10 körperliche Symptome bei Angst

mit geführter Atemübung

Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Psychosomatische Symptome von Angst verstehen und lindern

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplomsoziologin, Autorin und Glückscoach Christina Hillesheim darüber, wie sich Angst über den Körper bemerkbar macht – selbst dann, wenn medizinisch „alles okay“ ist.

Du erfährst, welche typischen psychosomatischen Symptome bei Angst auftreten, warum dein Körper so reagiert und wie du mit einer einfachen Atem- und Vokalübung erste Entspannung in dein System bringen kannst.

Was bedeutet psychosomatisch überhaupt?

Psychosomatisch setzt sich aus den altgriechischen Begriffen „psyche“ (Seele) und „soma“ (Körper) zusammen. Gemeint sind also körperliche Beschwerden, deren Ursprung seelisch ist – zum Beispiel dauerhafter Stress, Sorgen oder Angst.

Angst ist damit nicht „nur ein Gefühl“. Sie:

  • läuft in deinem Kopf mit rasenden Gedanken und Horrorszenarien ab
  • erzeugt Hilflosigkeit, Verzweiflung und Panik
  • und setzt deinen Körper in Alarmbereitschaft

Diese innere Daueranspannung entlädt sich häufig über den Körper. Genau dann sprechen wir von psychosomatischen Symptomen.

Die 10 häufigsten psychosomatischen Symptome von Angst

Christina fasst zehn typische Beschwerden zusammen, die bei vielen Menschen mit Angst auftreten – oft ohne eindeutigen körperlichen Befund. Wichtig: All diese Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden, bevor du sie als psychosomatisch einstufst.

1. Kloß im Hals und Engegefühl

Eines der bekanntesten Angstsymptome ist der „Kloß im Hals“:

  • Schwierigkeiten beim Schlucken oder Sprechen
  • trockener Mund
  • Gefühl, als würde dir jemand „die Kehle zuschnüren“

Christina berichtet, dass dieses Gefühl bei ihr mit verspannten Halsmuskeln zusammenhing. Passend dazu gibt es im Alltagssprache Sprüche wie: „Es schnürt mir die Kehle zu.“

2. Übelkeit und Magenbeschwerden

Angst schlägt vielen buchstäblich auf den Magen:

  • anhaltende Übelkeit oder flauer Magen
  • Gefühl, sich übergeben zu müssen
  • Appetitlosigkeit oder empfindlicher Magen

Typische Redewendung dazu: „Das hat mir auf den Magen geschlagen.“

3. Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme

Auch der Bauch reagiert sensibel auf Stress und Angst. Häufig sind:

  • Bauchschmerzen ohne klare körperliche Ursache
  • Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung
  • Sodbrennen und Druckgefühl im Oberbauch

Der gesamte Verdauungstrakt ist eng mit deinem Nervensystem verbunden. Gerät die Psyche in Aufruhr, ist der Bauch oft mit betroffen.

4. Schwindel und Kreislaufprobleme

Christina beschreibt Schwindel als eines ihrer stärksten Symptome:

  • „Schwummriges“ Gefühl im Kopf
  • Unsicherheit beim Gehen oder Stehen
  • Probleme beim Aufstehen, vor allem morgens

Sie erzählt, dass sie zusätzlich zu ihrer Angst einen eher niedrigen Blutdruck hat – eine Kombination, die Schwindel besonders begünstigt.

5. Kopf- und Nackenschmerzen

Ein weiterer Klassiker: Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Verspannungen. Christina erlebt diese Symptome bis heute, wenn sie gestresst ist.

  • dumpfe oder drückende Kopfschmerzen
  • Hals- und Nackenverspannungen
  • Rücken- und Schulterschmerzen

Dazu kommt häufig Spannung im Kiefer:

  • Zähne zusammenbeißen tagsüber
  • Zähneknirschen in der Nacht
  • Schmerzen oder Druck im Kiefergelenk

Hier zeigt sich die innere Anspannung direkt in der Muskulatur.

6. Zittern

Zittern ist eine sehr typische Reaktion des Körpers auf Angst:

  • feines Zittern der Hände
  • am ganzen Körper in akuten Angstsituationen
  • teilweise auch noch nach der Situation, quasi „chronisch“

Der Körper versucht, die hohe innere Anspannung zu regulieren und überschüssige Energie abzubauen. Das kann sich als Zittern zeigen.

7. Schwitzen und Schweißausbrüche

Viele Menschen mit Angst kennen:

  • verstärktes Schwitzen in stressigen Situationen
  • Schweißausbrüche, vor allem bei Panik
  • kalte oder schwitzige Hände

Dein Körper schaltet hier in den Alarmmodus, als würdest du dich in akuter Gefahr befinden.

8. Herzrasen und Herzstolpern

Christina erzählt von ihren Panikattacken mit etwa 20 Jahren:

„Ich hatte während meinen Panikattacken auch starkes Herzstolpern, war beim Arzt, hab das abklären lassen – es war damals psychosomatisch.“

  • Herzrasen in Angstsituationen
  • Herzstolpern oder unregelmäßiger Puls
  • Gefühl, das Herz „schlägt bis zum Hals“

Nach ärztlicher Abklärung kann es entlastend sein zu wissen, dass es sich häufig um eine körperliche Reaktion auf Stress handelt.

