Körperlich krank mit Angststörung

Tipps, die helfen plus Mini Meditation

Folge 372 | Körperlich krank mit Angststörung - Tipps, die helfen plus Mini Meditation

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Mit Krankheit und Angst umgehen: Warum dein Körper Ruhe braucht

Wenn du mit einer Angststörung lebst, kann dich jede Erkältung, ein grippaler Infekt oder Corona innerlich extrem verunsichern. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim darüber, wie du mit Krankheit souveräner umgehen kannst, ohne in Panik zu rutschen – und wie du deinen Körper in dieser Zeit liebevoll unterstützt.

Wenn Krankheit Angst triggert: Erstmal einordnen statt ausrasten

Viele Menschen mit Angststörung kennen es: Ein Kratzen im Hals, Magen-Darm oder Fieber – und sofort meldet sich das Kopfkino. „Oh Gott, was ist, wenn es etwas ganz Schlimmes ist?“.

Christina erlebt Krankheit heute deutlich gelassener. Sie hatte zum Beispiel Corona und war natürlich nicht begeistert, krank zu sein, aber: Sie musste keine Angst mehr haben, dass es „etwas ganz anderes Gefährliches“ ist.

Ein wichtiger Schlüssel ist, zu verstehen, was da eigentlich passiert:

  • Schwere Krankheiten sind selten – Infekte und harmlose Erkrankungen gehören zum Leben dazu.
  • Du wirst nicht 10 Jahre ohne Krankheit durchkommen. Immer wieder wird dein Körper mal schlapp machen, und das ist normal.
  • Dein „Angstgehirn“, die Amygdala, reagiert empfindlicher und schlägt schneller Alarm, obwohl medizinisch nichts Dramatisches dahintersteckt.

Christina beschreibt es so: Dein Körper ist einfach krank, und dein Angstsystem interpretiert das sofort als Gefahr. Genau an dieser Stelle braucht es eine andere innere Haltung:

  • Mitgefühl statt Härte: Es ist okay, dass du müde, gereizt, traurig oder kraftlos bist.
  • Realistische Einordnung: Fieber, höherer Puls, Abgeschlagenheit – das können ganz normale Krankheitszeichen sein.
  • Ärztliche Abklärung, wo nötig: Wenn du unsicher bist, lass es medizinisch checken, statt dich in Hypothesen zu verlieren.

Sobald klar ist, worum es sich handelt (z. B. durch einen Test wie bei Christinas Corona-Erkrankung), darf dein innerer Modus wechseln: von „Alarm“ hin zu „Regeneration“.

Krankheit als Notbremse: Dein Körper sagt „Stopp, bis hierhin und nicht weiter“

Christina teilt eine kraftvolle Sichtweise auf Krankheit:

„Ich glaube, dass wir Krankheiten manchmal auch als kleine Notbremse vom Körper bekommen, der dann sagt: Stopp, stopp, bis hierhin und nicht weiter. Du hast dich zu lange überanstrengt, jetzt brauchst du Ruhe.“

Viele werden genau dann krank, wenn:

  • Stress über Wochen oder Monate sehr hoch war,
  • sie sich ständig überfordern,
  • Warnsignale des Körpers ignoriert wurden.

Krankheit kann dann wie ein kleiner Schubs in die richtige Richtung sein:

  • Runter vom Gas: Du musst jetzt keine Bäume ausreißen.
  • Ruhe ernst nehmen: Der Körper braucht Zeit, um zu heilen.
  • Anspruch herunterfahren: Heute ist nicht der Tag für Höchstleistungen.

Statt gegen die Symptome „anzukämpfen“, darfst du dir erlauben, langsamer zu werden. Das entlastet nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Psyche – und kann verhindern, dass aus einem Infekt ein wochenlanger Erschöpfungszustand wird.

Was bei Krankheitsangst wirklich hilft: Selbstfürsorge statt Googeln

Ein typisches Muster bei Krankheitsangst ist, alles zu „kontrollieren“ und ständig nachzulesen, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Genau das verstärkt aber die Angstspirale.

Christinas Empfehlung ist klar:

  • Kein Dauer-Googeln von Symptomen oder Worst-Case-Szenarien.
  • Im Zweifel eine Ärztin oder einen Arzt fragen, statt sich vom Internet verrückt machen zu lassen.
  • Informationen dosieren: Den „Informationshahn“ bewusst zudrehen, wenn du merkst, dass du dich hineinsteigerst.

Stattdessen hilft es, aktiv in die Selbstfürsorge zu gehen und dein Nervensystem zu beruhigen. Zum Beispiel durch:

  • Positive Selbstgespräche: „Es ist okay, dass ich mich so fühle. Mein Körper darf jetzt heilen.“
  • Sanfte Ablenkung: Serien schauen, lesen, Hörbuch hören.
  • Körperliche Wärme: Tee, Wärmflasche, gemütliche Kleidung.
  • Leichte Bewegung (wenn es dein Zustand erlaubt): Eine kleine Runde um den Block, um wieder in den Körper zu kommen.
  • Atemübungen und Meditation, um dein Nervensystem zu beruhigen.

