Angst und Druck bei Neujahrsvorsätzen und Zielen

5 Tipps, um mit Veränderungen umzugehen

20.01.2025
Folge 300 | Angst und Druck bei Neujahrsvorsätzen und Zielen. 5 Tipps.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Angstfrei ins Jahr 2025: Sanfte Vorsätze für Menschen mit Angst

Neues Jahr, neue Vorsätze – für viele ein motivierender Start, für Menschen mit Angst jedoch oft eine große Herausforderung. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Christina Hillesheim darüber, wie du das Jahr 2025 angstfreundlich, sanft und in deinem Tempo beginnen kannst.

Im Fokus stehen Vorsätze und Rituale, die dir Sicherheit statt Druck geben, deine Erfolge würdigen und dir helfen, Schritt für Schritt mutiger zu werden.

Warum Veränderung für Menschen mit Angst so schwer ist – und trotzdem wichtig

Menschen mit Angst suchen Sicherheit, Vertrautheit und Kontrolle. Veränderungen fühlen sich deshalb oft bedrohlich an. Die Folge: Du bleibst lieber in gewohnten Situationen, auch wenn sie dich eigentlich unglücklich machen.

Christina beschreibt es so:

„Ich habe jahrzehntelang gedacht: Wenn ich nichts Neues ausprobiere, passiert auch nichts. Heute weiß ich, es ist viel gefährlicher, immer in derselben Situation zu bleiben.“

Die zentrale Erkenntnis:

  • Veränderung ist nicht gefährlich – gefährlich ist eher das Festhalten an Zuständen, die dir nicht guttun.
  • Angst darf da sein, aber sie muss nicht deine Entscheidungen bestimmen.
  • Kleine Schritte sind oft kraftvoller als große radikale Neuanfänge.

Statt dich vor dem neuen Jahr zu fürchten, darfst du es als Chance sehen, dir Stück für Stück ein Leben aufzubauen, das sich stimmiger anfühlt – in deinem Tempo.

Druck rausnehmen: Wie du Vorsätze findest, die wirklich zu dir passen

Besonders zum Jahreswechsel entsteht schnell das Gefühl, „mithalten“ zu müssen: beruflich erfolgreicher sein, gesünder leben, produktiver werden. Für Menschen mit Angst wird dieser Vergleichsmodus schnell toxisch.

Christinas wichtigste Botschaft dazu:

„Bitte, bitte achte darauf, dass du Vorsätze wählst, die für dich wichtig sind und nicht für die anderen.“

Vorsätze, die für dich sind – nicht gegen dich

Statt dich mit übergroßen Zielen zu überfordern, frage dich:

  • Was fühlt sich für mich stimmig an?
  • Was gibt mir Sicherheit statt Stress?
  • Welcher kleine Schritt wäre realistisch?

Typische, wenig hilfreiche Vorsätze sind zum Beispiel:

  • „Ich will nie wieder Angst haben.“
  • „Ab morgen muss alles anders sein.“

Sie sind zu groß, zu absolut und laden Selbstverurteilung ein, wenn du sie nicht einhalten kannst. Sinnvoller sind Vorsätze wie:

  • „Ich gehe einen kleinen Schritt pro Woche aus meiner Komfortzone.“
  • „Ich spreche liebevoller mit mir, wenn ich Angst habe.“
  • „Ich suche mir Unterstützung, wenn ich sie brauche.“

Wichtig ist auch deine innere Haltung:

  • Kein Selbstbashing, wenn etwas nicht klappt.
  • Fehlerfreundlichkeit: Du darfst üben, du musst nichts perfekt können.
  • Vorsatz-Check: Fühlt sich mein Ziel anstrengend und eng an oder eher leicht und machbar?

Deine Vorsätze sollen dich stärken, nicht zusätzlich belasten.

Reflexion und Loslass-Rituale: Was darf bleiben, was darf gehen?

Bevor du neue Ziele setzt, lohnt sich ein liebevoller Blick zurück. Reflexion hilft dir, deine Entwicklung zu sehen und bewusst zu entscheiden, was du ins neue Jahr mitnehmen möchtest – und was nicht.

1. Rückblick: Was du 2024 schon geschafft hast

Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:

  • Was lief gut im letzten Jahr?
  • Wo konntest du deine Angst schon meistern?
  • Welche kleinen oder großen Erfolge hast du erlebt?

Christinas Anregung: Such dir drei bis fünf Situationen aus, in denen du mutiger warst, als du gedacht hättest. Notiere dir dazu:

  • Was war die Situation?
  • Wie hast du dich gefühlt – vorher, mittendrin, danach?
  • Was hat dir in diesem Moment geholfen?

Genau diese Ressourcen kannst du bewusst mit ins neue Jahr nehmen. Sie sind dein persönliches „Ich-kann-das“-Archiv.

