Zum Jahresende

7 Sätze die du der Angst sagen darfst - Stress loslassen & ruhig ins Jahr starten

28.12.2025
Zum Jahresende

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

7 Sätze an deine Angst: Stress loslassen und leichter ins Jahr 2026 starten

Zum Jahresende lädt dich der Podcast „Angst unplugged“ mit Christina Hillesheim ein, deine Angst liebevoll, aber klar in ihre Grenzen zu weisen – und damit den Boden für ein ruhigeres, sichereres 2026 zu legen.
In dieser Folge teilt Christina sieben kraftvolle Sätze, die du deiner Angst sagen darfst, plus ein einfaches Loslassritual als Meditation.

Die Folge richtet sich an dich, wenn du mit Ängsten, Panikattacken, Überforderung oder Daueranspannung zu tun hast und einen sanften, körperorientierten Weg raus aus dem Angst-Hamsterrad suchst. Die Ansprache ist persönlich und direkt: du.

Satz 1: „Liebe Angst, ich weiß, dass du mich nur beschützen möchtest.“

Der erste Perspektivwechsel: Deine Angst ist kein Feind, sondern ein überaktiver Schutzmechanismus. Sie will dich nicht zerstören, sondern bewahren – auch wenn es sich ganz anders anfühlt.

Wichtige Erkenntnis: Angst und sogar Depressionen haben eine positive Absicht. Dein Körper produziert nichts „aus Bosheit“, sondern um dich zu schützen und auf etwas hinzuweisen.

Typische Hintergründe deiner Angst können sein:

  • Überforderung im Alltag oder Beruf
  • Dinge, die du tust, obwohl du sie innerlich nicht willst
  • lange ignorierte Bedürfnisse nach Ruhe, Grenzen oder Veränderung

Statt gegen die Angst anzukämpfen, kannst du beginnen, Fragen zu stellen:

  • Wann taucht die Angst besonders häufig auf?
  • Gibt es wiederkehrende Situationen, Orte, Tage oder Zeiten im Jahr?
  • Was in meinem Leben fühlt sich gerade zu viel, zu eng, zu schnell an?

Wenn du die Angst als Hinweis deines Körpers verstehst, wird aus „Warum passiert mir das?“ langsam „Was will mir das sagen?“. Genau dort beginnt Veränderung.

Satz 2: „Liebe Angst, ich muss dich jetzt nicht noch schnell bis zum Jahresende loswerden.“

Der Jahreswechsel erzeugt oft zusätzlichen Druck:
„Bis 31.12. will ich angstfrei sein.“ „Im neuen Jahr muss endlich alles anders werden.“

Dieser Druck verstärkt paradoxerweise die Angst. Heilung verläuft aber nicht entlang des Kalenders.

Christina beschreibt ihren eigenen Prozess so:

„Es war nicht der 01.01. irgendwann. Es war ein Prozess. Ich habe einfach gemerkt: Es wurde immer besser.“

Was das für dich bedeutet:

  • Du brauchst kein „magisches Datum“ für deine Heilung.
  • Du bist nicht gescheitert, wenn du zum Jahreswechsel noch Angst hast.
  • Das Einzige, was zählt: Du bist auf dem Weg.

Statt nach dem einen großen Durchbruch zu suchen, richte deinen Fokus auf den nächsten machbaren Schritt:
ein Gespräch führen, eine Übung ausprobieren, eine Situation etwas mutiger angehen.
Die Summe dieser kleinen Schritte bringt dich ans Ziel – nicht der perfekte Jahresbeginn.

Satz 3: „Liebe Angst, du musst nicht überall mitreden.“

Angst fühlt sich oft allgegenwärtig an. Doch in Wahrheit gibt es fast immer Lebensbereiche, in denen du funktionierst, handelst und mutig bist – vielleicht bemerkst du sie nur kaum noch.

Christina erzählt von einer jungen Frau in der Tagesklinik, die an starker sozialer Angst litt und anfangs kaum sprechen konnte. Innerhalb weniger Tage machte sie große Fortschritte. Dieses Beispiel zeigt: Selbst sehr starke Ängste sind nicht überall gleich mächtig und können sich verändern.

Um deine Angst zu relativieren, frag dich:

  • Wo in meinem Leben klappt etwas trotz Angst – oder ganz ohne sie?
  • Welche Situationen meistere ich gut?
  • Worauf kann ich wirklich stolz sein?

Daraus entsteht eine klare innere Haltung:

  • Die Angst hat nicht das letzte Wort in allen Bereichen.
  • Du darfst ihr Grenzen setzen und sagen: „Hier rede ich. Nicht du.“
  • Was in einem Bereich schon ohne Angst klappt, kannst du nach und nach auf andere Bereiche übertragen.

