Mehr Selbstakzeptanz & Selbstliebe in vier Schritten

26.05.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

4 Schritte zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe

Viele von uns gehen seit Jahren hart mit sich ins Gericht, kritisieren sich ständig und setzen sich selbst herab – oft ganz automatisch.
Diese Podcastfolge von „Angst unplugged“ zeigt dir in vier klaren Schritten, wie du wieder mehr Selbstakzeptanz und Selbstliebe in dein Leben holen kannst.

1. Annehmen, was ist: Ohne Akzeptanz keine Veränderung

Der erste Schritt zu mehr Selbstakzeptanz ist das Annehmen deiner aktuellen Situation. Solange du innerlich gegen dich selbst und deine Realität kämpfst, bleibt alles genau so, wie es ist.

Statt permanent zu denken: „Das darf nicht so sein, ich will das nicht“, brauchst du einen inneren Perspektivwechsel. Denn dieser innere Widerstand ist nicht nur anstrengend, er raubt dir auch Kraft und Motivation, wirklich etwas zu verändern.

Ein zentrales Learning aus der Folge:

„Ohne dass wir etwas annehmen, können wir es auch nicht ändern.“

Statt zu verdrängen, hilft es, deine Gefühle und deine Situation bewusst zu bemerken und innerlich zu sagen: „Okay, so ist es gerade.“

Besonders eindrücklich ist das Beispiel zum Thema Unglücklichsein, inspiriert von Eckhart Tolle: Wenn du unglücklich bist und gleichzeitig denkst „Ich darf jetzt nicht unglücklich sein“, klammerst du das Gefühl regelrecht fest. Erlaubst du dir hingegen bewusst den Satz „Okay, dann bin ich jetzt einfach unglücklich“, kann sich dieses Gefühl oft innerhalb kurzer Zeit auflösen.

Praktischer Ansatz für dich:

  • Wenn ein unangenehmes Gefühl aufkommt, halte kurz inne.
  • Benenne es: „Ich bin gerade traurig / wütend / unzufrieden.“
  • Sage innerlich: „Es ist okay, dass das gerade da ist.“
  • Atme ein paar Mal bewusst und beobachte, wie sich das Gefühl verändert.

2. Warum lehnst du dich überhaupt ab?

Der zweite Schritt ist radikale Ehrlichkeit mit dir selbst: Was genau lehnst du an dir ab – und warum eigentlich?

Oft wollen wir uns verändern, um anderen zu gefallen oder Anerkennung zu bekommen. Aber: Es ist dein Leben. Es sollte in erster Linie darum gehen, dass es zu deinen eigenen Wünschen, Vorstellungen und Bedürfnissen passt – nicht zu den Erwartungen anderer.

Fragen, die dir helfen können:

  • Welche Eigenschaften, Angewohnheiten oder Aspekte deines Körpers magst du nicht?
  • Was erhoffst du dir davon, wenn du sie veränderst?
  • Geht es dir dabei wirklich um dich – oder um die Meinung anderer?

Ein schönes Bild aus der Folge:

Selbst die perfekteste Erdbeere wird nie allen schmecken.

Du kannst die „allerschönste“, „perfekteste“ Version von dir selbst sein und es wird immer Menschen geben, die genau das nicht mögen. Manche mögen einfach keine Erdbeeren – oder sind allergisch. Genau so ist es mit Menschen: Es ist unmöglich, allen zu gefallen.

Wichtige Erkenntnisse aus diesem Schritt:

  • Allen zu gefallen ist unmöglich – hör auf, deine Energie darin zu verschwenden.
  • Häufig glaubst du nur, dass andere etwas an dir schlecht finden.
  • Fast niemand ist so streng mit dir wie du selbst – du bist meist dein härtester Kritiker.

Überlege dir daher bewusst:

  • Wie stehe ich wirklich zu meinem Gewicht, meinen Eigenschaften, meiner Lebenssituation?
  • Bin ich vielleicht eigentlich im Reinen damit – und denke nur, andere seien es nicht?

3. Veränderung: Ist sie möglich – und willst du sie wirklich?

Selbstakzeptanz bedeutet nicht Stillstand. Du darfst dich verändern wollen – aber aus den richtigen Gründen und mit einer realistischen inneren Haltung.
Damit echte Veränderung gelingt, braucht es zwei Voraussetzungen:

3.1 Glaube daran, dass Veränderung möglich ist

Wenn du tief in dir überzeugt bist „Ich schaffe das sowieso nicht“, sabotierst du dich selbst. Deine innere Haltung beeinflusst dein Handeln – und damit deine Realität.

