Trennungen leichter überwinden

und sich aus unglücklichen Beziehungen lösen

12.05.2019
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Unglückliche Beziehungen loslassen: 4 Schritte, die dir helfen

Unglückliche Beziehungen loszulassen fällt vielen extrem schwer – gerade, wenn du dich aus einer Liebesbeziehung löst. Vielleicht bist du frisch getrennt, zweifelst an deiner Entscheidung oder hältst trotz schlechter Gefühle an einer Beziehung fest, weil du Angst vor dem Alleinsein hast.

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina vier Schritte, die dir helfen können, eine unglückliche Beziehung bewusster zu beenden und mit deiner Traurigkeit liebevoller umzugehen.

1. Auf dein Bauchgefühl vertrauen – statt auf deine Angst

Oft wissen wir tief in uns ganz genau, ob es Zeit ist zu gehen. Das Problem: Wir hören nicht auf dieses Gefühl, sondern auf unsere Angst – vor dem Alleinsein, vor Veränderung oder vor der ungewissen Zukunft.

Christina beschreibt es so: Eigentlich war klar, dass die Beziehung keine Zukunft mehr hat. Man hat „es lange versucht“, man redet aneinander vorbei, es wird nicht besser. Und trotzdem bleibt man. Nicht, weil es sich richtig anfühlt, sondern weil die Angst lauter ist als der Bauch.

Wichtige Unterscheidung:

  • Handelst du aus Angst? (z.B. „Ich bleibe, weil ich nicht alleine sein will.“)
  • Oder handelst du aus deinem Inneren heraus? (z.B. „Ich gehe, weil ich weiß, dass mir diese Beziehung nicht mehr guttut.“)

Dein erster Schritt ist, bewusst hinzuschauen:

  • Nimm dir Zeit, ehrlich in dich hineinzuspüren.
  • Erkenne, wo du aus Angst an etwas festhältst.
  • Erlaube dir, deinem Bauchgefühl zu vertrauen – auch wenn es unbequem ist.

Erst wenn du innerlich klar hast, warum du bleibst oder gehst, kannst du eine Entscheidung treffen, hinter der du wirklich stehen kannst.

2. Schmerz zulassen – ohne Zeitlimit und ohne Selbstvorwurf

Viele glauben: Eine Trennung ist nur dann „richtig“, wenn sie sich sofort gut anfühlt. Keine Tränen, keine Trauer, einfach Befreiung. Doch das ist eine Illusion.

Christina macht deutlich: Trennung darf weh tun, auch wenn sie richtig ist.

Sie erzählt von Menschen, die ihr schreiben: „Es ist drei Monate her und ich bin immer noch traurig. Ist das normal?“ Dahinter steckt oft eine heimliche Regel im Kopf: „Nach X Monaten muss ich doch drüber hinweg sein.“

Genau diese inneren Regeln setzen dich enorm unter Druck:

  • „Ich darf nur drei Monate traurig sein.“
  • „Nach einem halben Jahr muss ich wieder glücklich sein.“
  • „Wenn es so weh tut, war die Trennung vielleicht falsch.“

Doch Schmerz ist kein Beweis dafür, dass die Entscheidung falsch war. Er zeigt nur, dass dir etwas wirklich viel bedeutet hat.

Christinas zentrale Botschaft:

  • Traurigkeit ist wichtig, weil sie zeigt, dass etwas für dich Bedeutung hatte.
  • Es ist okay, lange traurig zu sein – manche Menschen trauern ein Leben lang über Verluste und können trotzdem glücklich leben.
  • Je mehr du deinen Schmerz annimmst, desto eher kann er sich nach und nach von allein lösen.

Statt deine Trauer wegzudrücken, kannst du dir innerlich sagen:

„Es ist in Ordnung, dass es weh tut. Ich muss nicht ‚funktionieren‘. Ich gebe mir die Zeit, die ich brauche.“

3. Abschied von der Illusion vom „einen perfekten Partner“

Ein weiterer Punkt, der Loslassen so schwer macht, ist die Vorstellung: Es gibt nur diesen einen richtigen Menschen für mich. Wenn diese Beziehung vorbei ist, war’s das – du hast „den Richtigen“ oder „die Richtige“ verloren und wirst nie wieder so lieben können.

