Mehr Selbstliebe & Selbstfürsorge im Alltag

5 Wege

14.02.2022
Angst Unplugged ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Christina spricht mit interessanten Interview Gästen über Themen rund um Ängste und Mentale Gesundheit und berichtet aus ihrem Weg aus Angst und Burnout.

„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Mein Name ist Christina Hillesheim und ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps & Übungen und inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie von Expert:Innen. Neue Folgen gibt es immer dienstags. Folge mir gerne, um keine neue Folge mehr zu verpassen.

Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️

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Inhalt

Mehr Selbstliebe statt Valentinstags-Druck: 5 Wege zu einem liebevolleren Umgang mit dir selbst

Der Valentinstag sorgt oft für Druck und Vergleich – vor allem, wenn Medien und Werbung vorgeben, wie ein „perfekter“ Tag auszusehen hat. In dieser Folge von „Angst unplugged“ lädt dich Christina Hillesheim dazu ein, den Fokus weg von äußeren Erwartungen und hin zu mehr Selbstliebe und Selbstfürsorge zu lenken.

Denn wahre Liebe beginnt bei dir selbst: Nur wenn du gut für dich sorgst, kannst du auch langfristig gut für andere da sein. Die folgenden fünf Impulse helfen dir dabei, Selbstliebe bewusst in deinen Alltag zu holen.

1. Schreib dir selbst einen Liebesbrief

Wie oft hast du schon anderen eine liebevolle Nachricht geschrieben – und wie oft dir selbst? Genau hier setzt der erste Tipp an:
Schreib dir einen Liebesbrief.

Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift und halte fest, was du an dir magst. Überlege dir:

  • Was hast du in deinem Leben bereits geschafft?
  • Wofür schätzt du dich selbst?
  • Welche Eigenschaften machen dich einzigartig?

Stell dir vor, du würdest einer guten Freundin oder deinem Partner eine kleine Lobeshymne schreiben. All das, was du da formulieren würdest, „darf“ auch in deinem Brief an dich selbst stehen.

Hilfreich ist es außerdem, wenn du dich im Brief mit deinem Vornamen oder mit „du“ ansprichst. Das schafft etwas Abstand, sodass du dich selbst wie eine Person von außen sehen kannst, der du Mut machst und Liebe schenkst.

Der Liebesbrief hat noch einen weiteren Vorteil: Du kannst ihn immer wieder lesen, wenn du Zweifel hast oder dich klein fühlst. So wird er zu einer Art persönlichem Anker für schwere Tage.

2. Hör auf, dich zu vergleichen

Selbstliebe und ständiger Vergleich schließen sich gegenseitig fast aus. Besonders auf Social Media ist die Versuchung groß, sich schlechter, weniger erfolgreich oder nicht gut genug zu fühlen.

Typische Gedanken sind zum Beispiel:

  • „Andere sind erfolgreicher als ich.“
  • „Warum klappt es bei XY und bei mir nicht?“
  • „Mein Nachbar hat das schönere Zuhause, das bessere Auto, den besseren Job.“

Der Knackpunkt: Du siehst bei anderen immer nur einen Ausschnitt. Oder wie Christina es beschreibt: „Nichts ist so, wie es scheint, und nicht alles ist Gold, was glänzt.“

Um aus der Vergleichsspirale auszusteigen, hilft es, deine Aufmerksamkeit bewusst auf dich selbst zurückzuholen:

  • Mache dir klar, was du bereits erreicht hast – beruflich, privat, gesundheitlich.
  • Sei dankbar für das, was da ist, statt deinen Wert an dem anderer Menschen zu messen.
  • Erinnere dich: Dein Wert bleibt gleich, egal, wie viel andere verdienen oder leisten.

Ein anschauliches Bild: Wenn du ein gutes Gehalt hast, fühlst du dich zunächst zufrieden. Vergleichst du dich aber mit jemandem, der deutlich mehr verdient, kann plötzlich das Gefühl entstehen, „zu wenig“ zu haben – obwohl sich an deiner Realität nichts verändert hat.

Genauso ist es mit Erfolgen oder äußeren Lebensumständen: Deine Erfolge werden nicht weniger wertvoll, nur weil andere anderes oder mehr erreicht haben. Selbstliebe bedeutet, deinen eigenen Weg anzuerkennen und dich auf dein Leben zu konzentrieren – statt auf das der anderen.

3. Verabrede dich zu einem Date mit dir selbst

Wann hast du dich das letzte Mal ganz bewusst selbst „ausgeführt“? Der dritte Tipp:
Geh mit dir selbst auf ein Date.

Das kann ganz unterschiedlich aussehen, je nachdem, was dir guttut:

  • Ein Essen in deinem Lieblingsrestaurant – nur mit dir.
  • Ein gemeinsames Frühstück mit dir selbst und einer Tasse Tee am Morgen.
  • Ein ausgedehnter Spaziergang, ganz in Ruhe.
  • Eine Meditation, ein langes Schaumbad oder ein Wellness-Abend zuhause.
  • Ein Strauß Blumen, den du dir selbst schenkst.

Wichtig ist, dass du dieses Date ernst nimmst:

  • Trag dir einen Termin in den Kalender ein.
  • Überleg dir vorher, worauf du wirklich Lust hast.
  • Behandle diesen Termin so wertvoll, als würdest du ihn mit einem geliebten Menschen verbringen.