Ein innerer Dialog kann zum Beispiel so klingen:

„Liebe Angst, ich weiß, du willst mich beschützen. Aber du musst nicht überall mitreden.
In diesem Bereich entscheide ich jetzt selbst.“

Satz 4: „Liebe Angst, du bist nicht gefährlich – auch wenn du dich so anfühlst.“

Ein zentraler Satz, den du dir immer wieder bewusst machen darfst: Angst fühlt sich gefährlich an, ist es aber nicht.
Das gilt insbesondere für Panikattacken, die sich körperlich häufig wie ein Ernstfall anfühlen.

Das Bild vom Rauchmelder hilft hier sehr:

  • Du kochst Nudeln, der Wasserdampf steigt auf.
  • Der Rauchmelder „denkt“: Feuer! und schlägt Alarm.
  • Objektiv brennt nichts – das System ist nur überempfindlich.

Genauso reagiert dein Angstsystem: Eine eigentlich neutrale Situation wird als bedrohlich eingestuft. Dein Körper geht auf 100 %, obwohl real nichts Gefährliches passiert.

Wichtig dabei:

  • Lass körperliche Symptome – besonders rund ums Herz – einmal ärztlich abklären.
  • Wenn organisch alles in Ordnung ist und du das schon mehrmals überprüfen ließest,
    darfst du beginnen, deinen Körper zu beruhigen statt ihm zu misstrauen.

Wiederhole in Angst- oder Panikmomenten gerne innerlich:

  • „Es ist nur Angst.“
  • „Mein Körper ist in Alarm, aber ich bin nicht in echter Gefahr.“

Je öfter du diesen Satz lebst und nicht nur denkst, desto weniger Macht hat die Angst über dich.

Satz 5: „Liebe Angst, ich kämpfe nicht mehr gegen dich, aber ich folge dir auch nicht mehr.“

Ein entscheidender Wendepunkt im Umgang mit Angst ist die Unterscheidung zwischen:

  • Angst fühlen (körperlich wahrnehmen, nicht bekämpfen)
  • und dich in Angst hineindenken (Gedankenspiralen, Katastrophenfilme, Googeln, Szenarien)

Angst fühlen könnte so aussehen:

  • Du bemerkst ein Symptom oder Unruhe.
  • Du setzt dich hin, spürst bewusst: Wo im Körper ist die Angst gerade?
  • Du atmest ruhig, machst eine kleine Übung, lässt das Gefühl da sein.

In die Angst hineinzusteigern sieht anders aus:

  • Du spürst ein Symptom und denkst sofort: „Was, wenn das etwas Schlimmes ist?“
  • Du googelst, liest Horrorszenarien, vereinbarst panisch neue Arzttermine.
  • Ein Gedanke jagt den nächsten, die Angst schaukelt sich immer weiter hoch.

Der fünfte Satz bedeutet:

  • Kein innerer Krieg mehr gegen die Angst.
  • Aber auch: Du glaubst ihr nicht mehr alles und lässt dich nicht automatisch von ihr steuern.

Eine hilfreiche Frage kann sein:

  • „Bin ich gerade im Körper (beim Fühlen) oder im Kopf (beim Katastrophisieren)?“

Und dann bewusst umschalten: Vom Denken ins Spüren.

Satz 6: „Liebe Angst, ich weiß inzwischen, was mir hilft, wenn du kommst – und ich mache es jetzt auch.“

Viele Menschen mit Angst wissen theoretisch, was ihnen guttut – aber im entscheidenden Moment tun sie es nicht.
Genau hier liegt ein großer Hebel für Veränderung.

Vielleicht kennst du das auch:

  • Du hast dir vorgenommen, nicht mehr zu googeln, tust es aber doch.
  • Du kennst Atem- oder Körperübungen, wendest sie im Ernstfall aber nicht an.
  • Du weißt, dass ein Spaziergang helfen würde, bleibst aber wie gelähmt auf dem Sofa.

Christina betont, dass sie das selbst lange genauso gemacht hat – es ist also kein Vorwurf, sondern ein liebevoller Weckruf:
Ohne neue Reaktionen bleiben die alten Muster bestehen.

