5 Dinge, die du nicht tun solltest, wenn du Angst vor Krankheiten hast

11.08.2025
5 Dinge, die du nicht tun solltest, wenn du Angst vor Krankheiten hast

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Fünf Dinge, die du bei Krankheitsangst unbedingt vermeiden solltest

Angst vor Krankheiten kann deinen Alltag komplett bestimmen, auch wenn medizinisch alles in Ordnung ist.
In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina Hillesheim fünf typische Fehler,
die deine Krankheitsangst massiv verstärken – und zeigt dir, wie du sanft aus dem Angstkreislauf aussteigen kannst.

1. Hör auf zu googeln – auch „nur kurz“

Der wohl wichtigste Punkt: Google ist kein guter Ratgeber bei Krankheitsangst.
Was sich anfühlt wie eine schnelle Beruhigung, ist in Wahrheit oft der Start einer Lawine.

Christina sagt dazu ganz klar:

„Es ist noch nie was Gutes rausgekommen, wenn Menschen gegoogelt haben.“

Warum Googeln deine Angst verstärkt:

  • Du findest immer seltene, schlimme Erkrankungen, die zu deinen Symptomen „passen“ könnten.
  • Du liest von Symptomen, von denen du vorher nie gehört hast – und hast sie am nächsten Tag plötzlich selbst.
  • Dein Fokus geht komplett auf mögliche Krankheiten, nicht auf dein tatsächliches Leben.

Ein Beispiel aus Christinas Erfahrung: Ein ganz normales Aufstoßen wurde plötzlich zum Anlass für große Sorgen,
nur weil sie vorher darüber gelesen hatte, dass es ein Symptom von etwas Ernstem sein könnte.

Konkrete Gegenstrategien:

  • Streich „gesundheitliche Google-Suchen“ konsequent aus deinem Alltag.
  • Starte eine eigene „30-Tage-Anti-Google-Challenge“:
    • Hake jeden Tag ab, an dem du nicht googelst.
    • Falls du rückfällig wirst: nicht verurteilen, einfach am nächsten Tag neu beginnen.
  • Lege dir eine Ersatzhandlung zurecht:
    • Ein Glas Wasser trinken
    • Einmal um den Block gehen
    • Gedanken aufschreiben

    So unterbrichst du den „Google-Autopiloten“.

2. Hör auf, deinen Körper wie mit der Lupe zu scannen

Wer Angst vor Krankheiten hat, überwacht den eigenen Körper oft permanent:
Ist da ein Ziehen? War das gestern auch schon so? Ist das normal?
Dieses ständige Scannen ist einer der größten Verstärker deiner Angst.

Christinas Kernbotschaft:

„Wir werden immer irgendwelche Symptome haben. Der Körper ist keine Maschine.“

Wichtige Gedanken dazu:

  • Es ist normal, dass der Körper sich meldet: mal ein Zwicken, mal ein Druck, mal Müdigkeit.
  • Es geht nicht darum, dass Symptome komplett verschwinden.
  • Entscheidend ist, dass die Symptome wieder in den Hintergrund treten dürfen.

Je stärker du die „Lupe“ auf ein Symptom richtest, desto größer wirkt es.
Du interpretierst jede Kleinigkeit als mögliche Gefahr und bringst deinen Körper noch mehr in Alarmbereitschaft.

So kannst du den Fokus lösen:

  • Nimm ein Symptom kurz bewusst wahr – und dann wende dich wieder deinem Tag zu.
  • Richte deine Aufmerksamkeit aktiv auf etwas anderes:
  • Sieh es als Übungssache: Dein Gehirn muss erst lernen, den Körper nicht ständig zu scannen.

Wichtig bleibt natürlich: Wenn dir etwas wirklich ungewöhnlich vorkommt, lass es einmal ärztlich abklären.
Doch danach beginnt der Teil, den du trainieren kannst: Vertrauen und Loslassen.

3. Such nicht ständig neue ärztliche Bestätigung

Viele Menschen mit Krankheitsangst rutschen in einen weiteren Kreislauf:
Sie holen sich medizinische Entwarnung – und können sie innerlich doch nicht annehmen.

Typisches Muster:

  • Du gehst mit einem Symptom zum Arzt.
  • Die Untersuchung ist unauffällig, du erhältst Entwarnung.
  • Nach kurzer Zeit kommt der Zweifel: „Haben sie wirklich alles gesehen?“
  • Du planst den nächsten Termin, ggf. mit noch „größerer“ Diagnostik.

Christina erzählt von einer Nachricht, in der jemand schrieb, sie sei erst vor Kurzem im MRT gewesen
und würde am liebsten schon wieder gehen, nur um alles noch einmal auszuschließen.

