„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Einmal Burnout und zurück“ spricht Christina über ein sensibles, oft totgeschwiegenes Thema:
Wie fühlt sich eine Schwangerschaft an, wenn man bereits ein Burnout oder depressive Phasen erlebt hat?
Und was kann dir in dieser Zeit wirklich helfen?
Aus ihrer eigenen Geschichte – Burnout vor drei Jahren und eine gewünschte Schwangerschaft neun Wochen vor der Aufnahme – leitet sie fünf zentrale Impulse ab,
die dir helfen können, mit Ängsten, Tiefs und Unsicherheiten in der Schwangerschaft besser umzugehen.
Christina betont gleich zu Beginn, dass sie keine Ärztin ist und weder Burnout noch Depression heilen kann.
Sie teilt ihre eigene Geschichte, weil sie erlebt hat, dass sich viele Erfahrungen bei Burnout und Depression ähneln und anderen Mut machen können.
Ein Thema, zu dem sie besonders viele Fragen bekommt, sind Antidepressiva:
Dazu äußert sie sich ganz bewusst nicht im Detail:
„Es ist egal, was ich gemacht habe. Es geht darum, dass du deinen eigenen Weg findest und mit einem Arzt besprichst, was dir hilft.“
Wichtige Botschaften dazu:
Ihr Kernanliegen: Bleib offen, informiere dich gut und hol dir unbedingt ärztliche Unterstützung, wenn es dir schlecht geht.
Kurz nachdem Christina erfuhr, dass sie schwanger ist, ging es ihr zunächst sehr gut. Nach wenigen Tagen folgte jedoch ein deutliches Tief,
in dem sie das Gefühl hatte, die Depression könnte zurückkommen. Ihre Frauenärztin erklärte ihr,
dass solche Einbrüche gerade am Anfang einer Schwangerschaft oft mit der Hormonumstellung zusammenhängen.
Christinas erster und sehr zentraler Tipp:
„Verurteile dich nicht dafür, dass du dich traurig fühlst.“
Viele Frauen denken in solchen Momenten:
Genau diese Selbstvorwürfe verstärken jedoch die depressive Stimmung.
Das kennt man auch unabhängig von einer Schwangerschaft: Wer sich selbst für seine Gefühle kritisiert, macht alles nur schlimmer.
Stattdessen hilft es, wenn du:
Oft verschwinden die Gefühle schneller, wenn sie sein dürfen, statt bekämpft zu werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Offenheit. Christina rät dir, dich nicht zu schämen, wenn es dir in der Schwangerschaft schlechter geht als erwartet.
„Nicht denken: ‚Ich darf das keinem sagen.‘ Sprich mit den Menschen, die dir nahestehen.“
Das kann zum Beispiel sein:
Gerade der Frauenarzt bzw. die Frauenärztin kann hier eine sehr gute erste Anlaufstelle sein –
sowohl, wenn es dir psychisch schlecht geht, als auch, wenn du Fragen zu Medikamenten, Therapie oder Hilfsangeboten hast.
Christinas Erfahrung: Allein das Aussprechen der eigenen Sorgen bringt oft unmittelbar Erleichterung.
In sich hineinzufressen und zu hoffen, dass es von allein besser wird, verschlimmert die Situation meist nur.
Christina beschreibt, wie wichtig es ist, den eigenen Fokus aktiv zu verändern. Statt gedanklich immer wieder um das Problem zu kreisen, kannst du beginnen,
bewusst in Lösungen zu denken.
„Es gibt meiner Erfahrung nach fast immer irgendeine Lösung.“
Das bedeutet konkret:
Christina betont dabei explizit:
Gleichzeitig geht es auch um kleinere, praktische Lösungswege, zum Beispiel:
Wichtig ist vor allem: Hör auf, dir ständig das Horrorszenario auszumalen. Frage dich stattdessen immer wieder:
In ihrem Burnout hatte Christina oft den Gedanken:
„Was, wenn das nie wieder vorbei geht und ich mich immer so fühlen werde?“
Genau diese Gedanken verstärken die Verzweiflung. Aus der Erfahrung von Burnout und Schwangerschaft sagt sie heute:
In ihrer eigenen Schwangerschaft hatte Christina nach den ersten zwei Wochen Tiefphase eine weitgehend schöne, stabile Zeit.
Kleine körperliche Beschwerden kamen und gingen.
Ihr innerer Satz dazu war:
„Das bleibt jetzt nicht neun Monate so. Es ist vorübergehend.“
Diesen Gedanken kannst du auch auf deine psychische Verfassung übertragen:
Fokussiere dich darauf, dass das, was du gerade erlebst, ein Abschnitt ist, kein Endzustand.
Der für Christina wichtigste Punkt: Schau ganz genau hin, wovor du eigentlich Angst hast.
Hinter Gefühlen von Überforderung oder Traurigkeit stecken oft sehr konkrete Themen:
Statt die Ängste nur im Kopf kreisen zu lassen, kannst du dir Fragen stellen wie:
Mögliche Entlastungen können sein:
Christina betont außerdem: Ein gewisses Maß an Angst ist völlig normal.
Nahezu jede schwangere Frau kennt Gedanken wie:
Entscheidend ist, wie du mit diesen Ängsten umgehst:
So verwandelst du lähmende Angst Stück für Stück in Gestaltungsmöglichkeiten.
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