Christina ermutigt dich, dir wirklich auszuruhen, statt im Bett zu liegen und gleichzeitig Panik zu schieben, zu googeln oder Katastrophengedanken zu pflegen. Dein Fokus darf sein: Heilung statt Kontrolle.

Geführte Mini-Meditation: Ruhe finden, wenn du krank oder unruhig bist

Am Ende der Podcastfolge führt Christina eine kurze Entspannungsübung an, die du sowohl bei Krankheit als auch in Phasen innerer Unruhe nutzen kannst. Die Meditation unterstützt dich dabei, wieder in deinen Körper zu kommen und Vertrauen in den Heilungsprozess zu entwickeln.

Inhaltlich geht es in der Übung darum:

  • Atem beruhigen: Mehrfach tief ein- und durch den Mund wieder ausatmen, Anspannung mit jedem Ausatmen ein Stück loslassen.
  • Körper wahrnehmen: Spüren, wie sich dein Körper gerade anfühlt – müde, schwer, warm oder kalt – ohne zu bewerten.
  • Signale neu deuten: Müdigkeit, Schwere und Wärme als Zeichen zu sehen, dass dein Körper heilt und Ruhe braucht.
  • Gedanken ziehen lassen: Sorgen um deine Gesundheit kommen lassen, wahrnehmen und wie Wolken weiterziehen lassen, ohne ihnen zu folgen.
  • Selbstberuhigung: Eine Hand auf Bauch oder Herz legen und innerlich Sätze wiederholen wie:
    „Ich bin hier. Ich darf ruhen. Mein Körper kümmert sich ganz von alleine um den Rest.“

Diese Meditation kannst du dir immer wieder anhören, wenn du krank bist, angeschlagen oder einfach innerlich unruhig. Sie erinnert dich daran, dass dein Körper nicht dein Feind ist, sondern gerade auf Hochtouren für dich arbeitet.

Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch? Christinas Weg aus der Angst

In der Rubrik „Frage aus der Community“ beantwortet Christina außerdem eine häufige Frage: Welche Therapieform hat ihr geholfen?

Verhaltenstherapie – Fokus auf das Hier und Jetzt

Christina hat sich für eine Verhaltenstherapie entschieden, weil sie am besten zu ihrem Charakter passte. Vereinfacht beschreibt sie diese Form so:

  • Sie setzt direkt am heutigen Verhalten an.
  • Die Frage lautet: „Was kann ich jetzt anders machen, um mich besser zu fühlen?“
  • Es gibt viele konkrete Tipps, Strategien und Verhaltensvorschläge für den Alltag.

Dieses pragmatische Vorgehen spiegelt sich auch in ihrer Arbeit und ihren Angeboten wider: Sie legt großen Wert auf Methoden, die du direkt im Alltag anwenden kannst, um Schritt für Schritt aus der Angst auszusteigen.

Tiefenpsychologische Therapie – Blick in die Vergangenheit

Zur Einordnung beschreibt Christina auch grob die tiefenpsychologisch fundierte Therapie:

  • Sie geht stärker in die Tiefe und Vergangenheit.
  • Häufig werden Kindheitserfahrungen und alte Muster aufgearbeitet.
  • In vielen Gesprächen werden Ursachen, Prägungen und unbewusste Dynamiken beleuchtet.
  • Je nach Therapeut:in können auch Methoden wie Hypnose eine Rolle spielen.

Beide Wege können hilfreich sein – entscheidend ist, was zu dir, deiner Persönlichkeit und deinem aktuellen Bedarf passt. Christina lädt dich ein, für dich zu reflektieren:

  • Bist du eher der Typ Verhaltenstherapie, der konkrete Tools und Übungen liebt?
  • Oder fühlst du dich eher in einer tiefenpsychologischen Arbeit mit Fokus auf Hintergründe und Prägungen zu Hause?

In ihrem „Angstfrei“-Onlinekurs verbindet Christina viele dieser verhaltenstherapeutisch orientierten Ansätze mit all den Übungen und Strategien, die ihr selbst auf dem Weg aus der Angststörung geholfen haben.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum eine starke Grippe sich emotional „depressiv“ anfühlen kann – und warum das normal ist.
  • Wie du lernst, Krankheitszeichen nicht automatisch als Lebensgefahr zu deuten.
  • Warum es so vielen schwerfällt, sich wirklich auszuruhen, obwohl der Körper dringend Pause braucht.
  • Einladung zur Community: Austausch zu euren Therapieerfahrungen und Wegen aus der Angst.
  • Infos zu Christinas „Angstfrei“-Onlinekurs mit Workbook, Experten-Sprechstunden und Live-Sessions.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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