Angst, Schwangerschaft & Geburt

Meine Geschichte

23.02.2023
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst, Schwangerschaft und Geburt: Meine Reise durch Burnout, Kinderwunsch und späte Mutterschaft

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Diplom-Soziologin und Autorin Christina Hillesheim sehr persönlich über ihre Geschichte: von Burnout und Angststörung über Zweifel am Kinderwunsch bis hin zur Schwangerschaft mit Anfang 40.

Der Artikel fasst ihre wichtigsten Erfahrungen zusammen und zeigt dir, wie du mit Ängsten rund um Schwangerschaft, Geburt, Alter und mentale Gesundheit bewusster umgehen kannst.

Vom Burnout zur späten Mutterschaft: Nichts ist automatisch „zu spät“

Christinas Geschichte beginnt nicht mit einer Bilderbuchbiografie, sondern mit einem Zusammenbruch. 2016 erhält sie die Diagnose Burnout, mittelschwere Depression und generalisierte Angststörung. Sie ist krankgeschrieben, verliert ihren Job und steht mit 34 scheinbar vor einem Scherbenhaufen.

Während viele ihrer Freundinnen bereits verheiratet sind und Kinder haben, fühlt sie sich wie ein „Versager in Anführungsstrichen“ und fragt sich:

„Wie soll das jemals noch werden mit Kindern, mit Familie?“

Doch ihr Weg zeigt, dass es anders kommen kann:

  • 2016: Burnout, Depression, Angststörung, ein Jahr krankgeschrieben
  • 2017: Schrittweise Genesung und Start in die Selbstständigkeit
  • Ende 2018: Schwangerschaft mit dem ersten Kind (mit 37 Jahren)
  • Zweite Schwangerschaft: erneute Schwangerschaft mit 41 Jahren

Ihre zentrale Botschaft:

„Dinge können am Ende auch gut ausgehen und sie gehen tatsächlich viel öfter gut aus als nicht gut.“

Wesentliche Learnings aus dieser Phase:

  • Dein aktueller Zustand ist nicht dein endgültiges Leben. Eine Krise definiert nicht deine gesamte Zukunft.
  • Kinderwunsch ist kein Wettrennen. Alter ist ein Faktor, aber nicht das einzige Kriterium.
  • Selbstbestimmte Entscheidungen geben Kraft. Die Selbstständigkeit war für Christina einer der größten Hebel für ihr Glücksgefühl.

Ängste in der Schwangerschaft: Wenn Hormone alte Wunden triggern

Christina beschreibt sehr offen, wie sie ihre beiden Schwangerschaften emotional erlebt hat und wie stark sich diese unterschieden haben.

Die erste Schwangerschaft: Hormoncocktail und Angst-Rückfall

Zu Beginn der ersten Schwangerschaft fühlt sie sich, als würde ihr Körper förmlich überrollt:

  • massive innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Hitzegefühle, „von 0 auf 100“

Sie beschreibt die ersten zwei Wochen als „kleinen Rückfall“ in die Angst, ausgelöst durch den plötzlichen Hormoncocktail. Das Besondere: Es waren nicht die typischen Schwangerschaftsbeschwerden, sondern Symptome, die sehr an ihre Angst- und Burnoutphase erinnerten.

Nach etwa zwei Wochen beruhigt sich die Lage, die Beschwerden klingen ab und die restliche Schwangerschaft verläuft deutlich stabiler. Aber diese Anfangsphase zeigt ihr, wie sensibel Psyche, Hormone und alte Muster ineinandergreifen.

Die zweite Schwangerschaft: Langsamer, aber länger

In der Schwangerschaft mit ihrem zweiten Kind erlebt sie das Gegenteil:

  • Die Hormone steigen langsamer an,
  • dafür ziehen sich die Beschwerden über einen längeren Zeitraum,
  • psychisch wirkt sie stabiler, weil sie vieles schon kennt und besser einordnen kann.

Ihr wichtigster Hinweis an dich:

  • Jede Schwangerschaft ist anders. Vergleiche dich nicht starr mit dir selbst oder anderen.
  • Ungewohnte Symptome können Ängste triggern, ohne dass tatsächlich etwas „gefährlich“ sein muss.
  • Sprich früh mit Fachpersonen, wenn du merkst, dass Angst oder depressive Verstimmungen überhandnehmen.

Sie betont: Wenn du schwanger bist und das Gefühl hast, du leidest – ob an Ängsten, Depression oder starker Überforderung – dann:

  • geh zum Arzt oder zur Ärztin
  • lass dir helfen
  • such dir jemanden, der dir Mut macht statt dir Vorwürfe zu machen.

Mentale Gesundheit in der Schwangerschaft: Die Mutter zählt auch

Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wie sehr deine eigene psychische Gesundheit in der Schwangerschaft zählen darf – und soll.

Christina nimmt während ihres Burnouts Antidepressiva. Ihre Frauenärztin macht ihr später Mut, indem sie sehr klar und wertschätzend kommuniziert:

„Sie können die Medikamente wieder nehmen, das wäre gar kein Problem.“

Daraus leitet Christina mehrere wichtige Punkte ab:

  • Die Gesundheit der Mutter geht vor. In der Medizin gilt grundsätzlich: lebendes Leben vor ungeborenem Leben.
  • Viele Verbote und Pauschalaussagen sind übertrieben oder schlicht falsch.
  • Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten, verantwortungsvoll zu behandeln – gerade bei psychischen Erkrankungen.

