Schwangerschaft und Depression & Burnout

5 Gedanken, die helfen können

Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

Jetzt anhören auf:
Inhalt

Burnout, Depression und Schwangerschaft: 5 hilfreiche Tipps aus eigener Erfahrung

In dieser Folge von „Einmal Burnout und zurück“ spricht Christina über ein sensibles, oft totgeschwiegenes Thema:
Wie fühlt sich eine Schwangerschaft an, wenn man bereits ein Burnout oder depressive Phasen erlebt hat?
Und was kann dir in dieser Zeit wirklich helfen?

Aus ihrer eigenen Geschichte – Burnout vor drei Jahren und eine gewünschte Schwangerschaft neun Wochen vor der Aufnahme – leitet sie fünf zentrale Impulse ab,
die dir helfen können, mit Ängsten, Tiefs und Unsicherheiten in der Schwangerschaft besser umzugehen.

Wichtiger Hinweis: Keine medizinischen Ratschläge, sondern persönliche Erfahrungen

Christina betont gleich zu Beginn, dass sie keine Ärztin ist und weder Burnout noch Depression heilen kann.
Sie teilt ihre eigene Geschichte, weil sie erlebt hat, dass sich viele Erfahrungen bei Burnout und Depression ähneln und anderen Mut machen können.

Ein Thema, zu dem sie besonders viele Fragen bekommt, sind Antidepressiva:

  • Ob sie selbst Tabletten genommen hat
  • Welche Medikamente sie ggf. genutzt hat
  • Wie lange eine Einnahme gedauert haben könnte

Dazu äußert sie sich ganz bewusst nicht im Detail:

„Es ist egal, was ich gemacht habe. Es geht darum, dass du deinen eigenen Weg findest und mit einem Arzt besprichst, was dir hilft.“

Wichtige Botschaften dazu:

  • Keine Selbstvergleiche: Du musst es nicht „ohne Tabletten schaffen“, nur weil es jemand anderes vielleicht so gemacht hat.
  • Keine falschen Zwänge: Du musst auch nicht „unbedingt welche nehmen“, nur weil es andere tun.
  • Offenheit ist zentral: Triff solche Entscheidungen immer gemeinsam mit Ärzt:innen.
  • Medikamente können helfen – müssen aber nicht: Christina ist Tabletten gegenüber eher skeptisch, verteufelt sie aber nicht,
    weil sie weiß, dass sie manchmal sogar Leben retten können.

Ihr Kernanliegen: Bleib offen, informiere dich gut und hol dir unbedingt ärztliche Unterstützung, wenn es dir schlecht geht.

1. Hör auf, dich für deine Traurigkeit zu verurteilen

Kurz nachdem Christina erfuhr, dass sie schwanger ist, ging es ihr zunächst sehr gut. Nach wenigen Tagen folgte jedoch ein deutliches Tief,
in dem sie das Gefühl hatte, die Depression könnte zurückkommen. Ihre Frauenärztin erklärte ihr,
dass solche Einbrüche gerade am Anfang einer Schwangerschaft oft mit der Hormonumstellung zusammenhängen.

Christinas erster und sehr zentraler Tipp:

„Verurteile dich nicht dafür, dass du dich traurig fühlst.“

Viele Frauen denken in solchen Momenten:

  • „Ich müsste doch glücklich sein.“
  • „Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich mich so fühle?“

Genau diese Selbstvorwürfe verstärken jedoch die depressive Stimmung.
Das kennt man auch unabhängig von einer Schwangerschaft: Wer sich selbst für seine Gefühle kritisiert, macht alles nur schlimmer.

Stattdessen hilft es, wenn du:

  • deine Gefühle bewusst annimmst, statt sie wegzudrücken
  • liebevoller mit dir selbst sprichst, etwa: „Es ist okay, dass ich mich so fühle.“
  • anerkennst, dass viele Frauen solche Phasen erleben – du bist nicht allein

Oft verschwinden die Gefühle schneller, wenn sie sein dürfen, statt bekämpft zu werden.