Hilfreich ist deshalb:

  • Leg dir vorab 1–3 konkrete Schritte zurecht, z. B.:
    • eine bestimmte Atemübung
    • eine Körperübung (Erdung, Berührung, Dehnung)
    • eine Notiz mit beruhigenden Sätzen
  • Halt dich im Angstmoment bewusst an deinen Plan, auch wenn dein Kopf sagt: „Das bringt eh nichts.“

Oder wie das berühmte Zitat (zugeschrieben Einstein) sagt:
„Die reinste Form von Wahnsinn ist es, immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

Mit jedem Mal, in dem du wirklich etwas anders machst, sendest du deinem Nervensystem ein neues Signal: Es geht auch anders.

Satz 7: „Liebe Angst, für 2026 brauche ich keine Kontrolle, sondern Sicherheit.“

Angst will dich oft glauben lassen, dass du alles kontrollieren musst, um sicher zu sein:
keine Fehler, keine Überraschungen, immer vorbereitet, immer angespannt.

Das Problem: Diese ständige Kontrolle erschöpft, überfordert und hält dich im Alarmzustand.
Wahre innere Ruhe entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch Sicherheit und Vertrauen in dir selbst.

Der Satz für das neue Jahr lautet deshalb:

„Für 2026 brauche ich keine Kontrolle, sondern Sicherheit.“

Das heißt konkret:

  • Du darfst lernen, loszulassen, ohne dass „Schlimmes“ passiert.
  • Du baust innere Sicherheit Schritt für Schritt auf – zum Beispiel über dein Nervensystem.
  • Du begegnest dir selbst sanfter, statt dich permanent zu drängen und zu überfordern.

Christina lädt dich genau dafür in ihren Nervensystem Minikurs ein, der dir hilft,
Sicherheit im Körper zu verankern, statt nur im Kopf gegen die Angst anzukämpfen.

Loslass-Meditation zum Jahresende: 2025 verabschieden, 2026 begrüßen

Am Ende der Podcastfolge führt dich Christina durch eine einfache, aber wirkungsvolle Loslassmeditation.
Du kannst sie im Sitzen machen – zu Hause mit geschlossenen Augen oder unterwegs mit gesenktem Blick.

Schritt 1: Atmen und Ankommen im Körper

  • Finde einen ruhigen Ort oder einen Moment, in dem du kurz für dich sein kannst.
  • Atme 4 Sekunden durch die Nase ein und 8 Sekunden durch den Mund aus.
  • Wiederhole das einige Male und nimm wahr, wie dein Körper langsam ruhiger wird.

Schritt 2: Das Jahr 2025 als Ball vor dir

  • Stell dir das Jahr 2025 als Ball oder zusammengeknülltes Papier vor, das vor deinem inneren Auge schwebt.
  • In diesem Ball liegt alles, was dich 2025 angespannt, geängstigt oder überfordert hat.
  • Sag innerlich zu diesem Ball:„Liebe Angst, vielen Dank für deinen Schutz im Jahr 2025.
    Aber ab nächstem Jahr übernehme ich wieder die Führung.“
  • Wirf den Ball oder die Papiere innerlich von dir weg und beobachte, wie sie immer kleiner werden, bis du sie kaum noch siehst.

Schritt 3: 2026 als leuchtender Ball voller Vertrauen

  • Stell dir nun vor, wie das Jahr 2026 langsam auf dich zukommt – vielleicht wieder als Ball, diesmal hell, warm und leuchtend.
  • Mit diesem Jahr kommen:
    • Liebe
    • Vertrauen
    • Mut
    • Zuversicht
  • Spür, wie sich diese Qualitäten in deinem ganzen Körper ausbreiten.

Du kannst dir innerlich Sätze sagen wie:

  • „Ich darf mir Zeit lassen.“
  • „Mein Körper darf lernen, sich sicher zu fühlen.“
  • „Ich beginne dieses Jahr nicht mit Kampf und Druck, sondern mit Sanftheit mir selbst gegenüber.“
  • „Sicherheit und Vertrauen entstehen Schritt für Schritt – und ich bin bereits auf dem Weg.“

Zum Abschluss der Meditation kommst du mit ein paar tiefen Atemzügen wieder im Hier und Jetzt an, öffnest langsam die Augen und kannst dich kurz strecken, regeln, dich wieder im Raum orientieren.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Einblick in die neuen Rubriken von „Angst unplugged“ ab 2026: Wissenschaftssnack, Promi-Moment, Mythos der Woche, Nervensystem-Hack.
  • Warum der Jahreswechsel ein guter Anlass, aber kein Zwangspunkt für Veränderung ist.
  • Einladung zum Nervensystem Minikurs (14 Tage, 14 Übungen, 14 E-Mails) zur Stärkung von innerer Sicherheit.
  • Impulse, warum kleine, alltagstaugliche Übungen nachhaltiger sind als riesige Vorsatzlisten.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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