Selbstwertgefühl steigern

6 Wege plus praktische Übungen zum Mitmachen

06.09.2021
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

6 Wege zu mehr Selbstwertgefühl – mit praktischen Übungen

In dieser Folge von „Angst unplugged“ zeigt dir Diplom-Soziologin, Autorin und Glückscoach Christina Hillesheim, wie du dein Selbstwertgefühl Schritt für Schritt stärkst. Grundlage sind die „6 Säulen des Selbstwertgefühls“ nach Nathaniel Branden – übersetzt in alltagstaugliche Impulse und kleine Übungen, die du sofort ausprobieren kannst.

1. Achtsam leben: Im Moment ankommen

Der erste Weg zu mehr Selbstwertgefühl ist Achtsamkeit. Viele von uns sind es gewohnt, auf Autopilot zu laufen: mehrere Dinge gleichzeitig tun, ständig aufs Handy schauen, gedanklich schon beim nächsten To-do sein. Genau das schwächt auf Dauer unsere innere Stabilität.

Selbstwert beginnt damit, dass du dich selbst überhaupt wahrnimmst.

Christina lädt dich ein, wieder bewusster zu leben. Ein scheinbar einfacher Moment – ein Kaffee in Ruhe, ohne Handy, ohne Ablenkung – ist für viele schon eine Herausforderung. Doch genau darin liegt der Schlüssel: Wenn du lernst, deine Gedanken, Gefühle, Geräusche und Gerüche bewusst wahrzunehmen, kommst du bei dir selbst an.

Mini-Übung für mehr Achtsamkeit

  • Such dir heute einen ruhigen Moment – draußen oder am Fenster.
  • Setz dich hin und schau einfach hinaus.
  • Beobachte die Wolken und stell dir vor, deine Gedanken ziehen genauso vorbei.
  • Nimm Geräusche, Gerüche und Körperempfindungen bewusst wahr.
  • Bewerte nichts, sondern lass alles kommen und wieder gehen.

Mit solchen kleinen Achtsamkeitsinseln signalisierst du dir selbst: Ich bin wichtig. Mein Empfinden zählt. Das ist die Basis für ein stabiles Selbstwertgefühl.

2. Nimm dich selbst an – mit all deinen Ecken und Kanten

Der zweite Weg zu mehr Selbstwertgefühl: Dich selbst annehmen. Viele Menschen kennen ihre Schwächen besser als ihre Stärken – und kritisieren gerade das, was sie einzigartig macht.

Christina betont, dass wir oft genau die Eigenarten an anderen Menschen lieben, die wir an uns selbst ablehnen würden: kleine Spleens, Unperfektheiten, Ecken und Kanten.

„Fehler“ machen uns menschlich und schaffen echte Verbundenheit.

Wenn du deine Besonderheiten bekämpfst, kämpfst du im Grunde gegen dich selbst. Selbstannahme bedeutet nicht, alles perfekt zu finden, sondern freundlich mit dir zu sein</strong – gerade dort, wo du dich anders fühlst als „die anderen“.

Impulse für mehr Selbstliebe

  • Überlege dir: Welche Eigenarten liebst du an deinen Freundinnen und Freunden?
  • Welche ähnlichen Eigenarten lehnst du bei dir selbst ab?
  • Frage dich: Warum ist es bei anderen liebenswert – und bei mir ein „Problem“?
  • Erlaube dir, diese Eigenschaften als Teil deiner Einzigartigkeit zu sehen.

Unterstützend kannst du mit Klopfakupressur (EFT) arbeiten oder andere Rituale nutzen, die dir helfen, liebevoller auf dich zu schauen. Wichtig ist: Hör auf, dich für deine Menschlichkeit zu verurteilen.

3. Übernimm Verantwortung – raus aus der Opferrolle

Der dritte Weg zu mehr Selbstwert: Verantwortung übernehmen. Viele Menschen machen andere oder äußere Umstände für ihr Leben verantwortlich: die Kindheit, den Chef, den Partner, „das Schicksal“. Kurzfristig entlastet das, langfristig nimmt es dir jede Gestaltungsmacht.

„Die meisten Menschen geben ihre Kraft dadurch ab, dass sie glauben, keine zu haben.“

Du kannst nicht immer bestimmen, was dir im Leben passiert. Aber du kannst immer entscheiden, wie du darauf reagierst. Genau darin liegt deine innere Stärke.

Übung: Verantwortung zurück zu dir holen

  • Schreib dir auf: In welchen Lebensbereichen gibst du anderen (oder dem Leben) die Schuld?
  • Triff eine bewusste Entscheidung: Ich lasse heute die Opferrolle los.
  • Prüfe: Wem könntest du verzeihen – nicht, weil du gutheißt, was passiert ist, sondern um dich selbst zu befreien?
  • Schreib einen Brief, in dem du alles aussprichst, was dich belastet. Du musst ihn nicht abschicken. Wichtig ist, dass du die Verantwortung für dein weiteres Leben wieder zu dir zurückholst.

Verantwortung zu übernehmen heißt: Ich bin nicht schuld an allem, aber ich bin zuständig für meinen nächsten Schritt. Das stärkt deinen Selbstwert enorm.

