Was dein inneres Kind mit deinem Stress im Alltag zu tun hat

07.03.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Was dein inneres Kind mit Stress im Alltag zu tun hat

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplomsoziologin, Autorin und Glückscoach Christina Hillesheim darüber, wie dein inneres Kind und alte Glaubenssätze deinen Stress im Alltag befeuern – und wie du dich mit Hilfe der fünf inneren Antreiber Schritt für Schritt daraus befreien kannst.

Warum dein inneres Kind heute noch deinen Stress steuert

Viele unserer stressigsten Gedanken und Verhaltensmuster haben ihren Ursprung in der Kindheit. Erfahrungen aus dieser Zeit prägen tief, oft völlig unbewusst. Vor allem dann, wenn:

  • du körperliches oder seelisches Leid erlebt hast
  • ein Elternteil emotional oder physisch wenig präsent war
  • du mit ängstlichen oder überforderten Bezugspersonen aufgewachsen bist

Kinder beziehen fast alles auf sich. Wenn Mama oder Papa gehen, kaum da sind oder selbst überfordert wirken, denkt ein Kind schnell: „Es ist meine Schuld. Mit mir stimmt etwas nicht.“

Die Folge: Dein Urvertrauen bekommt Risse. Du lernst nicht, dass du sicher bist, dass sich Dinge fügen und dass du Lösungen findest. Stattdessen entstehen innere Sätze wie:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Am Ende geht bestimmt etwas schief.“
  • „Ich muss besser, stärker, perfekter sein.“

Diese alten Überzeugungen laufen im Hintergrund weiter und verwandeln sich später in einen inneren Kritiker, der dich antreibt, kontrolliert und ständig unter Druck setzt. So landest du in einer Stressspirale, ohne genau zu wissen, warum.

Christina beschreibt aus eigener Erfahrung, dass sie ihre negativen Glaubenssätze erst in ihrem Burnout wirklich erkannt hat:

„Bis dahin habe ich diese negativen Glaubenssätze mit mir rumgeschleppt und sie einfach als meine Wahrheit angenommen.“

Der erste Schritt zur Veränderung ist, diese Muster überhaupt wahrzunehmen. Dabei helfen dir die fünf inneren Antreiber aus der Transaktionsanalyse.

Die 5 inneren Antreiber – und wie du sie entkräftest

Die folgenden fünf inneren Antreiber wurden in der Transaktionsanalyse von Taibi Kahler beschrieben. Sie erklären, warum du dich immer wieder überforderst, es allen recht machen willst oder keine Pausen zulässt.

1. Antreiber: „Sei stark!“

Wenn dieser Antreiber bei dir aktiv ist, kennst du vielleicht Gedanken wie:

  • „Stell dich nicht so an.“
  • „Zeig bloß keine Gefühle.“
  • „Schwäche ist gefährlich.“

Nach außen wirkst du dann oft souverän, stark und kontrolliert, während du innerlich kaum zulässt, dass es dir schlecht gehen darf. Typische „Begleitersätze“ aus der Kindheit sind zum Beispiel:

  • „Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“

Das Problem: Du übergehst deine Bedürfnisse und speicherst Emotionen, statt sie zu fühlen. Auf Dauer erhöht das deinen inneren Stress enorm.

Hilfreiche, neue Gedanken könnten sein:

  • „Ich bin immer sicher und beschützt.“
  • „Es ist okay, meine Gefühle zu zeigen und zu leben.“
  • „Ich darf um Hilfe bitten, wenn ich sie brauche.“

2. Antreiber: „Sei perfekt!“

Der Perfektions-Antreiber sorgt dafür, dass du dich ständig kontrollierst und nichts schiefgehen darf. Typische innere Sätze sind:

  • „Ich muss alles richtig machen.“
  • „Es darf nichts schiefgehen.“
  • „Ich darf keine Fehler machen – niemand darf das merken.“

Du strebst stark nach Anerkennung und willst, dass niemand sieht, dass du „auch nur ein Mensch“ mit Schwächen bist. Das erzeugt enormen Druck, weil Fehler zum Leben gehören.