9. Innere Unruhe und Ruhelosigkeit

Ein sehr verbreitetes Symptom ist eine <strongständige innere Unruhe:

  • das Gefühl, nicht zur Ruhe zu kommen
  • ständiges Wippen mit dem Fuß oder Zappeln
  • Unruhe beim Sitzen, Warten oder Arbeiten

Diese innere Getriebenheit kann sich körperlich verstärken und sich bis in den Schlaf hineinziehen.

10. Schlafstörungen

Christinas Burnout begann mit massiven Schlafstörungen, die sich durch die gesamte Phase zogen. Sie berichtet:

  • Probleme beim Einschlafen durch Grübeln und Sorgen
  • häufiges Aufwachen in der Nacht
  • kein erholsamer Schlaf trotz Erschöpfung

Ohne Schlaf kann sich der Körper kaum erholen, was Angst und psychosomatische Symptome weiter verstärken kann.

Atem- und Vokalübung zur Beruhigung deines Systems

Nach der Auflistung der Symptome stellt Christina eine einfache Atemübung mit Vokalen vor. Sie kann dir helfen, dich zu zentrieren und deinen Körper wieder bewusster zu spüren.

Die Idee: Du atmest bewusst ein und aus und lässt beim Ausatmen einen bestimmten Vokal klingen. Jeder Vokal aktiviert einen anderen Körperbereich und ein zugeordnetes Energiezentrum.

So bereitest du dich vor

  • Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist.
  • Setz dich bequem hin oder lege dich hin.
  • Atme ein paar Mal ruhig durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus.
  • Dann startest du mit den Vokalen.

Schritt 1: U – Wurzelchakra und Erdung

Ablauf:

  • tief einatmen
  • beim Ausatmen den Vokal „U“ langgezogen tönen lassen
  • mehrmals wiederholen

Spüre, wie das U im Bauchraum vibriert. Dieser Laut ist mit deinem Wurzelchakra verbunden, das sich bei Angst oft „zusammenzieht“ und dir Sicherheit und Erdung geben kann.

Wenn es dir hilft, kannst du auch Wörter mit U sprechen, zum Beispiel „U-Bahn“ oder „Uhu“. Das reine U reicht aber vollkommen.

Schritt 2: O – Sakralchakra und Solarplexus

Ablauf:

  • wieder tief einatmen
  • beim Ausatmen ein langes „O“ tönen
  • so lange ausatmen, bis die Luft vollständig entwichen ist

Das O sollte ebenfalls im Bauchbereich vibrieren. Hier arbeiten vor allem dein Sakralchakra und dein Solarplexus-Chakra. Beide sind eng mit Emotionen, Selbstwert und innerer Kraft verknüpft.

Du kannst auch Wörter wie „oh“, „oben“ oder „ohne“ benutzen – oder einfach nur das O.

Schritt 3: A – Herzchakra und Selbstverbundenheit

Ablauf:

  • tief einatmen
  • beim Ausatmen ein langgezogenes „A“ tönen

Jetzt sollte die Vibration eher im Brustbereich spürbar sein. Das ist dein Herzchakra. Die Arbeit mit diesem Laut kann dir helfen, dir selbst wieder näher zu kommen und Mitgefühl für dich zu entwickeln.

Auch hier kannst du mit Wörtern arbeiten oder nur den Laut A sprechen.

Schritt 4: I – Stirnchakra und Klarheit

Ablauf:

  • einatmen
  • beim Ausatmen den Laut „I“ klingen lassen

Das I aktiviert den Bereich zwischen deinen Augen, auch drittes Auge oder Stirnchakra genannt. Es steht für Intuition, Klarheit und Bewusstsein.

Du kannst Wörter wie „Igel“, „innen“ oder „Indien“ nutzen oder bei dem reinen I bleiben.

Tipps zur Anwendung der Übung

  • Wiederhole jeden Vokal so lange, bis du eine deutliche Entspannung spürst.
  • Du kannst jede Runde zum Beispiel 5–10 Mal durchführen.
  • Nutze die Übung besonders in Phasen, in denen du innere Unruhe oder Angst wahrnimmst.
  • Spüre nach jeder Runde kurz nach: Wo im Körper nimmst du Resonanz wahr?

Wichtig ist weniger „Perfektion“ als vielmehr, dass du bewusst atmest, tönerst und hineinspürst. Schon wenige Minuten können dein Nervensystem beruhigen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christinas eigener Burnout mit Schlafstörungen begann und sich über Jahre zeigte.
  • Warum ärztliche Abklärung trotz psychosomatischer Ursachen so wichtig ist.
  • Wie du lernst, körperliche Signale frühzeitig als Warnzeichen ernst zu nehmen.
  • Einladung zur „Angstfrei Challenge“ auf Instagram, Facebook und per E-Mail.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.