5 Übungen gegen psychosomatisches Herzstolpern

10.06.2024
5 Übungen gegen psychosomatisches Herzstolpern – Podcastfolge mit praktischen Tipps bei Angst und innerer Unruhe

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

5 einfache Übungen gegen Herzstolpern: So beruhigst du dein Herz

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Spiegel-Bestsellerautorin und Diplom-Soziologin Christina Hillesheim über ein Symptom, das viele ihrer Hörerinnen und Hörer kennen: Herzstolpern und andere gefühlt „merkwürdige“ Herzrhythmusstörungen, die medizinisch oft harmlos sind, sich aber extrem beängstigend anfühlen.

Die Folge richtet sich an dich, wenn du unter Angst, Panik, Stress oder psychosomatischen Beschwerden leidest, immer wieder beim EKG gelandet bist und trotzdem nicht wirklich beruhigt bist. Christina zeigt dir, wie du den Teufelskreis aus Herzstolpern und Angst durchbrechen kannst – mit fünf alltagstauglichen Übungen.

Herzstolpern verstehen: Warum Angst alles schlimmer macht

Christina kennt selbst das Gefühl, dass das Herz plötzlich „aus dem Takt gerät“ – inklusive der Angst, herzkrank zu sein oder gleich ohnmächtig zu werden. Auch wenn organisch alles in Ordnung ist, fühlt sich Herzstolpern bedrohlich an.

Was dabei im Körper passiert:

  • Angst vor einem Herzproblem oder einer Ohnmacht schießt nach oben.
  • Der Körper startet das Kampf-oder-Flucht-Programm.
  • Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet.
  • Blutdruck steigt, das Herz rast, das Stolpern wird stärker wahrgenommen.

Christinas wichtigste Erkenntnis: Diesen Kreislauf kannst du aktiv unterbrechen.

Oft handelt es sich um sogenannte Extrasystolen, zusätzliche Herzschläge, die:

  • meist harmlos sind,
  • häufig mit innerem Stress zusammenhängen,
  • seltener eine organische Ursache haben.

Wichtig ist für Christina ein klarer medizinischer Schritt vorab:

  • Immer einmal ärztlich abklären lassen (z. B. EKG),
  • damit organische Herzkrankheiten ausgeschlossen werden können,
  • denn das gibt dir Sicherheit für die weitere Arbeit mit psychosomatischen Ursachen.

Ist medizinisch alles in Ordnung, lohnt sich der Blick auf dein Leben: Stress, innere Anspannung, ungelöste Ängste und fehlende Erholung sind dann oft die eigentlichen Auslöser.

1. 4-7-8-Atemübung: Dein Notfall-Tool für schnelle Beruhigung

Die erste Übung, die Christina vorstellt, ist die bekannte 4-7-8-Atemtechnik. Sie hilft dir, ruhiger zu werden und den Herzschlag sanft zu regulieren.

So funktioniert die Übung:

  1. Setz dich aufrecht hin und atme ein paar Mal ganz normal ein und aus.
  2. Atme dann durch die Nase ein und zähle innerlich bis 4 – idealerweise in den Bauch, sodass sich dein Bauch hebt, nicht Brust oder Schultern.
  3. Halte den Atem an und zähle innerlich bis 7.
  4. Atme langsam durch den Mund aus, mit leicht geöffnetem Mund, und zähle dabei bis 8.

Wiederhole das ein paar Runden und beobachte, wie dein Körper schrittweise in die Ruhe geht.

Falls dir das Luftanhalten unangenehm ist, schlägt Christina eine sanftere Variante vor:

  • 4 Sekunden durch die Nase einatmen,
  • 8 Sekunden ausatmen,
  • das Ganze 3–5 Mal wiederholen.

Schon wenige Runden können einen spürbaren Unterschied machen und das Herzrasen abmildern.

2. Deinen Vagusnerv stimulieren: Ruhenerv aktivieren

Der Vagusnerv verläuft vom Hirnstamm über den Hals bis in den Bauch. Er wird auch „Ruhenerv“ genannt, weil er eng mit dem parasympathischen Nervensystem verbunden ist, das für Entspannung und Regeneration zuständig ist.

Christinas Erfahrung: Wenn du den Vagusnerv stimulierst, kannst du dein System schneller aus dem Alarmmodus holen.

Mögliche Vagus-Impulse sind zum Beispiel:

  • Kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen,
  • mit kaltem Wasser gurgeln,
  • summen,
  • gähnen oder Gähnen anregen.

