Buchcover Alles nur halb so tödlich von Christina Hillesheim – Angst vor Krankheiten überwinden

Alles nur halb so tödlich!

Mein neues Buch erscheint in Kürze

8 Körperliche Symptome bei Angst & Stress

Und was dir dabei helfen kann

20.10.2026
Christina spricht über 8 Körperliche Symptome bei Angst und was helfen kann.

„Angst Unplugged“ (ehemals “Einmal Burnout und zurück”) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Körperliche Symptome bei Angst & Stress: 8 typische Anzeichen – und was dir helfen kann

Angst ist nicht nur ein Gedanke. Sie zeigt sich oft ganz deutlich im Körper – manchmal plötzlich, manchmal schleichend. In dieser Folge von „Angst unplugged“ erklärt Host Christina Hillesheim, welche acht körperlichen Symptome bei Angst und Stress besonders häufig auftreten, warum sie entstehen können und welche kleinen Übungen dir im Moment selbst helfen können.

Wichtig vorab: Lass körperliche Symptome immer ärztlich abklären – gerade dann, wenn sie neu sind, stark auftreten oder dich sehr verunsichern. Wenn medizinisch alles abgeklärt ist, kann der nächste Schritt sein, wieder mehr Vertrauen in deinen Körper zu finden und den Angstkreislauf zu unterbrechen.

1) Herzstolpern & Druck auf der Brust: Wenn der Körper auf Alarm schaltet

Viele erleben bei Angst Herzrasen, Herzstolpern (Extrasystolen) oder ein Engegefühl in der Brust. Christina beschreibt es sehr greifbar: „Es war so ein Gefühl, als würde das Herz einen Schlag aussetzen und danach irgendwie doppelt so schnell schlagen.“

Hinter diesen Symptomen steckt häufig die Stressreaktion deines Nervensystems: Der Sympathikus wird aktiv, Stresshormone wie Adrenalin machen den Körper „kampfbereit“. Gleichzeitig verändert sich oft die Atmung: schneller, flacher, unregelmäßiger. Das kann das Druckgefühl verstärken.

Was dir akut helfen kann (kleine Unterbrecher für den Angstkreislauf):

  • Pfefferminzöl (riechen, Schläfen/Handgelenke) als starker Reiz, um wieder im Hier und Jetzt anzukommen.
  • Ein sehr saures Bonbon: Der Reiz lenkt dein Gehirn für Sekunden um.
  • Hände 10 Sekunden fest aneinander pressen, um aus dem Kopf zurück in den Körper zu kommen.
  • Den Mund leicht öffnen und ein „R“ anbahnen – das kann den Gähnreflex auslösen und Anspannung lösen.

Mini-Übung bei Engegefühl auf der Brust:

  • Hüftbreit sitzen oder stehen, Schultern nach hinten unten sinken lassen.
  • Beim Einatmen die Arme seitlich öffnen, sanft nach hinten führen.
  • Atmung: 4 Sekunden ein (Nase), 8 Sekunden aus (Mund). Länger ausatmen als einatmen beruhigt das System.

2) Schwindel & Benommenheit: Wenn Angst die Wahrnehmung verstärkt

Schwindel fühlt sich oft an wie „nicht ganz da sein“, wackeliger Boden, Benommenheit. Bei Angst kann Schwindel durch veränderte Atmung, Muskelanspannung oder auch durch den ständigen Check entstehen, ob er „noch da ist“.

Ein zentraler Punkt aus der Folge: Wenn du ein Symptom permanent überprüfst, bleibt die Aufmerksamkeit wie ein Scheinwerfer darauf gerichtet – und genau das kann es verstärken.

Erdungs-Übung (Grounding) bei Schwindel:

  • Setz dich hin, beide Füße auf den Boden.
  • Eine Hand auf den Bauch, eine auf den Oberschenkel (oder beide Hände dorthin, wo es sich gut anfühlt).
  • Spüre: Der Stuhl trägt mich. Der Boden trägt mich.
  • Visualisierung: Stell dir vor, aus deinen Fußsohlen wachsen Wurzeln in den Boden.

Zusätzlich hilfreich: die 5-4-3-2-1-Übung (5 Dinge sehen, 4 hören, 3 spüren, 2 riechen, 1 schmecken). Das holt dich aus dem inneren Alarm zurück in die Gegenwart.

