Zwangsgedanken: Meine Erfahrungen und Tipps

18.03.2024
Zwangsgedanken – Meine Erfahrungen und Tipps | Podcastfolge über intrusive Gedanken und den Umgang damit

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Zwangsgedanken verstehen und den inneren Druck lösen – „Angst unplugged“

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim, Spiegel-Bestsellerautorin und Diplom-Soziologin, über ein Thema, das viele Menschen still mit sich herumtragen: Zwangsgedanken.

Anhand ihrer eigenen Geschichte und der Erfahrungen aus ihrem Kurs mit Psychologin Franka Cerutti zeigt sie, wie du Zwangsgedanken besser einordnen kannst, warum sie so bedrohlich wirken und was dir hilft, ihnen den Schrecken zu nehmen.

Zwangsgedanken: Was sie sind – und was sie nicht sind

Zwangsgedanken treten häufig im Kontext von Angststörungen oder Depressionen auf. Bei Christina wurden sie vor allem während ihres Burnouts 2016 sehr präsent und belastend.

Typisch für Zwangsgedanken ist:

  • Sie drängen sich auf, ohne dass du sie bewusst willst.
  • Sie wirken oft gewaltvoll, obszön oder extrem.
  • Sie machen dir Angst, weil du sie für einen Ausdruck deines „wahren Ichs“ hältst.
  • Du versuchst, sie zu kontrollieren oder wegzudrücken – und genau das verstärkt sie.

Christina beschreibt es so: Je mehr wir diese Gedanken nicht haben wollen, desto stärker kommen sie wieder. Das bekannte Beispiel:

„Denk bitte nicht an einen rosa Elefanten.“
Woran denkst du sofort? An den rosa Elefanten.

Genauso funktioniert es mit Zwangsgedanken. Gedanken können wir nicht kontrollieren, und der Versuch, sie zu unterdrücken, macht uns zusätzlich unglücklich.

Wichtig ist zu verstehen:

  • Gedanken sind keine Taten.
  • Jeder Mensch hat „komische“ oder beängstigende Gedanken.
  • Der Unterschied bei Zwangsgedanken ist, dass sie extrem ernst genommen werden.

Warum Zwangsgedanken so viel Angst machen

Zwangsgedanken drehen sich häufig um Inhalte, die stark verunsichern:

  • Gewaltfantasien („Was wäre, wenn ich mein Auto auf die andere Spur lenke?“)
  • Gefährliche Impulse („Was, wenn ich mein Baby aus dem Fenster werfe?“)
  • Kontrollzwang („Habe ich die Tür abgesperrt? Ist der Ofen wirklich aus?“)
  • Gesundheits- und Ansteckungsängste („Ich muss mir ständig die Hände waschen.“)

Viele Menschen kennen solche Gedanken – aber sie legen sie einfach wieder weg. Menschen mit Zwangsgedanken hingegen verstricken sich darin, hinterfragen sie ständig und schämen sich dafür.

Christina erzählt, wie sie während ihres Burnouts einen besonders quälenden Gedanken hatte:

„Was ist, wenn ich immer dasselbe denken müsste, wenn ich nur noch solche Gedanken hätte?“

Damals wirkte dieser Gedanke für sie unglaublich real und bedrohlich. Erst im Gespräch mit ihrem Mann, der offen zugab, ebenfalls solche Gedanken zu kennen, merkte sie:

Trotzdem war sie in dieser Phase so sehr in Angst und Depression gefangen, dass Beruhigung von außen immer nur kurz half. Das zeigt, wie wichtig es ist, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen, wenn Zwangsgedanken den Alltag stark bestimmen.

Ein neuer Umgang mit Zwangsgedanken: Annehmen statt bekämpfen

Christinas größte Veränderung kam, als sie aufhörte, ihre Gedanken kontrollieren zu wollen, und begann, sie anzunehmen:

„Was mir da einfach so krass geholfen hat, ist, jeden Gedanken anzunehmen – egal wie grausam, gruselig, obszön oder irre er ist.“

Statt in Panik zu geraten, wenn ein belastender Gedanke auftaucht, kannst du eine neue innere Haltung üben:

  • Benennen: „Ah, spannend, jetzt ist der Gedanke XY da.“
  • Distanz schaffen: „Interessant, du bist da, aber ich muss dir nicht glauben.“
  • Nicht bewerten: Der Gedanke sagt nichts über deinen Wert oder Charakter aus.

Hilfreiche Bilder, die Christina und ihre Therapeutin nutzen:

  • Riesenrad: Du begrüßt den Gedanken („Hallo, Gedanke XY, schön, dass du da bist“) und lässt ihn dann weiterfahren.
  • Wolken am Himmel: Gedanken ziehen vorbei, du beobachtest sie, ohne sie festzuhalten.
  • Rauschendes Radio: Das „Gedankenradio“ darf laufen, aber du musst nicht ständig aufmerksam zuhören.

Ziel ist nicht, keine Zwangsgedanken mehr zu haben, sondern:

  • ihnen weniger Macht zu geben,
  • dich nicht mehr über sie zu definieren,
  • deine Handlungen unabhängig von ihnen zu wählen.

Stärkende Affirmationen bei Zwangsgedanken

Am Ende der Folge teilt Christina elf Affirmationen, die dir helfen können, dich von deinen Gedanken innerlich zu lösen und wieder mehr Vertrauen in dich zu finden. Du kannst sie dir regelmäßig laut oder leise vorsagen, besonders dann, wenn Zwangsgedanken auftauchen.

  • Ich bin nicht meine Gedanken.
  • Meine Gedanken dürfen da sein, aber ich entscheide, was zu tun ist.
  • Ich kann mir selbst vertrauen.
  • Egal, was für Gedanken ich habe – es hat nichts damit zu tun, dass ich ein schlechter Mensch bin.
  • Ich bin ein liebevoller und wertvoller Mensch.
  • Ich darf die Kontrolle abgeben.
  • Alles ist gut.
  • Mein Leben ist immer für mich.
  • Ich bringe Ruhe und Gelassenheit in meine Gedanken.
  • Ich habe Vertrauen in mich selbst und in das Leben.
  • Ich bin gut so, genauso wie ich bin.

Du kannst dir eine oder zwei Affirmationen aussuchen, die dich besonders ansprechen, und sie bewusst in deinen Alltag integrieren – etwa morgens nach dem Aufwachen, abends vor dem Schlafengehen oder immer dann, wenn das Gedankenkarussell losgeht.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie sich Burnout, Angststörung und Zwangsgedanken gegenseitig verstärken können.
  • Warum Beruhigung von außen zwar gut tut, aber meist nur kurz wirkt.
  • Einladung zu Workshops im Happy Club rund um Zwangsgedanken und Gedankenkarussell.
  • Hinweis auf weiterführende Q&A-Sessions mit Psychologin Franka Cerutti.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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