Generalisierte Angststörung

Meine Geschichte

12.07.2021
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Mit Angst aufwachsen – und wie du trotzdem ein glückliches Leben gestalten kannst

In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim sehr persönlich über ihre eigene Geschichte mit Angst, Panik und der Diagnose „generalisierte Angststörung“. Sie zeigt, wie tief verwurzelte Ängste entstehen können – und wie es trotzdem möglich ist, ein erfülltes, erfolgreiches und freies Leben zu führen.

Christinas Weg: Von der Angststörung zu einem freien Leben

Christina erlebt Angst, seit sie denken kann: zuerst als Kind mit starker Krankheitsangst, später mit Panikattacken und Bindungsängsten. Die Diagnose „generalisierte Angststörung“ trifft sie mitten im Leben – doch sie bleibt nicht das Ende der Geschichte, sondern der Anfang einer Wende.

Wichtigste Botschaft: Eine Diagnose definiert nicht, wie dein Leben verläuft. Du musst nicht „für immer so bleiben“.

Christina beschreibt sehr eindrücklich, wie sich die Diagnose zunächst anfühlte:

„Ich habe mich gefühlt, als wäre mit mir irgendetwas falsch, als wäre ich kaputt – und müsste jetzt den Rest meines Lebens mit dieser Diagnose leben.“

Heute lebt sie angstfrei, selbstbestimmt und unterstützt andere Menschen mit Ängsten und niedrigem Selbstwert dabei, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Geschichte zeigt:

  • Ängste können sich komplett verändern – auch wenn du sie „schon immer“ hattest.
  • Du bist nicht deine Diagnose, sondern ein Mensch mit Möglichkeiten.
  • Veränderung beginnt oft erst dann, wenn du ganz klar spürst: So will ich nicht weitermachen.

Angst in der Kindheit: Wenn Sorgen zum Alltag werden

Ein zentrales Thema der Folge ist Christinas Kindheit in einem Umfeld, das stark von Angst geprägt war. Beide Eltern waren ängstlich – aber auf sehr unterschiedliche Weise – und diese Muster hat sie unbewusst übernommen.

Angst um die Mutter und vor Krankheiten

Schon als Kind entwickelt Christina eine ausgeprägte Krankheitsangst und eine tiefe Angst, ihre Mutter zu verlieren.

  • Ständige Sorge um die Mutter: Kam sie nur wenige Minuten zu spät, löste das bei Christina Panik aus.
  • Übertriebene Vorsicht: Sie cremte sich bei jedem Sonnenstrahl sofort mit Sonnencreme ein, aus Angst vor Hautkrebs.
  • Zwanghafte „Prävention“: Sie aß täglich Mandeln, weil sie irgendwo gelesen hatte, sie würden vor Krebs schützen.
  • Körperkontrolle aus Angst: Sie kontrollierte alle BHs der Mutter, weil sie gehört hatte, Bügel-BHs könnten Brustkrebs verursachen.

Diese Beispiele zeigen, wie früh sich Angstgedanken im Kopf festsetzen können – und wie logisch sich das für ein Kind trotzdem anfühlt.

Elterliche Angstmuster als Vorbild

Ihr Umfeld verstärkte diese Ängste unbewusst:

  • Die Mutter hatte große Angst um Christina und „packte sie in Watte“, kannte aber kaum Angst um sich selbst.
  • Der Vater hatte ausgeprägte Krankheitsangst, schlug bei jedem Symptom im Medizinlexikon nach und suchte nach möglichen schweren Diagnosen.

Christina übernahm dieses Verhalten eins zu eins:

„Ich habe dieses Medizinlexikon genauso runtergeholt und alles aufgesaugt, was mit Krankheiten zu tun hatte.“

Statt krankheitsbezogene Themen zu meiden, suchte sie sie regelrecht:

  • Fahrten in die Bücherei, um Fach- und Ratgeberbücher zu Krankheiten zu lesen.
  • Mehrere Bücher über HIV, weit bevor das Thema für ihr Leben überhaupt relevant war.

Mit 15 war sie – ohne jegliches tatsächliches Risiko – überzeugt, HIV-positiv zu sein. Hilfreicher als die damaligen Therapieversuche war schließlich ein sehr menschlicher Moment: Ihre beste Freundin bot ihr eine „Blutsbrüderschaft“ an, um ihr zu zeigen, wie absurd diese Angst war. Das Vertrauen in diesen liebevollen Reality-Check löste damals die schlimmste Spitze der Angst ab.

Panik, Beziehungen und versteckte Bindungsangst

In ihren Zwanzigern verschiebt sich Christinas Angstschwerpunkt: Weg von reiner Krankheitsangst, hin zu Panikattacken und unbewussten Bindungsängsten.

Die erste starke Beziehung – und die erste heftige Panikattacke

Mit 22 ist Christina zum ersten Mal „richtig“ verliebt. Sie kann sich zum ersten Mal sogar vorstellen, einen Mann zu heiraten. Gleichzeitig erlebt sie ihre erste große Panikattacke – in der U-Bahn.

Rückblickend erkennt sie zwei wesentliche Faktoren:

  • Verborgene Bindungsangst: Die Tiefe der Gefühle löste innere Unsicherheit aus.
  • Belastende Familiendynamik: Die schwierige Situation mit der Mutter ihres Partners, die etwas gegen die Beziehung hatte, setzte sie enorm unter Druck.

