Verlustangst überwinden

4 Wege um besser mit Angst umzugehen

Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Verlustangst überwinden: 4 Wege in ein freieres Leben

Verlustangst kann dein ganzes Leben bestimmen: Beziehungen, Elternsein, Gesundheit, Alltag. In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina vier konkrete Wege, wie du lernst, mit Verlustangst gesünder umzugehen – ohne dich von ihr beherrschen zu lassen.

1. Verlustangst erkennen und annehmen

Verlustangst entsteht oft aus frühen, schmerzhaften Erfahrungen. Vielleicht wurdest du als Kind tatsächlich verlassen oder hast dich zumindest so gefühlt: hilflos, ausgeliefert, abhängig. Dieses alte Gefühl trägst du unbewusst bis heute mit dir herum.

Der wichtigste erste Schritt ist, dass du dir diese Angst ehrlich eingestehst.

„Angst wird erst dann zum Problem, wenn wir sie verdrängen oder ihr zu viel Macht geben.“

Statt Angst zu bekämpfen oder zu ignorieren, hilft dir ein klarer Blick:

  • Wahrnehmen: Erkenne, in welchen Situationen deine Verlustangst besonders stark ist (z.B. wenn dein Partner spät nach Hause kommt, dein Kind nicht ans Handy geht, jemand sich nicht meldet).
  • Annehmen: Sag innerlich zu dir: „Ich habe Angst – und das ist menschlich.“ Du musst dich dafür nicht verurteilen.
  • Raum begrenzen: Frage dich bewusst: Wie viel Platz bekommt diese Angst in meinem Leben? Bestimmt sie meine Entscheidungen, meine Beziehungen, meinen Alltag?

Angst an sich ist nichts „Falsches“. Sie wird erst dann zerstörerisch, wenn du sie:

  • ständig unterdrückst oder wegdrückst
  • oder ihr so viel Raum gibst, dass sich dein Denken permanent darum dreht.

Dein Ziel ist kein Leben ohne Angst, sondern ein gesunder Umgang damit.

2. Fokus verschieben: Von der Angst zur Dankbarkeit

Du kannst nicht gleichzeitig in voller Intensität Angst fühlen und echte Dankbarkeit spüren. Genau hier liegt ein kraftvoller Hebel.

Statt dich immer wieder auf das zu konzentrieren, was du verlieren könntest, richte deinen Fokus bewusst auf das, was du jetzt hast:

„Lenke dein Bewusstsein weg von der Angst und hin zur Dankbarkeit für die Menschen in deinem Leben.“

Hilfreiche Fragen können sein:

  • Wofür bin ich heute dankbar in Bezug auf meinen Partner, meine Kinder, meine Eltern?
  • Welche Momente mit ihnen haben mich in letzter Zeit glücklich gemacht?
  • Was würde mir fehlen, wenn ich nur noch in Angst leben würde?

Christina empfiehlt, bewusst ein inneres Verhältnis anzustreben wie:

  • mindestens 60 : 40 – positive zu negativen Gefühlen
  • besser noch 70 : 30 oder 80 : 20

Je öfter du Dankbarkeit übst, desto mehr verschiebt sich dieses Verhältnis mit der Zeit von selbst. Du trainierst dein Gehirn, das Gute stärker wahrzunehmen als die Angst.

Der Tod als Berater – statt als ständige Bedrohung

Viele Menschen haben so große Angst vor dem Tod, dass sie das Leben gar nicht mehr richtig sehen können. Dabei kann uns die Endlichkeit auch helfen, Prioritäten zu setzen.

  • Sie erinnert dich daran, dass dein Leben begrenzt ist.
  • Sie motiviert dich, ins Handeln zu kommen, statt ewig zu warten.
  • Sie macht besondere Momente erst wirklich kostbar, weil du weißt, dass sie nicht endlos sind.

Wichtig ist: Durch Grübeln und Sorgen kannst du kein Unglück verhindern. Was du aber sicher schaffst, ist, dir dein Heute zu verderben, obwohl in der Realität noch nichts Schlimmes passiert ist.

Verlustangst ist in vielen Fällen vor allem eines: Fantasie. Und diese Fantasie tut weh, obwohl sie nicht der Realität entspricht.

3. Selbstwert stärken: Raus aus ungesunden Abhängigkeiten

Es gibt eine natürliche, gesunde Verlustangst – etwa wenn du Sorgen um dein Kind hast. Problematisch wird es, wenn du in Beziehungen bleibst, die dir schaden, nur weil die Angst vor dem Alleinsein übermächtig ist.

„Oft liegt die Ursache der Verlustangst gar nicht im anderen Menschen, sondern tief in unserer Kindheit.“

Als Kind warst du tatsächlich auf deine Bezugspersonen angewiesen. Heute als Erwachsene:r bist du es nicht mehr – doch innerlich fühlst du dich vielleicht immer noch so.