4. Steh zu deiner Meinung und setz klare Grenzen

Der vierte Weg zu mehr Selbstwertgefühl ist, zu deiner eigenen Meinung zu stehen und gesunde Grenzen zu setzen. Viele sagen „Ja“, obwohl sie „Nein“ meinen – aus Angst, zu verletzen, abgelehnt zu werden oder für schlechte Stimmung zu sorgen.

Vor allem in Familie und engen Beziehungen ist die Versuchung groß, die Harmonie um jeden Preis zu wahren. Kurzfristig wirkt das einfacher, langfristig zahlst du einen hohen Preis: deine innere Gesundheit und dein Selbstrespekt.

Du darfst:

  • Nein sagen, auch ohne „guten Grund“.
  • sagen: „Ich fühle mich damit nicht gut“ – ohne dich dafür zu rechtfertigen.
  • deine Bedürfnisse ernst nehmen, selbst wenn andere das nicht verstehen.

Gleichzeitig bleibt wichtig: Deine Gefühle und Meinungen sind gültig, die anderer Menschen aber auch. Selbstwert bedeutet, dich zu zeigen, ohne andere kleinzumachen.

Übung: Ein erstes bewusstes Nein

  • Wähle eine kleine Situation, in der du normalerweise „Ja“ sagen würdest, obwohl du es nicht möchtest.
  • Beispiel: Eine Verabredung, die dir eigentlich zu viel ist.
  • Formuliere freundlich, aber klar: „Ich schaffe das gerade nicht“ oder „Ich sage diesmal ab, ich brauche Zeit für mich.“
  • Spüre danach: Wie fühlt es sich an, dich selbst ernst zu nehmen?

Jedes Nein zu etwas, das dir nicht guttut, ist ein Ja zu dir selbst – und damit ein Booster für dein Selbstwertgefühl.

5. Setz dir Ziele und schaffe Orientierung

Der fünfte Weg: Ziele. Ohne klare Ausrichtung treiben wir durchs Leben, reagieren nur noch – statt aktiv zu gestalten. Das verunsichert und schwächt unser Selbstwertgefühl.

Ziele geben dir Halt, Struktur und ein Gefühl von Wirksamkeit.

Es geht nicht darum, dein ganzes Leben durchzuplanen. Spontanität darf bleiben. Aber es macht einen großen Unterschied, ob du ungefähr weißt, wohin du möchtest, oder ob du dich nur von Tag zu Tag „durchwurschtelst“.

Übung: Ein konkretes Ziel mit Datum

  • Frag dich: Welches Ziel trägst du schon lange mit dir herum, ohne es wirklich anzugehen?
  • Lege ein konkretes Datum fest, bis wann du dieses Ziel erreicht haben möchtest.
  • Schreib auf: Was kann ich jetzt schon tun, um diesem Ziel näherzukommen?
  • Definiere 2–3 konkrete nächste Schritte, z. B.:
    • Tanzkurs recherchieren und eine Anfrage schreiben
    • einen Termin im Kalender blocken
    • eine Person um Unterstützung bitten

Jedes erreichte Zwischenziel ist ein Beweis für dich selbst: Ich kann Dinge in meinem Leben verändern. Genau das stärkt deinen Selbstwert nachhaltig.

6. Sei radikal ehrlich zu dir selbst

Der sechste – und vielleicht wichtigste – Weg: Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Kleine Alltagslügen sind menschlich. Gefährlich wird es, wenn du dich in den wirklich wichtigen Fragen belügst.

Typisch ist: Es geht dir eigentlich nicht gut, du bist unzufrieden mit deinem Leben oder bestimmten Situationen, redest dir aber ein, dass „es schon okay“ ist. Tief in dir weißt du oft sehr genau, wie es dir wirklich geht.

Selbstwert braucht innere Wahrhaftigkeit.

Die eigentliche Herausforderung ist nicht, die Wahrheit zu kennen, sondern sie zuzulassen – und zwar nicht nur mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen.

Übung: Eine ehrliche Bestandsaufnahme

  • Stell dir heute ganz bewusst die Frage: Wie geht es mir wirklich?
  • Nimm dir Zeit und atme einige Male ruhig ein und aus.
  • Warte, bis die Antwort aus deinem Inneren kommt, nicht aus deinem Kopf.
  • Schreib alles auf, was auftaucht, ohne zu bewerten oder zu relativieren.

Du wirst überrascht sein, welche Klarheit entsteht, wenn du dir erlaubst, ehrlich hinzuschauen. Diese Ehrlichkeit ist der Startpunkt für echte Veränderung – und für ein Selbstwertgefühl, das nicht mehr nur auf Fassade, sondern auf innerer Wahrheit beruht.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Achtsamkeit anfangs ungewohnt ist und wie du freundlich mit dir übst
  • Wann Verzeihen befreiend wirkt, ohne Verhalten zu entschuldigen
  • Wie du Harmoniebedürfnis und gesunde Grenzen in Balance bringst
  • Warum dein Herz oft früher weiß, was du brauchst, als dein Kopf
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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