoment in ihrer Therapie 2016. Sie sagte damals sinngemäß:

„Ich verstehe nicht, warum meine Angst nicht weggeht. Ich zwinge mich doch schon die ganze Zeit, die Dinge zu tun, vor denen ich Angst habe.“

Die Antwort ihrer Therapeutin war ein Perspektivwechsel:

Es geht nicht darum, möglichst viel auszuhalten und möglichst viele angstauslösende Situationen zu „schaffen“.

Worum es wirklich geht:

  • Herauszufinden, was du in deinem Leben wirklich willst.
  • Dinge zu tun, die dir Freude bereiten.
  • Angst zu überwinden, wo sie dich daran hindert, das zu leben, was dir wichtig ist.

Die entscheidende Frage lautet also nicht:

„Wie kann ich möglichst viel schaffen, obwohl ich Angst habe?“

sondern:

„Was will ich eigentlich wirklich – und wo steht die Angst mir im Weg?“

Ein paar Beispiele

  • Konzertbesuch: Christina wollte unbedingt zum Robbie-Williams-Konzert. Die Vorfreude war ihre Motivation, sich vorher mit ihren Restzweifeln und Gedanken auseinanderzusetzen.
  • Flugangst: In ihrem Flugangst-Workshop stellt sie die Frage: „Willst du überhaupt fliegen?“ Es gibt Menschen, die möchten schlicht nicht fliegen oder nicht verreisen – und das ist völlig okay, solange es ihrem echten Wunsch entspricht.
  • Urlaub mit Angst: Problematisch wird es erst, wenn du eigentlich gerne reisen oder Konzerte besuchen würdest, es aber wegen der Angst nicht tust.

Genau dort lohnt sich deinn liebevoller, mutiger Umgang mit Angst: nicht, um „tapfer“ zu sein, sondern um das Leben zu leben, das du dir wirklich wünschst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie sich Christinas Burnout entwickelt hat und warum Schlaf ein Schlüsselthema war.
  • Die Geschichte vom „kleinen Elefanten“ als Bild für erlernte Grenzen aus der Kindheit.
  • Warum Katastrophenfilme im Kopf so überzeugend wirken – und wie du sie entlarven kannst.
  • Kleiner Einblick in Christinas Kurse, Workshops und ihre Mission, möglichst vielen Menschen mit Angststörungen zu helfen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"
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