Hier setzt die Arbeit am Selbstwert an:

  • Mach dir bewusst: Du kannst heute allein überleben und dein Leben gestalten.
  • Stärke deine Eigenständigkeit und innere Kraft.
  • Baue Stück für Stück eine liebevolle Beziehung zu dir selbst auf.

Je mehr Selbstwertgefühl du entwickelst, desto weniger klammerst du. Verlustangst verliert an Intensität, weil du innerlich stabiler wirst.

Übung: Stärken ausbauen, Schwächen liebevoll annehmen

Nimm dir Stift und Zettel und arbeite dich in zwei Schritten durch:

Schritt 1: Deine Stärken

  1. Schreibe dir drei Stärken auf, die dich ausmachen. (Wenn dir nichts einfällt, frag Freund:innen oder Familie.)
  2. Überlege zu jeder Stärke:
    • Wie kann ich diese Stärke bewusst häufiger einsetzen?
    • In welchen Bereichen kann ich damit anderen helfen oder etwas aufbauen?

Beispiele:

  • Du bist gut in Kommunikation → Vielleicht passen ein Podcast, Newsletter, YouTube-Kanal oder Vorträge zu dir.
  • Du kannst gut zuhören → Vielleicht sind Beratung, Coaching oder unterstützende Tätigkeiten ein Feld für dich.

Schritt 2: Deine vermeintlichen Schwächen

  1. Notiere drei Schwächen, die dich häufig belasten.
  2. Frage dich zu jeder:
    • Wie kann ich diese Eigenschaft etwas abmildern?
    • Welche Vorteile liegen vielleicht darin?
    • Was hat mir diese Eigenschaft in der Vergangenheit schon Positives gebracht?

Beispiel: Du bist sehr emotional, aufbrausend und ungeduldig.

  • Was dir helfen könnte:
    • Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation, Yoga
    • bewusste Pausen, bevor du reagierst
  • Stärken dahinter könnten sein:
    • Leidenschaft
    • hohe Sensibilität
    • Empathie

Die Botschaft dahinter: Du bist nicht falsch. Du darfst lernen, mit dir selbst freundlicher umzugehen – und genau das reduziert langfristig deine Verlustangst.

4. Im Jetzt ankommen: Achtsamkeit statt Angstfantasien

Verlustangst bezieht sich fast immer auf ein Ereignis in der Zukunft, das noch gar nicht eingetreten ist. Dein Körper reagiert aber so, als wäre es schon Realität.

„Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Vorstellung und tatsächlicher Realität.“

Das heißt: Wenn du dir ständig ausmalst, wie du jemanden verlierst, fühlst du den Schmerz, obwohl in deinem echten Leben gerade alles in Ordnung ist. Du machst dir dein Heute zur Hölle für etwas, das höchstwahrscheinlich nie passieren wird.

Der Ausweg: Achtsamkeit. Sie hilft dir, aus der Sorge-Spirale auszusteigen und zurück ins Hier und Jetzt zu kommen.

Praktische Achtsamkeitsübung für den Alltag

Suche dir einen ruhigen Ort und nimm dir ein paar Minuten Zeit:

  1. Setz dich bequem hin und atme ein paar Mal tief ein und aus.
  2. Richte nacheinander deine Aufmerksamkeit bewusst auf deine Sinne:
    • Sehen: Was sehe ich gerade?
    • Hören: Welche Geräusche nehme ich wahr – nah und fern?
    • Riechen: Welche Gerüche kann ich erkennen?
    • Fühlen: Was spüre ich gerade auf meiner Haut, im Körper, auf der Unterlage?
    • Schmecken: Was schmecke ich im Mund?

Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit einige Atemzüge bei jedem Sinneseindruck. Immer wenn du merkst, dass deine Gedanken wieder in die Angst abdriften, holst du sie sanft zurück zu deinen Sinnen.

Damit trainierst du:

  • mehr Präsenz im aktuellen Moment
  • weniger zwanghaftes Kontrollieren und Grübeln
  • eine innere Haltung von „Jetzt ist alles gut“

Du kannst zusätzlich Meditation oder Yoga nutzen, um diese Achtsamkeitspraxis zu vertiefen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum es menschlich ist, immer wieder Angst zu fühlen – und warum das nicht bedeutet, dass du „falsch“ bist.
  • Wie praktische Übungen und schriftliches Reflektieren deine Entwicklung deutlich beschleunigen können.
  • Einladung zu Christinas 20-Tage-Online-Glückskurs rund um persönliche Weiterentwicklung und ein erfüllteres Leben.
  • Hinweis auf weitere Inspiration zum Thema Ängste abbauen und glücklicher leben auf Christinas Instagram-Kanal „HappyDings“.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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