„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser ersten Folge von „Angst unplugged“ nimmt dich Gastgeberin Christina Hillesheim mit in ihre persönliche Geschichte: Von frühkindlichen Ängsten über jahrelange Panikattacken bis hin zum totalen Zusammenbruch mit Depression und Schlafstörungen – und wie sie es geschafft hat, daraus ein neues, erfülltes Leben aufzubauen.
Christina Hillesheim ist Spiegel-Bestseller-Autorin, Diplom-Soziologin, Unternehmerin und zweifache Mutter. Lange Zeit hat sie selbst unter einer Angststörung, Panikattacken und später einer depressiven Phase gelitten.
Heute begleitet sie mit Büchern, Online-Kursen, Workshops und ihrem Mitgliederbereich „Happy Club“ Menschen, die mit ähnlichen Themen zu kämpfen haben. In „Angst unplugged“ teilt sie ihre eigenen Erfahrungen, spricht mit Expert:innen und ehemaligen Betroffenen und zeigt dir Wege aus Angst und Panik.
Die ersten bewussten Ängste begannen bei Christina im Alter von etwa sieben oder acht Jahren. Vor allem Angst vor Krankheiten und davor, dass ihrer Mutter etwas passieren könnte, haben sie als Kind stark begleitet.
Mit etwa 22 Jahren kam dann der erste große Einbruch: starke Panikattacken, aus dem Nichts, zum Beispiel in der U-Bahn auf dem Weg zur Uni.
Christina beschreibt ihre erste Panikattacke so:
„Es war echt wie so ein Zug, der einen überrollt. Von jetzt auf gleich totales Herzrasen, ich dachte wirklich, ich sterbe.“
Wer Panikattacken kennt, weiß, wie belastend das ist. Nach dieser ersten Attacke kam die typische Folgeangst:
Christina sagt rückblickend, dass eine gute Therapie ihr vermutlich viel Zeit erspart hätte. Stattdessen wurden die Panikattacken langsam weniger, aber sie blieben viele Jahre ein Thema im Hintergrund.
2016, Anfang 30, kam der Punkt, an dem nichts mehr ging. Mehrere Faktoren hatten sich über Jahre aufgestaut:
Der eigentliche „Kipppunkt“ waren aber die massiven Schlafstörungen:
Mit der Angst vor dem Nicht-Schlafen-Können kam die typische Katastrophenspirale:
Diese Angstspirale verstärkte die Schlafstörung – und nahm Christina die wichtigste Ressource: Regeneration. Parallel entwickelte sich eine immer schwerer werdende depressive Phase:
Christina beschreibt, wie sich ihr Zustand zuspitzte, bis sie im Sommer 2016 beschloss, sich krank schreiben zu lassen. Aus geplanten zwei Wochen wurden schließlich Monate. Klinikaufenthalt, der nicht zu ihr passte, viele Versuche – ohne echte Besserung.
Den entscheidenden Schritt löste ihre Tante aus, die sie zu einem Psychiater begleitete. Dort bekam Christina zum ersten Mal klar gespiegelt, wie schlecht es ihr wirklich ging – und sie erhielt ein Antidepressivum verschrieben.
Ihre erste Reaktion war typisch:
Der Psychiater war jedoch deutlich: In ihrer Verfassung seien Medikamente ein wichtiger Schritt, und sie solle es zumindest versuchen. Christina entschied sich schließlich dafür – und beschreibt das als ersten echten Lichtblick seit Monaten.
Wichtig: Es war keine Wunderpille. Sie sagt klar:
„Mir ging es immer noch mega schlecht, aber ich konnte wieder ein bisschen schlafen. Und das war für mich ein riesen Gamechanger.“
Mit dem zurückkehrenden Schlaf konnte ihr Körper langsam wieder Kraft sammeln. Das wurde zum Fundament für die nächsten Schritte.
Ab November 2016 begann Christina, ihr Leben radikal zu verändern. Sie „drehte alles auf links“ und stellte konsequent alles auf den Prüfstand.
Über etwa ein Jahr hinweg arbeitete sie täglich an sich, probierte Methoden aus, reflektierte und dokumentierte. Sie beschreibt diese Zeit als eine Art „Selbstheilungsjahr“, natürlich ergänzt durch professionelle Unterstützung.
Etwa im Herbst 2017 spürte sie dann:
„Ich bin wieder gesund – oder eigentlich sogar viel glücklicher, als ich vorher war.“
Aus dieser Phase entstand zunächst etwas ganz anderes als ein Angst-Podcast: ein Do-it-yourself-Blog. Christina hatte entdeckt, dass Basteln ihr Ruhe schenkt und ihren Kopf beschäftigt. Daraus entstand die Marke „Happy Dings“.
Der Slogan damals: „Nimm dein Glück selbst in die Hand.“
Sie teilte ihre Geschichte, sprach offen über Angst und Depression – und genau das berührte viele Menschen. Besonders Betroffene mit Angststörungen und Depressionen wollten wissen:
Christina begann, all das zu teilen. Aus Happy Dings entwickelte sich mit der Zeit eine Marke, die heute klar für mentale Gesundheit steht. Sie arbeitet inzwischen mit einem Team, bietet Kurse, Workshops, Community-Formate und nun auch den Podcast „Angst unplugged“ an.
Das vielleicht Wichtigste aus dieser Entwicklung:
„Es ist unfassbar, was aus dieser Krise Schönes entstanden ist.“
Christina möchte mit ihrer Geschichte Mut machen und gleichzeitig ein Bewusstsein schaffen: Eine Angststörung oder Depression ist nicht einfach nur „eine Störung“, sondern oft ein Hilfeschrei von Körper und Psyche.
Sie hat bei sich selbst und in der Arbeit mit vielen Kund:innen und ihrer Community immer wieder beobachtet:
Natürlich können Angststörungen und Depressionen auch durch Traumata oder andere Faktoren entstehen. Christina betont eindeutig:
Christina kennt aus eigener Erfahrung:
Genau deshalb versteht sie sehr gut, wie es dir gehen kann, wenn du mit diesen Themen kämpfst. Ihr Ziel mit „Angst unplugged“:
Ein zentraler Gedanke, den sie dir mitgeben möchte:
„Der Körper ist immer für uns und nicht gegen uns.“
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