10 Tipps für mehr Selbstliebe

Dir selbst vertrauen lernen

17.05.2021
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Mehr Selbstvertrauen und Selbstliebe: 10 alltagstaugliche Schritte

Selbstzweifel, Grübelschleifen und die Angst, „falsche“ Entscheidungen zu treffen, kennen viele. In dieser Folge von „Angst unplugged“ zeigt Christina Hillesheim, wie du deinem eigenen Urteil wieder mehr vertrauen kannst – und wie du dir Schritt für Schritt ein liebevolleres Verhältnis zu dir selbst aufbaust.

Christina nimmt dich mit durch 10 konkrete Tipps, die dir helfen, negative Gedankenkreise zu durchbrechen, dein Gehirn „neu zu programmieren“ und mehr innere Ruhe, Selbstliebe und Gelassenheit in deinen Alltag zu bringen.

Wie Selbstvertrauen entsteht – und warum du es heute beeinflussen kannst

Dein aktuelles Selbstvertrauen ist das Ergebnis vieler Erfahrungen: Familie, Umfeld und frühe Prägungen spielen eine Rolle. Bist du in einem eher pessimistischen Umfeld aufgewachsen, ist es wahrscheinlich, dass du mehr an dir zweifelst. Wurdest du ermutigt und gelobt, fällt dir Selbstvertrauen oft leichter.

Entscheidend ist aber: Heute bist du erwachsen und eigenverantwortlich für dein Denken und Handeln. Du kannst lernen, anders mit dir zu sprechen und dein Selbstbild zu verändern.

Christina betont dabei, wie „formbar“ unser Gehirn ist:

„Umso öfter du dir etwas vorstellst, umso mehr fängt auch dein Gehirn an, daran zu glauben, dass es wirklich real ist.“

Diese Erkenntnis kannst du positiv nutzen:

  • Wiederholte Gedanken werden vom Gehirn als „wahr“ abgespeichert.
  • Negative innere Geschichten können sich wie harte Fakten anfühlen – obwohl sie nur Glaubenssätze sind.
  • Neue, positive Gedanken kannst du trainieren wie einen Muskel.

Statt dich also ständig zu fragen, was du falsch gemacht haben könntest, kannst du beginnen, dir bewusst neue, unterstützende Gedanken zu erzählen – und diese immer wieder zu wiederholen.

10 praktische Tipps für mehr Selbstliebe und Selbstvertrauen

Christina teilt zehn konkrete Impulse, die du direkt im Alltag testen kannst. Du musst nicht alle sofort perfekt umsetzen – wähle 1–2 aus, die sich für dich gerade stimmig anfühlen, und starte klein.

1. Verbringe regelmäßig Zeit nur mit dir selbst

Vor ihrem Burnout konnte Christina kaum alleine sein. Ablenkung war ihr Dauerbegleiter, vor allem vor den eigenen Gedanken und Gefühlen. Heute weiß sie: Alleinsein ist ein Geschenk, wenn du lernst, diese Zeit bewusst zu genießen.

Ideen für deine „Zeit mit dir“:

  • Spazierengehen ohne Musik oder Podcast
  • Bewusst entspannen zu Hause, ohne Handy
  • Kreativ sein (malen, schreiben, basteln, musizieren)

Wichtig ist weniger das „Was“ als das „Wie“: Genieße deine eigene Gesellschaft bewusst, statt sie nur zu „ertragen“.

2. Wage erste Schritte: alleine verreisen

Das ist sozusagen die Steigerung von Tipp 1. Es muss nicht direkt der zweiwöchige Solo-Urlaub sein. Beginne klein:

  • Ein Tagesausflug nur mit dir
  • Ein Abend im Restaurant oder Café allein
  • Ein Kurs oder Workshop, zu dem du alleine hingehst

Jeder Schritt außerhalb deiner Komfortzone stärkt deine innere Botschaft: „Ich kann mich auf mich selbst verlassen.“

3. Vergib dir deine Fehler

Anderen verzeihen? Oft kein Problem. Uns selbst verzeihen? Deutlich schwerer. Doch:

  • Sich selbst zu verurteilen hält dich in alten Mustern fest.
  • Fehler sind Lernchancen, keine Beweise deiner Unzulänglichkeit.

Christinas Einladung: „Versuch doch mal, dich in das Scheitern zu verlieben.“ Denn mit jedem Scheitern kannst du lernen und wachsen. Wichtig ist nur, dich von Fehlern nicht aufhalten zu lassen.

4. Führe ein Selbstliebe- oder Dankbarkeitstagebuch

Im Burnout war das Tagebuchschreiben für Christina eines der wirksamsten Werkzeuge. Indem sie alle Gedanken und Gefühle aufschrieb, setzte sie sich bewusst mit sich selbst auseinander und fühlte sich danach „befreit“.

Nutze dein Tagebuch zum Beispiel für:

  • Dankbarkeitsmomente: Wofür bist du heute dankbar?
  • Erfolgsmomente: Was ist dir heute gelungen – groß oder klein?
  • Emotionale Entlastung: Alles aufschreiben, was dich beschäftigt.

Ein großer Vorteil: Du siehst deine Entwicklung schriftlich. Rückblickend erkennst du Fortschritte, die sich im Alltag oft unspektakulär anfühlen.