2. Loslass-Ritual für Ängste und alte Muster

Um Altes wirklich hinter dir zu lassen, kann ein kleines, simples Ritual sehr kraftvoll sein. Christina arbeitet dafür gerne mit zwei Zetteln:

  • Zettel 1: „Was gehen kann“
    • Schreibe alles auf, was du loslassen möchtest: Gedanken, Ängste, Verhaltensweisen, Muster.
    • Beispiele: „Meine Selbstabwertung“, „ständig ‚Was-wäre-wenn‘-Szenarien“, „das ständige Ja-Sagen aus Angst“.
    • Zerreiße den Zettel anschließend oder verbrenne ihn an einem sicheren Ort in einer feuerfesten Schale.
  • Zettel 2: „Was kommen darf“
    • Notiere alles, was du in deinem Leben willkommen heißen möchtest.
    • Beispiele: „Mehr Vertrauen in mich“, „mutige kleine Schritte“, „mehr Ruhe im Alltag“.
    • Bewahre den Zettel an einem Ort auf, den du oft siehst – z.B. im Geldbeutel, am Badezimmerspiegel oder am Kühlschrank.

Dieses Ritual macht inneres Loslassen sicht- und spürbar. Es ist ein liebevoller Übergang vom Alten ins Neue.

Dankbarkeit und Affirmationen: Emotionale Stärkung für deinen Jahresstart

Ein weiterer wichtiger Baustein auf deinem Weg in ein angstärmeres Jahr ist deine innere Ausrichtung. Christina arbeitet hier besonders gerne mit Dankbarkeit und Affirmationen.

Dankbarkeit als Gegengewicht zur Angst

Dankbarkeit ist ein starkes emotionales Gegengewicht zu Angst und Unzufriedenheit.

„Man kann nicht gleichzeitig dankbar und ängstlich sein. Und man kann auch nicht gleichzeitig dankbar und unglücklich sein.“

Wenn du merkst, dass du innerlich in eine Schieflage kommst, können dir diese Schritte helfen:

  • Halte kurz inne und atme bewusst ein und aus.
  • Schreibe abends drei Dinge auf, für die du heute dankbar bist.
  • Das können sehr kleine Dinge sein: ein warmer Tee, ein freundlicher Blick, ein Moment der Ruhe.

Regelmäßige Dankbarkeit kann:

Mutmachende Affirmationen für deinen Start in 2025

Am Ende der Folge lädt Christina dich in eine kleine, entspannende Affirmations-Übung ein. Sie eignet sich auch wunderbar, um sie für dich zu Hause zu wiederholen.

So kannst du die Übung für dich durchführen:

  • Setz dich bequem hin.
  • Schließe – wenn du magst – die Augen (nicht beim Autofahren).
  • Atme ein paar Mal tief ein und aus.
  • Lege eine Hand auf dein Herz, eine auf deine Stirn.

Sprich dir dann innerlich oder laut folgende Sätze nach:

  • „Ich lasse alles los, was mir nicht mehr dient.“
  • „Ich nutze dieses Jahr für positive Veränderungen.“
  • „Ich nehme meiner Angst Schritt für Schritt den Wind aus den Segeln.“

Diese Affirmationen verbinden zwei wichtige Ebenen:

  • Loslassen von alten Mustern
  • aktive Entscheidung für neue, positive Bewegungen in deinem Leben

Du musst nicht von heute auf morgen angstfrei sein. Es reicht, wenn du dir erlaubst, Schritt für Schritt mutiger und milder mit dir selbst zu werden.

Angstfreie Tipps zum Mitnehmen

Zum Abschluss fasst Christina die wichtigsten Impulse für deinen angstfreundlichen Jahresstart zusammen:

  • Setze dich selbst nicht so unter Druck.
    Wähle kleine, machbare Schritte und sprich liebevoll mit dir, wenn etwas nicht klappt.
  • Nutze ein Loslass-Ritual.
    Schreib auf, was gehen darf und was kommen darf. Mach dir bewusst, wovon du dich verabschieden und was du einladen möchtest.
  • Wähle Vorsätze, die sich für dich stimmig anfühlen.
    Orientiere dich nicht an den Erwartungen anderer. Deine Vorsätze sind für dich, nicht gegen dich.

Du musst das neue Jahr nicht perfekt starten. Es reicht, wenn du ehrlich mit dir bist, freundlich zu dir sprichst und dich für Veränderungen öffnest, die sich sicher und machbar anfühlen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Das Rebranding des Podcasts zu „Angst unplugged“ und was sich für dich als Hörerin oder Hörer ändert.
  • Der neue Rhythmus: Montags eine ganze Folge, donnerstags der kurze „Donnerstags-Boost“ als Sprachnachricht.
  • Infos zum Gewinnspiel rund um Christinas Mitgliederbereich „Happy Club“.
  • Eine persönliche Einladung, den Podcast zu abonnieren und gemeinsam weiter in das Thema Angstbewältigung einzutauchen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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