6 Gründe, warum auch du deine Angststörung überwinden kannst

Hoffnung bei Angst & Panik

06.01.2026
6 Gründe, warum auch du deine Angststörung überwinden kannst

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Warum auch du deine Angststörung überwinden kannst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina Hillesheim sechs zentrale Gründe, warum eine Angststörung überwindbar ist – auch dann, wenn du schon viele Jahre damit lebst. Dabei verbindet sie persönliche Erfahrungen, neurobiologisches Wissen und praxisnahe Ermutigung.

Die Botschaft: Du bist nicht kaputt, nicht zu schwach und nicht „hoffnungslos“ – dein System braucht Zeit, Unterstützung und neue Erfahrungen.

Grund 1: Dein Nervensystem ist lernfähig

Der wichtigste Punkt gleich zu Beginn: Eine Angststörung ist kein endgültiges Urteil. Sie ist das Ergebnis von Mustern, die dein Nervensystem im Laufe der Zeit erlernt hat – und Gelerntes lässt sich umlernen.

Christina beschreibt, dass ihr Normalzustand früher Daueranspannung war. Jedes Körpersymptom, jede ungewohnte Situation löste reflexartig Angst aus. Ihr Nervensystem war so sehr auf Gefahr programmiert, dass es kaum noch anders reagieren konnte.

Wesentliche Erkenntnis: Angst ist in vielen Fällen ein erlerntes Reaktionsmuster auf innere oder äußere Reize. Und was erlernt ist, kann Schritt für Schritt wieder verlernt und durch neue Reaktionen ersetzt werden.

Wichtig dabei:

  • Das geht nicht von heute auf morgen. Dein Nervensystem braucht wiederholte, neue Erfahrungen von Sicherheit.
  • Gerade bei frühen Kindheitserfahrungen sind diese Muster besonders tief verankert – aber nicht unveränderlich.
  • Jede kleine Situation, in der du anders reagierst als sonst, ist ein Mikro-Umlernmoment für dein System.

Christina selbst beschreibt ihren Weg über viele Jahre: erst der Burnout 2016, dann intensive Auseinandersetzung mit Angst, Therapie und Nervensystem. Seit Ende 2017 lebt sie wieder stabil und angstfrei genug, um ihr Leben aktiv zu gestalten.

Merke: Wenn dein Nervensystem lernen konnte, in Angst zu gehen, kann es auch lernen, wieder in mehr Ruhe, Vertrauen und Sicherheit zurückzufinden.

Grund 2: Deine Angst ist kein Zeichen von Schwäche

Viele Betroffene machen sich zusätzlich zur Angst selbst noch fertig: „Ich bin zu schwach, zu empfindlich, zu dramatisch.“ Dieses Selbstbild verstärkt Scham, Druck und Hilflosigkeit.

Christinas Therapeutin formulierte damals einen Satz, der für sie alles verändert hat:

„Sie sind nicht zu schwach, Sie waren nur zu lange stark.“

Diese Perspektive dreht das alte Bild komplett um. Angst entsteht häufig dann, wenn Menschen über einen langen Zeitraum:

  • zu viel Verantwortung tragen,
  • ständig funktionieren, obwohl es ihnen schlecht geht,
  • eigene Grenzen ignorieren oder nicht kennen,
  • Belastungen und verletzende Erfahrungen „einfach wegstecken“ wollen.

In vielen Fällen ist eine Angststörung eher ein Hilferuf deines Systems als ein Beweis deiner Schwäche. Ein Signal, dass etwas in deinem Leben, in deinen Beziehungen oder in deinem Alltag nicht (mehr) stimmig ist.

Statt dich abzuwerten, kannst du lernen, deine Angst als wichtigen Hinweis zu sehen:

  • Was in meinem Leben überfordert mich?
  • Wo bin ich dauernd stark für andere, aber nicht für mich?
  • Welche Bedürfnisse habe ich bisher übergangen?

Deine Angst zeigt dir, dass etwas gesehen, geheilt oder verändert werden will – nicht, dass du „zu wenig“ bist.

Grund 3: Dein Körper ist nicht gegen dich, er ist für dich

Herzrasen, Schwindel, Tinnitus, Druck im Ohr, Magenprobleme oder andere psychosomatische Symptome können einen in den Wahnsinn treiben. Viele Betroffene erleben ihren Körper irgendwann als Feind.

Christina kennt das gut: Phasen mit starkem Ohrdruck, dumpfem Hören, Schwindel – ärztlich abgeklärt, körperlich nichts Dramatisches. Medizinisch werden solche Beschwerden oft mit Verspannungen oder Stress in Zusammenhang gebracht.

