Angst vor der Angst

Was mir geholfen hat

25.11.2023
Angst vor der Angst – Was mir geholfen hat – Podcastfolge über den Umgang mit Angstspiralen und innerer Stabilität

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst vor der Angst: Wie du aus der gedanklichen Endlosschleife aussteigst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Christina Hillesheim über ein Thema, das viele Betroffene von Angststörungen, Panik und Burnout begleitet: die Angst vor der Angst.

Statt im Kopf immer wieder durchzuspielen, ob und wann die nächste Angstwelle kommt, zeigt Christina einen anderen Weg: Widerstand loslassen, Gefühle bewusst wahrnehmen und Schritt für Schritt wieder ins Vertrauen finden.

Angst vor der Angst verstehen: Warum Widerstand alles schlimmer macht

Die wohl wichtigste Erkenntnis der Folge: Je mehr du gegen die Angst kämpfst, desto stärker bleibt sie.

Viele Betroffene kennen Gedanken wie:

  • „Was, wenn die Angst wiederkommt?“
  • „Wann passiert der nächste Panikanfall?“
  • „Was mache ich, wenn es wieder so schlimm wird?“

Genau diese mentale Dauerschleife hält laut Christina die innere Anspannung ständig am Laufen. Dein Nervensystem kommt gar nicht mehr zur Ruhe, weil du innerlich permanent in Alarmbereitschaft bist.

Christina beschreibt das so:

„Druck erzeugt Gegendruck. Je länger man sich gegen etwas wehrt, desto länger bleibt es einem am Ende erhalten.“

Vom Kämpfen ins Annehmen wechseln

Statt weiter zu kämpfen, lädt dich Christina dazu ein, innerlich einen Schritt zurückzutreten:

  • Widerstand loslassen – aufhören, die Angst permanent verhindern oder kontrollieren zu wollen.
  • Akzeptieren, dass Angst auftauchen darf – ohne sie gutheißen zu müssen.
  • Den Fokus weg vom Kopf in den Körper lenken.

Damit wechselst du von „Ich muss das wegmachen“ hin zu „Ich bin bereit, zu fühlen, was gerade da ist“.

Mit der Angst sitzen: Ein praktischer Umgang im Akutfall

Statt vor der Angst zu fliehen oder sie zu unterdrücken, empfiehlt Christina den Ansatz „Sit with it“ – mit der Angst sitzen. Das bedeutet: Du bleibst bei dir, anstatt innerlich wegzurennen.

Schritt 1: Das Gefühl im Körper lokalisieren

Wenn Angst auftaucht, gehst du bewusst weg von der Gedankenspirale und hin zur Körperwahrnehmung. Du kannst dich fragen:

  • Wo spüre ich die Angst gerade im Körper?
  • Wie fühlt sie sich an – eng, heiß, kalt, drückend?
  • Welche Form oder Farbe hätte dieses Gefühl, wenn ich ihm eine geben müsste?
  • Fühlt sich die Angst eher männlich oder weiblich an?

Der Sinn dahinter: Deine Aufmerksamkeit bleibt beim Fühlen, nicht beim Katastrophisieren. So unterbrichst du das automatische „Was-wäre-wenn“-Kopfkino.

Schritt 2: Gedanken nicht weiter anfeuern

Statt dich in Gedankenschleifen wie „Oh Gott, was ist, wenn …?“ hineinzusteigern, bleibst du innerlich bei einer einfachen Haltung:

  • „Da ist Angst – und ich darf sie fühlen.“
  • „Ich muss sie gerade nicht lösen, nur wahrnehmen.“

Christina betont: Die Angst vor der Angst ist meistens schlimmer als das, was tatsächlich passiert – nämlich oft: gar nichts.

Schritt 3: Atem als Anker nutzen

Um dich zusätzlich zu stabilisieren, kannst du eine einfache Atemübung einsetzen:

  • Vier Sekunden ruhig einatmen
  • Acht Sekunden langsam ausatmen

Währenddessen bleibst du mit deiner Aufmerksamkeit bei dem Gefühl der Angst im Körper, ohne es wegzudrücken. Danach darfst du es innerlich wieder loslassen und zum Alltag zurückkehren.

Vom Kontrollzwang ins Vertrauen: Eine neue innere Haltung

Ein weiterer Kernpunkt dieser Folge: Heilung bedeutet auch, Kontrolle loszulassen und Vertrauen zu lernen.

Christina schreibt dazu sinngemäß:

„Das Gegenteil von Angst ist nicht Mut oder Stärke, sondern Vertrauen.“

Loslassen, was du nicht kontrollieren kannst

Ständiger Kontrollwunsch hält dein Nervensystem im Dauer-Alarm. Typische innere Sätze sind etwa:

  • „Ich darf auf keinen Fall wieder Angst bekommen.“
  • „Ich muss alles im Griff haben.“
  • „Ich muss verhindern, dass etwas passiert.“

Christina beschreibt, wie sie selbst anfing, innerlich einen Schritt zu machen, der für viele erstmal radikal klingt. Zum Beispiel bei der Angst, in Ohnmacht zu fallen:

„Dann falle ich eben in Ohnmacht. Wenn es so ist, dann ist es so.“

Dieser innere Satz bedeutet nicht Gleichgültigkeit, sondern: aufhören, sich innerlich zu verkrampfen und alles kontrollieren zu wollen. Daraus kann nach und nach wieder Vertrauen entstehen, dass Situationen gut ausgehen können – oder zumindest tragbar sind.

Der Angst einen Platz geben – statt dein Leben von ihr bestimmen zu lassen

Christina hat für sich eine Art inneren Dialog mit der Angst entwickelt:

„Liebe Angst, wenn du mich wieder besuchen willst, dann darfst du gerne vorbeischauen. Du kannst kurz Hallo sagen, aber dann darfst du dich auch wieder verabschieden. Ich werde mir aber nicht die Zeit dazwischen damit versauen, ständig darüber nachzudenken, wann du wiederkommst.“

Die Botschaft dahinter:

  • Angst ist ein Gast, kein Dauermieter.
  • Sie darf auftauchen, bekommt aber nicht die Macht, dein ganzes Leben zu bestimmen.
  • Du richtest dein Leben wieder mehr an dir aus – nicht an möglichen Angstszenarien.

Selbstfürsorge und Grenzen: Wann du dir Unterstützung holen solltest

Christina macht in der Folge auch klar, dass ihre Erfahrungen und Tipps keinen Ersatz für eine Therapie darstellen. Sie teilt ihren Weg als Betroffene, nicht als Ärztin oder Therapeutin.

Wichtig ist ihr:

  • Sie ist keine Ärztin und keine Therapeutin.
  • Ihre Empfehlungen basieren auf eigenen Erfahrungen mit Burnout, Depression und Angststörung.
  • Bei Traumata oder schweren psychischen Belastungen solltest du solche Übungen unbedingt begleitet mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten machen.

Gerade bei Exposition oder beim bewussten Fühlen intensiver Gefühle kann professionelle Begleitung wichtig und schützend sein.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie ein einfacher Faust- und Hand-Vergleich verdeutlicht, was Druck mit deinem Körper macht.
  • Warum ständiges inneres Kämpfen dein Nervensystem dauerhaft überlastet.
  • Wie du den Dezember mithilfe eines Audio-Adventskalenders achtsamer und entspannter erleben kannst.
  • Christinas Einladung, dich mit ihr und anderen über das Thema Angst vor der Angst auszutauschen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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