4 Dinge, die ich von meiner Therapeutin gelernt habe

08.11.2023
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Vier Therapie-Learnings aus meinem Weg durch Burnout, Angststörung und Depression

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina Hillesheim vier zentrale Mini-Erkenntnisse aus ihrer Therapie und ihrem Weg aus Burnout, Angststörung und Depression. Die Impulse richten sich an dich, wenn du gerade in einer schweren Phase steckst, dich hoffnungslos fühlst oder besser verstehen möchtest, was hinter deinen Gefühlen und Symptomen steckt.

1. Alles geht vorbei – auch wenn es sich anders anfühlt

Wenn es uns psychisch richtig schlecht geht, fühlt es sich oft so an, als würde dieser Zustand nie mehr enden. Genau das ist ein typisches Merkmal von Depressionen und Angststörungen: der Gedanke „Es wird nie wieder gut, es bleibt für immer so“.

Christina beschreibt es so:

„Wir alle könnten mit einer schlechten Phase leben. Aber diese Hoffnungslosigkeit, dieses ‚Es wird nie wieder besser‘, ist das, was uns so unfassbar traurig macht.“

Die wichtigste Erkenntnis dahinter:

  • Das Einzige, was wirklich sicher ist, ist der Wandel.
  • Gefühle und Zustände sind immer Momentaufnahmen, nie die komplette Zukunft.
  • Dein Gehirn erzählt dir in der Krise oft, dass es „für immer“ so bleibt – dieser Gedanke ist ein Symptom, keine Wahrheit.

Auch wenn du es gerade nicht fühlen kannst: Es wird anders werden. Nichts im Leben bleibt immer gleich. Deine Aufgabe ist es nicht, heute schon zu wissen, wie sich das „besser“ anfühlen wird, sondern dir den kleinen Satz zu erlauben: „Es geht vorbei. Es wird wieder anders.“

2. Deine Gedanken sind nicht die Realität

Ein weiterer Wendepunkt auf Christinas Heilungsweg war die Einsicht, dass Gedanken keine Fakten sind. Sie hat sich intensiv mit dem Konzept auseinandergesetzt, dass du nicht dein Verstand bist.

„Du bist nicht deine Gedanken. Du kannst den Gedanken zuhören, du kannst sie wahrnehmen. Das ist schon das Zeichen dafür, dass du eben nicht diese Gedanken bist.“

Was das konkret für dich bedeuten kann:

  • Du kannst deine Gedanken beobachten, statt sie automatisch zu glauben.
  • Sätze wie „Ich bin nicht gut genug“, „Ich schaffe das nicht“ oder „Ich habe vor allem Angst“ sind innere Geschichten, keine unumstößlichen Wahrheiten.
  • Allein die Möglichkeit, dass deine Gedanken falsch sein könnten, schafft neuen Spielraum.

Christina beschreibt diesen Moment als echten Gamechanger, weil er ihr gezeigt hat, dass der „ganze Bullshit“, den sie sich über sich selbst erzählt hat, eben nicht die Realität sein muss.
Es ist ein riesiger Schritt in Richtung Heilung, wenn du anfangen kannst, innerlich zu sagen:

„Ich habe diesen Gedanken – aber ich bin nicht dieser Gedanke.“

3. Am Ende macht vieles Sinn – deine Symptome sind ein Signal

Depressionen und Angststörungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Auch wenn es medizinische, traumatische oder biochemische Ursachen geben kann, war Christinas persönliche Erfahrung eine andere: Ihr Körper hat ihr ein klares Stopp-Signal geschickt.

„Ich habe ein Leben gelebt, das nicht zu mir gepasst hat. Die Depression und die Angststörung waren einfach ein Signal von meinem Körper: Bis hierhin und nicht weiter.“

Wichtige Einsichten aus ihrer Geschichte:

  • Psychische Symptome können ein Schutzmechanismus deines Körpers sein.
  • Gerade bei Erschöpfungsdepressionen (Burnout) stecken oft zu lange und zu hohe psychische und körperliche Belastungen dahinter.
  • Der Körper wird so laut, dass du ihn irgendwann nicht mehr ignorieren kannst.

Im Wort Depression steckt das „Unterdrücken“ bereits drin: eigene Wünsche, Bedürfnisse, Grenzen werden so lange weggedrückt, bis es nicht mehr geht.
Christina betont dabei klar, dass sie keine Ärztin oder Therapeutin ist und andere Ursachen wie Traumata, Stoffwechselstörungen oder neurologische Faktoren eine Rolle spielen können.
Für ihren Weg war jedoch entscheidend:

„Es war unmöglich, das weiter zu ignorieren. Mein Körper hat mir gezeigt, dass ich so nicht mehr weiterleben kann.“

Rückblickend macht vieles Sinn: Das, was sich mitten in der Krise sinnlos und ungerecht anfühlt, entpuppt sich oft als Wendepunkt, der dich zwingt, dein Leben neu auszurichten.

4. Gefühle möchten gefühlt werden – besonders Trauer

Ein weiterer zentraler Therapie-Impuls betrifft den Umgang mit Gefühlen. Christina erzählt von einer Phase, in der eine frühere Beziehung endete und sie kurz darauf ihren heutigen Mann kennenlernte. Die Trauer um das Ende der alten Beziehung hatte jedoch keinen Raum.

„Diese Trauerphase hat mir gefehlt. Ich hätte nie gedacht, dass sich das so körperlich bemerkbar macht.“

Ihre Therapeutin brachte es auf den Punkt: Eine Depression entsteht oft aus unterdrückter Trauer.

Was du daraus mitnehmen kannst:

  • Gefühle verschwinden nicht, nur weil du sie wegdrückst.
  • Trauer zeigt sich nicht nur nach Todesfällen. Sie kann auch entstehen durch:
    • das Ende einer Beziehung
    • eine zerbrochene Freundschaft
    • den Verlust eines Jobs
    • verpasste Chancen oder Lebensentwürfe, die nicht eingetreten sind
  • Wenn du deinen Gefühlen keinen Raum gibst, suchen sie sich andere Wege – häufig über den Körper oder die Psyche.

Christina beschreibt, wie sehr ihr dieser Gedanke geholfen hat: Trauer ist kein Fehler, sondern ein gesunder Prozess.
Statt dich dafür zu verurteilen, dass du „zu sensibel“ bist, kannst du dich fragen:

„Wo in meinem Leben habe ich mir nicht erlaubt zu trauern, zu fühlen, loszulassen?“

Gefühle wollen durchlebt werden, nicht umgangen. Heilung beginnt oft in dem Moment, in dem du innerlich sagst: „Es ist okay, dass ich traurig bin. Es ist okay, dass das wehtut.“

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Einladung zu Christinas kostenlosem Community-Event bzw. Webinar mit Übungen zu ihrem Heilungsweg.
  • Hinweis auf ihr Buch „entspannt statt ausgebrannt“, in dem sie ihren Weg aus Burnout und Angststörung ausführlicher beschreibt.
  • Ermutigung, frühere Podcastfolgen zu Durchbruchsmomenten und Übungen bei Angst und Erschöpfung anzuhören.
  • Ein persönlicher Abschluss mit der Einladung, den Podcast zu abonnieren und zu bewerten, um keine neuen Folgen zu verpassen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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