„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und Autorin Christina Hillesheim sehr persönlich über ihre Geschichte: von Burnout und Angststörung über Zweifel am Kinderwunsch bis hin zur Schwangerschaft mit Anfang 40.
Der Artikel fasst ihre wichtigsten Erfahrungen zusammen und zeigt dir, wie du mit Ängsten rund um Schwangerschaft, Geburt, Alter und mentale Gesundheit bewusster umgehen kannst.
Christinas Geschichte beginnt nicht mit einer Bilderbuchbiografie, sondern mit einem Zusammenbruch. 2016 erhält sie die Diagnose Burnout, mittelschwere Depression und generalisierte Angststörung. Sie ist krankgeschrieben, verliert ihren Job und steht mit 34 scheinbar vor einem Scherbenhaufen.
Während viele ihrer Freundinnen bereits verheiratet sind und Kinder haben, fühlt sie sich wie ein „Versager in Anführungsstrichen“ und fragt sich:
„Wie soll das jemals noch werden mit Kindern, mit Familie?“
Doch ihr Weg zeigt, dass es anders kommen kann:
Ihre zentrale Botschaft:
„Dinge können am Ende auch gut ausgehen und sie gehen tatsächlich viel öfter gut aus als nicht gut.“
Wesentliche Learnings aus dieser Phase:
Christina beschreibt sehr offen, wie sie ihre beiden Schwangerschaften emotional erlebt hat und wie stark sich diese unterschieden haben.
Zu Beginn der ersten Schwangerschaft fühlt sie sich, als würde ihr Körper förmlich überrollt:
Sie beschreibt die ersten zwei Wochen als „kleinen Rückfall“ in die Angst, ausgelöst durch den plötzlichen Hormoncocktail. Das Besondere: Es waren nicht die typischen Schwangerschaftsbeschwerden, sondern Symptome, die sehr an ihre Angst- und Burnoutphase erinnerten.
Nach etwa zwei Wochen beruhigt sich die Lage, die Beschwerden klingen ab und die restliche Schwangerschaft verläuft deutlich stabiler. Aber diese Anfangsphase zeigt ihr, wie sensibel Psyche, Hormone und alte Muster ineinandergreifen.
In der Schwangerschaft mit ihrem zweiten Kind erlebt sie das Gegenteil:
Ihr wichtigster Hinweis an dich:
Sie betont: Wenn du schwanger bist und das Gefühl hast, du leidest – ob an Ängsten, Depression oder starker Überforderung – dann:
Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wie sehr deine eigene psychische Gesundheit in der Schwangerschaft zählen darf – und soll.
Christina nimmt während ihres Burnouts Antidepressiva. Ihre Frauenärztin macht ihr später Mut, indem sie sehr klar und wertschätzend kommuniziert:
„Sie können die Medikamente wieder nehmen, das wäre gar kein Problem.“
Daraus leitet Christina mehrere wichtige Punkte ab:
Sie verweist auch auf Frauen, die nach der Geburt unter postnataler Depression / Wochenbettdepression leiden und glauben, sie dürften „gar nichts tun“, um dem Kind nicht zu schaden. Aus ihrer Sicht ist das ein gefährlicher Irrtum:
Ihr Rat, wenn dein aktueller Arzt sehr negativ ist, dir Angst macht oder dich verurteilt:
Wechsle den Arzt.
Gerade beim Frauenarzt oder der Frauenärztin ist Vertrauen essenziell, weil du diese Person unter Umständen jahrzehntelang regelmäßig sehen wirst.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind Ängste rund um das Thema späte Schwangerschaft. Christina wird bei ihrem ersten Kind mit 37 schwanger und wünscht sich danach noch ein zweites. Mit 40 spricht sie ihre Sorgen ganz offen bei ihrer Frauenärztin an:
„Ich habe ein bisschen Angst, dass ich zu alt bin. Man liest so viel, dass das Down-Syndrom zunimmt und die Statistiken so extrem sind.“
Die Ärztin reagiert sachlich und ermutigend:
Sie berichtet zudem von anderen Patientinnen, etwa einer Frau, die mit 46 Jahren ihr drittes oder viertes Kind erwartet. Damit will Christina keine pauschale Empfehlung geben, aber deutlich machen:
Gleichzeitig betont sie klar: Es geht nicht darum, Risiken zu ignorieren oder unreflektiert Entscheidungen zu treffen. Wichtiger ist:
In ihrem eigenen Fall haben:
für Sicherheit gesorgt – mit dem Ergebnis, dass bei ihr und ihrem Baby alles gut aussieht.
Am Ende der Folge wendet sich Christina besonders einfühlsam an Menschen, für die das Thema Kinderwunsch schmerzhaft ist. Sie weiß, dass nicht alle, die zuhören, zwangsläufig Kinder bekommen wollen oder können.
Ihr ist wichtig zu sagen:
Sie selbst hatte für sich innerlich auch einen Punkt, an dem sie sagte:
„Wenn ich jetzt keine Kinder bekomme, ist es auch okay. Mein Leben ist dann nicht zu Ende.“
Gleichzeitig warnt sie vor einer Überlastung des eigenen Kindes mit zu viel Sinn und Verantwortung:
Für Menschen, die mit Schwangerschaftspostings oder Babycontent kämpfen, etwa auf Instagram, empfiehlt sie:
Und gleichzeitig: Versuche, anderen Menschen ihr Glück zu gönnen, ohne dein eigenes Leid zu übergehen. Beides darf nebeneinander existieren.
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