2. Sprich darüber – und hol dir aktiv Hilfe

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Offenheit. Christina rät dir, dich nicht zu schämen, wenn es dir in der Schwangerschaft schlechter geht als erwartet.

„Nicht denken: ‚Ich darf das keinem sagen.‘ Sprich mit den Menschen, die dir nahestehen.“

Das kann zum Beispiel sein:

  • dein Partner oder deine Partnerin
  • Familie oder enge Freund:innen
  • deine Frauenärztin bzw. dein Frauenarzt

Gerade der Frauenarzt bzw. die Frauenärztin kann hier eine sehr gute erste Anlaufstelle sein –
sowohl, wenn es dir psychisch schlecht geht, als auch, wenn du Fragen zu Medikamenten, Therapie oder Hilfsangeboten hast.

Christinas Erfahrung: Allein das Aussprechen der eigenen Sorgen bringt oft unmittelbar Erleichterung.
In sich hineinzufressen und zu hoffen, dass es von allein besser wird, verschlimmert die Situation meist nur.

  • Rede frühzeitig, bevor du in eine Spirale der Isolation rutschst.
  • Nimm Schamgefühle nicht zu ernst – sie dürfen da sein, aber sie sollten dich nicht davon abhalten, Hilfe zu holen.

3. Denk in Lösungen, nicht im Problemkreisel

Christina beschreibt, wie wichtig es ist, den eigenen Fokus aktiv zu verändern. Statt gedanklich immer wieder um das Problem zu kreisen, kannst du beginnen,
bewusst in Lösungen zu denken.

„Es gibt meiner Erfahrung nach fast immer irgendeine Lösung.“

Das bedeutet konkret:

  • Erkenne: Wie schlecht geht es mir wirklich? (leichter Tiefpunkt vs. schwere Depression)
  • Sei ehrlich zu dir, wenn du Suizidgedanken oder extrem starke Verzweiflung hast.
  • Hol dir unbedingt ärztliche Hilfe, wenn es sehr schlimm ist – auch in der Schwangerschaft.

Christina betont dabei explizit:

  • Auch in der Schwangerschaft gibt es Möglichkeiten, mit Medikamenten zu arbeiten.
    Lass dich beraten, statt neun Monate lang zu leiden.
  • Deine Frauenärztin bzw. dein Frauenarzt kann mit dir gemeinsam Wege finden, die sowohl dir als auch deinem Kind gerecht werden.

Gleichzeitig geht es auch um kleinere, praktische Lösungswege, zum Beispiel:

  • Psychotherapie oder Beratungsstellen aufsuchen
  • den Alltag entlasten (Haushaltshilfe, Unterstützung von Familie oder Freunden)
  • klare Absprachen mit dem Partner zu Aufgaben und Zuständigkeiten

Wichtig ist vor allem: Hör auf, dir ständig das Horrorszenario auszumalen. Frage dich stattdessen immer wieder:

  • „Was könnte ich jetzt konkret tun, damit es mir ein kleines Stück besser geht?“
  • „Wer könnte mir helfen?“
  • „Was wäre ein erster, kleiner Schritt in Richtung Entlastung?“

4. Mach dir bewusst: Nichts bleibt für immer – auch nicht dieser Zustand

In ihrem Burnout hatte Christina oft den Gedanken:

„Was, wenn das nie wieder vorbei geht und ich mich immer so fühlen werde?“

Genau diese Gedanken verstärken die Verzweiflung. Aus der Erfahrung von Burnout und Schwangerschaft sagt sie heute:

  • Gefühle sind grundsätzlich vorübergehend.
  • Sie wollen gefühlt und angeschaut werden – dann ziehen sie weiter.
  • Gedanken wie „Das bleibt jetzt immer so“ sind nicht realistisch und nicht hilfreich.

