Loslassen lernen: Wie du aufhörst zu kontrollieren, zu stalken, zu grübeln

Warum es so schwer ist und wie du es trotzdem schaffst

01.05.2025
Folge 329 | Loslassen lernen- Wie du aufhörst zu kontrollieren, zu stalken, zu grübeln

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Loslassen lernen: Warum es immer mit einer Entscheidung beginnt

In dieser Kurzfolge von „Angst unplugged“ spricht Christina darüber, warum Loslassen nicht einfach „von allein“ passiert, sondern immer mit einer klaren inneren Entscheidung verbunden ist. Besonders, wenn es um alte Beziehungen, belastende Gefühle oder Ängste geht, verheddern wir uns schnell in Verhaltensmustern, die genau das Gegenteil von Loslassen bewirken.

Christina teilt ihre eigenen Erfahrungen und zeigt dir, wie du bewusst aus diesem Kreislauf aussteigen kannst – ohne Härte gegen dich selbst, aber mit Klarheit in deinen Entscheidungen.

Loslassen ist keine Passivität, sondern eine aktive Entscheidung

Loslassen wird oft so dargestellt, als wäre es ein passiver Prozess: Man „lässt einfach los“ und irgendwann fühlt es sich leichter an. Christina stellt in dieser Folge klar:

„Loslassen ist am Ende auch eine Entscheidung.“

Das bedeutet: Wenn du wirklich etwas oder jemanden loslassen willst, reicht der Wunsch allein nicht. Entscheidend ist, ob dein Verhalten zu dieser Entscheidung passt.

  • Loslassen ist aktiv: Du triffst bewusst die Entscheidung, nicht mehr an etwas festzuhalten.
  • Dein Verhalten zählt: Solange du alte Muster weiterlebst, hältst du innerlich fest.
  • Entscheidung vor Gefühl: Oft kommt das Gefühl der Erleichterung erst, nachdem du dein Verhalten verändert hast – nicht vorher.

Christina teilt, dass sie selbst lange Zeit große Schwierigkeiten mit dem Loslassen hatte: alte Beziehungen, Menschen, Situationen. Sie hat sich immer wieder hineingedacht und hineingefühlt und kam genau deshalb nicht von ihnen los. Der Wendepunkt: zu erkennen, dass sie ihr Verhalten aktiv verändern muss, wenn sie innerlich frei werden will.

Konsequente Social-Media-Gewohnheiten: Wie du Menschen wirklich loslassen kannst

Eines der greifbarsten Beispiele, das Christina nennt, ist Social Media – vor allem Instagram. Viele kennen das: Man möchte eine Person loslassen, schaut aber trotzdem täglich ihre Stories oder Beiträge.

„Wenn du jemanden loslassen willst, du aber jeden Tag die Instagram-Stories dieser Person anschaust, wirst du nicht loslassen können.“

Das Problem: Jedes Mal, wenn du hinschaust, holst du diese Person emotional wieder in dein System zurück. Du wühlst dich in ihr Leben hinein und bleibst innerlich verbunden, obwohl du äußerlich längst Abstand möchtest.

Was dir beim Loslassen über Social Media helfen kann:

  • Entscheide dich bewusst, die Stories, Posts oder das Profil dieser Person nicht mehr anzuschauen.
  • Setze technische Grenzen: stumm schalten, entfolgen oder blockieren, wenn es dir hilft.
  • Erkenne Auslöser: In welchen Momenten greifst du automatisch zum Handy, um zu stalken?
  • Unterbrich das Muster: Lege das Handy weg, nimm dir eine andere Mini-Aufgabe (kurzer Spaziergang, Glas Wasser holen, Atemübung).

Der Kernpunkt: Loslassen heißt auch, bestimmte Handlungen bewusst zu unterlassen. Nicht aus Trotz, sondern aus Selbstschutz und Selbstfürsorge.

Angst vor Krankheiten loslassen: Aufhören zu googeln

Ein weiteres Beispiel, das viele aus dem Alltag kennen: die Angst vor Krankheiten.

Christina beschreibt ein typisches Muster: Ein Körpergefühl oder Symptom verunsichert dich, du fühlst Angst – und greifst reflexartig zu Google, um „sicherzugehen“. Kurzfristig verspricht dir das Kontrolle, langfristig verstärkt es aber die Angst.

„Wenn du die Angst vor Krankheiten mal loslassen willst, ist der erste Schritt, dich zu entscheiden, nicht zu googeln – und das dann auch wirklich durchzuziehen.“

Dieses Beispiel zeigt sehr klar, wie stark Verhalten und Emotionen miteinander verknüpft sind.

Konkreter Ansatz, um aus dem Google-Angst-Kreislauf auszusteigen:

  • Bewusste Entscheidung: Triff eine klare innere Entscheidung: „Ich google meine Symptome nicht mehr.“
  • Alternative Strategie: Notiere Symptome und Gedanken in einem Notizbuch, statt ins Internet zu gehen.
  • Feste Regeln: Zum Beispiel: „Wenn die Sorge länger als 48 Stunden anhält oder stärker wird, gehe ich zu einer Ärztin oder einem Arzt – aber ich google nicht.“
  • Fehlerfreundlichkeit: Wenn du doch wieder googelst, ist das kein Scheitern, sondern ein Ausrutscher. Wichtig ist, danach wieder zu deiner Entscheidung zurückzukehren.

Hier wird deutlich: Du lässt die Angst nicht los, solange du das angstgetriebene Verhalten weiter ausführst. Erst wenn du die Handlung stoppst, kann sich innerlich etwas verändern.

Liebevoll mit dir bleiben: Loslassen ohne Selbstbestrafung

Ein wichtiger Punkt, den Christina immer wieder betont: Loslassen hat nichts mit Härte dir selbst gegenüber zu tun.

Gerade wenn du versuchst, ein Verhalten zu verändern – weniger zu stalken, nicht mehr zu googeln, alte Beziehungen loszulassen – wirst du zwischendurch Rückfälle erleben. Das ist normal.

„Wenn es dir mal wieder passiert: Sei nicht böse zu dir, sei nicht hart zu dir, sondern liebevoll. Sag dir: ‚Okay, heute ist es mir passiert, morgen mache ich wieder einen neuen Anfang.‘“

Statt dich innerlich fertigzumachen, kannst du:

  • Sanft mit dir sprechen: „Ich lerne gerade. Das darf passieren.“
  • Den Fokus verschieben: Nicht auf den Rückfall schauen, sondern auf den nächsten kleinen Schritt.
  • Loslassen als Prozess sehen: Kein einmaliger Moment, sondern eine Entwicklung mit Aufs und Abs.

Damit wird Loslassen zu einem Weg, auf dem du sowohl klare Entscheidungen triffst als auch mit dir selbst freundlich bleibst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum kurze Sprachnachrichten perfekt für „Zwischendurch-Mut“ sind – beim Zähneputzen, vor der Arbeit oder auf dem Weg zur Toilette.
  • Christinas Einladung, regelmäßig die kurzen Mut-Nachrichten von „Angst unplugged“ zu hören.
  • Ermutigung, den Podcast zu abonnieren und Rückmeldungen zu geben, wie dir die Sprachnachrichten helfen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.