Panikattacken im Alltag

Wie Jana ihre Angst überwunden hat

17.03.2026
Podcast Folge mit Jana, in der sie über Panikattacken im Alltag redet und wie sie ihren Weg raus aus der Angst gefunden hat.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps und Übungen, inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie (Experten) Interviews.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst in Bus und Bahn, Herzrasen, Engegefühl, die ständige Sorge, gleich umzukippen oder zu sterben: Jana kennt das nicht nur „ein bisschen“, sondern als jahrelangen Ausnahmezustand. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Host Christina Hillesheim mit ihr darüber, wie aus der ersten Panikattacke ein ganzer Angstkreislauf wurde und wie Jana Schritt für Schritt wieder zurück ins Leben gefunden hat.

Wenn Du selbst mit Panikattacken, Agoraphobie oder der berüchtigten Angst vor der Angst kämpfst, wirst Du Dich an vielen Stellen wiedererkennen. Und vor allem: Du bekommst konkrete Impulse, wie Veränderung möglich wird, auch wenn es lange gedauert hat.

Unser Gast: Jana

Jana lebt in Berlin, ist Mutter und beschreibt sich selbst als ehemaligen „Macher“-Typ: viel Verantwortung, viel Tempo, wenig Pause. Als die Angst plötzlich da war, hatte sie keinerlei Bezug zu Themen wie Panikattacken oder Depression. Umso eindrücklicher erzählt sie, wie sie sich durch ärztliche Abklärungen, Therapie, Rückschläge und neue Tools gearbeitet hat, bis sie wieder Dinge tun konnte, die lange unmöglich schienen, inklusive einer Reise nach New York.

Wenn die Angst „aus dem Nichts“ kommt: Panikattacken verstehen statt bekämpfen

Janas erste starke Panikattacke passierte in einer vollen Straßenbahn: Hitze, Engegefühl, Luftnot, das Bedürfnis, sofort rauszumüssen. Was sie besonders beschreibt: nicht nur die Symptome, sondern die Interpretation dahinter. Jeder Stich im Körper wurde zur Bedrohung, jedes Herzstolpern zum Alarm.

Der Wendepunkt beginnt oft nicht mit der perfekten Lösung, sondern damit, dass Du verstehst: Dein Körper ist nicht „kaputt“, sondern im Alarmmodus.

Ein Satz aus der Therapie blieb bei Jana hängen, weil er das Katastrophendenken entlarvt:

„Warum soll dein Herz denn jetzt aufhören? Es gibt keinen Grund.“

Was Du daraus mitnehmen kannst:

  • Symptome sind real, aber sie sind nicht automatisch gefährlich.
  • Der größte Treiber ist häufig die Bewertung („Ich sterbe gleich“) und nicht das Symptom selbst.
  • Angst kann „plötzlich“ starten, ohne dass Du eine dramatische Kindheitsgeschichte haben musst.

Der Angstkreislauf: „Angst vor der Angst“ macht es erst richtig eng

Nach den ersten Attacken wurde Janas Leben immer kleiner: Krankenhaus, ständige Selbstkontrolle, Alarmbereitschaft, Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust, Telefon griffbereit für die 112. Typisch ist, wie schnell ein System entsteht, das sich selbst füttert: Du hast Angst vor der nächsten Attacke und genau diese Angst erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie kommt.

Jana beschreibt sehr klar, wie sich das anfühlt:

  • Vermeidung: nicht mehr rausgehen, nicht mehr arbeiten, nicht mehr allein sein.
  • Sicherheitsverhalten: Uhr/Puls checken, immer „Rettung“ in Reichweite, Begleitpersonen als Absicherung.
  • Körperfokus: jedes Signal wird gescannt und als Gefahr interpretiert.

Ein besonders entlastender Gedanke aus dem Gespräch: Du bist nicht „komisch“ oder „schwach“, wenn es Dich trifft. Und: Es kann wieder besser werden, auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt.

Was wirklich geholfen hat: Exposition, Tools und radikale Ehrlichkeit

Jana hatte Glück, schnell einen Therapieplatz zu bekommen. Dort ging es nicht nur ums Reden, sondern ums Machen: Busstation für Busstation, wieder rein in Situationen, die zuvor unmöglich waren. Das fühlte sich für sie an wie „reingeschmissen werden“, war aber ein wichtiger Hebel.

Die stärksten Learnings, die sich durch Janas Weg ziehen:

  • Angst aushalten lernen statt sie sofort wegzumachen. Jana sagt, sie habe irgendwann eine Attacke „durchlaufen lassen“, statt auszubrechen. Danach veränderte sich ihre Wahrnehmung spürbar.
  • Hilfreiche Tools nutzen, ohne sich darin zu verlieren: Meditation, Audios, Rituale, Sport, Tagebuch.
  • Offenheit kann entlasten: Als Jana Kolleg:innen und Vorgesetzte einweihte, wurde es leichter, weil der Druck des Versteckens wegfiel.
  • Uhr/Puls-Check stoppen, wenn es Dich fesselt. Jana beschreibt das Ablegen der Uhr als schwer, aber befreiend.

Ein Satz, der im Gespräch hängen bleibt, weil er so viel Selbstwirksamkeit ausdrückt:

„Alles, was du dir antrainiert hast, was scheiße für dich war, das kannst du dir auch wieder abtrainieren.“

New York als Beweis: Ziele geben der Veränderung Richtung

Für Jana war New York ein Lebenstraum und gleichzeitig ein Gradmesser: Wenn sie das schafft, hat sie nicht nur „Symptome im Griff“, sondern ein Stück Freiheit zurück. Sie beschreibt, wie sie mit Kursinhalten, Notizen, Wiederholungen, Audios und einer neuen inneren Ausrichtung gearbeitet hat.

Besonders kraftvoll ist dabei die Verschiebung von „Was, wenn es schlimm wird?“ zu:

  • „Wie geil wird es, wenn ich da bin?“

Und dann passierte etwas, das viele überrascht: Am Reisetag selbst ging es ihr gut. Keine große Panik, kein Drama, sondern Vorfreude. Auch das ist eine wichtige Botschaft: Angst ist nicht linear, und Fortschritt zeigt sich manchmal genau dann, wenn Du ihn am wenigsten erwartest.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum es so entlastend sein kann, sich Unterstützung zu erlauben, sogar als Erwachsene („die Mama brauchen“).
  • Wie Jana Beziehungen und Umfeld neu sortiert hat und warum Nein sagen ein echter Heilungsfaktor war.
  • „Kleine Siege“ als Trainingsfeld: Nagelstudio, Warteraum, Ampel/Stau, Öffis.
  • Tagebuch als Methode, um Gedanken „aus dem Kopf raus“ zu bekommen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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