Ein Kerngedanke aus der Folge:

Ob du glaubst, du schaffst es, oder du glaubst, du schaffst es nicht – du wirst in beiden Fällen recht behalten.

Deshalb:

  • Prüfe ehrlich: Ist das Ziel objektiv möglich? (z.B. Gewicht, Gewohnheiten, Beruf – im Gegensatz zu Augenfarbe oder Körpergröße).
  • Justiere deine Ziele so, dass sie tatsächlich erreichbar sind.
  • Arbeite an deinem inneren Glauben: „Es ist möglich, dass ich mich verändere.“

3.2 Willst du die Veränderung wirklich – auch unbewusst?

Bewusst sagst du vielleicht: „Natürlich will ich das ändern.“ Unterbewusst kann jedoch etwas anderes ablaufen. Häufig versprechen wir uns von einem alten Verhalten einen versteckten Nutzen.

Beispiel aus der Folge:

  • Du bleibst in einer Opferrolle, jammerst viel und kommst nicht ins Handeln.
  • Durch dieses Verhalten bekommst du vielleicht viel Aufmerksamkeit, Hilfe oder Mitleid.
  • Unbewusst hast du gelernt: „Nur wenn ich schwach bin, bekomme ich Unterstützung.“

Solche Muster stammen oft aus der Kindheit und wirken bis heute nach. Wichtig ist:

  • Frage dich: Welchen Vorteil habe ich (unbewusst) davon, so zu bleiben, wie ich bin?
  • Könnte ich diesen Nutzen heute auch anders bekommen (z.B. indem ich klar um Hilfe bitte)?
  • Brauche ich diese Art Unterstützung überhaupt noch in dieser Intensität – oder kann ich mir heute selbst helfen?

Selbstakzeptanz heißt hier: Deine alten Muster liebevoll erkennen, ihren Sinn verstehen und dir erlauben, neue Wege zu gehen.

4. Ins Handeln kommen: Kleine konkrete Schritte statt großer Vorsätze

Nach Annehmen, Hinterfragen und innerer Klärung kommt der entscheidende vierte Schritt: Handeln.
Ohne Handeln bleibt alles, wie es ist. Du kannst nicht jeden Tag dasselbe tun und andere Ergebnisse erwarten.

Der Schlüssel liegt in konkreten, kleinen, machbaren Schritten. Allgemeine Vorsätze wie „Ich will mich mehr lieben“ oder „Ich möchte gesünder leben“ bleiben oft in der Luft hängen. Du brauchst Klarheit darüber, was du ab heute anders machen willst.

Hilfreich ist eine Liste mit zwei Spalten:

  • Was möchte ich verändern?
  • Was tue ich ab heute konkret dafür?

Beispiel aus der Folge: Dein Ziel ist es, dich gesünder zu ernähren. Konkrete Schritte könnten sein:

  • Täglich 2–3 Liter Wasser trinken.
  • Jeden Tag 30 Minuten Bewegung in deinen Alltag integrieren.
  • Weniger Fleisch essen und bewusster auswählen.

Im Gegensatz zu dem Vorsatz „Jeden Tag zwei Stunden ins Fitnessstudio“, sind diese Schritte realistisch und alltagstauglich. Genau das erhöht die Chance, wirklich dranzubleiben.

Grundprinzip für deinen Alltag:

  • Starte klein, aber konkret.
  • Prüfe regelmäßig: Habe ich meinen Schritt heute umgesetzt?
  • Steigere dich Schritt für Schritt, wenn sich das Neue sicher anfühlt.

So wächst mit jedem umgesetzten Mini-Schritt nicht nur deine Veränderung, sondern auch deine Selbstakzeptanz. Du erlebst dich als handlungsfähig, verlässlich und stark – und genau das stärkt deine Selbstliebe.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Selbstkritik oft unbewusst und automatisiert abläuft.
  • Wie du lernst, negative Gefühle nicht mehr zu verdrängen.
  • Der Unterschied zwischen gesundem Veränderungswunsch und Selbstablehnung.
  • Wie du dir selbst eine sanftere, liebevollere innere Stimme aufbaust.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.