Die entscheidende Wendung ist die innere Haltung:

„Was will mir mein Körper damit sagen?“

Statt Symptome nur wegdrücken zu wollen, kannst du beginnen, sie als Signale deines Nervensystems zu betrachten:

  • Bin ich gerade dauerhaft überlastet?
  • Habe ich mir Erholung, Pausen und Schlaf gegönnt?
  • Hetze ich von Termin zu Termin, ohne Atem zu holen?

Christina bemerkt zum Beispiel, dass ihr abends im Bett schwindelig wird, wenn sie tagsüber durchgehend unter Strom stand. Für sie ist das ein klares Warnsignal: „Du hast dich wieder überfordert.“

Hilfreiche Fragen im Umgang mit Symptomen:

  • Wie kann ich sanfter mit mir sein?
  • Was würde meinem Nervensystem jetzt guttun? (z. B. Meditation, ruhige Bewegung, Wärme, Entspannung)
  • Wie kann ich langfristig Stressoren reduzieren statt sie nur durchzuziehen?

Wichtig bleibt: Lass körperliche Symptome immer medizinisch abklären. Wenn dort aber nichts Gravierendes gefunden wird, lohnt sich der Blick dahinter: Dein Körper versucht, dich zu schützen, nicht zu bestrafen.

Je weniger du gegen die Symptome ankämpfst und je mehr du für Entspannung, Pausen und Regulation sorgst, desto eher können sie mit der Zeit leiser werden.

Unser Gast: Erfolgsstories und Vorbilder

Auch wenn in dieser Folge kein konkreter Studiogast anwesend ist, greift Christina immer wieder auf andere Menschen zurück, die ihren Weg mit Angst gegangen sind – von Ex-Betroffenen bis hin zu prominenten Persönlichkeiten.

Im Podcast „Angst unplugged“ kommen regelmäßig ehemalige Betroffene zu Wort, die erzählen, wie sie:

  • mit Panikattacken, Traumata oder Phobien gelebt haben,
  • wodurch bei ihnen der Wendepunkt kam,
  • welche Schritte ihnen konkret geholfen haben.

Außerdem stellt Christina ab Januar eine neue Rubrik vor: den „Promi-Moment der Woche“. In dieser Folge spricht sie über Schauspielerin Millie Bobby Brown, bekannt aus „Stranger Things“.

Sie zeigt an ihrem Beispiel:

  • Prominente sprechen zunehmend offen über mentale Gesundheit.
  • Auch sie erleben Bewertung, Kritik, Druck und grenzen sich aktiv ab.
  • Themen wie „Nein sagen“ und Grenzen setzen sind zentral – gerade für Menschen mit Angst.

Diese Vorbilder machen deutlich: Du musst dich für deine psychische Gesundheit nicht schämen. Du darfst Angst haben, du darfst Grenzen setzen, du darfst dich schützen. Und du darfst dich von den Bewertungen anderer innerlich abgrenzen.

Grund 4: Du bist kein Sonderfall – andere haben es auch geschafft

Ein typischer Gedanke bei vielen Betroffenen lautet: „Bei mir ist es anders. Bei mir geht das nicht mehr weg.“ Dieses Gefühl von Sonderfall und Hoffnungslosigkeit kann sehr lähmen.

Christina setzt dem eine klare Botschaft entgegen:

„Wenn ich es geschafft habe – und so viele andere auch – warum solltest du es nicht schaffen?“

Im Podcast „Angst unplugged“ findest du zahlreiche Interviews mit Ex-Betroffenen, die heute wieder leben können:

  • Menschen mit langjährigen Angststörungen,
  • Betroffene nach schweren Kindheitstraumata,
  • Menschen mit speziellen Ängsten (z. B. Phonophobie – Angst vor Geräuschen).

Diese Geschichten sind keine „Wunderheilungen“, sondern zeigen:

  • Heilung ist ein Weg aus vielen kleinen Schritten.
  • Auch nach sehr belastenden Erfahrungen ist Stabilität möglich.
  • Du bist mit deiner Geschichte nicht allein.

Erfolgsgeschichten sollen dir Mut machen, ohne dein Erleben kleinzureden. Sie sind eine Erinnerung daran, dass dein Gehirn und dein Nervensystem grundsätzlich veränderbar sind – egal, wie lange du schon Angst hast.

Grund 5: Du musst es nicht von heute auf morgen schaffen

Viele fragen Christina: „Wann genau warst du wieder gesund? Wann war der Moment, in dem die Angststörung weg war?“ Dahinter steckt oft die Hoffnung auf den einen magischen Schalter.

