Krise als Chance

4 Denkanstöße für das Leben danach

01.04.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Krisen als Chance: 4 Denkanstöße für dein Leben nach der Krise

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, wie du Krisen – ob Corona, Burnout, Trennung oder Jobverlust – als Wendepunkt nutzen kannst.
Statt im Stillstand stecken zu bleiben, kannst du bewusst entscheiden, wer du in dieser Zeit sein willst und wie dein Leben danach aussehen soll.

Aus ihrer eigenen schweren Lebenskrise mit Burnout 2016 teilt Christina vier konkrete Denkanstöße, die dir helfen, deine Gedanken zu sortieren, Hoffnung zu finden und erste Schritte in eine neue Richtung zu gehen.

1. Wer willst du in dieser Krise sein?

Der wichtigste Schritt beginnt in deinem Kopf: Wie du über dich, die Situation und deine Zukunft denkst, prägt deine Gefühle, dein Handeln und am Ende dein ganzes Leben.

Christinas zentrale Erkenntnis:
„Du musst nicht alles glauben, was du denkst.“

Wenn du dich gedanklich nur mit Angst, Mangel und Katastrophen beschäftigst, gehst du mit einer entsprechend schweren Energie durch diese Zeit. Das macht dich passiv, eng und oft hilflos.
Doch du hast mehr Einfluss, als du vielleicht gerade glaubst.

Deine Gedanken als Ausgangspunkt

  • Gedanken formen Gefühle – und Gefühle bestimmen dein Handeln.
  • Dein Handeln erschafft deine Erfahrungen, aus denen du dann schließt, „wer du bist“.
  • Wenn du am Anfang der Kette ansetzt, kannst du langfristig dein Leben verändern.

Christinas Einladung an dich:

  • Hinterfrage deine Gedanken: Stimmen sie wirklich? Entsprechen sie der Realität?
  • Erkenne: Nur weil du etwas denkst, ist es noch lange nicht wahr.
  • Verdränge Gedanken nicht, aber nimm ihnen ihren absoluten Wahrheitsanspruch.

Wofür willst du stehen?

Stell dir bewusst die Frage:

  • Wer möchte ich in dieser Krise sein?
  • Will ich ein Mensch sein, der trotz allem mitfühlend ist und andere im Blick behält?
  • Oder dreht sich alles nur noch um mich und meine Angst?

Wenn du Menschen mitdenkst, denen es noch schlechter geht als dir, relativiert das manchmal die eigenen Probleme ein Stück und schafft Raum für Mitgefühl – ohne dein eigenes Leid kleinzureden.

2. Dein Leben nach der Krise: Wünsche, Visionen und Vorfreude

Krisen reißen vieles ein, aber sie machen auch Platz für Neues. Christina ermutigt dich, diese Zeit zu nutzen, um dich zu fragen:

„Was wünsche ich mir für mein Leben danach – und worauf freue ich mich am meisten?“

Visionsboard: Deine Zukunft sichtbar machen

Eine sehr praktische Methode ist ein Visionsboard – eine visuelle Sammlung deiner Wünsche, Ziele und Bedürfnisse.

  • Gestalte dein Board so bunt und schön wie möglich, damit du gerne hinschaust.
  • Nutze Bilder, Wörter, Symbole, die deine Sehnsüchte ausdrücken.
  • Jeder Blick darauf kann dir einen kleinen Motivationsschub geben.

Es geht nicht darum, sofort einen perfekten Plan zu haben, sondern darum, wieder Kontakt zu deinen inneren Wünschen zu bekommen.

Liste der Vorfreude: Was wartet auf dich?

Vorfreude ist nicht nur ein Spruch, sondern eine echte Kraftquelle. Erstelle dir eine Liste mit Dingen, auf die du dich nach der Krise wieder freuen möchtest.

  • Bei einer gesellschaftlichen Krise wie Corona zum Beispiel:
    • Freunde treffen
    • Rausgehen, Reisen, Konzerte besuchen
    • Ins Schwimmbad gehen, im Sommer unterwegs sein
  • Bei einer persönlichen Krise wie Burnout zum Beispiel:
    • Wieder echte Lebensfreude spüren
    • Dinge genießen, für die du jetzt noch keine Kraft hast

Christinas Tipp:

  • Schreibe deine Liste auf Papier.
  • Leg sie in deinen Geldbeutel oder an einen Ort, den du täglich siehst.
  • Schau besonders dann darauf, wenn du in einem „Loch“ hängst.

So erinnerst du dich immer wieder daran, dass es ein „Danach“ geben wird – und dass dort Dinge auf dich warten, die sich lohnen.

