So stellst du das Gedanken Karussell ab

11 Tipps, wie du Ruhe in deinen Kopf bekommst

23.09.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Wie du aus dem Gedankenkarussell aussteigst und endlich Ruhe im Kopf findest

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina 11 konkrete Tipps, wie du dein Gedankenkarussell stoppen, Grübelschleifen unterbrechen und wieder mehr innere Ruhe finden kannst.
Die Impulse kommen direkt aus ihrer eigenen Erfahrung mit Burnout und Depression und sind bewusst alltagstauglich gehalten.

1. Nicht verdrängen – wirklich hinhören, was dein Kopf dir sagt

Der wichtigste Schritt, um aus dem Grübeln auszusteigen, ist oft der, den wir am meisten vermeiden:
aufhören zu verdrängen und anfangen zuzuhören.

Christina beschreibt, wie sie vor ihrem Burnout kaum noch alleine sein konnte und sich ständig abgelenkt hat.
Gefühle und Gedanken wurden weggeschoben – mit der Folge, dass sie immer stärker wurden.

Typisch ist das zum Beispiel bei Zwangsgedanken:
Sobald du denkst „Diesen Gedanken darf ich auf keinen Fall haben“, taucht er erst recht wieder auf.

Wichtige Kernpunkte:

  • Verdrängen verstärkt Gedanken – sie drängen sich dann umso mehr auf.
  • Hinsetzen und bewusst zuhören: Was denke ich eigentlich gerade wirklich?
  • Alleinsein aushalten üben, statt dich permanent abzulenken.

Erlaube dir, deine Gedanken überhaupt wahrzunehmen. Das ist die Basis, um sie anschließend verändern zu können.

2. Schreiben, Sorgenstuhl & lautes Aussprechen: Raus aus dem Kopf, rauf aufs Papier

Gedanken aufschreiben – dein innerer Monolog auf Papier

Schreiben war für Christina einer der größten Hebel aus der Depression. Sie hat „ohne Zensur alles Mögliche aufgeschrieben“:
Monologe mit sich selbst, Mutmach-Sätze, Reflexionen.

Wenn du noch nicht so im Tagebuchschreiben drin bist, kannst du mit einfachen Fragen starten, zum Beispiel abends:

  • Was ist heute Gutes passiert?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Was konnte ich heute lernen?

Natürlich dürfen auch Sorgen und Probleme ihren Platz haben. Wichtig ist, dass du am Ende mit einem eher positiven Gefühl aus dem Schreiben herausgehst – etwa, indem du die letzten Sätze bewusst ermutigend oder dankbar formulierst.

Der „Sorgenstuhl“: Fester Ort und fester Zeitpunkt für deine Grübelzeit

Um zu verhindern, dass du dich den ganzen Tag mit Sorgen beschäftigst, empfiehlt Christina eine klare Struktur:
Suche dir einen festen Ort oder Zeitpunkt für deine Grübelzeit – ihre Therapeutin nannte das den Sorgenstuhl.

So kannst du vorgehen:

  • Stell dir einen Timer auf etwa 15 Minuten.
  • Setz dich an deinen festen Platz (dein „Sorgenstuhl“).
  • Schreibe in dieser Zeit alle Sorgen, Ängste und Gedanken auf.
  • Danach schließt du gedanklich ab und kümmerst dich bewusst wieder um andere Dinge.

Ein hilfreicher Satz kann sein: „Ich grüble heute Abend um 19 Uhr weiter – nicht vorher.“
So holst du dir ein Stück Kontrolle über deine Gedanken zurück.

Laut aussprechen, was in deinem Kopf ist

Christina empfiehlt außerdem, deine Gedanken laut auszusprechen – entweder im Gespräch mit anderen oder allein im Raum.

Oft merkst du dann:

  • Die Gedanken klingen weniger bedrohlich, wenn du sie aussprichst.
  • Andere Menschen sagen: „Das kenne ich auch“ – du merkst, du bist nicht allein.
  • Viele Gedanken wirken plötzlich weniger „verrückt“, als sie sich im Kopf anfühlen.

Schon dieses Aussprechen ist ein großer Schritt in Richtung Entlastung.

3. Deine Gedanken hinterfragen und loslassen lernen

Eigene Gedanken prüfen: Muss das wirklich stimmen?

