Psycho­somatischer Schwindel bei Angst und Stress

24.02.2025
Folge 310 | Psychosomatischer Schwindel bei Angst und Stress

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

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Psychosomatischer Schwindel bei Angst: Was dein Körper dir sagen will

Schwarz vor Augen, Pudding in den Knien, alles dreht sich: Schwindel ist eines der häufigsten Symptome, von denen Betroffene mit Angststörungen berichten. In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und SPIEGEL-Bestsellerautorin Christina Hillesheim darüber, wie sich psychosomatischer Schwindel bei Angst anfühlt, was dahintersteckt und was du ganz konkret dagegen tun kannst.

Wie sich psychosomatischer Schwindel bei Angst anfühlt

Viele Betroffene erleben ihren Schwindel als extrem beängstigend. Christina beschreibt typische Symptome, die auch sie lange begleitet haben:

  • Schwarz vor Augen werden
  • verschwommenes Sehen
  • Gefühl von „Pudding in den Knien“
  • ein Schummer- oder Drehgefühl, besonders in Stressphasen

Oft taucht der Schwindel genau dann auf, wenn der Tag besonders voll war oder die Gedanken nicht zur Ruhe kommen. Christina kennt das auch heute noch in stressigen Zeiten, zum Beispiel abends im Bett, wenn der Körper endlich „Tagesbilanz“ zieht.

Ihr persönlicher Zugang dazu:

„Es fühlt sich an, als ob mir alles über den Kopf wächst, als ob mir alles zu viel wird, als ob sich alles dreht, als ob mein Leben einfach zu schnell ist.“

Damit macht sie deutlich: Schwindel ist oft ein Körpersignal für Überforderung und nicht automatisch ein Hinweis auf eine gefährliche körperliche Erkrankung – vor allem, wenn medizinisch alles abgeklärt ist.

Dein Körper als Warnsignal: Was hinter dem Schwindel stecken kann

Christina betont immer wieder, wie „schlau“ unser Körper ist. Symptome wie Schwindel sind oft keine „Fehler“, sondern Hinweise, dass sich etwas in deinem Alltag verändern darf.

Statt den Schwindel nur wegzudrücken, kannst du dir bewusst Fragen stellen:

  • Was wächst mir gerade über den Kopf?
  • Was überfordert mich im Moment besonders?
  • Wo dreht sich meine Welt zu schnell?

Genau hier liegt eine wichtige Chance: Wenn du beginnst, den Schwindel als Feedback deines Nervensystems zu sehen, kann er dir helfen, frühzeitig gegensteuern.

Christinas Erfahrung: Wenn sie sich zurücklehnt, bewusster atmet und „einen Gang runter schaltet“, wird der Schwindel besser. Für sie ist das zu einem inneren Stoppschild geworden, das sagt: „Pause. Du musst gerade nicht noch mehr leisten.“

Konkrete Strategien gegen psychosomatischen Schwindel

Neben der inneren Haltung teilt Christina eine Reihe ganz praktischer Schritte, die bei psychosomatischem Schwindel unterstützen können. Wichtig: Diese Tipps ersetzen keine ärztliche Diagnose, können aber ergänzend sehr hilfreich sein – vor allem, wenn medizinisch bereits Entwarnung gegeben wurde.

1. Stress reduzieren und Nervensystem beruhigen

Stress ist einer der größten Verstärker für Schwindel bei Angst. Christina empfiehlt deshalb:

  • Gang runter schalten – bewusst weniger Termine, mehr Pausen
  • Geführte Meditationen (gern auch aus ihrem Podcast) regelmäßig einbauen
  • Atemübungen, um dein Nervensystem zu regulieren
  • Spaziergänge – einfach mal eine Runde um den Block gehen

Schon wenige Minuten bewusste Entspannung pro Tag können helfen, dass dein Körper nicht ständig im „Alarmmodus“ läuft.

2. Ausreichend trinken und auf deinen Kreislauf achten

Ein Punkt, der gern unterschätzt wird: Viele Menschen trinken deutlich zu wenig, was den Kreislauf schwächt und Schwindel begünstigen kann.

