„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps und Übungen, inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie (Experten) Interviews.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Gastgeberin Christina Hillesheim mit Roman Höveler über seinen 20-jährigen Weg durch Schlafstörungen, Angststörungen, soziale Phobie, Burnout und depressive Phasen – und vor allem darüber, wie er sich Schritt für Schritt daraus befreit hat.
Roman zeigt sehr ehrlich, wie sich Ängste im Alltag anfühlen, warum Schlafprobleme oft nur die Spitze des Eisbergs sind und welche Rolle Selbstwert, Meditation und Mentaltraining bei seiner Heilung gespielt haben.
Roman Höveler ist 39 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in Osnabrück und beschreibt sich selbst als „Ex-Betroffenen“ von:
Über zwei Jahrzehnte hat er verschiedenste Therapien, Medikamente, Coachings und eigene Recherchen durchlaufen. Heute sagt er: Er ist gesund, innerlich deutlich ruhiger und arbeitet selbstständig als Coach. Seine Mission: Menschen mit ähnlichen Themen zeigen, dass Veränderung möglich ist – auch wenn der Weg lang und anstrengend scheint.
Romans Geschichte startet nicht mit einer Diagnose, sondern mit etwas scheinbar „Harmlosen“: Schlafproblemen mit 17. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt ein ganzer Strauß an Ängsten und Symptomen.
Roman beschreibt sich als sensibles Kind, das sich viel Gedanken gemacht hat, aber bis 17 keine offensichtlichen psychischen Probleme hatte. Das kippte plötzlich:
Ein Auslöser war für ihn im Rückblick klar: der Verlust von körperlicher Aktivität.
Früher: Viel Sport, Bewegung, Fahrrad, Aktivität.
Dann: Führerschein, Auto, Bus, Feiern, Alkohol, verschobener Schlafrhythmus – und fast keine Bewegung mehr.
Sein Körper, eigentlich auf Bewegung angewiesen, kam dadurch komplett aus dem Takt. Gleichzeitig wuchs die Angst vor dem Nicht-Schlafen-Können:
„Warum schlafe ich jetzt nicht? Warum wird das immer mehr?“
Wie viele Betroffene klammerte Roman sich an die Idee: „Wenn ich wieder normal schlafe, ist alles gut.“ Genau das machte den Druck aber nur noch größer.
Typische Gedanken waren zum Beispiel:
Er berichtet von Nächten, in denen er gefühlt gar nicht geschlafen hat und Tagen, an denen sich alles nur um die nächste Nacht drehte. Christina ergänzt aus eigener Erfahrung, dass man dabei oft eine verzerrte Wahrnehmung entwickelt: Man schläft meist mehr, als man denkt – aber die Fokussierung auf jedes Aufwachen verstärkt die Angst.
Ein weiterer Wendepunkt: Romans Ausbildung. Hier zeigte sich seine soziale Phobie besonders deutlich. Er beschreibt:
Diese Angst war nicht abstrakt, sondern sehr konkret:
„Ich hatte ein riesengroßes Thema damit, was auf der Arbeit Kollegen und Chefs von mir denken – die Bewertung meiner Leistung.“
Die Folge: Er suchte erneut Hilfe bei Psychologen und bekam Neuroleptika, die seine Angst zwar dämpften, aber die Ursachen nicht lösten. Die Symptome wurden bestenfalls „leiser“, die innere Dynamik blieb.
Im Gespräch wird deutlich, wie stark dieses Thema bei vielen Angststörungen mitschwingt:
Christina bringt es auf den Punkt: Oft steckt hinter unterschiedlichen Symptomen dieselbe Wurzel – die Angst vor Blamage und Bewertung.
„Der Endgegner ist ja: Oh Gott, ich blamiere mich irgendwie vor den anderen.“
Nach Ausbildung und Studium schien es zunächst bergauf zu gehen – doch im Angestelltenverhältnis holte Roman alles wieder ein. Seine Geschichte zeigt deutlich, wie langfristiger Stress und ungelöste Ängste in einen Burnout münden können.
Nach der belastenden Ausbildung entschied sich Roman für ein BWL-Studium. Das war rückblickend eine seiner besten Entscheidungen, weil:
„Im Studium hatte ich diese Angst halt nicht, weil ich da für mich selbst verantwortlich war.“
Er begann wieder mit Sport, reduzierte seine Medikation auf Mini-Dosierung und setzte sie nach dem Studium ganz ab. Die Schlafproblematik war in dieser Zeit kaum präsent. Doch die innere Angst vor Bewertung war nicht verschwunden – sie war nur weniger getriggert.