3) Magen-Darm-Beschwerden: Die Darm-Hirn-Achse in Aktion

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung – für viele ein sehr typisches Stress-Symptom. Christina erklärt den Zusammenhang über die Darm-Hirn-Achse: Gehirn und Verdauung stehen in engem Austausch. Stress kann beeinflussen, wie schnell Magen und Darm arbeiten und wie sensibel du Vorgänge im Bauch wahrnimmst.

Was du ausprobieren kannst:

  • Hand auf den Bauch legen, bewusst in den Bauch atmen (im Liegen oft leichter).
  • Wärme nutzen, z.B. Wärmflasche.
  • Visualisierung: Mit jedem Einatmen „atmest“ du Wärme und Entspannung in den Bauch (Christina nutzt dafür gerne Gold/Gelb).

Atmung zur Regulation:

  • 4-7-8-Atmung: 4 Sekunden ein, 7 halten, 8 aus.
  • Oder vereinfacht: 4 ein, 8 aus. Hauptsache: Ausatmen länger als Einatmen.

Auch sanfte Selbstzuwendung kann helfen, z.B. mit Sätzen wie: „Ich bin da. Ich höre dir zu.“ – statt gegen den Körper zu kämpfen.

4) Verspannungen, Kribbeln, Tinnitus & Kloß im Hals: Wenn Anspannung „wandert“

Angst und Stress setzen sich bei vielen in Muskeln und Nervensystem fest: Nacken dicht, Schultern hochgezogen, Kiefer angespannt. Daraus können weitere Empfindungen entstehen – von Kribbeln/Stechen bis hin zu Tinnitus oder dem sogenannten Globusgefühl (Kloß im Hals).

Schmerzen & Verspannungen lösen: „Energie rauslassen“

Ein einfacher, wirksamer Ansatz: den Körper ausschütteln wie ein nasser Hund. Arme, Beine, Schultern, gern mit leichtem Hüpfen. Das hilft, aus dem Gedankenkarussell zu kommen und Spannung abzubauen.

Kribbeln & Stechen: Atmung, CO₂ und Aufmerksamkeitsfokus

Bei starker Angst kann sich durch schnelles/tiefes Atmen der CO₂-Gehalt im Blut verändern – Kribbeln (z.B. Hände, Mundbereich) kann die Folge sein. Zusätzlich verstärkt der Fokus das Symptom.

Fokus-Shift:

  • Wenn es in der Hand kribbelt: Lenke die Aufmerksamkeit für 30–40 Sekunden bewusst in die Fußsohlen.
  • Die Idee: Den „Scheinwerfer“ weg vom Symptom bewegen, damit sich der Kreislauf nicht weiter hochschaukelt.

Tinnitus: Wahrnehmen ohne Angst – und dann wieder umlenken

Stress ist nicht immer die Ursache von Tinnitus, kann aber beeinflussen, wie laut und belastend er wirkt. Christina beschreibt, dass das Geräusch in stressigen Phasen stärker in den Vordergrund rückt.

Übung aus der Folge:

  • Setz dich hin und höre kurz bewusst hin, ohne Angst – eher wie ein Wissenschaftler: Tonhöhe, Gleichmäßigkeit, Veränderung.
  • Dann Aufmerksamkeit gezielt auf äußere Geräusche lenken (Heizung, Kühlschrank, Autos, Vögel).
  • Nicht verdrängen – sondern dem Gehirn beibringen: „Nicht gefährlich“.

Kloß im Hals & Schluckbeschwerden: Entspannen statt „wegschlucken“

Das ständige Schlucken oder Räuspern kann das Gefühl sogar verstärken, weil die Stelle gereizt wird und die Aufmerksamkeit darauf klebt.

Sanfte Entspannung:

  • Mund weit öffnen wie zum Gähnen, Kiefer/Zunge/Hals locker lassen.
  • Kiefer leicht bewegen, Hals sanft in beide Richtungen dehnen.
  • Bei Bedarf: Massage (ärztlich abklären lassen, ob das für dich passt).

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Warum es bei starker Krankheitsangst so schwer ist, nach Arzt-Checks wirklich zu vertrauen.
  • Wie „Körperwachsamkeit“ Symptome oft lauter macht.
  • Hinweis auf Christinas Buch „Alles nur halb so tödlich“ und eine angekündigte Bonus-Serie zur Angst vor Krankheiten.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Psychosomatik & Symptome". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Psychosomatik & Symptome"

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