Angst vor Medikamenten und Psychopharmaka

3 schnelle Tipps gegen die Angst vor Nebenwirkungen

26.06.2025
Folge 345 | Angst vor Medikamenten und Psychopharmaka? 3 schnelle Tipps gegen die Angst vor Nebenwirkungen

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Angst unplugged: Was tun bei Angst vor Medikamenten?

Angst vor Medikamenten ist weit verbreitet – besonders, wenn es um Antidepressiva und Beruhigungsmittel geht.
Vielleicht kennst du Gedanken wie: „Was, wenn ich starke Nebenwirkungen bekomme?“ oder „Was, wenn ich mich dadurch verändere?“.

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Christina offen über ihre eigene Angst vor Tabletten und
gibt dir drei klare, alltagstaugliche Ansätze, wie du besser mit dieser Angst umgehen kannst, ohne dich selbst zu übergehen
oder ärztliche Empfehlungen zu ignorieren.

1. Packungsbeilage & Panik: Wie du mit deinem Arzt einen guten Umgang findest

Menschen mit Angststörung neigen dazu, jede mögliche Nebenwirkung direkt bei sich zu entdecken – einfach nur, weil sie sie gelesen haben.
Christina beschreibt es so:
„Wenn ich diese Packungsbeilage lese, habe ich einfach alle diese Symptome danach.“

Statt dich allein durch die Packungsbeilage zu kämpfen, kannst du mit deinem Arzt einen Weg finden, der zu deiner Angstlage passt.

So kannst du das Gespräch mit deinem Arzt gestalten

  • Offen sagen, dass du Angst hast: Erklär deinem Arzt, dass dich Packungsbeilagen triggern und du
    danach oft vermeintliche Symptome spürst.
  • Nach einer zusammengefassten Erklärung fragen: Bitte darum, dass er dir die
    wichtigsten Punkte erklärt:

    • Was ist die Hauptwirkung des Medikaments?
    • Welche wenigen, wirklich relevanten Nebenwirkungen solltest du kennen?
    • Woran erkennst du, dass du unbedingt noch einmal anrufen oder vorbeikommen solltest?
  • Klare Absprache zur Packungsbeilage: Frag konkret: „Ist es für Sie okay, wenn ich die Packungsbeilage
    erst mal nicht lese und mich an Ihre Infos halte?“

Der wichtige Punkt: Du übernimmst Verantwortung, aber du musst das nicht alleine tun. Du nutzt die Expertise des Arztes,
anstatt dich in Worst-Case-Szenarien zu verlieren.

2. Stress vs. Nebenwirkung: Was wirklich hinter deinen Symptomen steckt

Ein zentraler Punkt der Folge: Wir verwechseln körperliche Reaktionen durch Angst und Stress sehr oft mit „echten“ Nebenwirkungen.
Christina erzählt:
„Ich habe was gelesen und danach hatte ich das.“

Gerade bei Menschen mit Angststörung passiert Folgendes:

  • Du liest z.B. „Durchfall“ als mögliche Nebenwirkung.
  • Du bekommst Angst, konzentrierst dich stark auf deinen Körper.
  • Dein Nervensystem springt an, dein Körper geht in Alarmbereitschaft.
  • Du bekommst tatsächlich Durchfall – aber aus Stress, nicht zwingend wegen des Medikaments.

Wichtige Erkenntnis:
Nicht jedes Symptom nach der Einnahme ist automatisch eine Nebenwirkung des Medikaments.
Manchmal ist es eine logisch erklärbare Stressreaktion auf deine Angst vor genau diesen Nebenwirkungen.

Wie du besser unterscheiden kannst

  • Beobachten statt sofort bewerten: Tritt das Symptom kurz nach dem Lesen der Nebenwirkungen auf oder
    klar zeitlich nach der Einnahme?
  • Auf dein Stresslevel schauen: Warst du vorher schon angespannt, nervös, gedanklich im Worst Case?
  • Mit dem Arzt abklären: Statt eigenmächtig abzusetzen, lieber nachfragen:
    „Könnte das stressbedingt sein oder passt das zu den typischen Nebenwirkungen?“

So nimmst du deiner Angst ein Stück Macht und gibst dir selbst die Gelegenheit, Erfahrungen mit dem Medikament zu machen,
ohne sofort in Panik zu geraten.

3. Keine spontanen Entscheidungen: Geduld und Sicherheit bei Antidepressiva & Co.

Christina betont mehrfach, dass sie früher Medikamente eigenmächtig abgesetzt hat – und heute ganz klar davon abrät.

„Ich empfehle immer, ruf den Arzt vorher noch mal an und mach nicht eigenmächtig, nimm nicht mehr, nimm nicht weniger,
nimm nicht auf einmal gar nichts mehr.“

Warum Geduld so wichtig ist

  • Viele Medikamente brauchen Zeit: Gerade Antidepressiva entfalten ihre Wirkung oft
    erst nach einigen Wochen. Anfangsbeschwerden können vorübergehend sein.
  • Absetzen will geplant sein: Ein plötzliches „Ich nehme jetzt einfach nichts mehr“ kann
    zu Absetzsymptomen, Rückfällen oder starken Schwankungen führen.
  • Sicherheit durch ärztliche Begleitung: Veränderungen bei Dosierung oder Medikamentenwahl gehören
    in die Hand von Fachleuten, idealerweise einem Psychiater.

Christina beschreibt auch das innere Dilemma:
Man fragt sich: „Ist das jetzt mein Bauchgefühl oder ist es die Angststörung?“.
Gerade wenn du stark unter Angst leidest, kann das „Bauchgefühl“ in Wahrheit oft die Angst sein,
die dich vor allem Neuen warnen will.

Das bedeutet nicht, dass du nicht auf dich hören sollst. Aber:

Manche Medikamente können in Phasen auch lebenswichtig oder stabilisierend sein. Dann ist es umso wichtiger,
nicht im Affekt abzusetzen, sondern Schritt für Schritt und in enger Absprache mit Fachleuten vorzugehen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Wie Christinas eigene Angst vor Antidepressiva ihren Alltag beeinflusst hat.
  • Warum sie sich irgendwann „auf den Arzt verlassen musste“, weil sie sich selbst nicht mehr traute.
  • Die Einladung, eigene Erfahrungen mit Medikamenten und Angst in den Kommentaren bzw. Show Notes zu teilen.
  • Hinweis auf eine ausführlichere Folge von „Angst unplugged“ rund um Antidepressiva.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Akute Angst & Panik". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Akute Angst & Panik"

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