Besser mit Druck umgehen

3 Tipps

12.10.2020
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Inhalt

Besser mit Druck umgehen: 3 alltagstaugliche Strategien

Ständiger Druck im Job, hohe Erwartungen an dich selbst, der Vergleich mit anderen – all das kann sich schnell erdrückend anfühlen. In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Autorin, Happiness Bloggerin und Glückscoach Christina Hillesheim drei konkrete Ansätze, wie du gelassener mit innerem und äußerem Druck umgehen kannst.

Im Zentrum steht dabei eine wichtige Erkenntnis: Meistens ist es nicht die Situation selbst, die uns fertig macht, sondern unsere Bewertung und das gedankliche Katastrophen-Karussell, das wir dazu starten.

Druck erkennen: Es ist selten die Situation, fast immer deine Bewertung

Ob Stress im Job, hohe Deadlines oder Erwartungen von außen: Oft fühlt es sich so an, als würde der Druck komplett von der Situation ausgehen. Tatsächlich entsteht er aber meist in deinem Kopf.

Christina bringt es auf den Punkt:
„Meistens stresst uns nicht die Situation an sich, sondern die Bewertung der Situation.“

Beispiel: Deadline-Stress im Job

Typisches Szenario: Dein Chef setzt dich unter Druck, eine Aufgabe in kurzer Zeit zu erledigen. Die Deadline rückt näher und du spürst, wie die Anspannung steigt.

Innerlich laufen dann oft Gedanken wie:

  • „Das schaffe ich nie, das ist viel zu viel.“
  • „Wie kann mein Chef sowas überhaupt von mir verlangen?“
  • „Wenn ich das nicht schaffe, werde ich gekündigt.“

Diese Gedanken haben eine Gemeinsamkeit: Sie setzen dich noch mehr unter Druck und rauben dir Energie und Zeit, die du eigentlich fürs Arbeiten bräuchtest.

Tipp 1: Überprüfe die Situation bewusst

Statt dich in Schreckensszenarien zu verlieren, halte innerlich inne und prüfe ganz nüchtern:

  • Was ist die Situation wirklich? (z.B. „Es ist viel Arbeit in kurzer Zeit.“)
  • Was denke ich darüber? („Ich werde sicher gekündigt.“)
  • Ist das realistisch? Oder übertreibst du die möglichen Konsequenzen massiv?

Bewusste Alternativ-Haltung könnte zum Beispiel sein:

  • „Ich gebe mein Bestes und tue, was ich kann.“
  • „Wenn es am Ende nicht reicht, liegt es nicht mehr in meiner Macht.“

So nimmst du den Druck nicht komplett weg, aber du nimmst die Dramatik raus. Du kommst zurück in deine Handlungskraft statt in der Angst stecken zu bleiben.

Stoppe dein Gedanken-Karussell

Gerade in Belastungssituationen neigt das Gehirn dazu, Spiralen zu bilden:

  • „Man wird mir kündigen.“
  • „Dann werde ich arbeitslos.“
  • „Dann verliere ich meine Wohnung.“
  • „Dann geht alles bergab.“

Christinas klarer Rat:

  • Steig bewusst aus dieser Spirale aus.
  • Spiele negative Gedanken nicht immer weiter.
  • Male dir keine unrealistischen Horrorszenarien aus.

In der Realität passieren die schlimmsten Befürchtungen extrem selten. Und falls doch eine Kündigung kommt, weil Anforderungen völlig unrealistisch waren, kann das sogar ein Hinweis sein, dass dieser Job ohnehin ungesund für dich war – „Lieber ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende.“

Druck durch Vergleich: Warum Social Media deinen Tag ruinieren kann

Ein großer Verstärker für inneren Druck ist der Vergleich mit anderen. Gerade Social Media bietet dafür eine perfekte Bühne. Du scrollst durch Instagram, siehst vermeintlich „perfekte“ Leben und fühlst dich selbst kleiner, langsamer oder „weniger erfolgreich“.

Typische Gedanken dabei:

  • „Die anderen sind besser als ich.“
  • „Die haben viel mehr erreicht.“
  • „Mit meinem Leben liege ich total zurück.“

Das Ergebnis: Druck, Selbstzweifel und Frust – obwohl sich an deiner realen Lebenssituation gar nichts verändert hat, nur daran, mit wem du dich vergleichst.

