Warum du aus einer Mücke einen Elefanten machst

6 Gründe, warum dein Kopf aus kleinen Problemen riesige macht

09.06.2026
In dieser Folge redet Christina darüber, warum dein Kopf aus kleinen Problemen riesige macht.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Wenn der Kopf aus Kleinigkeiten Katastrophen macht: 6 Gründe und was dir sofort hilft

Ein kleines Symptom, und plötzlich bist du sicher, schwer krank zu sein. Eine Nachricht, und dein Kopf malt direkt das schlimmste Szenario aus. Wenn du das kennst, bist du in dieser Folge von „Angst unplugged“ genau richtig.

Host Christina Hillesheim erklärt, warum unser Gehirn dazu neigt, Probleme aufzublasen, gerade wenn Angst oder Stress im Spiel sind. Das Beste: Zu jedem Punkt gibt’s alltagstaugliche Soforthilfe-Ideen, mit denen du wieder mehr Boden unter die Füße bekommst.

Dein Gehirn ist auf Gefahr programmiert – und übertreibt deshalb schnell

Der Kernmechanismus ist simpel: Dein Gehirn will dich am Leben halten. Und deshalb scannt es stärker nach Risiken als nach schönen, sicheren Signalen. Evolutionspsychologisch macht das Sinn, im Alltag führt es aber dazu, dass ein negatives Detail plötzlich alles überschattet.

Christina bringt es auf den Punkt: Ein kritischer Kommentar bleibt oft länger hängen als zehn Komplimente. Oder: Du hast einen guten Tag, bis eine „komische“ Nachricht kommt, und zack, kreisen die Gedanken nur noch darum.

  • Wichtiges Learning: Dein Fokus auf das Negative ist nicht „Schwäche“, sondern ein Schutzprogramm.
  • Soforthilfe: Suche bewusst nach dem, was trotzdem gut läuft. Die positiven Seiten springen nicht automatisch ins Auge, du darfst sie aktiv „einsammeln“.
  • Mini-Frage für den Alltag: Was ist gerade an dieser Situation vielleicht okay oder sogar hilfreich?

Stress macht Tunnelblick: Warum du dann schlechter denkst (und handelst)

Unter Stress arbeitet dein Kopf nicht „mehr“, sondern enger. Christina erklärt, dass unter Stress der Bereich für Planung, Perspektivwechsel und rationales Entscheiden weniger gut funktioniert, während das innere Alarmsystem hochfährt. Ergebnis: Katastrophendenken, Schwarz-Weiß-Sicht und „Ich schaffe das nicht“-Gedanken.

Entscheidend ist hier nicht, das Problem sofort zu lösen, sondern erst den Zustand zu verändern. Denn aus dem Alarmmodus heraus triffst du selten gute Entscheidungen.

  • Regel: Triff unter Stress keine großen Entscheidungen.
  • Soforthilfe: Atemübung, Bewegung, kurzer Spaziergang oder „eine Nacht drüber schlafen“.
  • Merksatz: Erst runterregulieren, dann neu bewerten.

Möglichkeit ist nicht Wahrscheinlichkeit: Der Denkfehler, der Angst füttert

Einer der häufigsten Angst-Mechanismen: Dein Gehirn verwechselt „Es könnte sein“ mit „Es wird wahrscheinlich passieren“. Natürlich ist vieles theoretisch möglich, aber die Wahrscheinlichkeit ist oft sehr gering.

Christina nutzt ein Beispiel, das hängen bleibt: Lotto. Es ist möglich zu gewinnen, aber wir wissen alle, wie unwahrscheinlich das ist. Bei positiven Dingen können wir das gut akzeptieren, bei negativen Szenarien vergessen wir es gern.

  • Soforthilfe-Frage: Ist es gerade möglich oder wahrscheinlich?
  • Warum das wirkt: Du holst dein Denken aus dem „Was-wäre-wenn“-Strudel zurück zu einer realistischeren Einschätzung.

Grübeln und Gedankenglauben: So machst du das Problem ungewollt größer

Zwei Faktoren, die sich oft gegenseitig hochschaukeln: Grübeln und Gedanken für Fakten halten.

Beim Grübeln fühlt es sich an, als würdest du an einer Lösung arbeiten, tatsächlich drehst du dich aber häufig nur im Kreis. Christina teilt dazu einen Satz aus der Akzeptanz- und Commitment-Therapie, der entlasten kann:

„Nicht jeder Gedanke verdient eine Diskussion.“

Und dann kommt der Gamechanger: Du musst nicht alles glauben, was du denkst. Gedanken sind oft Vermutungen, Befürchtungen, innere Stories, aber nicht automatisch Wahrheit.

  • Soforthilfe bei Grübeln: Frage dich: Denke ich gerade in Lösungen oder nur in Schleifen?
  • Praktisch: Schreib auf: „Wenn X passiert, dann mache ich Y.“ Das bringt Struktur statt Kopfkino.
  • Abstand zu Gedanken: Formuliere um: „Ich habe gerade den Gedanken, dass …“ statt „Es ist so!“
  • Optional mit Humor: „Danke Gehirn, interessante Geschichte.“ Das nimmt Druck raus und schafft Distanz.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Ressourcen-Check: Hunger und Schlafmangel können Probleme größer wirken lassen, weil dir gerade Energie fehlt (nicht weil alles schlimmer ist).
  • Mini-Visualisierung: Eine kurze Übung, in der du dir vorstellst, du bist ausgeruht, klar und voller Energie und schaust dann erneut auf dein Problem.
  • Alltags-Reframe: Du kannst auch mitten am Tag „neu starten“ und innerlich den Schalter umlegen, um wieder mehr Positives wahrzunehmen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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