Vergleiche mit anderen abstellen und selbstbewusster werden

10.06.2019
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Vergleiche loslassen: Wie du dich von ständigem Konkurrenzdenken befreist

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, wie belastend der ständige Vergleich mit anderen sein kann – und zeigt dir fünf konkrete Schritte, wie du wieder mehr bei dir selbst ankommst, deinen Selbstwert stärkst und ein erfüllteres Leben führst.

1. Sei du selbst: Warum Vergleiche deinem Selbstwert schaden

Christina beschreibt, wie sie lange Zeit mit ihren Gedanken und Gefühlen vor allem im Außen war – bei den anderen, ihren Erfolgen, ihrem Leben – statt bei sich selbst. Genau das setzt enorm unter Druck und nagt am Selbstwertgefühl.

Ein Bild, das sie dafür nutzt, ist das bekannte Zitat:

„Jeder ist ein Genie, aber wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“

Übertragen auf deinen Alltag heißt das:

  • Deine Stärken sind einzigartig – andere haben andere Fähigkeiten, das macht sie nicht „besser“.
  • Vergleiche sind inhaltlich sinnlos, weil niemand denselben Weg, dieselben Voraussetzungen und Erfahrungen hat wie du.
  • Selbstkritik ist meist das eigentliche Problem – nicht der Erfolg der anderen.

Wenn du das Gefühl hast, „nicht gut genug“ zu sein, liegt die Ursache oft in einem schwachen Selbstwert und mangelnder Selbstliebe. Genau hier lohnt es sich anzusetzen:

  • Setze deine eigenen Maßstäbe, statt nach fremden Erwartungen zu leben.
  • Definiere deine eigenen Ziele – in deinem Tempo, mit deinen Prioritäten.
  • Entfalte bewusst deine Persönlichkeit, statt eine Rolle zu spielen, die anderen gefällt.

Je mehr du lernst, dich selbst zu akzeptieren und zu mögen, desto unwichtiger wird die Meinung und das Leben der anderen. Wer mit sich im Reinen ist, hat schlicht weniger Zeit und Bedarf, nach links und rechts zu schauen.

2. Hör auf, dein Kapitel 1 mit Kapitel 10 anderer zu vergleichen

Ein klassischer Denkfehler: Du stehst noch am Anfang, schaust auf Menschen, die schon sehr weit sind – und folgerst daraus, dass du „zu wenig“ bist. Christina macht das am Beispiel Schreiben deutlich: Wenn du gerade erst anfängst, ein Buch zu schreiben, ist der Vergleich mit einer Bestseller-Autorin schlicht unfair dir selbst gegenüber.

Wichtige Gedanken dazu:

  • Du kennst nie die ganze Geschichte hinter dem Erfolg anderer – ihre Rückschläge, Zweifel, Ängste, Umwege.
  • Dein Weg ist dein Weg: Er darf länger dauern, anders aussehen, Brüche haben.
  • Fehlendes „Haben“ heißt nicht „niemals“: Nur weil du etwas noch nicht hast, heißt das nicht, dass es nicht kommen kann.

Christina empfiehlt, mehr ins Vertrauen zu gehen:

  • Vertraue darauf, dass alles gerade seinen Platz in deinem Leben hat, auch wenn du den Sinn noch nicht erkennst.
  • Lass los von der Vorstellung, dass du „hinten dran“ bist.
  • Fokussiere dich darauf, morgen ein bisschen besser zu sein als heute, statt besser als andere zu sein.

Sehr kraftvoll ist dabei die Frage: Würdest du wirklich das komplette „Paket“ eines anderen Menschen übernehmen – inklusive aller Unsicherheiten, Sorgen, Ängste und Probleme? In den allermeisten Fällen würden wir uns, wenn wir alles wüssten, wieder für unser eigenes Leben entscheiden.

3. Umwege sind Teil deines Weges – und oft dein größter Schatz

Christina betont, wie wichtig es ist, Umwege nicht als Scheitern, sondern als wertvollen Teil des Lebens zu sehen. Sie sind oft der Ort, an dem wir am meisten lernen, wachsen und uns neu ausrichten.

Zentrale Gedanken dazu:

  • Der Weg ist das Ziel: Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch das, was du unterwegs lernst.
  • Geschlossene Türen gehören dazu – entscheidend ist, ob du die offenen Türen noch wahrnimmst.
  • Aus Umwegen entstehen neue Möglichkeiten, Kontakte, Ideen und Erkenntnisse, die du sonst nie gehabt hättest.

