5 Dinge, die Menschen mit Angststörung nicht mehr tun können

plus meine Tipps

22.07.2024
5 Dinge, die Menschen mit Angststörung nicht mehr tun können – plus meine Tipps aus der Podcastfolge

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

5 Dinge, die dir deine Angststörung nimmt – und wie du sie dir Schritt für Schritt zurückholst

Im Podcast „Angst unplugged“ spricht Christina Hillesheim offen über ihren Weg durch Angststörungen und Burnout. In dieser Folge teilt sie fünf Bereiche, in denen die Angst ihren Alltag massiv eingeschränkt hat – und welche Strategien ihr geholfen haben, sich diese Lebensbereiche nach und nach zurückzuerobern.

Die Folge richtet sich an dich, wenn du:

  • unter einer Angststörung, Panikattacken oder ständiger Sorge leidest
  • dich im Alltag stark eingeschränkt fühlst
  • lernen möchtest, wieder freier und gelassener zu leben

Christina berichtet aus eigenen Erfahrungen und aus ihrer Community. Das ersetzt keine Therapie oder ärztliche Behandlung, kann dir aber Mut machen und praktische Impulse geben.

Sich unbeschwert freuen – wenn die Angst immer mit im Raum ist

Eine der schmerzhaftesten Seiten ihrer Angststörung beschreibt Christina so: Die Fähigkeit, sich richtig unbeschwert zu freuen, ging ihr zeitweise komplett verloren.

Statt Vorfreude war da oft eine Stimme im Kopf:

„Freu dich nicht zu früh. Wenn du dich jetzt freust, passiert bestimmt etwas Schlimmes.“

Typische Gedanken, die viele Betroffene kennen:

  • „Ich habe kein Recht, glücklich zu sein.“
  • „Sobald es mir gut geht, muss doch irgendwas Schlimmes passieren.“
  • „Ich muss mich ständig sorgen, sonst bin ich nicht vorbereitet.“

Das Problem: Diese Sorgen schützen dich nicht vor zukünftigen Ereignissen. Sie zerstören vor allem deine Gegenwart.

Was hilft, die Freude wieder zuzulassen?

  • Akzeptieren, dass Leben Risiko bedeutet: Es gibt keine Garantie, dass nichts passiert. Aber: Das Risiko ist oft viel kleiner, als die Angst es dir einredet.
  • Bewusst im Hier und Jetzt ankommen:

    Alles, was dich in diesen Moment holt, nimmt der Angst Raum.

  • Gedankenschleifen stoppen: Statt Zukunftsszenarien („Was, wenn…?“) oder Selbstvorwürfen aus der Vergangenheit („Hätte ich doch…“) wieder und wieder durchzugehen, bewusst sagen: „Jetzt bin ich hier. Dieser Moment ist real.“

Je öfter du übst, Freude im Kleinen zuzulassen, desto leichter wird es, auch größere Momente wieder zu genießen.

Arzttermine ohne Horrorszenario – wie du den Druck rausnimmst

Für Christina waren Arzttermine lange purer Stress. Entweder kam sie mit der festen Überzeugung in die Praxis, schwer krank zu sein, oder sie hatte Angst vor dem, was bei Vorsorgeuntersuchungen herauskommen könnte.

Typisch für diese Phase:

  • Jeder Termin löst schon Tage vorher Angstgedanken aus.
  • Im Wartezimmer steigt der Druck, manchmal bis hin zur Panikattacke.
  • Der Fokus liegt fast ausschließlich auf der Frage: „Was, wenn jetzt etwas ganz Schlimmes rauskommt?“

Offenheit als Drucklöser

Ein überraschend wirksamer Schritt: ehrlich sein. Christina empfiehlt, direkt am Empfang zu sagen:

„Ich habe eine Angststörung. Es kann sein, dass ich kurz an die Luft muss. Bitte wundern Sie sich nicht, das hat nichts mit Ihnen zu tun.“

Ihre Erfahrung und die vieler aus der Community:

  • Es kommt oft sehr viel Verständnis und Freundlichkeit zurück.
  • Allein das Aussprechen nimmt Druck aus der Situation.
  • Du musst nicht mehr so tun, als wäre alles okay – und das entspannt.

Der Satz, der bei der Ergebnis-Angst hilft

Christina arbeitet mit einem Satz, den sie aus einem Workshop übernommen hat:

„Wahrscheinlich ist es wahrscheinlich.“

Übertragen heißt das:

  • Wahrscheinlich ist dein Befund unauffällig.
  • Wahrscheinlich wirst du alt werden.
  • Wahrscheinlich ist die Sorge größer als das tatsächliche Risiko.

