„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
Du wachst auf und es ist noch dunkel. Du kommst nach Hause und es ist wieder dunkel. Und obwohl du eigentlich genug geschlafen hast, fühlst du dich müde, erschöpft oder irgendwie angespannter als sonst.
In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim über fünf typische Gründe, warum Angst (und auch eine gedrückte Stimmung) in der dunklen Jahreszeit zunehmen kann. Das Wichtigste: Es gibt Erklärungen dafür, und du kannst an mehreren Stellen ganz konkret gegensteuern.
Der stärkste Treiber ist oft banal, aber enorm wirksam: Licht. Dein Körper hat eine innere Uhr, die stark über Tageslicht gesteuert wird, vor allem am Morgen. Fehlt dieses Signal, kann der Schlaf-Wach-Rhythmus aus dem Takt geraten. Viele fühlen sich dann müder, energieloser oder schlafen unruhiger.
Und genau hier hängt Angst direkt dran: Schlechter Schlaf kann Angst und Panik verstärken, weil dein System schneller auf Alarm geht. Besonders, wenn du zu Grübeln oder zu Körperscans neigst, kann Müdigkeit plötzlich „gefährlich“ wirken, obwohl sie schlicht ein Schlaf-Thema ist.
Konkreter Tipp: Sammle bewusst Tageslicht, auch wenn das Wetter nicht einlädt:
Nasskälte, Frieren, mehr Anspannung: Im Herbst und Winter reagiert der Körper anders. Schultern hochziehen, verspannte Muskulatur, kalte Hände und Füße sind häufig. Gleichzeitig kommen Erkältungen und Infekte öfter vor, was bei Menschen mit Angst vor Krankheit schnell ein Gedankenkarussell anwerfen kann.
Christinas Kernpunkt: Nicht jedes Körpergefühl ist ein Alarmsignal. Entscheidend ist, ob du das Gefühl beobachtest oder es sofort katastrophisch interpretierst.
Hilfreicher Mini-Satz aus der Folge:
„Ich bemerke gerade … und meine Angst erzählt mir dazu gerade …“
Im Sommer passiert vieles automatisch: mehr Bewegung, mehr draußen sein, mehr soziale Anlässe. Im Herbst und Winter wird es gemütlicher und ruhiger, was an sich völlig okay ist. Für Angst kann es aber zur Falle werden, wenn aus Gemütlichkeit Vermeidung wird.
Christina schlägt dafür eine klärende Frage vor, die sehr schnell entlarvt, was gerade wirklich los ist:
Konkreter Tipp: Mach deinen Alltag im Winter nicht kleiner als er ist. Du musst nicht „wie im Sommer“ leben, aber:
Viele erwarten im Herbst/Winter automatisch „Entschleunigung“. In der Realität kommt häufig das Gegenteil: Endjahresgeschäft, Advents-Orga, Termine, Weihnachtsfeiern, Familienplanung, Kinderbetreuung. Für ein sensibles Nervensystem kann das schnell zu viel sein.
Christinas Empfehlung: Nicht sofort „mit dem Nervensystem kämpfen“, sondern erst prüfen, ob du gerade ganz schlicht im Überlastungsmodus bist.
Stress-Check statt Selbstdiagnose: Wenn du unruhiger wirst, frag nicht zuerst „Was stimmt nicht mit mir?“, sondern schau auf Basics wie Schlaf, Essen, Termine und Pausen.
Ein besonders fieser Verstärker ist Erwartungsangst: Wenn der letzte Winter schwierig war, rechnet dein Gehirn schnell damit, dass es wieder so wird. Christina bringt es mit einem Satz auf den Punkt:
„Deine Zukunft ist keine automatische Verlängerung deiner Vergangenheit.“
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem, was du befürchtest und dem, was heute tatsächlich da ist. Ein schlechter Tag ist noch kein „schlechter Winter“.
Konkreter Tipp: Schreib dir diesen Satz sichtbar auf:
Und ergänze ihn mit einer handlungsorientierten Frage:
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