Solche „Dates mit dir selbst“ senden eine klare Botschaft an dein Inneres:
„Ich bin mir wichtig. Ich bin es wert, Zeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu bekommen.“

4. Mach deine Grenzen klar – und steh zu deinem Nein

Ohne Grenzen ist Selbstliebe kaum möglich. Viele Menschen tun sich aber schwer damit, „Nein“ zu sagen – aus Angst, andere zu enttäuschen oder abgelehnt zu werden. Genau hier setzt der vierte Tipp an:
Lerne, deine Grenzen zu erkennen und klar zu kommunizieren.

Eigene Grenzen überhaupt erst wahrnehmen

Bevor du Grenzen nach außen kommunizieren kannst, musst du sie in dir spüren. Frage dich regelmäßig:

  • Was kostet mich gerade sehr viel Kraft?
  • Wozu sage ich „Ja“, obwohl ich innerlich „Nein“ meine?
  • Welche Situationen fühlen sich dauerhaft nicht gut an?

Selbstliebe heißt, diese Signale ernst zu nehmen und nicht dauerhaft zu übergehen.

Mit kleinen Neins anfangen

Grenzen setzen muss nichts Großes oder Radikales sein. Du kannst klein anfangen, zum Beispiel mit:

  • Einladungen, zu denen du eigentlich keine Lust hast.
  • „Kleinen Gefallen“ für Familie und Freunde, die dich aber unglaublich viel Energie kosten.
  • Zusätzlichen Aufgaben im Job, die deine Kapazitäten sprengen.

Es ist vollkommen in Ordnung zu sagen: „Ich möchte das nicht“ oder „Das ist mir zu viel“, wenn sich etwas für dich nicht gut anfühlt.

Die Herausforderung liegt oft darin, dieses Nein auch dann stehen zu lassen, wenn andere im ersten Moment irritiert reagieren. Genau diese Phase gilt es auszuhalten.

Mit der Zeit wirst du merken:

  • Viele Menschen haben mehr Verständnis, als du denkst.
  • Wer gar kein Verständnis für deine Grenzen zeigt, ist vielleicht generell kein guter Umgang für dich.
  • Dein Selbstwert wächst, wenn du dich selbst ernst nimmst.

Selbstliebe und Selbstfürsorge sind nicht egoistisch. Im Gegenteil:
Nur wenn du deine Energie schützt, kannst du langfristig für andere da sein – ohne daran auszubrennen.

5. Beobachte deinen inneren Dialog

Der vielleicht wichtigste Bereich der Selbstliebe spielt sich unsichtbar ab: in deinem Kopf. Du stehst 24/7 mit dir selbst im inneren Gespräch.

Oft sind wir nach außen hin freundlich und nachsichtig, während wir innerlich mit uns extrem hart ins Gericht gehen. Ein kleiner Fehler im Alltag, und schon tauchen Gedanken auf wie:

  • „Wie kann ich nur so blöd sein?“
  • „Immer kriege ich nichts auf die Reihe.“
  • „Ich bin einfach nicht gut genug.“

Viele kennen das: Wir sind unser eigener, schärfster Kritiker.

Mit dir sprechen wie mit einem geliebten Menschen

Stell dir vor, jemand, den du liebst – deine beste Freundin, dein Bruder, deine Mutter – würde denselben Fehler machen wie du. Würdest du so streng mit ihm oder ihr reden, wie du es mit dir selbst tust?

Ein liebevollerer Umgang beginnt damit, bewusst umzuschalten:

  • Sprich innerlich so mit dir, wie du mit einem Menschen sprechen würdest, den du sehr magst.
  • Übe, nachsichtiger zu sein, wenn dir etwas nicht gelingt.
  • Erlaube dir Fehler als Teil deines Weges.

Positive Affirmationen als Unterstützung

Um deinen inneren Dialog zu verändern, können positive Affirmationen sehr hilfreich sein. Beispiele dafür sind:

  • „Es ist okay, Fehler zu machen.“
  • „Ich darf Perfektionismus hinter mir lassen.“
  • „Ich bin ein liebenswürdiger Mensch.“
  • „Ich nehme mich so an, wie ich bin.“

Such dir Sätze aus, die sich für dich stimmig anfühlen, und wiederhole sie besonders in Momenten, in denen du hart mit dir ins Gericht gehen würdest. Sie können zu einem inneren Mantra werden, das dir Halt gibt.

Christina beschreibt, dass ihr solche Mantren gerade während ihres Burnouts sehr geholfen haben. Sie sind ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug, um mehr Freundlichkeit in den eigenen Kopf zu bringen.

Weitere Inhalte der Podcastfolge

  • Ein „guter Laune“-Extra-Tipp: Erstelle eine Playlist mit fünf Lieblingsliedern und tanz durch dein Wohnzimmer, um schnell in eine positivere Energie zu kommen.
  • Warum Selbstliebe eine Voraussetzung dafür ist, andere wirklich aus vollem Herzen lieben zu können.
  • Wie du mit kleinen Routinen im Alltag deine Selbstfürsorge stärkst, ohne dein Leben komplett umkrempeln zu müssen.
Dies ist ein Podcast aus meiner Themenwelt „Selbstliebe & Selbstbewusstsein". Du findest viele weitere hilfreichen Informationen und Tipps auf der Themenseite: „Selbstliebe & Selbstbewusstsein"
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