7 Tools, die mir bei Angst und Panik geholfen haben

05.08.2024
7 Tools, die mir bei Angst und Panik geholfen haben – Podcastfolge mit praktischen Strategien zur Selbsthilfe

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Sieben alltagstaugliche Tools gegen Angst und Panik

In dieser Folge von „Angst unplugged“ teilt Christina sieben einfache Tools, die ihr persönlich bei Angst- und Panikmomenten geholfen haben.
Sie ersetzen weder ärztliche Behandlung noch Therapie, können dich aber im Alltag unterstützen und dir das Gefühl geben, deiner Angst nicht völlig ausgeliefert zu sein.

Warum kleine Tools bei Angst so kraftvoll sein können

Wenn Angst oder Panik hochkommt, gerät dein Kopf leicht in ein Gedankenkarussell: „Was ist, wenn ich umfalle? Was ist, wenn ich einen Herzinfarkt bekomme?“
Genau hier setzen die sieben Tools an.

Statt dich weiter in diese Gedanken hineinzusteigern, holst du dich über deine Sinne zurück ins Hier und Jetzt.
Christina beschreibt es so:
„Mit diesen sieben Tools machen wir eigentlich nichts anderes, als zu versuchen, aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen.“

Die Grundidee dahinter:

  • Sinnesreize aktivieren (Riechen, Schmecken, Fühlen)
  • Körperlich werden, statt nur im Kopf zu sein
  • Selbstwirksamkeit stärken – du tust aktiv etwas, statt nur abzuwarten

Wichtig: Du sollst dich nicht abhängig von einem Tool fühlen. Es sind Hilfen, keine Krücken.
Christina empfiehlt daher, eher mehrere kleine Tools parat zu haben und sie als Unterstützung zu sehen – nicht als einzige Rettung.

Tool 1–3: Sinne wecken und ins Hier und Jetzt zurückkommen

Pfefferminzöl: Frischekick für Kopf und Atem

Christinas persönlicher Favorit ist Pfefferminzöl. Sie nutzt es bis heute in vielen Situationen:
wenn sie müde ist, ihr übel oder schwindelig ist oder sie sich einfach wieder sammeln möchte.

So setzt sie es ein:

  • Einen Tropfen Pfefferminzöl auf die Zunge geben (vorsichtig dosieren, es ist sehr scharf).
  • Tief durchatmen und den intensiven Geruch bewusst wahrnehmen.

Der Effekt:

  • Ablenkung von Grübelgedanken, weil das Öl sehr intensiv schmeckt und riecht.
  • Rückkehr ins Hier und Jetzt über Geruchs- und Geschmackssinn.

Du kannst auch andere ätherische Öle ausprobieren und schauen, was dir gut tut.

Gekühltes Wasser: Beruhigung von innen

Klingt simpel, ist aber wirkungsvoll: Wasser trinken.

Warum Wasser bei Angst helfen kann:

  • Du tust aktiv etwas – das unterbricht das gedankliche Weiterdrehen.
  • Du beugst Dehydration vor, die körperliche Symptome verstärken kann.
  • Über den Geschmackssinn kommst du wieder mehr in den Körper.

Igelbälle: Tastsinn und Durchblutung anregen

Ein weiteres Tool sind kleine, spitze Igelbälle, die Christina oft am Schreibtisch oder unterwegs nutzt.

Ihre Wirkung:

  • Wenn du sie in den Händen rollst, wird die Durchblutung stark angeregt – die Hände können richtig kribbeln.
  • Die spitzen Noppen aktivieren deinen Tastsinn und holen dich aus dem Kopf in den Körper.
  • Besonders in akuten Angst- und Paniksituationen können sie helfen, ins Hier und Jetzt zurückzukehren.

Tool 4–5: Fokussierung und Erdung im Alltag

Angstring mit Perlen: Atem, Affirmationen und Struktur

Die sogenannten Angstringe mit Perlen sind für Christina mehr als nur Schmuck.
Sie nutzt sie, um Atmung, Gedanken und Berührung zu verbinden.