Doch Angststörungen verschwinden in der Regel nicht mit einem Klick, sondern verändern sich über einen Prozess:

  • Kleine Schritte, die sich oft erst im Rückblick als große Entwicklung zeigen.
  • Viele Situationen, in denen du es trotz Angst anders machst als sonst.
  • Phasen, in denen es besser geht – und Rückschritte, die zum Weg dazugehören.

Christina lebte über 30 Jahre mit Ängsten, die bereits in der Kindheit begonnen hatten. Lange dachte sie: „Ich bin halt so, ich muss damit leben.“ Erst der Burnout 2016 wurde zum Wendepunkt, an dem sie sich intensiv mit Angst, Nervensystem und Heilungsmöglichkeiten beschäftigte.

Die zentrale Entlastung:

  • Du musst nicht 2026 in den ersten Wochen angstfrei sein.
  • Du darfst dein Tempo gehen.
  • Jeder Tag, an dem du eine Kleinigkeit veränderst, zählt.

Nützliche innere Fragen können sein:

  • „Was kann ich heute nur ein bisschen anders machen als gestern?“
  • „Wo habe ich heute ein kleines bisschen weniger Angst als noch vor einem Jahr?“

Schon allein, dass du dich mit deiner Angst beschäftigst, Podcasts hörst und dir Wissen und Unterstützung holst, ist ein Zeichen: Du bist auf dem Weg.

Grund 6: Du musst es nicht alleine schaffen

Heilung von Angst bedeutet nicht, alles im Alleingang zu stemmen. Im Gegenteil: Unterstützung ist ein entscheidender Faktor.

Christina betont immer wieder, wie wichtig professionelle Hilfe ist:

  • Therapie – besonders bei Angststörungen.
  • Sie selbst hat mit Verhaltenstherapie gearbeitet und dadurch neue Gedanken- und Verhaltensmuster aufgebaut.
  • Angst hält uns oft in den immer gleichen Schleifen. Therapie hilft, diese Kreise zu durchbrechen.

Themen in einer Therapie können u. a. sein:

  • Gedanken hinterfragen und neu bewerten,
  • Vermeidungsverhalten erkennen und verändern,
  • mit Gefühlen und Körperreaktionen anders umgehen lernen,
  • Grenzen setzen, Nein sagen, Bedürfnisse kommunizieren.

Ja, es ist oft schwer, Therapieplätze zu finden. Doch auch hier bist du nicht machtlos:

  • Hol dir Unterstützung aus der Familie oder dem Freundeskreis, damit andere für dich mit Therapeut:innen telefonieren.
  • Prüfe, ob du ggf. vorübergehend privat zahlen kannst, wenn es möglich ist.
  • Sprich in laufender Therapie offen an, wenn du das Gefühl hast, nicht weiterzukommen.

Christina betont: Es ist kein Versagen, wenn du die Therapeutin oder den Therapeuten wechselst. Manchmal braucht es ein paar Anläufe, bis die Passung stimmt und du echte Fortschritte spürst.

Zusätzlich zur Therapie können ergänzende Angebote hilfreich sein, z. B. Christinas Mitgliederbereich, der „Happy Club“:

  • Monatliche Workshops zu Themen wie Angst, Stress, Psychosomatik, Nährstoffe.
  • Bereits zahlreiche aufgezeichnete Workshops, die du nach Beitritt direkt anschauen kannst.
  • Impulse, Wissen und Übungen, um dein Nervensystem besser zu verstehen und zu regulieren.

Wichtig ist: Kein Online-Angebot ersetzt eine Therapie. Aber es kann dich zusätzlich stärken, aufklären und begleiten, damit du dich nicht mehr so allein fühlst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Rückblick auf die letzte Folge: Ein Loslass-Ritual und eine Meditation mit sieben Sätzen an deine Angst, die vielen Hörer:innen mehr Ruhe in Kopf und Körper geschenkt haben.
  • Umfrage der Woche: Wie lange begleitet dich deine Angststörung bereits – ein, fünf, zehn oder dreißig Jahre? Die Community-Ergebnisse zeigen, dass du nicht allein bist.
  • Ausblick auf nächsten Dienstag: Eine Erfolgsgeschichte mit Julia, die ein schweres Kindheitstrauma überlebt hat und heute wieder leben kann – inklusive Einblick in das Thema Phonophobie, die Angst vor Geräuschen.
  • Hinweis auf Abo-Funktionen: Wie du bei Spotify oder Apple Podcasts „Angst unplugged“ folgen kannst, um keine neue Folge zu verpassen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.