„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
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In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplomsoziologin, Autorin und Glückscoach Christina Hillesheim darüber, wie sich Angst über den Körper bemerkbar macht – selbst dann, wenn medizinisch „alles okay“ ist.
Du erfährst, welche typischen psychosomatischen Symptome bei Angst auftreten, warum dein Körper so reagiert und wie du mit einer einfachen Atem- und Vokalübung erste Entspannung in dein System bringen kannst.
Psychosomatisch setzt sich aus den altgriechischen Begriffen „psyche“ (Seele) und „soma“ (Körper) zusammen. Gemeint sind also körperliche Beschwerden, deren Ursprung seelisch ist – zum Beispiel dauerhafter Stress, Sorgen oder Angst.
Angst ist damit nicht „nur ein Gefühl“. Sie:
Diese innere Daueranspannung entlädt sich häufig über den Körper. Genau dann sprechen wir von psychosomatischen Symptomen.
Christina fasst zehn typische Beschwerden zusammen, die bei vielen Menschen mit Angst auftreten – oft ohne eindeutigen körperlichen Befund. Wichtig: All diese Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden, bevor du sie als psychosomatisch einstufst.
Eines der bekanntesten Angstsymptome ist der „Kloß im Hals“:
Christina berichtet, dass dieses Gefühl bei ihr mit verspannten Halsmuskeln zusammenhing. Passend dazu gibt es im Alltagssprache Sprüche wie: „Es schnürt mir die Kehle zu.“
Angst schlägt vielen buchstäblich auf den Magen:
Typische Redewendung dazu: „Das hat mir auf den Magen geschlagen.“
Auch der Bauch reagiert sensibel auf Stress und Angst. Häufig sind:
Der gesamte Verdauungstrakt ist eng mit deinem Nervensystem verbunden. Gerät die Psyche in Aufruhr, ist der Bauch oft mit betroffen.
Christina beschreibt Schwindel als eines ihrer stärksten Symptome:
Sie erzählt, dass sie zusätzlich zu ihrer Angst einen eher niedrigen Blutdruck hat – eine Kombination, die Schwindel besonders begünstigt.
Ein weiterer Klassiker: Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Verspannungen. Christina erlebt diese Symptome bis heute, wenn sie gestresst ist.
Dazu kommt häufig Spannung im Kiefer:
Hier zeigt sich die innere Anspannung direkt in der Muskulatur.
Zittern ist eine sehr typische Reaktion des Körpers auf Angst:
Der Körper versucht, die hohe innere Anspannung zu regulieren und überschüssige Energie abzubauen. Das kann sich als Zittern zeigen.
Viele Menschen mit Angst kennen:
Dein Körper schaltet hier in den Alarmmodus, als würdest du dich in akuter Gefahr befinden.
Christina erzählt von ihren Panikattacken mit etwa 20 Jahren:
„Ich hatte während meinen Panikattacken auch starkes Herzstolpern, war beim Arzt, hab das abklären lassen – es war damals psychosomatisch.“
Nach ärztlicher Abklärung kann es entlastend sein zu wissen, dass es sich häufig um eine körperliche Reaktion auf Stress handelt.
Ein sehr verbreitetes Symptom ist eine <strongständige innere Unruhe:
Diese innere Getriebenheit kann sich körperlich verstärken und sich bis in den Schlaf hineinziehen.
Christinas Burnout begann mit massiven Schlafstörungen, die sich durch die gesamte Phase zogen. Sie berichtet:
Ohne Schlaf kann sich der Körper kaum erholen, was Angst und psychosomatische Symptome weiter verstärken kann.
Nach der Auflistung der Symptome stellt Christina eine einfache Atemübung mit Vokalen vor. Sie kann dir helfen, dich zu zentrieren und deinen Körper wieder bewusster zu spüren.
Die Idee: Du atmest bewusst ein und aus und lässt beim Ausatmen einen bestimmten Vokal klingen. Jeder Vokal aktiviert einen anderen Körperbereich und ein zugeordnetes Energiezentrum.
Ablauf:
Spüre, wie das U im Bauchraum vibriert. Dieser Laut ist mit deinem Wurzelchakra verbunden, das sich bei Angst oft „zusammenzieht“ und dir Sicherheit und Erdung geben kann.
Wenn es dir hilft, kannst du auch Wörter mit U sprechen, zum Beispiel „U-Bahn“ oder „Uhu“. Das reine U reicht aber vollkommen.
Ablauf:
Das O sollte ebenfalls im Bauchbereich vibrieren. Hier arbeiten vor allem dein Sakralchakra und dein Solarplexus-Chakra. Beide sind eng mit Emotionen, Selbstwert und innerer Kraft verknüpft.
Du kannst auch Wörter wie „oh“, „oben“ oder „ohne“ benutzen – oder einfach nur das O.
Ablauf:
Jetzt sollte die Vibration eher im Brustbereich spürbar sein. Das ist dein Herzchakra. Die Arbeit mit diesem Laut kann dir helfen, dir selbst wieder näher zu kommen und Mitgefühl für dich zu entwickeln.
Auch hier kannst du mit Wörtern arbeiten oder nur den Laut A sprechen.
Ablauf:
Das I aktiviert den Bereich zwischen deinen Augen, auch drittes Auge oder Stirnchakra genannt. Es steht für Intuition, Klarheit und Bewusstsein.
Du kannst Wörter wie „Igel“, „innen“ oder „Indien“ nutzen oder bei dem reinen I bleiben.
Wichtig ist weniger „Perfektion“ als vielmehr, dass du bewusst atmest, tönerst und hineinspürst. Schon wenige Minuten können dein Nervensystem beruhigen.
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