So kannst du ihn verwenden:

  • Perlen einzeln abzählen, um dich zu fokussieren.
  • Dazu Affirmationen sprechen, z. B.:
    • Ich bin zu jeder Zeit sicher und beschützt.
    • Oder silbenweise: „Ich – bin – si–cher – be–schützt“ und pro Silbe eine Perle schieben.
  • Dir visuell vorstellen, wie du mit jeder Perle Angst und Stress loslässt.

Du kannst dir eigene Sätze überlegen – deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Wichtig ist, dass die Bewegung der Perlen und dein innerer Fokus zusammenwirken.

Apfel oder etwas Saures: Geschmack als Unterbrecher

Christina hatte früher oft einen Granny-Smith-Apfel in der Tasche – bewusst einen etwas saureren.

Warum das helfen kann:

  • Der sauer-frische Geschmack holt dich augenblicklich in den Moment.
  • Du tust deinem Körper gleichzeitig etwas Gutes – Obst statt nur Bonbons.
  • Auch saure Bonbons können funktionieren, wenn du gerade keinen Apfel dabeihast.

Christina hat dieses Tool nach eigener Aussage „wirklich ganz, ganz, ganz oft“ genutzt.

Tool 6–7: Sicherheit und Unterbrechung des Gedankenkarussells

Glücksbringer als Handschmeichler

Ein kleines Symbol kann in schwierigen Momenten viel Halt geben.
Christina erinnert sich sogar an ihr Abitur: Damals hatten alle irgendeinen Glücksbringer dabei.

Heute nutzt sie gerne Handschmeichler in Herzform, auf denen z. B. „Du schaffst das“ steht.

Vorteile eines Glücksbringers:

  • Er passt in die Hand und kann fest umschlossen werden, ohne weh zu tun.
  • Allein das Fühlen in der Hand kann dir ein Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit geben.
  • Du kannst dir innerlich sagen: „Ich bin nicht allein, ich schaffe das.“

Wichtig ist, dass du etwas wählst, bei dem du dich wirklich wohl und unterstützt fühlst.

Gummiband am Handgelenk: Reiz statt Grübelspirale

Das siebte Tool ist ein Klassiker, der auch von vielen Therapeut:innen empfohlen wird: ein Gummiband am Handgelenk.

Anwendung:

  • Du ziehst das Gummiband leicht vom Handgelenk weg.
  • Lässt es dann zurückschnalzen, sodass ein kleiner Schmerzreiz entsteht.

Wirkprinzip:

  • Der kurze, leichte Schmerz rückt in den Vordergrund.
  • Katastrophengedanken wie „Was, wenn ich umfalle?“ verlieren in diesem Moment an Macht.
  • Du unterbrichst aktiv die Gedankenspirale.

Du bist deiner Angst nicht hilflos ausgeliefert

Christina ist wichtig zu betonen:
„Du bist deiner Angst nicht hilflos ausgeliefert. Du kannst etwas dagegen tun.“

Die sieben Tools sollen deine Selbstwirksamkeit stärken.
Du verlässt dich nicht zu 100 % auf ein Tool, sondern nutzt es als Unterstützung, während du aktiv mitmachst.

Ihre Empfehlungen im Überblick:

  • Sieh jedes Tool als Hilfe, nicht als Rettungsanker.
  • Nimm lieber mehrere kleine Tools mit (z. B. Pfefferminzöl, Wasser, Apfel), statt nur eins.
  • Spüre, was dir persönlich guttut – wir sind alle individuell.
  • Probier aus, was zu dir passt, und teste Schritt für Schritt.
  • Trau dich irgendwann auch, ein Tool mal wegzulassen, wenn du dich stabiler fühlst.

Anders als bei Medikamenten besteht bei diesen Hilfsmitteln keine Gefahr einer klassischen Abhängigkeit.
Sie sind eher wie kleine Anker, die du nutzen kannst, um wieder bei dir anzukommen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Kurze Wiederholung aller sieben Tools am Ende der Folge.
  • Hinweise, warum ärztliche Begleitung und Therapie wichtig bleiben.
  • Christinas Ermutigung, dir Unterstützung zu holen und dranzubleiben.
  • Der Hinweis, dass manche Tools ganz nebenbei auch einfach gesund sind (z. B. Wasser, Apfel).
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"
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