Bis dir jemand etwas anderes mitteilt, darfst du gedanklich in der wahrscheinlichen Realität bleiben – nicht im schlimmsten Horrorszenario. Und: Verrückt machen lohnt sich frühestens ab Diagnose, nicht schon Wochen davor.

Körperliche Symptome nicht mehr automatisch als Katastrophe deuten

Ein Klassiker bei Angststörungen, den Christina gut kennt: Jedes körperliche Symptom wird sofort zur Lebensgefahr hochgestuft.

Ein Ziehen im Kopf? „Es ist ein Gehirntumor.“

Unruhe im Körper? „Bestimmt eine schlimme Krankheit.“

Ein komisches Kribbeln? „Vielleicht MS.“

Phasenweise hatte sie „jede Woche etwas anderes“ und steckte permanent in einer Angstspirale.

Vom Katastrophenmodus zum Realitätscheck

Die Veränderung kam nicht über Nacht, sondern über einen Lernprozess:

  • Wahrscheinlichkeit prüfen: Was ist realistischer – eine schwere Erkrankung oder Stress, Verspannung, Erschöpfung?
  • Deinen Alltag einbeziehen:
    • Wie hast du geschlafen?
    • Hattest du viel Stress?
    • Hast du dich anders bewegt als sonst?
  • Den Körper nicht als Feind sehen: „Der Körper ist keine Maschine, der Körper will leben, der will einem nichts Böses.“ Symptome sind oft ein Signal, kein Todesurteil.
  • Mit Erfahrungen arbeiten: Wenn du merkst: „Ich hatte das Symptom schon mal, es ist wieder verschwunden, und es war nichts Schlimmes“, speichere dir diese Erfahrung bewusst ab. Deine innere Alarmanlage lernt mit.

Mit der Zeit kann dein Kopf von „Es ist bestimmt Krebs“ zu „Wahrscheinlich ist es Verspannung oder Stress“ wechseln – und allein das nimmt der Angst Kraft.

Urlaub ohne Dauerdruck – in kleinen Schritten zurück zur Erholung

Urlaub, der eigentlich Erholung bringen soll, war für Christina lange genau das Gegenteil: Dauerstress.

Typische Gedanken in ihrer Angstphase:

  • „Was, wenn ich es nicht schaffe hinzufahren oder zu fliegen?“
  • „Was, wenn mir dort etwas passiert und ich weit weg von zu Hause bin?“
  • „Ich bin verantwortlich, dass der andere einen schönen Urlaub hat. Wenn es mir schlecht geht, verderbe ich alles.“

Der Druck wuchs so stark, dass sie Urlaube stornierte oder sich schon Monate vorher unwohl fühlte, überhaupt etwas zu buchen.

Strategien, um Urlaub wieder zuzulassen

  • Prüfen, ob der Zeitpunkt passt: Muss der große Urlaub wirklich jetzt sein? Vielleicht ist es okay, noch ein Jahr zu warten, bis du stabiler bist.
  • Klein anfangen:
    • Keine USA-Reise als ersten Schritt.
    • Stattdessen ein kürzerer, überschaubarer Urlaub, z. B. eine Woche auf Kreta oder ein nahes Reiseziel.
  • Schrittweise steigern: Wie bei Flugangst: Nicht mit einem 12-Stunden-Flug starten, sondern erstmal eine kurze Strecke. Es geht darum, dein Sicherheitsgefühl langsam zu erweitern.
  • Druck aus der Rolle als „Urlaubs-Manager:in“ nehmen: Du bist nicht allein verantwortlich für das Glück der anderen. Offenheit („Mir geht es gerade nicht so gut, ich tue aber mein Bestes“) entlastet oft mehr, als du denkst.

Mit jedem kleinen gelungenen Schritt speicherst du: „Ich kann das. Urlaub ist möglich, auch mit Angst.“

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum unangenehme Situationen nicht automatisch „unmachbar“ sind, nur weil sie sich schlecht anfühlen.
  • Wie du mit dem Gefühl umgehst, in Situationen „nicht mehr rauszukommen“ (z. B. Flugzeug, Friseur, Blutabnahme).
  • Kleine Hilfsmittel wie Pfefferminzöl, Igelball oder Angstring, die dir in Angstmomenten Halt geben können.
  • Warum es so kraftvoll ist, zu lernen: „Ich kann schwere Dinge tun – auch mit Angst.“
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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