Überprüfe deine Glaubenssätze mit der Methode „The Work“

05.01.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Die Kraft deiner Gedanken: Wie du dich aus dem mentalen Burnout-Strudel befreist

Viele Menschen im oder nach einem Burnout erleben ihre eigenen Gedanken als gnadenlose Antreiber. Genau darum geht es in dieser Folge von „Angst unplugged“:
Wie sehr unsere Gedanken unsere Realität prägen – und wie du aufhören kannst, alles zu glauben, was in deinem Kopf auftaucht.

Christina teilt ihre persönlichen Erfahrungen aus der Burnout-Zeit und zeigt dir, wie du destruktive Glaubenssätze erkennst, hinterfragst und Schritt für Schritt löst.

Die Macht deiner Gedanken: Warum du ihnen nicht blind vertrauen solltest

Christina beschreibt, dass sie früher zu 100 Prozent überzeugt war, dass ihre Gedanken immer die Realität abbilden. Erst später erkannte sie:
Es gibt die Möglichkeit, den eigenen Gedanken nicht zu glauben.

Ein Satz wurde für sie lebensverändernd:

„Ich muss nicht alles glauben, was ich denke.“

Gerade im Burnout können Gedanken wie Treibsand wirken: Du steigst in einen negativen Gedanken ein, glaubst ihm vollständig und rutschst gedanklich immer weiter nach unten.
Christina berichtet, dass sie genau das getan hat – und sich damit noch tiefer in den Strudel des Burnouts hineingezogen hat.

Typische Muster solcher Gedanken können sein:

  • „Ich schaffe das nicht.“
  • „Mit mir stimmt etwas nicht.“
  • „Andere kommen klar, nur ich kriege es nicht hin.“
  • „Ich bin nicht gut genug.“

Solange du diese Sätze für bare Münze nimmst, richtest du dein Leben danach aus. Dein Handeln, deine Gefühle, deine Entscheidungen – alles orientiert sich an einem Gedanken, der vielleicht längst nicht mehr wahr ist.

Christina betont, wie wichtig es ist, regelmäßig innezuhalten und die eigenen Gedanken zu prüfen:

  • Was denke ich eigentlich den ganzen Tag über mich und mein Leben?
  • Dienen mir diese Gedanken – oder ziehen sie mich runter?
  • Gibt es vielleicht einen anderen Gedanken, der genauso wahr sein könnte?

Der Elefant am Seil: Wie Glaubenssätze dich festhalten

Um die Wirkung von Glaubenssätzen greifbar zu machen, erzählt Christina die Geschichte vom kleinen Elefanten aus dem Buch „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ von Jorge Bucay.

Ein Babyelefant ist im Zirkus mit einem Seil an einem Zelt festgebunden. Er versucht immer wieder, sich loszureißen, doch er ist zu klein und zu schwach.
Die Erfahrung prägt sich ein: „Ich schaffe das nicht.“

Jahre später ist der Elefant groß und stark. Das Seil ist immer noch das gleiche, doch er versucht gar nicht mehr, sich zu befreien – weil er an seinem alten Glaubenssatz festhält.
Die Realität hat sich geändert, aber sein inneres Bild nicht.

Genau das passiert auch bei uns Menschen:

  • Wir machen irgendwann eine prägende Erfahrung.
  • Daraus entsteht ein Glaubenssatz wie „Ich kann das nicht“ oder „Ich bin unwichtig“.
  • Jahre später verhalten wir uns immer noch so, als wäre dieser Satz wahr.

Christina nutzt diese Geschichte auch in ihrem Onlinekurs, weil sie so deutlich zeigt, wie sehr uns alte Überzeugungen begrenzen.
Viele dieser Sätze haben vielleicht einmal gestimmt, passen aber nicht mehr zu deiner heutigen Realität.

Ihr zentrales Learning daraus:

  • Glaubenssätze sind nicht die Wahrheit, sondern alte Geschichten.
  • Sie können überprüft und verändert werden.
  • Du darfst heute neu ausprobieren, was du wirklich kannst.

Christinas Einladung an dich: Nimm dir Stift und Papier und schreibe alle Sätze auf, die du über dich und dein Leben glaubst.
Gerade die schmerzhaften, selbstabwertenden Gedanken sind ein Schlüssel – weil in ihnen viel Veränderungspotenzial steckt.

