Das Leben ist kein Ponyhof

Warum Du negative Gefühle nicht unterdrücken solltest

26.04.2019
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Gefühle aushalten statt verdrängen: 4 Schritte in ein erfüllteres Leben

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina ihre ganz persönlichen Erfahrungen aus dem Burnout – und zeigt dir, wie du einen gesunden Umgang mit schwierigen Gefühlen findest.
Es geht um Angst, Wut, Eifersucht und andere Emotionen, vor denen wir oft jahrelang davonlaufen, bis Körper und Seele nicht mehr können.

Christina gibt dir vier konkrete Tipps, wie du deine Gefühle nicht länger bekämpfst, sondern als Wegweiser in ein erfüllteres Leben nutzen kannst.

1. Du kannst alle Gefühle aushalten

Der wichtigste Schritt: Verstehen, dass du jedes Gefühl, das in dir auftaucht, auch aushalten kannst. Gefühle haben einen einzigen Zweck:
Sie wollen gefühlt werden.

Christina beschreibt, wie sie im Burnout gemerkt hat, wie viel sie über Jahre verdrängt hatte. Genau dieses Wegschieben führt oft erst zu den großen Problemen:

  • Süchte entstehen häufig aus unterdrückten Gefühlen.
  • Wir landen in scheinbar ausweglosen Situationen, weil wir Emotionen nicht fühlen wollen.
  • Der Versuch, Gefühle „wegzudenken“, verstärkt sie meist.

Stattdessen geht es darum, das unangenehme Gefühl – ob Angst, Wut, Eifersucht oder Unbehagen – bewusst wahrzunehmen und es innerlich zu halten, ohne dich weiter hineinzusteigern.

Ein Kernsatz aus der Folge:

„Der Körper produziert kein Gefühl, das er nicht bewältigen kann.“

Wir glauben oft, ein bestimmtes Gefühl könnte uns „umbringen“, wenn wir es zulassen. In Wahrheit passiert etwas anderes:
Wenn du ein Gefühl einmal ganz durchfühlst, kann es sich verabschieden, statt dich im Hintergrund dauerhaft zu belasten.

Christinas Einladung an dich:

  • Alle Gefühle dürfen da sein.
  • Hör auf, reflexhaft wegzulaufen oder zu unterdrücken.
  • Sag dir innerlich: „Ich kann dieses Gefühl aushalten.“

Je mehr du hinschaust und durch deine Emotionen hindurchgehst, desto weniger Macht haben sie über dein Leben.

2. Gefühle wie Wolken vorbeiziehen lassen

Viele Gedanken und Gefühle tauchen immer wieder auf, besonders wenn sie mit alten Mustern aus der Kindheit verbunden sind. Statt sie zu bekämpfen oder dich in ihnen zu verlieren, hilft ein inneres Bild, das Christina sehr geprägt hat:

„Lass deine Gefühle vorbeiziehen wie Wolken am Himmel.“

Du kannst dir das so vorstellen:

  • Ein Gefühl taucht auf – wie eine Wolke.
  • Du nimmst es bewusst wahr, ohne zu analysieren.
  • Du hältst es nicht fest, sondern lässt es weiterziehen.

Es geht nicht darum, keine negativen Gefühle oder Gedanken mehr zu haben, sondern darum, dich nicht in ihnen zu verstricken. Genau das übst du auch in der Meditation.

Meditation: Nicht gedankenlos, sondern bewusst

Viele glauben, Meditation bedeute, nichts zu denken. Christina beschreibt es genau andersherum:

  • Meditation heißt, Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen.
  • Du beobachtest sie, ohne in ihre Geschichten einzusteigen.
  • Dann lässt du sie innerlich wieder weiterziehen – wie Wolken.

Diese Haltung kannst du auch in deinen Alltag mitnehmen:

  • Wenn ein unangenehmer Gedanke kommt, sag innerlich: „Aha, da bist du wieder.“
  • Atme bewusst ein und aus.
  • Statt zu grübeln, stell dir vor, wie der Gedanke langsam weiterzieht.

So trainierst du, nicht mehr jeder Emotion ausgeliefert zu sein, sondern innerlich einen ruhigen „Himmel“ hinter den Wolken zu spüren.

3. Den Fokus von Angst hin zu Liebe und Dankbarkeit lenken

Negative Gefühle und Gedanken gehören zum Leben. Entscheidend ist, wo dein Fokus liegt. Dort, wo deine Aufmerksamkeit hingeht, geht auch deine Energie hin.

Christina betont, wie kraftvoll Dankbarkeit im Umgang mit Angst ist:

„Dankbarkeit setzt eigentlich jedes andere Gefühl außer Kraft.“

Du kannst nicht gleichzeitig für etwas wirklich dankbar sein und im selben Moment voller Angst sein. Deshalb ist Dankbarkeit ein starkes Gegenmittel bei vielen belastenden Emotionen.

