Ich werde 40 – meine Top 3 Lebenslektionen!

07.02.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

3 Lebenslektionen zum 40. Geburtstag: Was ich aus Burnout, Neuanfang und Glück gelernt habe

Christina Hillesheim, Diplomsoziologin, Autorin und Glückscoach, feiert ihren 40. Geburtstag – und nimmt dich in dieser besonderen Folge von „Angst unplugged“ mit in ihre wichtigsten Lebenslektionen der letzten Jahre.

Vom Burnout zurück ins Leben, beruflicher Neuanfang, Mama werden und viele Höhen und Tiefen: Aus all dem sind drei zentrale Erkenntnisse entstanden, die dir Mut machen sollen, deinen eigenen Weg mit mehr Vertrauen, Selbstmitgefühl und Zuversicht zu gehen.

1. Hab keine Angst vor deinen Gefühlen

Die erste und vielleicht wichtigste Lektion: Gefühle sind dazu da, gefühlt zu werden – nicht, um sie zu verdrängen.

Christina beschreibt Gefühle als flüchtige Zustände mit einem klaren „Ziel“: Sie wollen wahrgenommen werden. Wenn du vor ihnen wegläufst oder sie wegdrückst, tauchen sie später häufig umso stärker wieder auf.

Ein Bild, das sie dafür nutzt:

„Es ist wie mit einem Ball, den du unter Wasser drückst – das funktioniert eine Weile, aber irgendwann fliegt er dir mit doppelter Wucht um die Ohren.“

Gefühle als Gäste auf einen Kaffee einladen

Statt vor ihnen zu fliehen, kannst du lernen, deine Gefühle einzuladen. Stell dir vor, sie sind Gäste, die kurz bei dir vorbeischauen:

  • Wahrnehmen: Welches Gefühl ist gerade da? Traurigkeit, Angst, Wut, Scham, Erleichterung?
  • Benennen: „Ich fühle mich gerade …“ statt „Ich bin …“ – das schafft Abstand.
  • Bleiben lassen: Es muss nicht sofort besser werden. Du darfst einfach erst einmal fühlen.

Wichtige Erinnerung: Kein Gefühl bleibt für immer. Auch wenn es sich im Moment überwältigend anfühlt, Gefühle kommen und gehen – oft in Wellen.

Surfen statt untergehen

Du kannst nicht immer entscheiden, welche Gefühle kommen. Aber du kannst beeinflussen, wie du mit ihnen umgehst. Christina beschreibt es so, als würdest du:

  • auf der Welle surfen – also bewusst miterleben, was da ist
  • statt in den Gefühlen unterzugehen und dich komplett von ihnen mitreißen zu lassen

Für dein Leben bedeutet das:

  • Gefühle sind keine Gefahr, sondern Informationen.
  • Verdrängen macht es auf Dauer schwerer, nicht leichter.
  • Du darfst alles fühlen, ohne dass etwas „falsch“ an dir ist.

2. Alles hat zwei Seiten – auch schwere Zeiten

Die zweite Lektion: Das Leben ist nie nur gut oder nur schlecht. Selbst an Tagen, an denen du denkst, es wird nie wieder besser, steckt oft irgendwo ein kleiner, unscheinbarer Lichtblick.

Christina betont, wie sehr sich die eigene Perspektive auf eine Situation auswirkt:

„Wenn wir nicht wüssten, was Traurigkeit ist, dann wüssten wir auch nicht, was Glück ist.“

Das Gegenteil macht das Gute überhaupt erst spürbar

Positive Gefühle bekommen ihre Tiefe erst, weil du auch die andere Seite kennst:

  • Ohne Erschöpfung wüsstest du nicht, wie wertvoll echte Ruhe ist.
  • Ohne Traurigkeit wäre Freude selbstverständlich und damit weniger spürbar.
  • Ohne Verlust wäre Verbundenheit weniger kostbar.