Die Beziehung zerbricht schließlich nach großem Streit mit der Schwiegermutter in spe. Heute würde sie vieles anders regeln, doch damals fehlten ihr:

  • Selbstbewusstsein
  • Selbstreflexion
  • Erfahrung im Umgang mit Konflikten und Grenzen

Der Verlust dieser Beziehung wirft sie emotional stark aus der Bahn. Jahre später spürt sie den Schmerz noch sehr deutlich, wenn sie an diese Zeit zurückdenkt.

„Immer die falschen Männer“ – und was dahintersteckt

Ein weiterer wichtiger Aha-Moment entsteht erst viel später, als sie ihren heutigen Mann kennenlernt. Zum ersten Mal erlebt sie:

  • einen Mann, der ihr wirklich guttut
  • eine Beziehung, in der es ernst ist und sich sicher anfühlt

Bis dahin hatte sie sich immer wieder Männer ausgesucht, die emotional „nicht wirklich verfügbar“ waren. Lange sah sie sich selbst in der Opferrolle:

„Ich habe mich immer beschwert: Immer kriege ich diese Männer. Aber auf die Idee, dass ich mir genau diese Männer selbst in mein Leben hole, wäre ich damals nicht gekommen.“

Erst mit wachsender Selbstreflexion erkennt sie: Die Muster in der Partnerwahl sind nicht Zufall, sondern Ausdruck innerer Überzeugungen und Ängste. Vor allem ihrer Bindungsangst.

Die Diagnose „generalisierte Angststörung“ – und der Wendepunkt

Im Sommer 2016 kommt es zum „Knall“: Christina erlebt einen Zusammenbruch, ihr Leben fliegt ihr, wie sie sagt, „einmal komplett um die Ohren“. Auf der Couch beim Therapeuten erhält sie die Diagnose generalisierte Angststörung – kurz vor ihrem Burnout.

„So will ich nicht mehr leben“ – wenn Schmerz zum Motor wird

Zunächst verstärkt die Diagnose ihre Selbstzweifel. Sie fühlt sich defekt, als müsste sie nun „für immer“ mit dieser Diagnose leben. Ein zentraler Glaubenssatz hält sie lange fest:

„Ich dachte: Ja, so bin ich eben. Ich war ja schon immer so.“

Doch als sie wirklich ganz unten angekommen ist, passiert etwas Entscheidendes:

  • Sie trifft innerlich die klare Entscheidung: So geht es nicht weiter.
  • Sie beginnt, sich intensiv mit sich selbst, ihren Gefühlen, ihren Glaubenssätzen und der Entstehung von Ängsten zu beschäftigen.
  • Sie lernt, was Depressionen und Ängste wirklich sind und wie sie entstehen können.

Ab 2017 häufen sich ihre Aha-Erlebnisse:

„Manchmal ist es mir wirklich wie Schuppen von den Augen gefallen.“

Sie erkennt Zusammenhänge, versteht ihre Muster und beginnt, neue Entscheidungen zu treffen – für sich, für ihr Leben, für ihr inneres Kind.

Was sich konkret verändert hat

Die innere Arbeit bleibt nicht abstrakt, sie zeigt sich sichtbar in ihrem Leben. Christina beschreibt, was sich in wenigen Jahren verändert hat:

  • Umzug aus der Großstadt zurück aufs Land
  • Gründung ihrer Selbstständigkeit
  • Hochzeit und Geburt ihres Sohnes
  • Aufbau eines erfolgreichen Blogs und Podcasts mit Millionen von erreichten Menschen
  • Zwei veröffentlichte Bücher im Buchhandel (seit 2019)
  • Über 1000 Teilnehmer:innen in ihrem Glückskurs
  • vierstellige Tages- und fünfstellige Monatsumsätze
  • Eröffnung eines eigenen Online-Glücksshops im Jahr 2020

Noch wichtiger als die äußeren Erfolge sind jedoch die inneren Veränderungen:

  • keine Angstsymptome mehr
  • kein zwanghaftes Recherchieren von Krankheiten
  • keine stundenlangen Horrorszenarien mehr im Kopf
  • grundlegendes Vertrauen in sich selbst und in ihr Leben

Heute sagt sie über sich:

„Ich traue mir erst mal generell alles zu.“

Ihre zentrale Botschaft an dich:

  • Alles ist möglich.
  • Es ist nie zu spät, etwas im eigenen Leben zu ändern.
  • Du musst nicht mit deinen Ängsten alt werden.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum Therapien Christina in jungen Jahren kaum halfen – und was später wirklich den Unterschied machte.
  • Wie stark die Angst der Eltern unbewusst das eigene Angstverhalten prägen kann.
  • Warum Christina trotz innerer Ängste immer ein sehr offener, sozialer Mensch blieb.
  • Wie sie gelernt hat, sich nicht mehr als Opfer ihrer Umstände zu sehen.
  • Ein Einblick in ihren Angstfrei-Workshop, in dem sie die konkreten Schritte teilt, mit denen sie ihre Angststörung überwunden hat.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Angst & Überforderung". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Angst & Überforderung"
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