5. Mach auch mal langsam – Pausen sind kein Luxus

Viele Menschen – Christina eingeschlossen – sind sehr hart zu sich, gönnen sich kaum Pausen und wollen permanent „funktionieren“. Dabei gilt:

  • Pausen machen dich nicht langsamer, sondern auf Dauer effizienter.
  • Erholung verbessert Konzentration und Leistungsfähigkeit.

Wenn dir wieder alles zu viel wird, tritt bewusst auf die Bremse. Gönn dir eine Pause, auch wenn deine innere Stimme ruft: „Ich habe keine Zeit!“ Danach wirst du merken, dass vieles leichter von der Hand geht.

6. Lerne Nein zu sagen

Du musst nicht von jedem gemocht werden und es auch nicht allen recht machen. Das wäre ohnehin unmöglich. Ein schönes Bild dazu ist das Zitat, das Christina teilt:

„Du kannst der reifste, saftigste und leckerste Pfirsich der Welt sein, aber es wird immer jemanden geben, der keine Pfirsiche mag.“

Konsequenzen für dich:

  • Was andere über dich denken, liegt nicht in deiner Macht.
  • Deine Grenzen zu wahren ist Selbstrespekt, kein Egoismus.

Starte mit kleinen „Neins“ und erlaube dir, das schlechte Gewissen anfangs auszuhalten. Es ist normal, wenn du jahrelang „Ja“ gesagt hast. Mit der Zeit wird es leichter und fühlt sich immer besser an.

7. Feiere deine Erfolge – auch die kleinen

Unser Gehirn merkt sich negative Erlebnisse stärker als positive. Deshalb ist es so wichtig, dass du Erfolge ganz bewusst wahrnimmst und würdigst.

Frage dich:

  • Was habe ich in meinem Leben bereits alles erreicht?
  • Welche kleinen Schritte bin ich in letzter Zeit gegangen?

Schreibe diese Erfolge ruhig auf – großzügig, ohne falsche Bescheidenheit. Jeder noch so kleine Erfolg hat seinen Platz. Und dann:

  • Sei stolz auf dich.
  • Freu dich wirklich darüber.

Denn wozu etwas erreichen, wenn du es innerlich sofort wieder abwertest? Je stärker du deine Erfolge anerkennst, desto mehr wächst dein Selbstvertrauen.

8. Probiere Neues aus

Mut wächst durch Handlung. Christina ermutigt dich, Dinge auszuprobieren, die du noch nie getan hast. Du weißt sonst schlicht nicht, was dir gefallen könnte.

Vielleicht gibt es etwas, das schon lange auf deiner „Eigentlich-will-ich-mal“-Liste steht, für das du dich bisher nicht getraut hast. Dann gilt:

  • Nicht länger auf „morgen“ oder „übermorgen“ schieben.
  • Noch heute den ersten Schritt tun.

Oft ist der erste kleine Schritt der schwerste – danach wird es leichter und dein Selbstbild verändert sich hin zu: „Ich bin jemand, der Dinge anpackt.“

9. Werde zum Tagträumer – gestalte dein inneres Bild

Nimm dir täglich mindestens 30 Minuten und stelle dir dein Leben genauso vor, wie du es dir wünschst. Frage dich:

  • Wie sieht mein idealer Alltag aus?
  • Was habe ich erreicht? Wo lebe ich? Wie arbeite ich?
  • Mit welchen Menschen bin ich umgeben?

Nach Christina braucht es für Veränderung zwei Schritte:

  1. Klarheit über dein Ziel: Du musst genau wissen, was du willst – nicht nur ungefähr. Wie bei einem Navi braucht es „Straße + Hausnummer“ statt nur „irgendwo in der Stadt“.
  2. Gefühl und Identität: Wie fühlst du dich, wenn du dein Ziel erreicht hast? Wer bist du dann? Geh gedanklich und emotional schon jetzt in dieses Gefühl und in diese Version von dir.

Durch diese innere Klarheit und Dankbarkeit hebst du deine Energie an und machst es dir leichter, passende Entscheidungen zu treffen und Chancen zu erkennen.

10. Sei deine eigene beste Freundin

Häufig sprechen wir mit uns selbst auf eine Weise, wie wir niemals mit einem geliebten Menschen sprechen würden. Ständige Kritik, Härte, Abwertung.

Stell dir vor, du wärst deine eigene beste Freundin:

  • Wie würdest du mit dir reden?
  • Wie würdest du deinen Sorgen zuhören?
  • Welches Mitgefühl würdest du dir schenken?

Beginne, dir genau so zu begegnen:

  • Höre deinen eigenen Problemen, Sorgen und Nöten wirklich zu.
  • Bringe dir Mitgefühl, Verständnis und Liebe entgegen.
  • Erinnere dich: Du hast dasselbe Maß an Freundlichkeit verdient wie jeder andere Mensch in deinem Leben.

Je öfter du in dieser inneren Haltung übst, desto natürlicher wird sie – und desto stabiler wird dein Selbstwertgefühl.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Grübeln über vergangene Gespräche dein Selbstvertrauen schwächt – und wie du die Schleife stoppst.
  • Wie Christinas Erfahrung mit Burnout ihren Blick auf Pausen und Selbstfürsorge komplett verändert hat.
  • Konkrete Formulierungen, die du nutzen kannst, um freundlich und klar Nein zu sagen.
  • Wie du mit kleinen Experimenten im Alltag (Solo-Ausflug, neue Hobbys) dein Vertrauen in dich Schritt für Schritt stärkst.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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