Prüfungsangst und Lampenfieber

Tipps für mehr Gelassenheit

13.04.2023
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Prüfungsangst & Lampenfieber: 5 Fragen, die dir sofort mehr Gelassenheit schenken

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Diplom-Soziologin und Autorin Christina Hillesheim fünf kraftvolle Fragen, die dir helfen, mit Prüfungsangst, Lampenfieber und anderen herausfordernden Situationen gelassener umzugehen.
Statt Horrorszenarien im Kopf zu drehen, lernst du, deinen Blick zu verändern und innere Ruhe zu finden – selbst vor Live-Interviews, Prüfungen oder Bewerbungsgesprächen.

1. Was wünschst du dir wirklich von der Situation?

Unsere Gedanken kreisen vor wichtigen Terminen oft darum, was alles schiefgehen könnte. Christina beschreibt, wie sie vor ihrem Live-Interview beim BR in Gedanken schon den völligen Blackout durchgespielt hat – live im Fernsehen, tausende Menschen schauen zu.

Doch genau hier setzt die erste Frage an:

  • Wie soll die Situation im Idealfall ausgehen?
  • Welches Ergebnis wäre für dich perfekt?
  • Wie würdest du dich fühlen, wenn es genau so kommt?

Indem du deinen Fokus bewusst auf das gewünschte Ergebnis richtest, passiert etwas Entscheidendes:

  • Du entziehst den Horrorszenarien Energie.
  • Du lenkst deine Aufmerksamkeit auf Chancen statt auf Risiken.
  • Du spürst mehr Vorfreude und Motivation.

Natürlich heißt das nicht, dass alles perfekt laufen muss. Selbst wenn du dich versprichst oder aufgeregt bist:
Genau das macht dich menschlich und oft sogar sympathisch. Nichts ist so schlimm, wie unser Kopf es im Vorfeld ausmalt.

2. Macht es Sinn, dir jetzt Angst zu machen?

Angst fühlt sich oft an wie ein Schutzmechanismus: Wenn ich mir alles Schlimme vorher ausmale, bin ich vorbereitet. In Wahrheit passiert jedoch meist das Gegenteil.

Frag dich deshalb ganz bewusst und sachlich:

  • Macht es gerade Sinn, mir selbst Angst zu machen?
  • Schützt mich diese Angst tatsächlich vor einem schlechten Ergebnis?
  • Oder füge ich mir im Moment nur selbst Leid zu?

Christina erinnert hier an die Perspektive, wie sie sie aus der Achtsamkeitslehre kennt:
Du kannst erkennen, dass du dir in diesem Moment mit deinen Gedanken Stress machst – und du darfst damit aufhören.

Wichtige Erkenntnis:

Allein diese Einsicht kann schon einen spürbaren inneren Abstand zur Angst schaffen.

3. Was ist der schlimmste Fall – und wie wahrscheinlich ist er?

Unser Kopf ist ein Meister darin, Katastrophenfilme zu drehen. Doch wie realistisch sind diese Szenarien wirklich?

Stell dir bewusst die dritte Frage:

  • Was kann im allerschlimmsten Fall passieren?
  • Wie wahrscheinlich ist dieses Szenario in der Realität?

Christina erzählt von ihren eigenen Gedanken vor dem BR-Interview: totale Blamage, mitten im Gespräch einfach aufstehen und rausrennen.
Und dann der nüchterne Blick: Wie wahrscheinlich ist das tatsächlich?

Im realistischen Worst Case wäre sie vielleicht nervös gewesen, hätte kurz den Faden verloren – und dann hätte der Moderator übernommen. Das ist unangenehm, aber kein Weltuntergang.

Hilfreich ist auch die Zusatzfrage:

  • Wie wichtig ist dieses „Desaster“ in fünf Jahren noch?

Oft merkst du dann:
Was sich heute riesig anfühlt, hat rückblickend kaum Gewicht. Das nimmt deiner Angst Wucht und Dramatik.

4. Wie wichtig ist das wirklich – im Vergleich zu deinem Leben?

In angespannten Situationen spüren wir: Das ist jetzt das Wichtigste überhaupt.
Aber ist das wirklich so?

Frag dich ehrlich:

  • Wie wichtig ist dieses Ereignis im Vergleich zu wirklich existenziellen Dingen?
  • Ist es wichtiger als deine Gesundheit oder die deiner Liebsten?

Wenn du Prüfungen, Bewerbungsgespräche oder Auftritte in Relation setzt zu Themen wie:

  • eigene Gesundheit
  • Gesundheit deines Kindes oder deiner Familie
  • existenzielle Lebensereignisse

dann verschiebt sich die Perspektive. Das bedeutet nicht, dass dein Anliegen unwichtig ist. Aber:

So kann Anspannung leichter zu handhabbarer Aufregung werden – statt zu blockierender Panik.

5. Kannst du dich vielleicht sogar darauf freuen?

Die letzte Frage dreht den Fokus bewusst in eine ganz andere Richtung:

  • Gibt es einen Teil in dir, der sich auf das Ereignis freuen kann?
  • Was kannst du daraus lernen – egal wie es ausgeht?
  • Welche Erfahrung nimmst du für dein Leben mit?

Ob Prüfung, Vorstellungsgespräch, Konzert oder Interview:
Meist ist das Ergebnis nicht „perfekt“ oder „katastrophal“, sondern irgendwo dazwischen mittelgut, wie Christina es nennt. Und genau diese Erfahrungen lassen dich wachsen.

Sie selbst hat das BR-Interview schließlich als wertvolle Chance gesehen:

  • eine neue Erfahrung beim Bayerischen Rundfunk
  • eine Geschichte, die sie später weitererzählen kann
  • ein Lernfeld, um mit Lampenfieber entspannter umzugehen

Statt sich verrückt zu machen, hat sie entschieden:

„Ich genieße jetzt einfach diese Erfahrung, ohne mich ständig zu fragen, wie es am Ende genau ausgeht.“

Diese Haltung kannst du für dich übernehmen:
Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen. Weniger Katastrophendenken, mehr Neugier auf das, was du daraus mitnimmst.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie dich Lampenfieber vor Live-Situationen nicht mehr blockiert, sondern antreibt
  • Warum kleine Patzer dich oft sympathischer wirken lassen als Perfektion
  • Wie du die fünf Fragen auch bei Flugangst oder Auftrittsangst nutzen kannst
  • Warum mentale Gesundheit mehr Sichtbarkeit braucht und wie Podcasts dazu beitragen
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"
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