„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps und Übungen, inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie (Experten) Interviews.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina mit Anne Jansson darüber, wie Ayurveda bei Angst, Stress und Burnout unterstützen kann – und warum schon kleine, warme Rituale im Alltag einen riesigen Unterschied machen.
Die Zielgruppe sind vor allem Menschen, die unter Ängsten, innerer Unruhe oder Burnout-Symptomen leiden und sich nach ganzheitlichen, alltagstauglichen Ansätzen sehnen. Die Sprache bleibt persönlich, direkt und leicht verständlich – ohne esoterische Überhöhung.
Anne Jansson ist Ayurveda-Expertin, Business-Strategin und arbeitet heute vor allem mit Ayurveda- und Health-Coaches. Ursprünglich hat sie Wirtschaftsmathematik studiert und eine auf dem Papier beeindruckende Konzernkarriere gestartet – äußerlich erfolgreich, innerlich maximal unerfüllt.
Nach einem schweren Burnout und einem Autounfall hat sie ihr Leben konsequent verändert, Ayurveda studiert und sich nebenberuflich selbstständig gemacht. Ihre Erfahrungen aus Konzernwelt, Burnout und Ayurveda verbindet sie heute zu einem sehr bodenständigen, lebensnahen Blick auf Gesundheit.
Anne beschreibt sehr offen, wie sich ihr Burnout angefühlt und angekündigt hat – lange bevor es eine Diagnose gab.
Eines der ersten Zeichen kam von außen:
„Anne, du singst nicht mehr.“
Ihre Mutter sprach damit etwas aus, das Anne selbst noch verdrängt hatte: Die Lebensfreude war weg. Dazu kamen schleichend weitere Anzeichen:
Der „Knall“ kam schließlich in Form eines schweren Autounfalls. Körperlich kam sie mit Gehirnerschütterung und Platzwunde vergleichsweise glimpflich davon, doch das medizinische Team machte ihr klar, dass ihr Gesamtzustand bereits deutlich angeschlagen war.
Der Unfall wurde zu einer Art Erlaubnis, innerlich endlich zusammenzubrechen:
Zwei Entscheidungen und Entwicklungen waren für Anne entscheidend, um aus der Krise herauszufinden:
Für viele Hörer:innen mit Angst oder Burnout-Erfahrungen ist das ein wichtiger Impuls: Schon die Entscheidung, einen eigenen Weg aufzubauen – auch nebenberuflich – kann enorm entlastend wirken.
Ayurveda ist viel mehr als „Drei Typen und Ernährungstabellen“. Anne beschreibt es als:
„Ein geniales, sehr einfaches Modell für unsere Welt.“
Alles – körperliche Prozesse, Emotionen, Zustände in Gesellschaft und Umwelt – lässt sich als Kombination dieser Doshas verstehen. Ayurveda spricht weniger von „krank“ oder „gesund“, sondern von verschiedenen Zuständen, die sich beeinflussen und verändern lassen.
Jeder Mensch hat eine individuelle Konstitution bei der Geburt, eine Art energetischen Blueprint, vergleichbar mit einem genetischen Code. Bei Anne sieht diese zum Beispiel ungefähr so aus:
Das ist der Zustand, in dem es uns langfristig am besten geht. Doch äußere Faktoren wie:
verschieben die Doshas ständig leicht. Solange diese Schwankungen klein bleiben, können wir sie gut ausbalancieren. Kritisch wird es, wenn ungünstige Einflüsse dauerhaft wiederkehren – dann verschieben sich die Doshas stabil und das ist aus ayurvedischer Sicht der Anfang jeder Krankheit, körperlich wie psychisch.
Wichtige Unterscheidung laut Anne:
Bei Angst, innerer Unruhe und Stress steht im Ayurveda meist ein Dosha im Fokus: Vata.
Wir leben in einer Vata-dominierten Welt:
Ein Vataüberschuss zeigt sich nicht nur mental, sondern oft auch körperlich, zum Beispiel durch:
Ayurveda ermöglicht es, solche Frühzeichen ernst zu nehmen: „Wenn ich merke, ich kriege trockene Haut, ist höchste Zeit, meinen Lifestyle zu ändern.“
Viele Hörer:innen wünschen sich nicht nur Erklärmodelle, sondern praktische erste Schritte. Anne gibt greifbare Empfehlungen, die du sofort ausprobieren kannst – ohne dein ganzes Leben umzukrempeln.
Bei einem Vataüberschuss ist eines zentral:
„Rhythmen und Rituale sind das beste Heilmittel.“
Das bedeutet für deinen Alltag:
Diese Routinen geben:
Christina bringt hier den Vergleich mit Kindern: Schon bei ihrem dreijährigen Sohn zeigt sich, wie sehr Rhythmus und Vorhersehbarkeit emotionale Stabilität unterstützen. Ayurveda sieht Erwachsene da nicht viel anders.
Wenn dein Leben ohnehin sehr bewegt ist – etwa durch Job, Familie oder ständige Termine – empfiehlt Anne, dir zumindest den Morgen als festen Anker zu nehmen.
Elemente einer ayurvedisch inspirierten Morgenroutine können sein:
Einer der einfachsten und wirkungsvollsten Tipps:
Starte deinen Tag mit einem Glas warmem Wasser.
Warum?
Praktische Umsetzung:
Die genaue Temperatur ist typabhängig, aber für die meisten reicht „angenehm warm“. Wichtig ist: kein eiskaltes Wasser am Morgen.
Ein Leitsatz aus dem Gespräch:
„Es ist viel wichtiger, wie du isst, als was du isst.“
Trotzdem gibt es einige generelle Richtlinien, besonders bei Vataüberschuss oder Stress:
Ein weiterer, oft unterschätzter Punkt ist das „Wie“ beim Essen:
Anne ist klar: Du kannst das vermeintlich gesündeste Essen zu dir nehmen – wenn es unter Stress und im Gehetze passiert, ist es für den Körper schwerer zu verarbeiten als eine einfache Mahlzeit, die du in Ruhe genießt.
Gerade bei Stress und Vataüberschuss rät Anne dazu, nicht fettarm, sondern fettreich genug zu essen:
Im Sanskrit wird das Wort für Öl/Fett ähnlich verwendet wie das Wort für „Liebe“. Öle sind daher nicht nur Nährstoffe, sondern energetisch wie eine liebevolle Zuwendung an den Körper:
Das zeigt sich auch in traditionellen Ölmassagen, die im Ayurveda als tiefe Form der Selbstfürsorge gelten.
Damit es nicht theoretisch bleibt, teilt Anne praktische Beispiele.
Ein Klassiker für mehr Erdung am Morgen ist ein warmes Porridge. So kann es aussehen:
Wer kein Gluten verträgt, kann z. B. auf Reis, Hirse oder Buchweizen ausweichen. Anne isst etwa oft:
Porridge muss nicht süß sein. Es funktioniert auch herzhaft:
Weitere wärmende Optionen:
Als Inspiration teilt Anne einen echten Tag aus ihrer Ernährung:
Ein besonders einfacher Hebel sind Kräuter und Gewürze. Anne empfiehlt:
Ihr Tipp: Geh in einen indischen oder türkischen Laden, lass dich von den Gewürzen inspirieren und probiere aus. Schon ein kleines Plus an Gewürzen im Essen kann:
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