Christina stellt klar: So funktioniert Liebe nicht.

Wir verwechseln häufig zwei Dinge:

  • Verliebtsein – hormonelles Hoch, Aufregung, Schmetterlinge, Idealbilder.
  • Liebe – ein tiefes, ruhiges, sicheres Gefühl, das auf Entscheidung, Verantwortung und Verbundenheit beruht.

Liebe ist zuallererst eine Entscheidung für den anderen – auch wenn es gerade nicht leicht ist, auch wenn der Alltag anstrengend ist oder alte Wunden hochkommen. Genau in Krisen steckt oft enormes Wachstumspotenzial: für dich, für deinen Partner und für eure Beziehung.

Viele lassen es gar nicht so weit kommen, weil sie beim ersten „Ich bin nicht mehr verliebt“-Gefühl direkt gehen. Dabei können gerade solche Phasen zeigen:

  • Welche alten Glaubenssätze aus der Kindheit noch wirken.
  • Wo deine wunden Punkte liegen.
  • Wo du lernen kannst, Nähe, Vertrauen und echte Verbundenheit zuzulassen.

Für dich beim Loslassen heißt das:

  • Du hast nicht „den einen perfekten Menschen für immer“ verloren.
  • Es gibt nicht nur einen passenden Partner, mit dem du glücklich sein kannst.
  • Du darfst aufhören, an einer idealisierten Vorstellung festzuhalten, die dich in der Vergangenheit gefangen hält.

Diese Erkenntnis nimmt Druck: Deine Zukunft ist nicht zerstört, nur weil eine Beziehung zu Ende gegangen ist.

4. Du ziehst an, was du ausstrahlst: Selbstliebe als Basis

Der letzte Schritt dreht sich um dich selbst. Denn: Du ziehst immer das an, was du ausstrahlst.

Der Satz „Du musst dich erst selbst lieben, bevor dich jemand anders lieben kann“ klingt vielleicht abgenutzt, aber Christina betont, wie viel Wahrheit darin steckt.

Wenn du mit dir selbst im Unfrieden bist, passiert meist Folgendes:

  • Dein Partner berührt ständig deine wunden Punkte.
  • Du hast das Gefühl, nie genug Liebe, Anerkennung oder Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Du erwartest vom anderen, das zu füllen, was du dir selbst nicht gibst.

Damit machst du eine Beziehung schnell schwer und überforderst dein Gegenüber. Denn kein Mensch kann dich rund um die Uhr glücklich machen.

Deine Aufgabe ist es, zuerst für dich selbst zu sorgen:

  • Lerne, dir selbst mit Mitgefühl und Freundlichkeit zu begegnen.
  • Baue ein Leben auf, das sich auch ohne Partner sinnvoll und schön anfühlt.
  • Sieh einen zukünftigen Partner als Bonus, nicht als Rettungsanker.

Der Perspektivwechsel:

  • Nicht: „Ich brauche jemanden, der mich endlich glücklich macht.“
  • Sondern: „Ich bin mit mir im Reinen. Und wenn ein Partner dazukommt, bereichert er mein Leben – er trägt aber nicht die Verantwortung dafür.“

Diese innere Haltung verändert, welche Menschen du in dein Leben ziehst und wie sich Beziehungen anfühlen. Und sie macht es gleichzeitig leichter, eine unglückliche Beziehung zu beenden, weil dein Wert nicht mehr allein an diesem Menschen hängt.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum es so hilfreich sein kann, sich mit anderen zu Themen wie Selbstliebe und Persönlichkeitsentwicklung auszutauschen.
  • Wie dich inspirierende Impulse im Alltag daran erinnern können, liebevoller mit dir umzugehen.
  • Welche Rolle Routinen und kleine Denk-Anstöße spielen, um langfristig ein bewussteres und glücklicheres Leben aufzubauen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.