Das heißt nicht, dass du schwierige Phasen schönreden sollst. Aber du kannst lernen, bewusst auch nach dem Kleinen suchst, das trotzdem stimmt – oder das sich vielleicht erst daraus entwickeln kann.

Die Frage, die alles verändern kann

In herausfordernden Situationen kann dir eine Frage helfen:

„Was ist an dieser Situation – so schwer sie auch ist – vielleicht gerade genau richtig oder wichtig für mich?“

Wenn du darauf im Moment keine ehrliche Antwort findest, ist das völlig okay. Dann kannst du:

  • einfach anerkennen, dass du gerade mittendrin bist
  • später rückblickend schauen, was sich daraus entwickelt hat
  • bewusst entscheiden, welche Bedeutung du dieser Zeit geben möchtest

Du hast deine Umstände nicht immer in der Hand – aber du hast Einfluss darauf, wie du sie bewertest und was du daraus machst.

3. Das Beste kommt zum Schluss – warum vieles erst später Sinn ergibt

Die dritte Lebenslektion: Das Beste kommt oft später, als wir denken. Dinge, die sich im Moment wie eine Katastrophe anfühlen, entpuppen sich im Rückblick manchmal als Wendepunkt oder Glücksfall.

Christina fasst es so zusammen:

„Viele Dinge, die auf den ersten Blick aussehen wie eine totale Katastrophe, entpuppen sich im Nachhinein als Glücksfall.“

Wenn aus Schmerz eine Richtung entsteht

Um das zu verdeutlichen, erzählt sie ein Beispiel:

  • Ein Kind bricht sich den Arm – erst einmal Schock, Angst und Schmerzen.
  • Im Krankenhaus kümmern sich Pflegekräfte liebevoll und aufmerksam.
  • Das Kind erlebt, wie wichtig dieser Beruf ist – und fasst den Entschluss: „Das will ich auch machen.“
  • Jahre später blickt es eher dankbar auf diese Erfahrung zurück, weil sie eine Lebensrichtung geöffnet hat.

Die ursprüngliche Verletzung bleibt nicht der Mittelpunkt der Erinnerung – sondern das, was daraus entstanden ist.

Wenn Burnout zum Wendepunkt wird

Auch Christina blickt so auf ihre eigene Geschichte:

„Ich hätte niemals für möglich gehalten, was mir mein Burnout im Endeffekt alles ermöglicht hat.“

Aus einer extrem schweren Phase sind bei ihr entstanden:

  • der Weg zurück in ein selbstbestimmtes, erfüllteres Leben
  • die Selbstständigkeit als Glückscoach und Autorin
  • ein neuer beruflicher und persönlicher Fokus

Sie erinnert dich daran:

  • Unterschätze nicht, was du in 1, 5 oder 10 Jahren erreichen kannst.
  • Nur weil du etwas heute noch nicht hast, heißt das nicht, dass du es nie haben wirst.
  • Es ist sehr wahrscheinlich, dass die schönste Zeit deines Lebens noch vor dir liegt.

Vieles ergibt erst im Rückblick Sinn. Manchmal ist die wichtigste Aufgabe, dranzubleiben, durchzuatmen und deinem Leben Zeit zu geben, sich zu entfalten.

Zusammenfassung der drei Learnings

  • 1. Hab keine Angst vor deinen Gefühlen: Gefühle sind flüchtig und werden leichter, wenn du ihnen Raum gibst, statt sie zu verdrängen.
  • 2. Alles hat zwei Seiten: Ohne die schweren Momente könnten wir das Gute nicht wirklich schätzen – Perspektive ist entscheidend.
  • 3. Das Beste kommt zum Schluss: Krisen können sich im Nachhinein als Wendepunkte entpuppen. Deine Zukunft kann mehr bereithalten, als du gerade ahnst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie sich Christinas Blick auf den 30. vs. den 40. Geburtstag komplett verändert hat
  • Warum persönliche Tiefpunkte oft der Start für mutige Entscheidungen sind
  • Eine liebevolle Erinnerung daran, dir Zeit und Entwicklung zuzugestehen
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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