Mögliche Ursachen für Angst, Stress & Burnout

und was man dagegen tun kann

28.06.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

4 versteckte Ursachen für Stress, Angst und Burnout – und was du dagegen tun kannst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina offen über vier zentrale Ursachen für Stress, Angst, negative Gedanken und Burnout – und zeigt dir, was du konkret im Alltag verändern kannst.

Du erfährst, warum es nicht nur äußere Umstände sind, die dich belasten, sondern vor allem deine inneren Muster, Entscheidungen und unerledigten Gefühle. Und vor allem: wie du Schritt für Schritt wieder mehr Leichtigkeit, Klarheit und Selbstbestimmung in dein Leben holst.

1. Ja sagen statt Nein: Wie fehlende Abgrenzung dich ausbrennt

Eine der häufigsten Ursachen für Stress und Erschöpfung ist, dass du Ja sagst, obwohl du Nein meinst.

Gerade bei Familie, Freund:innen oder Kolleg:innen fällt es vielen schwer, Grenzen zu setzen. Dahinter steckt oft:

  • Angst vor Ablehnung
  • Schlechtes Gewissen, wenn du jemanden „enttäuschst“
  • Das Gefühl, verantwortlich für die Gefühle der anderen zu sein

Die Folge: Du tust immer öfter Dinge gegen deinen eigenen Willen. Du übergehst deine Bedürfnisse und schleppst dauerhaft ein schlechtes Gefühl mit dir herum. Mit der Zeit weißt du irgendwann gar nicht mehr:

  • Was will ich eigentlich wirklich?
  • Und was wollen nur die anderen von mir?

Christina beschreibt fehlende Abgrenzung als einen der häufigsten Gründe für Burnout und Angststörungen. Wenn du ständig gegen dich selbst handelst, staut sich Wut an – und diese richtest du nicht nach außen, indem du etwas veränderst, sondern nach innen gegen dich selbst. Das macht auf Dauer krank.

Wie du lernst, Nein zu sagen

Der erste Schritt ist, wieder in dich hineinzuspüren:

  • Achte auf deine Körperreaktion: Fühlt sich etwas in deiner Brust eher weit oder eng an?
  • Wenn sich etwas eng und schwer anfühlt, ist das oft ein klares inneres Nein.

Christina empfiehlt, genau dort anzusetzen:

  • Öfter kurz innehalten, bevor du zusagst
  • Innen prüfen: Will ich das wirklich?
  • Eine ehrliche Antwort geben – auch wenn es am Anfang unangenehm ist

Am Anfang kann sich ein Nein ungewohnt und „schlecht“ anfühlen. Das ist normal, weil du ein altes Muster durchbrichst. Mit der Zeit wird es leichter.

Ein Satz, der Christina in ihrer eigenen Burnout-Zeit sehr geholfen hat:

„Ein Nein zu anderen ist immer auch ein Ja zu mir selbst.“

Diesen Satz kannst du dir immer wieder bewusst machen, wenn du zögerst, gesunde Grenzen zu setzen.

2. Zu viel auf einmal wollen: Wenn selbst deine Träume dich ausbrennen

Eine weitere Ursache für Stress, Angst und Burnout ist der Drang, alles gleichzeitig schaffen zu wollen. In einer Welt, in der scheinbar alles möglich ist, entsteht leicht der Druck, permanent:

  • Mehr zu leisten
  • Schneller zu wachsen
  • Privat und beruflich „alles unter einen Hut“ zu bekommen

Christina beschreibt, dass wir Gefahr laufen, uns selbst zu überholen, wenn wir unserem Leben zu wenig Zeit geben. Selbst Dinge, die uns eigentlich Freude machen, können uns dann ausbrennen.

Besonders tückisch: Auch eine große Leidenschaft oder eine starke Vision kann in den Burnout führen, wenn du dir keine Pausen, keine Struktur und keine realistischen Etappen erlaubst.

Struktur statt Überforderung: Wie du Tempo rausnimmst

Was hilft, ist ein klarer Rahmen, der deinem inneren Druck Grenzen setzt:

So signalisierst du deinem Geist: Es wird alles seinen Platz haben, nur nicht alles auf einmal. Das reduziert Stress und das Gefühl, ständig hinterherzuhinken.

Christina betont, dass Strukturen nicht nur für Kinder wichtig sind, sondern auch für Erwachsene. Routinen und klare Abläufe geben Halt und Sicherheit, weil sie Ordnung ins Chaos bringen.

Besonderer Druck im Privatleben – vor allem bei Frauen

Nicht nur beruflich, auch privat ist „zu viel auf einmal“ ein Thema. Christina spricht besonders die Situation von Frauen an, die sich durch die biologische Uhr stark unter Druck gesetzt fühlen:

  • Schnell Kinder bekommen „müssen“
  • Mehrere Kinder in kurzer Zeit, obwohl man sich innerlich noch nicht bereit fühlt
  • Vergleiche mit Freundinnen und ihrem Lebensmodell

Christina teilt ihre eigene Erfahrung: Auch sie hatte mit 37 Jahren Gedanken wie „Bin ich zu spät dran?“. Geholfen hat ihr ein innerer Perspektivwechsel:

„Mein Leben läuft in meinem eigenen Tempo – und die Dinge kommen, wenn sie für mich dran sind.“

Statt dich ständig mit anderen zu vergleichen, ist es heilsam, bei dir zu bleiben und dir zu erlauben, dein Leben im für dich stimmigen Rhythmus zu gestalten.