Sie verweist auch auf Frauen, die nach der Geburt unter postnataler Depression / Wochenbettdepression leiden und glauben, sie dürften „gar nichts tun“, um dem Kind nicht zu schaden. Aus ihrer Sicht ist das ein gefährlicher Irrtum:

  • Leiden ist kein Liebesbeweis. Es hilft deinem Kind nicht, wenn es dir dauerhaft schlecht geht.
  • Stabile Mütter sind ein Schutzfaktor – auch emotional.
  • Behandlung ist keine Schwäche, sondern Verantwortung für dich und dein Kind.

Ihr Rat, wenn dein aktueller Arzt sehr negativ ist, dir Angst macht oder dich verurteilt:

Wechsle den Arzt.

Gerade beim Frauenarzt oder der Frauenärztin ist Vertrauen essenziell, weil du diese Person unter Umständen jahrzehntelang regelmäßig sehen wirst.

Schwanger mit 40+: Risiken, Tests und der Umgang mit Statistiken

Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind Ängste rund um das Thema späte Schwangerschaft. Christina wird bei ihrem ersten Kind mit 37 schwanger und wünscht sich danach noch ein zweites. Mit 40 spricht sie ihre Sorgen ganz offen bei ihrer Frauenärztin an:

„Ich habe ein bisschen Angst, dass ich zu alt bin. Man liest so viel, dass das Down-Syndrom zunimmt und die Statistiken so extrem sind.“

Was ihre Frauenärztin ihr mitgibt

Die Ärztin reagiert sachlich und ermutigend:

  • Es gibt gute Tests und Gentests, mit denen sich viele Risiken frühzeitig einschätzen lassen.
  • Alter ist nur ein Faktor von vielen. Andere gesundheitliche Aspekte spielen ebenso eine Rolle.
  • Im konkreten Fall von Christina sei der Verlauf sehr wahrscheinlich gut, die Voraussetzungen sind positiv.

Sie berichtet zudem von anderen Patientinnen, etwa einer Frau, die mit 46 Jahren ihr drittes oder viertes Kind erwartet. Damit will Christina keine pauschale Empfehlung geben, aber deutlich machen:

  • Es ist mehr möglich, als viele glauben.
  • „Sie sollten jetzt kein Kind mehr bekommen“ ist selten eine neutrale Aussage, sondern oft eine persönliche Meinung.
  • Pauschale Verbote („Man darf auf gar keinen Fall…“) sind in sensiblen Lebensphasen selten hilfreich.

Gleichzeitig betont sie klar: Es geht nicht darum, Risiken zu ignorieren oder unreflektiert Entscheidungen zu treffen. Wichtiger ist:

  • informiert statt panisch entscheiden
  • individuelle Faktoren mit guten Ärzten besprechen
  • einen realistischen, nicht angstgetriebenen Blick auf Statistiken und Möglichkeiten behalten

In ihrem eigenen Fall haben:

  • Gentests
  • Feindiagnostik
  • und eine engmaschige Betreuung

für Sicherheit gesorgt – mit dem Ergebnis, dass bei ihr und ihrem Baby alles gut aussieht.

Wenn der Kinderwunsch schmerzt – und warum ein Kind nicht den gesamten Sinn deines Lebens tragen sollte

Am Ende der Folge wendet sich Christina besonders einfühlsam an Menschen, für die das Thema Kinderwunsch schmerzhaft ist. Sie weiß, dass nicht alle, die zuhören, zwangsläufig Kinder bekommen wollen oder können.

Ihr ist wichtig zu sagen:

  • Es ist vollkommen okay, keine Kinder zu bekommen.
  • Kinder sind nicht automatisch der Sinn jedes Lebens.
  • Dein Leben ist nicht „zu Ende“, wenn du keine Kinder hast.

Sie selbst hatte für sich innerlich auch einen Punkt, an dem sie sagte:

„Wenn ich jetzt keine Kinder bekomme, ist es auch okay. Mein Leben ist dann nicht zu Ende.“

Gleichzeitig warnt sie vor einer Überlastung des eigenen Kindes mit zu viel Sinn und Verantwortung:

  • Es ist eine große Bürde für ein Kind, wenn es das Gefühl hat: Mama ist ohne mich nicht glücklich.
  • Natürlich ist es schrecklich, wenn das eigene Kind krank ist oder man es sich ohne das Kind nicht mehr vorstellen kann. Aber:
  • Das gesamte Lebensglück an ein Kind zu knüpfen, ist weder für dich noch für dein Kind gesund.

Für Menschen, die mit Schwangerschaftspostings oder Babycontent kämpfen, etwa auf Instagram, empfiehlt sie:

  • Abgrenzung: Finde heraus, was dir gerade guttut und was dich überfordert.
  • Selbstfürsorge: Erlaube dir, Accounts zu muten oder zu entfolgen, wenn es dich zu sehr triggert.
  • Eigene Wege finden: Frage dich, wie dein Leben aussehen kann – mit oder ohne Kinder – und wo du deinen persönlichen Sinn findest.

Und gleichzeitig: Versuche, anderen Menschen ihr Glück zu gönnen, ohne dein eigenes Leid zu übergehen. Beides darf nebeneinander existieren.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie sich Christinas Leben nach dem Burnout grundlegend verändert und warum ihre Selbstständigkeit ein Wendepunkt war.
  • Warum sie ihren Job so liebt, dass sie ihn auch ohne Bezahlung machen würde – und was das über echten Sinn im Beruf verrät.
  • Einladung zum Workshop mit Frauenärztin Daniela im Happy Club rund um Angst, Schwangerschaft und Hormone.
  • Konkrete Ermutigung, sich bei schwierigen Ärzten eine zweite Meinung zu holen und einen Frauenarzt zu wählen, dem du „tausendprozentig vertraust“.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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