Mein Umgang mit Depression und Angst

Diese 4 Schritte haben mir geholfen

02.11.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Vier Gedanken, die dir aus Angststörung und Depression helfen können

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und Angstexpertin
Christina Hillesheim über vier zentrale Gedanken, die ihr auf dem Weg aus
generalisierter Angststörung, Depression und Burnout heraus besonders geholfen haben.

Die Folge richtet sich an dich, wenn du mit Angst, Depression, Erschöpfung oder einer
schwierigen Lebensphase kämpfst und dir konkrete, alltagstaugliche mentale Anker wünschst.
Die Ansprache ist persönlich und ermutigend: Du wirst geduzt, ohne dass es zu locker oder
oberflächlich wird.

1. „Es wird nicht immer so bleiben, wie es gerade ist“

Der erste und vielleicht wichtigste Gedanke:
Dein jetziger Zustand ist eine Phase, kein Dauerzustand.

Wenn du in einer Angststörung oder Depression steckst, fühlt es sich schnell so an, als würde es
nie wieder besser werden. Christina beschreibt genau diesen Gedanken als ihren schlimmsten:

„Der schlimmste Gedanke war bei mir wirklich dieser komplette Hoffnungslosigkeitsgedanke:
Es wird nie wieder besser.“

Wichtige Erkenntnisse dazu:

  • Schwere Phasen sind oft zeitlich begrenzt – auch wenn sich das gerade nicht so anfühlt.
  • Nur weil du dich heute so fühlst, heißt das nicht, dass du dich in einer, zwei
    oder fünf Wochen genauso fühlen wirst.
  • Der Gedanke „Es bleibt für immer so“ gehört häufig zum Krankheitsbild einer Depression –
    das macht ihn aber nicht wahr.

Christinas Arbeit – Podcast, Blog, Kurse und der Happy Club – stehen im Kern für eines:
Hoffnung.

Kernbotschaft:
Du darfst dir innerlich immer wieder sagen:
„Es ist eine schwierige Phase, aber sie definiert nicht meine gesamte Zukunft.“

2. „Was kann ich jetzt, in diesem Moment, für mich tun?“

Statt dich gedanklich im Kreis zu drehen, hilft die Frage:
„Was könnte ich jetzt, genau in diesem Moment, tun, damit es mir ein bisschen besser geht?“

Viele Menschen mit Angststörung oder Depression haben ein geschwächtes
Urvertrauen und fühlen sich innerlich nicht sicher. Christina hat gelernt,
sich bewusst kleine Inseln von Geborgenheit und Wärme zu schaffen.

Konkrete kleine Schritte, die helfen können

  • Wärmendes Essen: Für Christina war es z.B. warmer Grießbrei,
    der ihr ein Gefühl von Kindheit, Geborgenheit und „gehalten sein“ gegeben hat.
  • Warme Getränke: Heiße Schokolade, Tee oder eine andere warme, beruhigende Alternative.
  • Kontakt zur Natur: In die Natur gehen, in die Sonne setzen, Licht und Luft tanken.
  • Körperliche Entspannung: Ein heißes Bad, eine Massage oder andere Formen
    von wohltuender Berührung und Wärme.
  • Geborgenheit durch Hilfsmittel: Zum Beispiel eine Gewichtsdecke,
    die ein Gefühl von Sicherheit und Umhüllung vermitteln kann.

Worum es dabei wirklich geht:

  • Vom Dauerkreisen um Probleme und Horrorszenarien wegzukommen.
  • Hin zu der Frage:
    „Was brauche ich jetzt gerade – körperlich, emotional, ganz konkret?“
  • Dir selbst kleine, liebevolle Signale von Fürsorge und Sicherheit zu senden.

Du musst nicht sofort dein ganzes Leben ändern. Es reicht, wenn du dich Moment für Moment fragst:
„Was würde mir jetzt gut tun?“

3. Vom Problemdenken ins Lösungsdenken wechseln

Der dritte Gedanke ist eine mentale Umstellung:
Weg vom endlosen Grübeln über Probleme, hin zum aktiven Suchen nach Lösungen.

Christina beschreibt, dass sie früher fast ausschließlich in Problemen gedacht hat:
Sie hat sich im Kreis gedreht, das Problem immer größer gemacht und sich selbst damit
tiefer hineingezogen.