3. Ungeheilte Erfahrungen aus der Vergangenheit: Wenn alte Wunden heutige Ängste nähren

Eine dritte große Ursache für Stress, Angst und negative Gefühle sind alte Erfahrungen, die noch nicht verarbeitet sind.

Das kann ganz Unterschiedliches sein:

  • Ein Lehrer, der dich ungerecht behandelt oder ständig kritisiert hat
  • Eltern, die wenig Anerkennung gezeigt und viel an dir rumgenörgelt haben
  • Schwere traumatische Erlebnisse wie Missbrauch oder Gewalt

Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Sie können später zu Depressionen, Ängsten und einem geringen Selbstwertgefühl führen.

Wann du dir unbedingt Hilfe holen solltest

Bei schweren traumatischen Erlebnissen betont Christina ganz klar:

  • Such dir ärztliche und therapeutische Unterstützung.
  • Versuche nicht, schwere Traumata allein zu bearbeiten.

Professionelle Begleitung kann hier entscheidend sein, um die Belastung zu verarbeiten und dich zu stabilisieren.

Innere-Kind-Arbeit bei „kleineren“, aber schmerzhaften Erfahrungen

Wenn es um weniger extreme, aber trotzdem belastende Erfahrungen geht – etwa ständige Kritik oder das Gefühl, „nicht gut genug“ zu sein –, kannst du oft auch selbst etwas tun. Christina empfiehlt dabei die Arbeit mit dem inneren Kind.

Eine einfache Übung, um ersten Kontakt zu deinem inneren Kind aufzunehmen, ist die Fotoübung:

  • Suche alte Fotos von dir als Kind heraus.
  • Schau dir das Kind auf dem Bild ganz bewusst an.
  • Spüre, wie es diesem Kind damals vermutlich ging.
  • Sage ihm innerlich die Sätze, die du damals gerne gehört hättest – statt der Kritik, die du vielleicht bekommen hast.

Damit beginnst du, alte Wunden sanft zu versorgen und dir nachträglich die Liebe, Anerkennung und Unterstützung zu geben, die dir gefehlt hat.

4. Schicksalsschläge: Warum echte Trauer Raum braucht

Die vierte Ursache für Stress, Angst, Burnout oder auch Depression sind Schicksalsschläge. Dazu gehören Ereignisse, die du nicht kontrollieren kannst, die aber dein Leben tief erschüttern können, zum Beispiel:

  • Der Verlust eines geliebten Menschen
  • Schwere Unfälle oder Erkrankungen
  • Plötzliche Wendungen, die alles auf den Kopf stellen

Christina macht deutlich, dass es völlig normal ist, wenn dich solche Erfahrungen erst einmal komplett aus der Bahn werfen. In solchen Momenten gehen Kraft und positives Denken oft verloren – und das ist menschlich.

Bewusster Umgang mit Gefühlen statt Wegdrücken

Gerade bei Schicksalsschlägen ist es wichtig, deine Gefühle nicht zu verdrängen, sondern sie bewusst zu durchfühlen:

  • Trauer darf da sein und braucht Zeit.
  • Es ist okay, wenn du eine Weile „nicht funktionierst“.
  • Du musst nicht sofort stark und positiv sein.

Christina sagt sehr klar, dass es kein Allheilmittel gegen solche Erfahrungen gibt. Manche Dinge sind einfach zutiefst schmerzhaft, und gut gemeinte Coaching-Tipps stoßen hier schnell an ihre Grenzen.

Gerade in extremen Situationen – etwa wenn eine Mutter ihr Kind verliert – fehlen oft die Worte. In solchen Fällen können helfen:

  • Ärztliche und therapeutische Unterstützung
  • Selbsthilfegruppen oder Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben
  • Menschen, die einfach DA sind, ohne alles „besser machen“ zu wollen

Hoffnung trotz allem: Ein gutes Leben nach dem Bruch

Was Christina immer wieder berührt und ihr Mut macht, sind Geschichten von Menschen, die nach schweren Schicksalsschlägen trotzdem wieder ein gutes Leben gefunden haben.

Ein Beispiel, das sie besonders inspiriert, ist das Leben von Samuel Koch, der vor vielen Jahren bei „Wetten, dass..?“ verunglückt ist und seitdem vom Hals abwärts gelähmt ist. Trotz dieser radikalen Veränderung hat er:

  • Bücher geschrieben
  • Schauspieler gelernt
  • Wege gefunden, sein Leben aktiv zu gestalten

Solche Biografien zeigen: Auch wenn nichts mehr so wird wie früher, ist es möglich, irgendwann wieder Sinn, Freude und Perspektive zu finden. Das nimmt dem Schmerz nichts, gibt aber Hoffnung.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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