Praktische Dankbarkeits-Impulse für deinen Alltag

Statt dich morgens sofort in Sorgen oder To-dos zu verlieren, starte bewusst anders in den Tag. Frage dich zum Beispiel:

  • Für welche Dinge bin ich heute dankbar?
  • Für welche Menschen in meinem Leben?
  • Welchen Duft, welche kleine Sinneserfahrung genieße ich?
  • Wofür an meinem Körper bin ich dankbar?
  • Auf welche Begegnungen oder Erfahrungen freue ich mich?

Wenn du das regelmäßig machst, schärfst du deinen Blick für das, was schon da ist – statt nur zu sehen, was fehlt. Dabei hilft auch die Perspektive:

  • Es gibt viele Menschen, die sich das, was du aktuell hast, sehnlichst wünschen würden.
  • Dein Leben ist voller Erfahrungen, die dich wachsen lassen.

So verlagert sich dein innerer Schwerpunkt Schritt für Schritt weg von Angst und Mangel hin zu Liebe, Fülle und Wertschätzung.

4. Mehr ins Vertrauen gehen: Mit den Wellen statt gegen sie schwimmen

Für Christina war Vertrauen lange ein schwieriges Thema, besonders nach ihrem Burnout. Doch sie zeigt, dass es möglich ist, Urvertrauen wieder aufzubauen – Stück für Stück, als Prozess.

Kern dieses Weges: Dich dem Fluss des Lebens mehr hinzugeben und darauf zu vertrauen, dass die Dinge nicht gegen dich, sondern für dich passieren.

Ihr haben dabei vor allem Meditation und Yoga geholfen. Sie unterstützen, innerlich zur Ruhe zu kommen und eine größere Perspektive zu spüren.

Das Bild der Wellen im Meer

Christina nutzt ein starkes Bild, um diesen Prozess zu erklären:

  • Stell dir vor, du schwimmst im Meer und lässt dich von den Wellen tragen.
  • Du bewegst dich mit den Wellen, nicht gegen sie.
  • So bist du im Einklang mit dem, was ist – und vieles gelingt leichter.

Wenn du dagegen versuchst, gegen jede Welle anzukämpfen, passiert Folgendes:

  • Du verbrauchst unendlich viel Kraft.
  • Irgendwann geht dir die Luft aus.
  • Am Ende bist du erschöpft und ausgebrannt.

Übertragen auf dein Leben bedeutet das:

  • Es gibt Herausforderungen, die du nicht aufhalten kannst.
  • Entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst.
  • Je weniger Widerstand du leistest, desto eher findest du Lösungen.

Hilfreich kann es sein, dir vorzustellen, dass du nicht alles alleine schaffen musst. Vielleicht gibt es da eine „höhere Macht“ oder etwas Größeres, das hinter dir steht und das Beste für dich und dein Leben will.

Gefühle annehmen statt bekämpfen: Vom Frosch zum Prinzen

Zum Schluss nutzt Christina zwei anschauliche Bilder dafür, was passiert, wenn wir Gefühle unterdrücken – und was, wenn wir sie annehmen.

Der Ball unter Wasser

Wenn du Gefühle wegschiebst, ist das, als würdest du einen Ball unter Wasser drücken:

  • Du kannst ihn eine Zeit lang unten halten.
  • Aber er wird immer wieder hochkommen.
  • Meist taucht er an einer anderen Stelle mit noch mehr Druck wieder auf.

Genauso ist es mit Emotionen: Alles, was du nicht fühlen willst, sucht sich später einen anderen Ausdruck – oft stärker, schmerzhafter und unkontrollierter.

Eckhart Tolle und das Prinzip der Widerstandslosigkeit

Christina greift sinngemäß einen Gedanken von Eckhart Tolle auf:
Alles, wogegen wir innerlich Widerstand leisten, bleibt uns umso hartnäckiger erhalten.

Erst wenn du ein Problem oder ein Gefühl wirklich
anschaust und annimmst, kann es sich langfristig lösen.

Der Frosch, der zum Prinzen wird

Ein Bild aus dem Märchen macht es besonders greifbar:

Erst wenn wir den Frosch vollständig annehmen und küssen, wird aus ihm ein Prinz.

Übertragen auf deine Gefühlswelt heißt das:

  • Der „Frosch“ sind deine unangenehmen Gefühle.
  • Das „Küssen“ steht für Annahme und bewusstes Fühlen.
  • Der „Prinz“ ist die Verwandlung: Einsicht, Heilung, Wachstum.

Je mehr du bereit bist, deine Emotionen anzuschauen statt sie zu bekämpfen, desto eher werden sie zu einem inneren Schatz, der dich auf deinem Weg stärkt.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christinas eigener Burnout sie dazu gebracht hat, ihre Gefühlswelt völlig neu zu betrachten.
  • Warum spirituelle und persönliche Weiterentwicklung Hand in Hand gehen.
  • Wie dir Christinas Online-Kurs helfen kann, diese Themen noch tiefer zu bearbeiten.
  • Inspiration, Zitate und Austausch rund um ein erfüllteres Leben auf ihrem Instagram-Account „Happy Dings“.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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