Ihre klare Empfehlung:

  • Einmal abklären, ja – aber nicht alle paar Wochen dasselbe prüfen lassen.
  • Wenn der Arzt dir wiederholt sagt, dass alles in Ordnung ist, übe dich im Vertrauen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll, nicht aber Dauerkontrollen aus Angst.

Warum das so wichtig ist:

  • Jeder neue Arzttermin gibt der Angst unbewusst recht: „Da könnte wirklich etwas sein.“
  • Du trainierst dein Gehirn darauf, Sicherheit nur noch von außen zu bekommen.
  • Du kommst gar nicht dazu, eigene innere Sicherheit zu entwickeln.

Frage dich daher ehrlich:

  • Gehe ich gerade aus medizinischer Notwendigkeit zum Arzt – oder aus Angst?
  • Was würde passieren, wenn ich diesmal bewusst keinen weiteren Termin mache?

4. Saug Krankheitsgeschichten nicht auf wie ein Schwamm

Ein weiterer, oft unterschätzter Verstärker von Krankheitsangst:
Du konsumierst überall Krankheitsstories und Symptome – online wie offline.

Christina beschreibt das sehr treffend als:

„Diese Krankheitsinfos wie ein Schwamm aufsaugen.“

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Storys und Reels auf Social Media über schwere Erkrankungen
  • Berichte von anderen über ihre Symptome und Diagnosen
  • Sendungen, Dokus oder Artikel, die bei dir direkt Angst triggern

Je mehr du dich damit beschäftigst, desto stärker verschiebt sich dein innerer Fokus auf „Gefahr“,
mögliche Krankheiten und dramatische Verläufe.
Dein Nervensystem bleibt permanent in Alarmbereitschaft.

Christinas Tipp gerade mit Blick auf Social Media:

  • Klick solche Videos möglichst nicht an, like sie nicht, kommentiere sie nicht.
  • Der Algorithmus merkt sich, was du anschaust, und zeigt dir immer mehr davon.
  • Entfolge Accounts, die dich regelmäßig triggern oder runterziehen.

Stattdessen kannst du deinen Feed bewusst neu ausrichten:

  • Profile, die dir Mut machen
  • Inhalte zu Entspannung, Selbstmitgefühl, Achtsamkeit
  • Themen, die nichts mit Angst oder Krankheit zu tun haben und dir einfach gut tun

Auch im Privaten gilt: Du musst nicht jede Krankheitsgeschichte bis ins Detail anhören
oder immer wieder von deinen eigenen Symptomen erzählen.
Du darfst Grenzen setzen und Gespräche sanft auf andere Themen lenken.

5. Hör auf, dich für deine Krankheitsangst fertig zu machen

Der vermutlich schmerzhafteste Punkt: die Selbstverurteilung.
Viele machen sich zusätzlich zur Angst auch noch selbst runter:

  • „Wieso bin ich nur so?“
  • „Warum kann ich nicht einfach normal sein?“
  • „Andere haben das doch auch nicht.“

Dieses innere Draufhauen macht alles nur schwerer.
Statt dich zu stabilisieren, nimmst du dir noch mehr Kraft.

Christina erinnert daran:

  • Du bist nicht ohne Grund so, wie du bist.
  • Deine Angst hat meist eine Geschichte: Kindheit, Vorbilder, Erlebnisse, Erfahrungen.
  • Entscheidend ist nicht, wo es genau herkommt, sondern wie du heute damit umgehst.

Ihre Einladung an dich:

  • Akzeptiere: „Es ist gerade so, wie es ist.“
  • Frag dich lieber: „Was kann ich heute, hier und jetzt verändern, um ein Stück rauszukommen?“
  • Feiere kleine Schritte: einen Tag nicht gegoogelt, einen Arzttermin nicht aus Angst gemacht, ein Gespräch bewusst abgebrochen.

Selbstmitgefühl ist hier kein „Nice to have“, sondern ein echter Gamechanger.
Du darfst freundlich mit dir sein, auch wenn du dich gerade im Angstkreislauf befindest.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christina selbst jahrzehntelange Krankheitsangst überwunden und heute weitgehend angstfrei lebt.
  • Die Idee, eine konkrete Ersatzhandlung für den Google-Impuls zu definieren (z. B. Wasser trinken, Spazierengehen, Schreiben).
  • Eine Hörerinnenfrage zu Schwächegefühlen, Unterzuckerungsangst und der Sorge, in Ohnmacht zu fallen.
  • Praktische Mini-Hilfen bei Schwächegefühlen: immer Wasser dabei haben, etwas Saures essen (z. B. Granny Smith Apfel), etwas Kleines snacken.
  • Warum Christina Pfefferminzöl als schnellen, klar machenden Reiz bei Schwindel oder „weichen Knien“ nutzt.
  • Einladung zum Austausch in den Kommentaren und zur neuen Rubrik „Deine Frage an die Angst unplugged Community“.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.