Ein weiterer zentraler Tipp: Glaube deinen Gedanken nicht automatisch.
Frage dich immer wieder:

  • „Ist das wirklich wahr, was ich gerade denke?“
  • „Gibt es auch nur eine kleine Chance, dass es nicht so ist?“
  • „Kann es sein, dass ich mir gerade Bullshit erzähle?“

Christina nutzt dafür die Methode „The Work“, bei der du deine Gedanken Schritt für Schritt überprüfst.
Allein die innere Haltung dahinter ist kraftvoll: Deine Gedanken sind nicht automatisch die Wahrheit.

Imaginationsübung: Sorgen in den Luftballon schicken

Um belastende Gedanken loszulassen, kannst du eine einfache Imaginationsübung machen:

  1. Stell dir ein kleines Säckchen vor.
  2. Pack deine Sorgen, Ängste und belastenden Gedanken nacheinander gedanklich hinein.
  3. Verschließe das Säckchen und binde es an einen Luftballon.
  4. Der Ballon ist mit Gas gefüllt. Du hältst die Schnur noch kurz in der Hand.
  5. Dann lässt du den Ballon los und beobachtest, wie er immer weiter wegfliegt.

Mit jedem Zentimeter, den der Ballon sich entfernt, dürfen auch deine Sorgen ein Stück weiter von dir wegziehen.

4. Vom Überforderungschaos zu Mini-Schritten, Fokus und stärkenden Mantras

Probleme in kleine, machbare To-dos aufteilen

Wenn du das Gefühl hast, unfassbar viel zu tun zu haben und Angst bekommst, dem nicht gewachsen zu sein, hilft es, dein Problem zu zerkleinern.

Statt auf den riesigen Berg zu starren, frag dich:

  • „Was ist mein eigentliches Problem – ganz konkret?“
  • „Welcher allererste, mini-kleine Schritt wäre heute möglich?“
  • „Wie kann ich das Ganze in kleinteilige To-dos herunterbrechen, die ich sicher schaffe?“

Christina sagt dazu sinngemäß:
Auch der kleinste Schritt bringt dich deinem Ziel näher.
Sie ist ein großer Fan von Minischritten, weil sie dir Selbstvertrauen zurückgeben und Überforderung reduzieren.

Fokus bewusst auf das Schöne lenken

„Where focus goes, energy flows“ – dieser Satz begleitet Christina:
Auf Deutsch: Dorthin, wo dein Fokus hingeht, dahin fließt deine Energie.

Statt dich ständig damit zu beschäftigen, was du nicht willst oder nicht hast, richte deinen Fokus auf das, was du mehr in deinem Leben haben möchtest:

  • Schöne Momente im Alltag
  • Dinge, für die du dankbar bist
  • Kleine Fortschritte, statt nur große Ziele

Es macht einen großen Unterschied, ob dein inneres Radar permanent nach Problemen sucht oder nach Dingen, die dich stärken.

Ein positiv stärkender Gedanke als inneres Mantra

Um dich aus der negativen Gedankenspirale zu holen, kannst du dir ein persönliches Mantra suchen, das dich beruhigt und stärkt.

Beispiele, die Christina teilt:

  • „Alles in meinem Leben passiert zur richtigen Zeit.“
  • „Alles, was passiert, hat einen Sinn.“
  • „Ich bin zu jeder Zeit meines Lebens beschützt.“
  • „Ich bleibe ruhig und gelassen.“

Wichtig ist, dass der Satz sich für dich stimmig anfühlt. Spür in dich hinein und finde deine ganz eigene Formulierung, die dir wirklich guttut.

Inneres Stoppschild: Bewusst „Stopp“ sagen

Zum Schluss teilt Christina ein kraftvolles mentales Bild: das innere Stoppschild.

Wenn du merkst, dass dein Gedankenkarussell wieder losrast, kannst du Folgendes tun:

  • Stell dir ein großes, rotes Stoppschild vor deinem inneren Auge vor.
  • Sag – wenn möglich laut – „Stopp. Ich höre jetzt damit auf.“
  • Triff eine bewusste Entscheidung im Hier und Jetzt, die Grübelschleife zu unterbrechen.

Christina beschreibt, dass der eigene Kopf manchmal „der schrecklichste Ort“ sein kann.
Gerade dann hilft es, dir klarzumachen: Du darfst aussteigen. Du musst dich nicht von jedem Gedanken in den Wahnsinn treiben lassen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Austausch über Social Media Christina gezeigt hat, wie viele Menschen von Ängsten betroffen sind.
  • Wie dir das Bewusstsein „Ich bin nicht allein mit meinen Ängsten“ sofort Druck nehmen kann.
  • Hinweis auf eine eigene Folge zu „The Work“ und zu hilfreichen Affirmationen.
  • Ein persönlicher Einblick in Christinas Weg durch Burnout und Depression.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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