Stress abbauen und innere Antreiber identifizieren

10.08.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Innere Antreiber erkennen: Wie du Stress bewusst abbauen kannst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina Hillesheim darüber, wie du deine inneren Antreiber erkennst und mit ihnen achtsamer umgehst. Denn oft entsteht Stress nicht durch die Situation selbst, sondern durch deine Gedanken und inneren Muster.

Wenn du dich häufig überfordert fühlst, schlecht Nein sagen kannst oder immer „perfekt“ funktionieren willst, hilft dir dieses Modell, die Ursachen deines Stresses klarer zu sehen – und Schritt für Schritt zu verändern.

Die fünf inneren Antreiber – und warum sie dich auslaugen

Das Modell der inneren Antreiber geht auf die Transaktionsanalyse zurück und beschreibt fünf typische Muster, mit denen wir uns selbst unter Druck setzen. Viele dieser Antreiber entstehen in der Kindheit und laufen später unbewusst und automatisch ab.

Die fünf inneren Antreiber:

  • Sei stark
  • Sei perfekt
  • Mach es allen recht
  • Beeil dich
  • Streng dich an

Christina betont: „In den meisten Fällen führen diese inneren Antreiber uns nicht zum Erfolg, sie setzen uns einfach nur zusätzlich unter Druck und machen uns unglücklich.“

Der erste wichtige Schritt ist deshalb immer:

  • Bewusst wahrnehmen, welcher Antreiber bei dir aktiv ist
  • Prüfen, ob dieses Muster heute noch zu deinem Leben passt
  • Entscheiden, ob du ihm folgen willst – oder nicht

Viele Anforderungen, die du innerlich an dich stellst, sind so übertrieben, dass sie in der Realität gar nicht erfüllbar sind. Genau das erzeugt Dauerstress und kann im schlimmsten Fall bis in einen Burnout führen.

Der „Sei stark“-Antreiber

Menschen mit diesem Antreiber haben gelernt, dass sie keine Schwäche zeigen dürfen. Sie glauben, immer stark sein zu müssen und verbergen ihre Gefühle oft vor anderen.

Typische Merkmale:

  • „Ich darf keine Schwäche zeigen.“
  • Gefühle werden zurückgehalten oder überspielt
  • Starker Wunsch, die Kontrolle zu behalten
  • Das „wahre Ich“ wird selten gezeigt

Der „Sei perfekt“-Antreiber

Hier steht die Leistung im Vordergrund. Alles muss fehlerfrei sein, bevor es „abgegeben“ werden kann.

Typische Merkmale:

  • Hoher Aufwand, um Fehler zu vermeiden
  • Angst davor, nicht gut genug zu sein
  • Starkes Bedürfnis nach Anerkennung
  • Glaube: „Nur wenn ich perfekt bin, werde ich wertgeschätzt.“

Der „Mach es allen recht“-Antreiber

Christina sagt selbst: „Da kann ich auch ein Lied von singen, weil ich ganz lange Zeit schlecht Nein sagen konnte.“

Typische Merkmale:

  • Schwierigkeit, Nein zu sagen
  • Eigene Bedürfnisse werden hinten angestellt
  • Starke Angst, andere zu enttäuschen
  • Schlechtes Gewissen, wenn Grenzen gesetzt werden

Der „Beeil dich“-Antreiber

Hier geht es darum, alles möglichst schnell zu erledigen – am besten mehrere Dinge gleichzeitig.

Typische Merkmale:

  • Ständiges Gefühl von Zeitdruck
  • Multitasking, nie wirklich im Hier und Jetzt
  • Gedanklich immer schon „einen Schritt weiter“
  • Hohe innere Unruhe und Dauerstress

Der „Streng dich an“-Antreiber

Menschen mit diesem Antreiber glauben, nur dann liebenswert zu sein, wenn sie sich maximal anstrengen.

Typische Merkmale:

  • Übertriebenes Pflichtbewusstsein
  • Glaube: „Ich muss mich immer wahnsinnig bemühen.“
  • Schnelle Erschöpfung, weil nichts leicht sein darf
  • Schwierigkeit, Leichtigkeit und Genuss zuzulassen

Vom Stressmuster zur Wahlfreiheit: Wie du neue Sätze etablierst

Innere Antreiber werden vor allem dann schwächer, wenn du sie erkennst und aktiv mit neuen, hilfreichen Gedanken ersetzt. Statt dich weiter innerlich anzutreiben, kannst du dir bewusst Sätze sagen, die dich entlasten.

„Wenn wir sehr bewusst bemerken, welcher Antreiber gerade am Werk ist, dann können wir frei entscheiden, diesem Antreiber zu folgen oder nicht zu folgen.“

Ein möglicher Weg:

  • Beobachte, wann du besonders gestresst reagierst.
  • Frage dich: Welcher Antreiber steckt dahinter?
  • Tausche deinen alten Stress-Satz gegen einen positiven und realistischen Satz aus.

Wichtig: Das ist ein Prozess. Viele Gedanken laufen automatisch ab. Wenn du aber „am Ball bleibst“, kann das auf Dauer einen riesigen Unterschied in deinem Leben machen.

Konkrete Alternativsätze für jeden inneren Antreiber

Damit du deine inneren Stressmuster direkt im Alltag verändern kannst, findest du hier hilfreiche Beispielsätze. Du kannst sie dir notieren und immer dann nutzen, wenn du merkst, dass ein Antreiber dich gerade unter Druck setzt.

Für den „Sei stark“-Antreiber

  • Ich darf schwach sein.
  • Ich darf Fehler haben.
  • Ich darf andere um Hilfe bitten.
  • Ich darf meine Gefühle offen und ehrlich zeigen.
  • Es ist okay, wenn ich mal Schwäche zeige.

Für den „Sei perfekt“-Antreiber

  • Ich bin gut so, wie ich bin.
  • Ich darf Fehler machen.
  • Fehler sind okay, ich kann aus ihnen lernen.
  • Ich muss nicht perfekt sein.

Für den „Mach es allen recht“-Antreiber

  • Ich darf Nein sagen.
  • Ich darf meine Bedürfnisse offen kommunizieren.
  • Ich darf Grenzen setzen.
  • Ich muss es nicht allen recht machen.
  • Auch wenn ich Nein sage, werde ich trotzdem geliebt.

Für den „Beeil dich“-Antreiber

  • Ich erledige die Dinge in meinem Tempo.
  • Ich finde meinen ganz eigenen Rhythmus.
  • Die Dinge brauchen so lang, wie sie brauchen.
  • Ich darf auch langsam arbeiten.
  • Ich kann mir Zeit lassen.

Für den „Streng dich an“-Antreiber

  • Arbeit darf Spaß machen.
  • Es darf leicht sein.
  • Ich kann Dinge mit Leichtigkeit und Gelassenheit tun.
  • Ich muss mich nicht besonders anstrengen, um gute Arbeit zu leisten.

Suche dir ein bis zwei Sätze pro Antreiber aus, die sich für dich stimmig anfühlen, und wiederhole sie immer wieder bewusst – besonders in Momenten, in denen alter Stress hochkommt.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum innere Antreiber oft aus der Kindheit stammen und heute nicht mehr zu deinem Leben passen.
  • Wie du merkst, dass du in alte Stressmuster „hineinrutschst“.
  • Warum Bewusstheit der wichtigste Schritt ist, um Burnout vorzubeugen.
  • Ermutigung, dich mit dir selbst liebevoller und nachsichtiger zu verhalten.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Anti-Stress & Nervensystem". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Anti-Stress & Nervensystem"
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