  • Trink regelmäßig Wasser über den Tag verteilt
  • Achte besonders an stressigen Tagen darauf, genug Flüssigkeit aufzunehmen

Christina berichtet, dass sie selbst dazu neigt, zu wenig zu trinken – und wie sehr das ihren Kreislauf beeinflusst.

3. Bewegung statt Schonhaltung

Aus Angst vor dem Umkippen meiden viele Betroffene Sport. Gerade bei Schwindel oder Herzstolpern ist die Versuchung groß, sich zu schonen. Christina hält dagegen:

„Ich fühle mich immer besser, wenn ich Sport gemacht habe – vor allem mein Kreislauf profitiert extrem davon.“

Regelmäßige, moderate Bewegung kann:

  • den Kreislauf stabilisieren
  • das Vertrauen in den eigenen Körper stärken
  • Stresshormone abbauen

Wichtig ist, langsam zu starten und eine Form der Bewegung zu wählen, mit der du dich sicher fühlst, etwa:

  • Spaziergänge
  • leichtes Joggen
  • Yoga oder sanftes Training

4. Nacken, Verspannungen & Physiotherapie

Schwindel kann auch durch Verspannungen im Nackenbereich ausgelöst oder verstärkt werden. Hier setzen Physiotherapie und Massagen an.

Christina empfiehlt:

  • Physiotherapeutische Abklärung: Ist im Nackenbereich alles in Ordnung?
  • Regelmäßige Massagen, um Muskelverhärtungen zu lösen
  • Geld bewusst in deine Gesundheit zu investieren, statt nur in Konsumgüter

Sie selbst versucht, sich etwa alle zwei Wochen eine Massage zu gönnen, weil es ihr Nervensystem deutlich entspannt und ihren Alltag erleichtert. Die Botschaft: Ein dauerhaft entspannter Körper ist mehr wert als die nächste Tasche.

5. Ernährung, Kaffee, Alkohol & Co. bewusst hinterfragen

Auch deine Ernährungsgewohnheiten können deinen Schwindel beeinflussen. Kritisch können zum Beispiel sein:

  • viel Zucker auf einmal
  • mehrere Tassen Kaffee auf nüchternen Magen
  • Alkohol und Nikotin

Wenn dir „plötzlich“ schummerig wird, kann die Ursache manchmal ganz nah liegen: eine Mahlzeit ausgelassen, zu viel Kaffee, zu wenig Essen. Doch im Angstmodus rutscht man schnell in den Krankheits- und Katastrophenfilm, statt die naheliegende Erklärung zu sehen.

Frage dich daher bewusst:

  • Was habe ich heute gegessen und getrunken?
  • Gab es viel Koffein, Zucker oder Alkohol?
  • War ich vielleicht lange nüchtern?

Ärztliche Abklärung: Wann du unbedingt zum Arzt solltest

So hilfreich die psychosomatische Perspektive auch ist: Christina betont klar, wie wichtig es ist, Schwindel zunächst medizinisch abklären zu lassen.

Sie empfiehlt dir:

  • geh zu deiner Hausärztin / deinem Hausarzt
  • lass Kreislauf, Blutdruck und Blutwerte checken
  • suche bei Bedarf eine HNO-Praxis auf (Innenohr, Gleichgewicht)
  • lass Nacken und Wirbelsäule anschauen, zum Beispiel über Physiotherapie

Wenn alle Untersuchungen unauffällig sind, ist der nächste Schritt, den Expert:innen auch wirklich zu vertrauen. Dann darfst du dich mehr auf die psychosomatische Ebene konzentrieren, statt weiter nach „versteckten“ körperlichen Ursachen zu suchen.

Christinas Kernbotschaft:

„Schwindel ist ein Symptom, das super oft bei Angst vorkommt. Ganz viele Menschen haben das. Du bist damit nicht alleine.“

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum psychosomatische Symptome sich so real und bedrohlich anfühlen
  • Wie du aus dem Kreislauf der Krankheitsangst langsam aussteigen kannst
  • Hinweis auf Christinas neues Buch mit Bonusmaterial zu psychosomatischen Symptomen
  • Einladung, deine belastendsten Symptome mit Christina zu teilen
  • Motivation, den Podcast zu abonnieren und weitere Folgen rund um Angst, Stress und Panik zu hören
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Anti-Stress & Nervensystem". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Anti-Stress & Nervensystem"

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