5 Sätze, die mir bei Angst wirklich geholfen haben

01.09.2025
5 Sätze, die mir bei Angst wirklich geholfen haben

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

5 Sätze, die dir bei Angst und Panik wirklich helfen

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Gastgeberin Christina Hillesheim fünf Sätze, die ihr auf dem Weg aus Angst und Panik nachhaltig geholfen haben. Diese Sätze sind mehr als bloße Sprüche – sie sind innere Anker, die dir in akuten Angstmomenten Halt geben und dein Vertrauen in dich und deinen Körper stärken können.

Die Zielgruppe sind Menschen mit Angststörungen, Panikattacken oder starker gesundheitlicher Sorge, die sich nach alltagstauglichen, liebevollen und zugleich klaren Impulsen sehnen. Die Ansprache ist persönlich, direkt und in der Du-Form.

1. „Auch das wird vorübergehen“ – nichts bleibt, wie es ist

Der wichtigste Satz gleich zu Beginn: „Auch das wird vorübergehen.“ Wir wissen beim Glück meist ganz intuitiv, dass es nicht ewig anhält. Doch bei Angst, Traurigkeit oder depressiven Phasen glauben wir oft das Gegenteil: „Es wird nie wieder besser, es bleibt für immer so.“

Genau hier setzt dieser Satz an. Er erinnert dich daran, dass dein Zustand nicht dein ganzes Leben definiert.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Das Leben ist im Wandel: Kein Gefühl – weder positiv noch negativ – bleibt für immer.
  • Du bist mehr als deine aktuelle Lage: Eine schlechte Phase ist nicht dein ganzes Leben.
  • Panikattacken sind zeitlich begrenzt: Sie dauern nur Minuten und klingen von selbst ab.

Christina beschreibt das, was ihre Therapeutin ihr damals erklärt hat, als „krasses Lagedenken“: Wenn es ihr schlecht ging, war sie überzeugt, „es wird nie wieder besser, es ist alles ganz furchtbar schlimm“. Dieser Satz hilft dir, innerlich einen Schritt zurückzutreten und das große Ganze zu sehen:

  • Heute hast du Angst – das heißt nicht, dass du dein ganzes Leben lang Angst hast.
  • Du kannst Angst oder eine depressive Phase haben, ohne dass das deine Zukunft festlegt.

Wenn du dir in akuten Situationen sagst: „Auch das wird vorübergehen“, wird es leichter, die Welle der Angst zu reiten, statt gegen sie anzukämpfen. Das nimmt Druck raus und macht Annehmen überhaupt erst möglich.

2. „Wir können unangenehme Dinge aushalten“ – du bist belastbarer, als du glaubst

Der zweite Satz stammt ursprünglich aus dem Buch „Ungezähmt“ von Glennon Doyle: „We can do hard things.“ Christina hat ihn für sich übersetzt in: „Wir können schwere Dinge aushalten“ oder „Wir können unangenehme Dinge aushalten.“

Wenn du mit Ängsten kämpfst, kennst du wahrscheinlich Gedanken wie:

  • „Ich kann jetzt nicht durch diesen Tunnel fahren.“
  • „Ich kann nicht in die Supermarktschlange.“
  • „Ich kann nicht auf diesen hohen Turm.“
  • „Ich kann nicht ins Flugzeug.“
  • „Ich kann nicht zum Arzt und im Wartezimmer sitzen.“

Die Angst erzählt dir: „Das halte ich nicht aus, ich muss hier raus. Was ist, wenn ich raus will und nicht raus kann?“ Gerade in Situationen wie im Flugzeug fühlt sich das erdrückend an.

Wichtige Wendung: Christina sagt ganz klar: Doch, du kannst.

Was dieser Satz in dir verändern kann:

  • Er durchbricht den Teufelskreis: Statt dir ständig einzureden, dass du etwas nicht aushältst, stärkst du deine Selbstwirksamkeit.
  • Er erinnert dich an eine wichtige Tatsache: Wenn du sitzen bleibst und nicht gedanklich Öl ins Feuer gießt, wird die Angst weniger.
  • Er nimmt der Situation den Schrecken: Selbst im Flugzeug gilt: Du sitzt ein paar Stunden da – und irgendwann stehst du wieder auf.

Du kannst dir den Satz z. B. so formulieren:

  • „Ich kann unangenehme Dinge tun.“
  • „Ich kann diese Situation aushalten.“

Menschen mit Angst glauben oft, sie müssten unangenehme Gefühle ganz vermeiden. Doch das Leben funktioniert so nicht. Gefühle dürfen unangenehm sein – und du bist trotzdem sicher. Genau daran erinnert dich dieser Satz.

3. „Ich sehe meine Angst als Liebesbeweis und nicht als Strafe“ – ein komplett neuer Blick

Dieser dritte Satz markiert für Christina einen echten Wendepunkt: „Ich sehe meine Angst als Liebesbeweis und nicht als Strafe.“

Am Anfang entsteht Angst oft als Schutzreaktion deines Körpers. Da stimmt etwas nicht, etwas ist zu viel, und dein System schlägt Alarm. Das ist kein Feind, sondern ein Warnsignal zu deinem Schutz.

Wesentliche Einsichten:

  • Dein Körper will dir nichts Böses: Sein Hauptziel ist immer, dich am Leben zu erhalten.
  • Die erste Angst war oft sinnvoll: Sie hat dir gezeigt, dass gerade etwas nicht passt oder zu viel ist.
  • Problematisch wird erst der Kreislauf: Angst vor der Angst, ständiger innerer Kampf, Dauerstress fürs Nervensystem.

