Bilder von Christina die ihren Weg aus Angst und Stress darstellen.

Mein Weg aus Angst & Panik

für mehr Leichtigkeit und Lebensfreude

Erschöpfung durch Angst & Stress

Ursachen & 2 Übungen

06.10.2026
Christina redet mit Physiotherapeutin Julia darüber, wie Angst müde macht und was dagegen helfen kann?

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps und Übungen, inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie (Experten) Interviews.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Erschöpfung trotz Schlaf: Warum Angst so viel Energie frisst

Du schläfst eigentlich genug und fühlst dich trotzdem dauerhaft müde, ausgelaugt oder wie „am Ende deiner Kräfte“? In dieser Folge von „Angst unplugged“ spricht Host Christina Hillesheim mit Physiotherapeutin Julia Wohlfahrt darüber, warum Erschöpfung bei Angst so häufig ist, wie Stress im Hintergrund weiterläuft und welche Mini-Übungen dich im Alltag schnell unterstützen können.

Die Folge ist besonders hilfreich, wenn du mit Angst, Stresssymptomen, innerer Unruhe oder chronischer Anspannung zu tun hast und dir pragmatische, machbare Strategien wünschst, statt noch einer weiteren „perfekten Routine“.

Unser Gast: Julia Wohlfarth

Julia Wohlfarth ist Physiotherapeutin mit über zwölf Jahren Praxiserfahrung und arbeitet heute vor allem online mit Gesundheitskursen und als Autorin. Sie kennt das Thema nicht nur fachlich, sondern auch persönlich: Angst und Panik begleiteten sie früh, später kamen weitere Stress- und Körpersymptome dazu, bis hin zu einer tiefen Erschöpfung.

Ihr Ansatz: alltagstaugliche Impulse, die auch dann funktionieren, wenn die Energie knapp ist. Passend dazu heißt ihr Buch „Eine Minute Strategie bei Erschöpfung“ und setzt auf kurze, realistische Übungen, statt auf überfordernde To-do-Listen.

Angst als Dauerbelastung: Warum Erholung oft zu kurz kommt

Ein zentraler Punkt aus dem Gespräch: Erschöpfung entsteht oft dann, wenn Belastung und Erholung nicht mehr im Verhältnis sind. Bei Angst ist das besonders tückisch, weil die Belastung nicht nur in akuten Momenten stattfindet, sondern häufig dauerhaft „mitläuft“.

Julia beschreibt es so: Selbst wenn gerade keine Panik da ist, arbeitet im Hintergrund oft ein ständiger Strom aus Sorgen, Gedankenkreisen und innerer Anspannung. Und genau das kostet Energie, jeden Tag.

Typische körperliche Stressfolgen bei Angst (oft unbemerkt):

  • flachere Atmung und weniger „echter“ Atemraum
  • dauerhafte Muskelanspannung
  • erhöhte Herzfrequenz oder innere Alarmbereitschaft
  • weniger echte Runterfahr-Phasen, weil der Kopf „weitersucht“

Das kann dazu führen, dass du dich erschöpft fühlst, obwohl dein Alltag objektiv gerade gar nicht so stressig wirkt. Denn entscheidend ist nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch, wie voll dein inneres „Stressglas“ bereits ist.

„Erschöpfung ist erstmal ein Symptom“: Normal vs. Warnsignal

Ein wichtiger entlastender Gedanke aus der Folge: Erschöpfung ist nicht automatisch krankhaft. Müde sein kann zum Leben dazugehören, gerade in intensiven Phasen. Problematisch wird es eher dann, wenn die Erholung nicht mehr greift.

Julia und Christina machen deutlich: Es geht nicht um „finde ich irgendwo ein Anzeichen“, sondern um den Unterschied zwischen normaler Müdigkeit und einer Erschöpfung, die sich nicht mehr reguliert.

Orientierungsfragen, die helfen können:

  • Fühle ich mich nach Schlaf zumindest etwas erholter als vorher?
  • Bin ich nach Pausen oder nach dem Wochenende ein bisschen frischer?
  • Oder ist es eher so: „Ich wache auf und es ist exakt wie vorher“?

Red Flags, die Julia besonders betont (bitte abklären lassen):

  • deutliche Verschlechterung nach Belastung (z.B. Spaziergang, Sport): nicht nur Muskelkater, sondern spürbar „krank/erschlagen“ danach
  • anhaltende innere Leere, Sinnlosigkeit, starke Hoffnungslosigkeit (Richtung Depression/Burnout abklären)

Gleichzeitig erinnern beide an Basics, die im Angst-Alltag schnell untergehen: regelmäßig essen, genug trinken, Schlaf priorisieren. Manchmal ist Erschöpfung auch ein deutliches Signal, dass die Grundversorgung gerade wackelt.

Kleine Übungen, große Wirkung: Zwei Mini-Strategien für den Alltag

Die Folge wird ganz praktisch: Julia teilt zwei kurze Tools, die du niedrigschwellig ausprobieren kannst, ohne dass du dafür „funktionieren“ oder eine lange Routine durchziehen musst. Entscheidend ist: testen, spüren, anpassen.

1) Für „müde, aber innerlich unruhig“: Atmung ausgleichen

Wenn du erschöpft bist, aber nicht runterkommst (Kopf an, Körper angespannt), empfiehlt Julia eine Atemvariante, die ausgleichend wirkt:

  • Durch die Nase einatmen
  • oben einen kleinen Atemzug „draufsetzen“
  • dann lang und langsam ausatmen

Optional kannst du dich dabei sanft pendeln (im Sitzen oder Stehen), um dem Nervensystem zusätzlich ein beruhigendes Signal zu geben.

Ein Satz, der hängen bleibt, weil er so gut erklärt, was im Angstmodus oft fehlt: Erholung passiert nicht automatisch, nur weil es kurz ruhig ist.

2) Für „leer, benebelt, wenig Körpergefühl“: sanftes Klopfen & Streichen

Wenn du dich eher kraftlos, wie „nicht ganz da“ fühlst, kann eine sanfte Aktivierung helfen, wieder präsenter zu werden:

  • mit Fingerspitzen leicht im Brustkorbbereich klopfen
  • dann optional über Arme/Brustkorb streichen
  • wenn es gut tut: Intensität leicht steigern (Handfläche), aber nicht hektisch werden

Julia betont dabei etwas, das viele gerade mit Angst dringend hören müssen: Diese Übungen sind nicht dafür da, dich „noch besser funktionieren zu lassen“, sondern dich akut zu unterstützen, ohne Druck und ohne Perfektion.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum „Sympathikus“ (Aktivierung) nicht dein Feind ist und wann du ihn sogar brauchst
  • Wie sehr Tageslicht und Bewegung (z.B. Spaziergang, Walking) das Stresserleben beeinflussen können
  • Warum es sinnvoll ist, Übungen als Experiment zu sehen statt als Regelwerk („Wie oft? Wie genau?“)
  • Was der Drang nach exakter Sicherheit über Kontrollmuster bei Angst verraten kann
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Anti-Stress & Nervensystem". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Anti-Stress & Nervensystem"
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