Neue, entlastende Gedanken könnten lauten:

  • „Ich darf Fehler machen, das ist menschlich.“
  • „An meinen Fehlern kann ich wachsen und lernen.“
  • „Ich bin gut genug – gut ist auch gut genug.“

3. Antreiber: „Mach es allen recht!“

Dieser Antreiber zeigt sich oft darin, dass du kaum Nein sagen kannst. Du hast Angst, abgelehnt oder weniger gemocht zu werden, wenn du Grenzen setzt. Innere Botschaften sind zum Beispiel:

  • „Ich darf andere nicht enttäuschen.“
  • „Andere sind wichtiger als ich.“
  • „Wenn ich Nein sage, mögen sie mich nicht mehr.“

So übergehst du deine eigenen Bedürfnisse und machst dich abhängig von der Bestätigung von außen.

Unterstützende Alternativen können sein:

  • „Meine Wünsche und Bedürfnisse sind wichtig.“
  • „Ich bin liebenswert, so wie ich bin.“
  • „Ich darf Nein sagen, auch wenn es anderen nicht gefällt.“
  • „Ich bin ein guter Mensch, auch wenn ich Grenzen setze.“

4. Antreiber: „Beeil dich!“

Beim „Beeil dich“-Antreiber hast du oft das Gefühl, ständig hinterher zu sein. Du hast Angst, etwas zu verpassen oder zu langsam zu sein, und willst auf keinen Fall, dass andere auf dich warten müssen.

Typische Muster:

  • ständige innere Unruhe
  • multitasking, auch wenn es nicht nötig ist
  • das Gefühl, nie wirklich anzukommen

Der Ton dahinter klingt oft wie:

  • „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Entschleunigende Gedanken könnten sein:

  • „Ich darf Pausen machen, wann immer es sich für mich richtig anfühlt.“
  • „Ich gehe einen Schritt nach dem anderen.“
  • „Ich tue Dinge in meinem eigenen Tempo.“

5. Antreiber: „Streng dich an!“

Hier geht es um die Überzeugung, dass nur harte Arbeit wirklich etwas „wert“ ist. Innere Sätze können lauten:

  • „Nur wer sich quält, hat Erfolg verdient.“
  • „Von nichts kommt nichts.“
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

Du überschreitest regelmäßig deine Belastungsgrenzen, legst dich für jedes Lob extrem ins Zeug und gönnst dir Erholung erst, wenn alles erledigt ist – also meistens zu spät.

Neue, gesündere Glaubenssätze wären zum Beispiel:

  • „Ich bin gut genug, ich tue jeden Tag mein Bestes.“
  • „Mein Bestes darf von Tag zu Tag unterschiedlich aussehen.“
  • „Ich bin immer gleich viel wert, egal wie viel ich leiste.“

Diese fünf Antreiber – Sei stark, Sei perfekt, Mach es allen recht, Beeil dich, Streng dich an – prägen unseren inneren Dialog oft über Jahrzehnte. Der entscheidende Schritt ist, sie zu erkennen und bewusst neue, freundliche Sätze an ihre Stelle zu setzen.

Wie du deinen inneren Dialog Schritt für Schritt veränderst

Weil du diese Glaubenssätze meist schon seit deiner Kindheit in dir trägst, braucht Veränderung Zeit. Es geht nicht darum, von heute auf morgen ein anderer Mensch zu werden, sondern deinen inneren Tonfall langsam zu verändern.

Hilfreich dabei sind:

Christina empfiehlt, die neuen Affirmationen sichtbar in deinen Alltag zu integrieren:

  • schreibe sie auf kleine Post-its
  • hänge sie an den Badezimmerspiegel, den Kühlschrank oder deine Pinnwand
  • lies sie mehrmals am Tag bewusst durch

Mit der Zeit programmierst du damit deinen inneren Dialog Stück für Stück um und lädst mehr Selbstvertrauen, Selbstmitgefühl und innere Ruhe in dein Leben ein.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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