Christina beschreibt, wie sie ihre erste Panikattacke mit etwa 22 erlebt hat. Nach dem ersten Schock war ihr beim genaueren Hinsehen schnell klar, warum ihr Körper so reagiert hat: viel Stress, innere Überforderung. Später bleibt oft nur noch die Angst vor der nächsten Attacke – selbst wenn die ursprüngliche Ursache gar nicht mehr aktuell ist.

Genau hier hilft der Perspektivwechsel:

„Die Angst will mir nichts Böses. Mein Körper will mich schützen.“

Du kannst innerlich sogar das Gespräch mit deiner Angst suchen:

  • „Hey Angst, komm mal her, setz dich zu mir. Was möchtest du mir sagen?“
  • „Was läuft in meinem Leben gerade nicht gut?“

Statt vor der Angst wegzulaufen, hörst du ihr zu. Du behandelst sie wie eine Botschafterin, nicht wie einen Feind. So kann aus Panik Selbstfürsorge werden – und aus Ablehnung eine Form von innerer Freundschaft.

Merksatz: „Seh die Angst als Liebesbeweis und nicht als Bestrafung.“

4. „Ich kenne das schon“ & „Ich und mein Körper, wir können uns beruhigen“ – Vertrauen durch Erfahrung

„Ich kenne das ja schon“ – deine Erfahrung ist Gold wert

Der vierte Satz ist besonders hilfreich, wenn du immer wieder mit denselben Angstmustern kämpfst: „Ich kenne das ja schon.“

Christina nutzt ihn, wenn die Angst sie innerlich wieder kleinreden will – mit Gedanken wie „Du schaffst das sowieso nicht“, „Du bist zu schwach“ oder „Das geht bestimmt schief“.

Sie antwortet dann sinngemäß:

„Okay, Angst, ich kenne deine Leier schon. Du hast mir das alles schon hundertmal erzählt. Ich weiß, was du sagen willst. Ich mache es jetzt trotzdem.“

Warum dieser Satz so kraftvoll ist:

  • Er erinnert dich an deine bisherigen Erfolge: Du hattest schon Angst, Panik, körperliche Symptome – und du lebst noch.
  • Er entlarvt die Wiederholung: Die Angst kommt immer mit denselben Sätzen. Neu ist daran meist nichts.
  • Er stärkt deine Entscheidungskraft: „Ich höre dich. Aber ich entscheide mich, es trotzdem zu tun.“

Gerade bei Angst vor Krankheiten oder vor Panikattacken ist dieser Satz ein wichtiger Realitätscheck:

  • „Die letzten fünf Male, als ich dachte, ich habe eine schlimme Krankheit, hatte ich keine.“
  • „Die letzten fünf Panikattacken habe ich überlebt. Dieses Mal wird es auch so sein.“

So holst du dir Stück für Stück deine Souveränität zurück.

„Ich und mein Körper, wir können uns beruhigen“ – du musst nichts „wegmachen“

Der fünfte Satz lautet: „Ich und mein Körper, wir können uns beruhigen.“ Genau dieses Vertrauen fehlt vielen Menschen mit Angst – sie glauben, die Anspannung bleibt für immer oder sie müssten aktiv „gegen“ die Angst kämpfen.

Christinas Botschaft ist eine andere:

  • Du musst gar nicht so viel tun.
  • Du musst vor allem aufhören, ständig dagegen zu kämpfen.

Praktisch bedeutet das:

  • Setz dich hin und erlaube der Angst, da zu sein.
  • Schalte deine Gedanken innerlich auf „Durchzug“, so gut es geht.
  • Steigere dich nicht weiter in „Was wäre, wenn…?“ hinein.

Du kannst dir den Satz sogar innerlich in Dauerschleife sagen. Sobald du aufhörst, ständig neue Katastrophengedanken nachzuschieben, kann dein System tun, was es von Natur aus kann: runterregeln.

Unterstützend wirken natürlich Atemübungen, Körperübungen, Yoga und andere Methoden, die Christina im Podcast häufiger teilt. Doch der Kern bleibt: Du und dein Körper habt die Fähigkeit, euch zu beruhigen – auch ohne Gewaltakt, ohne Kampf und ohne Perfektion.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse daraus: „Wir dürfen aufhören, gegen die Angst zu kämpfen und sie damit immer weiter aufrechtzuerhalten.“

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Die 5 Sätze als persönlicher Anker: Warum es so hilfreich ist, sie aufzuschreiben und in der Handtasche oder im Geldbeutel bei sich zu tragen.
  • Webinar-Hinweis: Christina spricht über ihr kostenloses Webinar, in dem sie 5 Schlüssel teilt, wie sie es aus der Angst geschafft hat.
  • Körperliche Symptome & Googeln: Wie der ständige Check in Suchmaschinen die Angst verstärkt und warum eine „7-Tage-ohne-Googeln“-Phase ein echter Gamechanger sein kann.
  • Fokus verschieben: Ideen, wie du deine Aufmerksamkeit bewusst auf Hobbys, Begegnungen oder neue Projekte richtest, damit Symptome in den Hintergrund treten.
  • Community-Fragen: Christina beantwortet eine Hörerfrage aus der „Frag die Angst unplugged Community“ rund um körperliche Symptome und ärztliche Abklärung.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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