3. Was möchtest du in deinem Leben wirklich verändern?

Krisen bringen vieles zum Stillstand. Genau darin steckt auch eine Chance: Du hast Zeit, dein Leben ehrlich zu betrachten.

Fragen, die du dir jetzt stellen kannst:

  • Wie sah mein Leben vor der Krise aus?
  • Was stört mich vielleicht schon lange?
  • Was wollte ich immer ändern, habe mich aber nie getraut?
  • Welche Dinge glaube ich tun zu „müssen“, obwohl sie gar nicht wirklich müssen sind?

Alles im Leben hat zwei Seiten. Auch eine Krise mit all ihren schmerzhaften Aspekten kann der Moment sein, in dem du beginnst, Dinge neu auszurichten – im Kleinen und im Großen.

Mehr Achtsamkeit für dich, andere und die Welt

Christina lädt dich ein, nicht nur dein persönliches Leben, sondern auch dein Handeln in der Welt zu reflektieren:

  • Lebensstil hinterfragen:
    • Muss ich wirklich jeden Tag Fleisch essen?
    • Muss ich jede Strecke mit dem Auto fahren?
    • Muss es die nächste Kreuzfahrt sein oder der fünfte Flugurlaub im Jahr?
  • Achtsamer mit Mitmenschen, Tieren und Umwelt umgehen
  • Fragen, wem du helfen kannst: Wer ist einsam, überfordert oder braucht Unterstützung?

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dazu beitragen kannst, dass die Welt ein Stück mehr ins Gleichgewicht kommt. Wichtig ist, dass du nicht nur „wach wirst“, sondern auch den ersten Schritt tust.

Kleine Taten, die du nicht länger aufschiebst

Vielleicht trägst du schon lange einen Wunsch in dir, etwas Gutes zu tun – etwa eine Patenschaft zu übernehmen oder ein Hilfsprojekt zu unterstützen.

  • Schiebe es nicht mehr auf „morgen“ oder „übermorgen“.
  • Tu heute den ersten konkreten Schritt.
  • Setze ein kleines, aber klares Zeichen in die Richtung, in die du leben möchtest.

Jede noch so kleine Handlung kann das Gefühl stärken, nicht ausgeliefert zu sein, sondern aktiv zu gestalten.

4. Der Sinn in der Krise: Verstehen, wozu sie da ist

Keine Krise entsteht grundlos. Alles, was passiert, hat eine Ursache. Wenn du diese Ursache besser verstehst, kannst du beim nächsten Mal vielleicht anders reagieren – und sehr viel daraus lernen.

„Wenn man es schafft, einer Krise eine Bedeutung zu geben oder einen größeren Sinn, dann kann man einfach wahnsinnig viel daraus lernen.“

Christinas Burnout als Beispiel

Christina beschreibt ihren Burnout 2016 als eine der schlimmsten Zeiten ihres Lebens – mit Depressionen, Ängsten und einem kompletten Stillstand.
Im Rückblick sieht sie genau darin jedoch ein großes Geschenk:

  • Sie hat Erfahrungen gemacht, die sie sonst nie hätte machen können.
  • Sie hat Wissen gesammelt, das sie heute an andere weitergeben kann.
  • Sie erkennt im Nachhinein einen Sinn in dieser schweren Phase.

Das bedeutet nicht, dass der Schmerz weniger real war oder dass man Leid romantisieren sollte. Es heißt nur: Es kann sein, dass du den Wert einer Krise erst viel später erkennen kannst.

Wenn du gerade mittendrin steckst

Niemand weiß genau, wie eine große Krise – wie etwa Corona – am Ende ausgehen wird. Angst ist in solchen Zeiten völlig menschlich.
Gleichzeitig kann der Gedanke helfen, dass danach auch etwas besser sein könnte als vorher.

Vielleicht gilt das auch für deine persönliche Situation:

  • Eine Trennung könnte der Anfang eines ehrlicheren Lebens mit dir selbst sein.
  • Ein Jobverlust könnte dich zu einer Tätigkeit führen, die besser zu dir passt.
  • Eine Krankheit könnte dich zwingen, endlich auf dich und deine Grenzen zu achten.

Auch wenn du jetzt noch denkst, „Es wird nie wieder besser“: Die Erfahrung vieler Menschen zeigt, dass in schmerzhaften Phasen oft ein verborgenes Geschenk liegt, das erst später sichtbar wird.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie du mitfühlend mit dir selbst umgehst, ohne dein Leid zu verdrängen.
  • Warum es dich ruhiger machen kann, andere Menschen aktiv zu unterstützen.
  • Welche Rolle Achtsamkeit im Alltag spielt, um Krisen früher wahrzunehmen.
  • Weshalb kleine tägliche Impulse dir helfen, langfristig glücklicher zu leben.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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