Angst verstehen und überwinden mit dieser Übung!

Zwei-Stuhl-Dialog

29.05.2025
Folge 337 | Angst verstehen und überwinden mit dieser Übung!

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst unplugged: Das Stuhlgespräch mit deiner Angst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ stellt Christina dir eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Methode vor: das sogenannte Stuhlgespräch mit deiner Angst.
Es hilft dir vor allem bei Ängsten, die immer wiederkehren oder in bestimmten Situationen auftauchen – weniger in absoluten Akutsituationen.

Die Idee: Du setzt dich deiner Angst bewusst gegenüber, kommst mit ihr ins Gespräch und hörst ihr zum ersten Mal wirklich zu.
So kannst du besser verstehen, warum sie da ist, was sie dir sagen will und wann sie lauter oder leiser wird.

Das Stuhlgespräch: Deine Angst sitzt dir gegenüber

Der Kern dieser Methode ist ganz einfach und gleichzeitig sehr kraftvoll:
Du stellst dir vor, dass deine Angst als Person auf einem Stuhl vor dir sitzt. Du selbst sitzt auf einem anderen Stuhl – und ihr führt einen bewussten Dialog.

Christina beschreibt es sinngemäß so: „Setz dich hin, stell dir vor, die Angst sitzt dir gegenüber, und frag sie: Warum bist du denn eigentlich hier?“

So bereitest du das Stuhlgespräch vor

  • Such dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist.
  • Stell dir zwei Stühle vor (oder nutze tatsächlich zwei Stühle).
  • Einer ist dein Platz, der andere gehört deiner Angst.
  • Nimm dir ein Notizbuch oder Blatt Papier dazu.

Wichtig: Du musst nichts „richtig“ machen. Es geht darum, ehrlich hinzuspüren, was auftaucht, wenn du deiner Angst Raum gibst.

Die wichtigsten Fragen an deine Angst

Im Stuhlgespräch stellst du deiner Angst gezielt Fragen und schreibst dir die Antworten auf, die spontan in dir auftauchen.
Lass deinen Verstand dabei möglichst im Hintergrund und zensiere nichts.

Zentrale Fragen können sein:

  • „Warum bist du denn eigentlich hier?“
  • „Welche Botschaft hast du denn für mich?“
  • „Wann wirst du lauter? In welchen Situationen?“
  • „Wann wirst du leiser? In welchen Situationen?“

Schreibe die Antworten so auf, wie sie kommen – ohne Bewertung, ohne gleich nach Erklärungen zu suchen.
Es geht darum, dass die Angst endlich einmal zu Wort kommt, statt ständig weggedrückt zu werden.

Warum es so wichtig ist, deine Angst zu Wort kommen zu lassen

Christina betont in der Folge und auch in ihrem neuen Buch, wie entscheidend es ist, der Angst Raum zu geben:
„Ganz oft flüstert sie, bevor sie schreit.“

Wenn du die Angst die ganze Zeit unterdrückst, wird sie meist nur stärker. Hörst du ihr jedoch zu, kann sie dir wichtige Hinweise geben:

  • Du erkennst, in welchen Situationen deine Angst stärker wird.
  • Du spürst, wann sie sich eher zurückzieht und leiser wird.
  • Du kommst ihren Auslösern und Mustern auf die Spur.

So kannst du nach und nach verstehen:

  • Wann habe ich eigentlich Angst?
  • Warum taucht sie genau dann auf?
  • Gibt es Menschen oder Situationen, die mir nicht guttun?
  • Mache ich Dinge, die ich vielleicht gar nicht machen möchte?

Diese Erkenntnisse sind oft der erste Schritt, um Veränderungen anzustoßen – im Umgang mit dir selbst, mit anderen und mit deinem Alltag.

Die positive Botschaft deiner Angst erkennen

Ein zentraler Gedanke dieser Folge: Angst ist nicht nur Feind, sie hat fast immer eine positive Absicht.
Sie will dich schützen, warnen oder dich auf etwas Wichtiges aufmerksam machen.

Wenn du deine Angst fragst: „Welche Botschaft hast du denn für mich?“, können zum Beispiel solche Einsichten auftauchen:

  • „Du überforderst dich gerade.“
  • „Diese Person tut dir nicht gut.“
  • „Du überschreitest deine eigenen Grenzen.“
  • „Du brauchst mehr Ruhe und Erholung.“

Indem du diese Botschaft annimmst, musst du die Angst nicht mehr permanent bekämpfen.
Du kannst beginnen, mit ihr zu arbeiten und dein Leben so anzupassen, dass du dich sicherer und stimmiger fühlst.

Christina beschreibt es als „mega hilfreich, um der Angst ein bisschen besser auf die Schliche zu kommen“ und zu verstehen, was sie dir eigentlich sagen will.

Das Gespräch abschließen: Grenzen setzen, ohne die Angst zu verurteilen

Am Ende des Stuhlgesprächs geht es darum, dich bewusst von der Angst zu verabschieden – liebevoll, aber klar.
Die Angst wurde gehört, sie durfte sprechen, und jetzt darf sie wieder leiser werden.

Ein möglicher Abschluss, den Christina vorschlägt, klingt zum Beispiel so:

„Liebe Angst, voll schön, dass du da warst, voll schön, dass wir uns unterhalten haben. Ich komme heute alleine klar, du darfst heute ein bisschen leiser werden. Du hast ja jetzt deine Meinung gesagt, und heute komme ich alleine durch diesen Tag.“

Damit setzt du eine klare Grenze: Deine Angst darf existieren, aber sie übernimmt nicht mehr komplett die Kontrolle.
Du signalisierst dir selbst, dass du handlungsfähig bist und deinen Tag gestalten kannst, auch wenn Angst im Hintergrund vorhanden ist.

Wenn du dieses Stuhlgespräch regelmäßig machst, kann dir das helfen:

  • deine Angst schneller zu erkennen,
  • ihre Botschaften besser zu verstehen,
  • deine Bedürfnisse ernster zu nehmen,
  • und insgesamt sicherer mit dir selbst umzugehen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum das Wegdrücken von Angst sie oft nur verstärkt.
  • Wie du mit Stift und Papier ehrliche Antworten deiner Angst sammelst.
  • Ideen, wie du Muster in deinen Angstsituationen erkennst.
  • Ermutigung, deine Erfahrungen zu teilen und dranzubleiben.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

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