Als nach dem Studium die ersten Praktika-Bewerbungen anstanden, wurde ihm klar, wie stark die soziale Angst noch war. Schon beim Lesen von Stellenanzeigen:
Aus Angst arbeitete Roman zunächst als Postzusteller – obwohl er fachlich problemlos in ein Unternehmen hätte gehen können.
Diese Vermeidung ist typisch bei Angststörungen: Kurzfristig fühlt sie sich entlastend an, langfristig hält sie die Angst in Gang.
Während der Zeit als Postzusteller begann Roman mit etwas, das sein Leben prägen sollte: Meditation. Er beschreibt heute zwei Phasen:
Durch die tägliche Praxis wurde er innerlich ruhiger, klarer, selbstbewusster. Vorstellungsgespräche, die ihn früher in Panik versetzt hätten, konnte er nun selbstsicher führen. Er dachte:
„Ich habe jetzt die Lösung, jetzt bin ich gesund, kann durchstarten.“
Doch mit dem Start in den neuen Job im Konzern schlug die alte Dynamik zurück – brutaler als erwartet.
Ab dem ersten Arbeitstag im neuen Job waren die Schlafstörungen wieder da. Roman „überbrückte“ zunächst mit Schlafmedikamenten, arbeitete zwei Jahre mit massiven Schlafproblemen und rutschte langsam in einen Burnout:
Er beschreibt seinen Zustand so:
„Drei, vier, fünf, sechs, sieben Mal am Tag hatte ich so einen richtigen Energieverlust, als ob mir die Energie rausgesaugt wurde. Ich war quasi wirklich gefangen in meiner Erschöpfung.“
Die Vorstellung, dass es „einfach wieder gut wird, wenn ich krankgeschrieben bin und wieder schlafe“, erfüllte sich nicht sofort. Sein Arzt formulierte etwas, das Roman erst später wirklich verstand:
„So lange, wie der Weg hineinging, so lange kann er auch wieder herausgehen.“
Romans Heilungsweg war kein einzelner Aha-Moment, sondern ein mehrjähriger Lern- und Veränderungsprozess. Zentral waren für ihn drei Säulen:
Roman beschreibt sehr konkret, was er unter Mentaltraining versteht und wie er es umgesetzt hat. Entscheidend war nicht eine „Wundertechnik“, sondern die Konsequenz im Alltag.
Sein Vorgehen sah zum Beispiel so aus:
Parallel dazu erschuf er sich ein tägliches „positives Grundrauschen“ aus Podcasts, Hörbüchern und inspirierenden Inhalten. Dazu gehörte auch „Angst unplugged“.
„Dass man immer wen hat, der einem ins Ohr erzählt, was möglich ist.“
Neben Mentaltraining arbeitete Roman konsequent an seiner körperlichen Basis:
Für ihn war klar: körperliche Regeneration und innere Arbeit gehören zusammen.
Christina betont in diesem Gespräch einen Punkt, der vielen Halt geben kann: Heilung ist ein Umlernprozess, keine plötzliche Erleuchtung.
Sie beschreibt es so:
Beispiel Krankheitsangst: Wenn du 50-mal auf ein neues Symptom anders reagierst – ruhiger, gelassener, ohne Panikspirale – wird genau diese Reaktion irgendwann zu deinem neuen Standard.
„Du wachst nicht an einem Tag auf und bist geheilt. Es ist ein Weg – aber es ist möglich, dass es irgendwann fast ganz weg ist oder dich nicht mehr belastet.“
Roman ist heute selbstständig und arbeitet mit Menschen, die ähnliche Themen haben wie er früher. Er schläft im Großen und Ganzen gut, obwohl er sich selbst weiterhin als sensibel beschreibt.
Was sich verändert hat:
„Ich bin unglaublich dankbar, dass ich diesen krassen Weg gegangen bin und dadurch meine Berufung gefunden habe.“
Ein besonderer Moment war für ihn, als er abends auf dem Sofa einen Film über Selbstwert sah und dachte:
„Oh wow, das hatte ich früher auch genauso – diese Grübeleien, Ängste, den inneren Kritiker. Und das ist alles nicht mehr da.“
Diese Erkenntnis hat ihm noch einmal gezeigt, wie weit er gekommen ist und dass man seinen Gedanken und Ängsten nicht ein Leben lang ausgeliefert sein muss.
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