„The Work“ von Byron Katie: Vier Fragen, die deine Gedanken entmachten

Um negative Glaubenssätze konkret zu überprüfen, stellt Christina eine Methode vor, die sie selbst sehr geprägt hat: „The Work“ von Byron Katie.
Sie besteht aus vier einfachen, aber wirkungsvollen Fragen.

Als Beispiel nimmt sie den Gedanken: „Die Person XY beachtet mich nicht genug.“

1. „Ist dieser Gedanke wahr?“

Die erste Reaktion ist oft: „Ja, klar ist er wahr.“ Denn wir sind an den Gedanken gewöhnt und haben Belege gesammelt, die scheinbar dafür sprechen.

2. „Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass dieser Gedanke wahr ist?“

Hier beginnt die Bewegung. Wenn du ehrlich hinschaust, merkst du schnell:
„Nein, mit absoluter Sicherheit kann ich das nicht wissen.“

Gerade bei Sätzen wie „nicht genug“ wird deutlich, wie subjektiv sie sind:

  • Was heißt überhaupt „genug“?
  • Wer definiert den Maßstab?
  • Welche Erwartungen lege ich an die andere Person an?

Für Christina war diese zweite Frage ein Wendepunkt, weil sie zum ersten Mal wirklich spürte:
Es gibt die Möglichkeit, dass mein Gedanke einfach nicht stimmt.

3. „Wie fühlst du dich, wenn du diesen Gedanken glaubst?“

Bei dem Beispielgedanken entstehen meist Gefühle wie:

  • Traurigkeit
  • Minderwertigkeit
  • Zurückweisung
  • Wut oder Resignation

So wird deutlich: Der Gedanke tut dir nicht gut. Er hilft dir nicht, er schützt dich nicht – er sorgt nur dafür, dass du dich schlecht fühlst und dich selbst klein machst.

4. „Wie würdest du dich fühlen, wenn du diesen Gedanken loslassen würdest?“

An dieser Stelle öffnet sich innerlich ein neuer Raum. Christina beschreibt, dass sie sich ohne diesen Gedanken:

  • freier
  • selbstbewusster
  • offener im Kontakt mit anderen

fühlen würde.

Ohne den Gedanken „XY beachtet mich nicht genug“ könntest du der Person ganz anders begegnen – entspannter, weniger bedürftig, klarer bei dir.

Das Entscheidende: Diese vier Fragen kannst du auf jeden belastenden Gedanken anwenden.
Je häufiger du das übst, desto besser erkennst du automatische Gedankenschleifen und steigst nicht mehr so tief in sie ein.

Mit Gedanken bewusster umgehen: Praktische Impulse für deinen Alltag

Christina betont immer wieder, dass Bewusstheit der erste Schritt zur Veränderung ist.
Solange du deine Gedanken einfach durchlaufen lässt, ohne sie zu hinterfragen, bleibt alles, wie es ist.

Ein paar praktische Schritte, die du direkt ausprobieren kannst:

  • Beobachten statt verschmelzen
    Stell dir deine Gedanken wie Wolken am Himmel vor. Du kannst sie wahrnehmen, ohne dich an sie zu klammern. Sie ziehen weiter – du musst nicht an jeder Wolke festhalten.
  • Notieren statt grübeln
    Schreib belastende Gedanken auf. Allein dadurch schaffst du Abstand und erkennst Muster klarer.
  • Hinterfragen statt hinnehmen
    Nutze die vier Fragen aus „The Work“, besonders wenn dich ein Gedanke emotional stark triggert.
  • Neue Gedanken zulassen
    Frage dich: „Gibt es einen anderen Gedanken, der genauso wahr sein könnte – und mir besser tut?“

Christina fasst ihre wichtigste Erkenntnis aus der Burnout-Zeit so zusammen:

„Wenn ich meine Gedanken nicht hinterfrage, ziehe ich mich selbst immer weiter nach unten.“

Indem du lernst, deine Gedanken weniger ernst zu nehmen und sie bewusst zu überprüfen, entsteht Schritt für Schritt mehr innere Freiheit, Leichtigkeit und Selbstmitgefühl.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christinas Burnout durch ungeprüfte, negative Gedanken verstärkt wurde.
  • Warum gerade zum Jahresbeginn ein guter Zeitpunkt für neue Glaubenssätze ist.
  • Einladung, tiefer in das Thema Gedanken und Glaubenssätze in Christinas Onlinekurs einzusteigen.
  • Hinweis auf ihren Blog und ihr Instagram-Profil „HappyDings“ für weiteren Austausch rund um ein glücklicheres Leben.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.