„Ich habe mich die ganze Zeit mit meinem Problem im Kreis gedreht und es gedanklich immer schlimmer gemacht,
statt zu fragen: Was ist die Lösung?“

Lösungsorientierung in der Praxis

Gerade bei Themen wie Angst, Depression, Burnout oder Trauer können unter anderem
folgende Schritte zu Lösungsbausteinen werden:

  • Professionelle Hilfe suchen: Arzt, Therapeutin, psychosoziale Beratungsstellen.
  • Mit Betroffenen oder Ex-Betroffenen sprechen: Austausch kann Hoffnung und
    realistische Perspektiven geben.
  • Seriöse Online-Angebote nutzen: Kostenlose Inhalte wie Podcasts oder Posts können
    erste Impulse geben.
  • Eigene innere Antworten ernst nehmen: Oft weißt du eigentlich, was zu tun wäre –
    traust dich nur (noch) nicht.

Ein wichtiger Punkt dabei:
Für fast alles im Leben gibt es eine Form von Lösung oder Erleichterung.
Die gefühlte Ausweglosigkeit ist häufig ein erlernter Denkstil, kein objektiver Fakt.

Christina hat gelernt, ihre innere Frage zu verändern:
statt „Was ist, wenn alles schiefgeht?“ heute viel mehr
„Wie kann ich das lösen?“
– und genau das hat langfristig ihr Denken verändert.

4. „Wie kann ich vorbeugen, damit es mir nicht noch einmal so schlecht geht?“

Der vierte Gedanke richtet den Blick nach vorn:
Wie kannst du verhindern, wieder in dieselbe Tiefe abzurutschen?

Christina wird oft gefragt, ob sie keine Angst davor hat, noch einmal ein Burnout zu bekommen.
Ihre Antwort: Heute nicht mehr, weil sie sehr genau weiß, worauf sie achten muss
und wie sie vorbeugen kann.

Aus der Vergangenheit lernen – ohne Schuldgefühle

Vorbeugung bedeutet nicht, sich Vorwürfe zu machen, sondern ehrlich hinzusehen:

  • Was hat mich damals in diese Situation gebracht?
  • Wie habe ich gelebt, gearbeitet, gedacht, mich verhalten?
  • Was möchte ich in Zukunft anders machen?

Wichtig ist dabei, nicht in ein „Schuldthema“ zu rutschen, sondern es als
Selbstfürsorge zu sehen: Du schaust hin, um dich künftig besser zu schützen.

Frühwarnzeichen ernst nehmen und Grenzen setzen

Heute spürt Christina sehr schnell, wenn etwas nicht gut läuft
auch wenn sie es nicht immer sofort ändern kann. Verpflichtungen wie Beruf, Unternehmen, Team
oder Familie verschwinden nicht einfach. Trotzdem gilt:

  • Du darfst dir Freiräume schaffen und Aufgaben reduzieren.
  • Es ist in Ordnung zu sagen: „Heute geht nicht viel – ich mache weniger.“
  • Niemand kommt zu Schaden, wenn du Pausen einlegst oder den Perfektionismus
    im Haushalt und im Job loslässt.

Ob als berufstätige Person, Selbstständige oder Mama zu Hause:
Du musst nicht immer funktionieren.
Wenn du merkst, dass dir alles zu viel wird, ist das ein wichtiges Signal deines Körpers und deiner Psyche –
und verdient deine Aufmerksamkeit.

Vorbeugung heißt also:
Dir selbst näher kommen, deinen Körper spüren, Warnzeichen ernst nehmen
und bewusst gegensteuern, bevor du komplett ausbrennst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christina ihren Weg aus der generalisierten Angststörung und dem Burnout erlebt hat.
  • Warum Hoffnung einer der wichtigsten Heilungsfaktoren bei Angst und Depression ist.
  • Einblicke in den Happy Club als Mitgliederbereich rund um Angst, Selbstliebe und mentale Stärke.
  • Workshops wie „Angst vor Krankheiten“ und „Keine Panik“ als vertiefende Angebote.
  • Ausblick auf Inhalte zu Angst in der Schwangerschaft und im Zusammenhang mit Hormonen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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