Ein Bild, das sie nutzt: Oft starren wir so verbissen auf eine geschlossene Tür, dass wir die vielen offenen Türen um uns herum gar nicht sehen. Deine Aufgabe ist es, den Blick zu lösen und dich umzuschauen.

Hilfreiche Fragen können sein:

  • Welche Chancen sind durch meine vermeintlichen „Fehler“ überhaupt erst entstanden?
  • Was habe ich auf meinen Umwegen über mich gelernt?
  • Welche Türen stehen vielleicht schon offen, die ich noch nicht bewusst wahrgenommen habe?

Wenn du anfängst, dich selbst, dein Leben und deine Umwege anzunehmen, entsteht eine große innere Kraft und Ruhe. Rückblickend wird vieles Sinn ergeben – auch wenn du das heute noch nicht sehen kannst.

4. Dankbarkeit als Gegengift zu Angst, Neid und Mangeldenken

Ein weiteres zentrales Thema in dieser Folge ist Dankbarkeit. Christina beschreibt Dankbarkeit als eines der stärksten Gefühle, wenn es darum geht, den inneren Fokus zu verändern.

Sie macht deutlich:

Du kannst nicht gleichzeitig wirklich dankbar und ängstlich sein.

Das bedeutet: Wenn du dich ganz bewusst in ein Gefühl echter Dankbarkeit hineinversetzt, verlieren Angst, Neid und Mangeldenken an Kraft.

Praktische Impulse dazu:

  • Richte deinen Fokus auf:
    • Was du bereits hast – statt auf das, was fehlt.
    • Was du schon geschafft hast – statt auf alles, was noch „offen“ ist.
    • Menschen, die dein Leben bereichern – statt auf diejenigen, die dich triggern.
  • Nimm dir täglich Zeit für ein Dankbarkeitstagebuch:
    • Schreibe auf, wofür du heute dankbar bist (groß oder klein).
    • Lies diese Einträge an schweren Tagen wieder durch.

Christina erinnert daran, dass jede Situation zwei Seiten hat. Du kannst immer etwas Gutes und etwas Schwieriges daran finden. Entscheidest du dich bewusst für den Fokus auf das Gute, veränderst du langfristig deine innere Haltung – und damit auch, wie du dich im Vergleich zu anderen fühlst.

5. Social-Media-Hausputz: Schütze deine mentale Gesundheit online

Ein sehr konkreter Tipp aus der Folge ist der „Social-Media-Hausputz“. Gerade auf Plattformen wie Instagram oder Facebook ist der Vergleich mit anderen besonders präsent – und oft verzerrt.

Christina lädt dich ein, dir ehrlich anzuschauen:

  • Wem folgst du?
  • Wie fühlst du dich nach dem Scrollen? Eher inspiriert oder eher schlecht?
  • Welche Inhalte nähren dich – und welche ziehen dich runter?

Typische Beispiele:

  • Du fühlst dich zu dick, folgst aber ständig perfekten Fitness-Accounts.
  • Du bist mit deinem Leben unzufrieden und konsumierst dauernd Hochglanz-Erfolgsstories.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Du siehst nur die schönsten Momente – nicht den Alltag, nicht die Herausforderungen, nicht die Zweifel.
  • Es ist unfair, deinen Alltag mit den Highlight-Momenten anderer zu vergleichen.
  • Du musst dir das nicht anschauen, wenn es dir nicht guttut. Du darfst entfolgen.

Christinas Einladung: Mach bewusst „Hausputz“.

  • Entfolge Accounts, nach denen du dich klein, neidisch oder unzufrieden fühlst.
  • Folge mehr Menschen und Projekten, die dich ermutigen, beruhigen oder ehrlich inspirieren.

Zum Abschluss gibt sie dir noch eine kleine Challenge mit: Wähle eine Person aus deinem „echten Leben“, auf die du besonders neidisch bist. Verbringe bewusst Zeit mit ihr, hör ihr wirklich zu, interessiere dich für ihr Leben – und versuche, dich aufrichtig mit ihr zu freuen. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass auch diese Person ihr eigenes Päckchen trägt und ihr Erfolg nicht „über Nacht“ entstanden ist.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum es so schwer ist, mit dem Vergleichen aufzuhören – gerade nach einem Burnout.
  • Wie du mehr Selbstliebe und Selbstbewusstsein Schritt für Schritt aufbauen kannst.
  • Welche Rolle Christinas eigener Onlinekurs auf dem Weg zu mehr Lebensfreude spielt.
  • Warum kleine tägliche Routinen oft mehr verändern als große Vorsätze.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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