In ihrer eigenen Schwangerschaft hatte Christina nach den ersten zwei Wochen Tiefphase eine weitgehend schöne, stabile Zeit.
Kleine körperliche Beschwerden kamen und gingen.

Ihr innerer Satz dazu war:

„Das bleibt jetzt nicht neun Monate so. Es ist vorübergehend.“

Diesen Gedanken kannst du auch auf deine psychische Verfassung übertragen:

  • Deine aktuelle Stimmung definiert nicht deine ganze Zukunft.
  • Sowohl die Schwangerschaft als auch eine depressive Phase haben ein Ende.
  • Jeder Tag kann ein kleines Stück anders werden als der vorherige.

Fokussiere dich darauf, dass das, was du gerade erlebst, ein Abschnitt ist, kein Endzustand.

5. Schau dir deine Ängste genau an – und entlaste dich bewusst

Der für Christina wichtigste Punkt: Schau ganz genau hin, wovor du eigentlich Angst hast.

Hinter Gefühlen von Überforderung oder Traurigkeit stecken oft sehr konkrete Themen:

  • Stimmt in der Partnerschaft etwas nicht, das dich belastet?
  • Hast du Angst, dass dich das Muttersein überfordern wird?
  • Macht dir die Verantwortung für ein Kind generell Angst?

Statt die Ängste nur im Kopf kreisen zu lassen, kannst du dir Fragen stellen wie:

  • „Was genau macht mir am meisten Angst?“
  • „Was davon ist realistisch – und was eher ein Worst-Case-Szenario?“
  • „Was könnte ich konkret tun, um mich zu entlasten, wenn das Kind da ist?“

Mögliche Entlastungen können sein:

  • Unterstützung durch Familie, Freund:innen oder den Partner aktiv einplanen
  • Schwangerenberatungsstellen aufsuchen, um Hilfsangebote kennenzulernen
  • frühzeitig überlegen, welche <strongDienstleistungen oder Hilfen (z. B. Haushalt, Nachsorge, Hebamme) verfügbar sind

Christina betont außerdem: Ein gewisses Maß an Angst ist völlig normal.
Nahezu jede schwangere Frau kennt Gedanken wie:

  • „Schaffe ich das alles?“
  • „Was ist, wenn ich überfordert bin?“

Entscheidend ist, wie du mit diesen Ängsten umgehst:

  • Unterscheide zwischen realistischen Sorgen (die du angehen kannst) und diffusen Ängsten,
    die einfach zum Mutterwerden dazugehören.
  • Identifiziere Bereiche, in denen du konkrete Lösungen finden kannst.
  • Akzeptiere, dass ein Rest Unsicherheit bleibt – ohne dass sie dein ganzes Leben bestimmen muss.

So verwandelst du lähmende Angst Stück für Stück in Gestaltungsmöglichkeiten.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christina ihren Burnout vor drei Jahren erlebt hat und welche Parallelen sie zu ihrer Schwangerschaft sieht.
  • Warum Offenheit über Burnout und Depression in der Schwangerschaft so wichtig ist.
  • Weshalb es unserer Gesellschaft oft schwerfällt zu akzeptieren, dass eine Schwangerschaft nicht nur schön ist.
  • Einladung zum Austausch auf ihrem Instagram-Profil „HappyDings“ mit Impulsen für ein bewussteres, glücklicheres Leben.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
Jetzt anhören auf:

Diese Folgen könnten dir auch gefallen

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest

Reduziert

Ursprünglicher Preis war: 19,90 €Aktueller Preis ist: 16,90 €. inkl. 7% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

66,00  inkl. 19% MwSt.

Keine Folge verpassen

Du interessierst dich für das Thema mentale Gesundheit, angstfrei und glücklich leben? Dann melde dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Direkt nach Anmeldung erhältst du meine Happy News mit Updates zu neuen Blog Beiträgen, Podcast Folgen, Freebies sowie vielen exklusiven Community- und Bonus-Aktionen.