Tipp 2: Vergleiche dich nicht mit anderen – schon gar nicht online

Christinas klare Empfehlung:

  • Entferne Menschen aus deinem Feed, nach denen es dir schlechter geht.
  • Folge nur noch Accounts, die dich motivieren, inspirieren oder dir guttun.
  • Mach dir bewusst: Du siehst immer nur Ausschnitte, nie das ganze Leben.

„Was mich nicht glücklich macht, kann weg“ – dieser Satz darf gern dein Filter werden, wenn du durch deine Timeline gehst.

Der trügerische Schein: Du kennst die ganze Geschichte nicht

Ob online oder im echten Leben: Du siehst immer nur Fragmente. Du weißt nicht, welche Krisen, Ängste oder Kämpfe hinter der Fassade liegen.

Christina beschreibt, wie sie das in ihrem Leben immer wieder erlebt hat: Menschen, deren Leben von außen perfekt wirkte, hatten in Wahrheit schwere Themen zu tragen. Die Dokumentation „This is Paris“ über Paris Hilton ist für sie ein starkes Beispiel dafür, wie sehr sich Außenbild und Innenleben unterscheiden können.

Der Kern dahinter:

  • Du hast keine vollständige Ahnung vom Leben anderer – auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
  • Dein Vergleich basiert fast immer auf unvollständigen Informationen.

Wenn du das wirklich verinnerlichst, verliert der Vergleich mit anderen deutlich an Macht. Druck, der aus Neid, Minderwert oder Idealbildern entsteht, darf weicher werden.

Dein eigener Weg: Druck loslassen, indem du dein Leben wirklich zu deinem machst

Ein weiterer wichtiger Ursprung von Druck: Wir versuchen, Erwartungen zu erfüllen, die gar nicht aus uns selbst kommen. Gesellschaftliche Bilder, familiäre Vorstellungen, „man macht das halt so“ – all das kann dich in ein Leben treiben, das sich nicht nach deinem anfühlt.

Christinas Leitgedanke:
Wenn du mit deinem Leben zu 99 Prozent zufrieden bist, fehlt dir schlicht die Zeit und Energie, ständig auf andere zu schauen und dich zu vergleichen.

Tipp 3: Finde deinen eigenen Weg – und steh dazu

Statt deine Energie auf Beobachten und Vergleichen zu verwenden, lenke sie auf eine andere Frage:

  • Wie möchte ich mein Leben wirklich haben?
  • Was mache ich von Herzen gern?
  • Welche Ziele sind wirklich meine – und welche sind nur übernommen?

Gerade Frauen spüren oft starken gesellschaftlichen Druck: Mit 30 verheiratet sein, Kinder bekommen, eine bestimmte Karriereform gewählt haben. Wer sagt, dass sie oder er keine Kinder möchte, wird schnell schief angeschaut. Doch:

  • Es ist dein Leben.
  • Entscheidungen über Familie, Beruf und Lebensstil gehören dir.

Prüfe ehrlich:

  • Was tust du nur, weil „man“ das so macht?
  • Was machst du, weil andere es von dir erwarten?
  • Wo darfst du beginnen, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen?

„Ich weiß es noch nicht“ – der befreiendste Satz überhaupt

Druck entsteht oft auch daraus, dass du glaubst, jetzt sofort Antworten haben zu müssen. Auf Fragen wie:

  • „Willst du Kinder?“
  • „Welchen Job möchtest du machen?“
  • „Willst du heiraten?“

Eine ehrliche und gleichzeitig sehr entlastende Antwort kann lauten:

  • „Ich weiß es noch nicht.“

Diese Haltung nimmt dir das Gefühl, funktionieren zu müssen, und schenkt dir Zeit, dich selbst in Ruhe kennenzulernen. Du darfst dir die Erlaubnis geben, noch auf dem Weg zu sein.

Hab Geduld mit dir. Druck löst sich nicht von heute auf morgen auf. Aber jeder kleine Schritt in Richtung Selbstannahme, Klarheit und Ehrlichkeit mit dir selbst nimmt dir ein Stück Last von den Schultern.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum ständiges „Dagegen-Ankämpfen“ gegen eine Situation dir mehr Energie raubt als die Situation selbst.
  • Wie du merkst, ob ein Job oder Umfeld dauerhaft ungesund für dich ist.
  • Eine einfache innere Haltung, mit der du Deadlines entspannter begegnen kannst.
  • Warum es so wichtig ist, bewusst Menschen und Inhalte auszuwählen, die dir guttun.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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