Für das Gähnen teilt Christina einen kleinen Trick: Öffne den Mund ganz weit und versuche dabei ein „R“ zu sprechen. Wiederhole das so lange, bis du automatisch anfangen musst zu gähnen. Das kann sehr entspannend wirken und den Vagusnerv anregen.

All diese Mini-Impulse senden deinem Körper das Signal: „Du bist sicher, du darfst runterfahren.“

3. Akupressur in der Hand: Der „Notfallpunkt“

Die dritte Übung ist eine einfache Form der Selbstakupressur, die Christina in Angstsituationen immer wieder genutzt hat, um sich zu beruhigen.

So findest und nutzt du den Notfallpunkt:

  1. Nimm deine linke Hand und suche ungefähr die Mitte der Handinnenfläche.
  2. Lege die rechte Hand so in die linke, dass dein rechter Daumen den tiefsten Punkt in der Mitte der Handinnenfläche berührt.
  3. Massiere oder drücke diesen Punkt mit kreisenden Bewegungen oder sanftem, gleichmäßigem Druck.

Viele spüren dabei mit der Zeit eine leichte Entspannung oder ein Zur-Ruhe-Kommen. Du kannst diese Übung:

  • diskret in der Bahn, im Büro oder in der Warteschlange machen,
  • mit Atemübungen kombinieren,
  • immer dann einsetzen, wenn das Herzstolpern oder die Angst hochkommt.

Christina berichtet, dass ihr diese einfache Technik „echt schon oft geholfen“ hat, sich selbst herunterzufahren.

4. Beruhigende Affirmationen: Deine Gedanken auf „Ruhe“ umstellen

Neben Körperübungen sind für Christina Affirmationen ein wichtiger Baustein, um Herzstolpern und Angst nicht durch belastende Gedanken noch weiter zu verstärken.

Wichtig ist dabei:

  • Wähle Sätze, die dich wirklich beruhigen,
  • und nicht welche, die dich innerlich unter Druck setzen oder unrealistisch wirken.

Ein Beispiel, das Christina besonders hilfreich findet:

  • „Mit jedem Geräusch werde ich noch ruhiger und noch ruhiger.“

Gerade wenn es um dich herum laut ist, kannst du so äußere Reize in deine Beruhigung integrieren. Weitere Beispiele:

Praktische Tipps für deine Anwendung:

So lenkst du deinen Fokus langsam weg von der Angst („Was ist, wenn mein Herz stehen bleibt?“) hin zu innerer Sicherheit.

5. Eiskaltes Wasser trinken: Sofort-Hilfe bei aufsteigender Panik

Der fünfte Tipp ist simpel, aber wirkungsvoll: eiskaltes Wasser trinken.

Christina beschreibt, dass sie bei aufsteigender Panik fast reflexartig zum Waschbecken gegangen ist, kaltes Wasser aus dem Hahn (gern mit Kohlensäure) eingeschenkt und getrunken hat.

Warum das helfen kann:

  • Der Kältereiz aktiviert dein parasympathisches Nervensystem.
  • Herzschlag und Blutdruck können sich normalisieren.
  • Du kommst kurz aus der Angstspirale heraus und spürst deinen Körper anders.

Zusätzlich ist Wasser trinken generell eine gute Idee, denn:

  • Dehydrierung kann Symptome wie Herzklopfen, Schwindel und Unruhe verstärken.
  • Ausreichend Flüssigkeit (mindestens ca. 1,5 Liter am Tag) unterstützt dein Herz-Kreislauf-System.

Du kannst dir angewöhnen:

  • immer ein Glas Wasser griffbereit zu haben,
  • in Akutsituationen gezielt ein paar große Schlucke kaltes Wasser zu trinken,
  • dies mit einer kurzen Atemübung zu verbinden.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum du bei Herzstolpern unbedingt einmal ein EKG machen lassen solltest – und warum das oft schon entlastet.
  • Wie regelmäßige Bewegung, Ausdauersport, Yoga und Meditation langfristig dein Herz und Nervensystem stabilisieren.
  • Alltags-Tipps für mehr innere Ruhe: Schlafhygiene, Handy abends aus, Koffein und Alkohol reduzieren.
  • Die Rolle von Mikronährstoffen und warum sich ein genauerer Blick darauf lohnen kann.
  • Weshalb es so wichtig ist, Nein zu sagen, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen und für kleine Glücksmomente zu sorgen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Psychosomatik & Symptome". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Psychosomatik & Symptome"
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