„Angst Unplugged“ (ehemals „Einmal Burnout und zurück“) ist dein Podcast für Kopf, Körper & Nervensystem. Ich berichte in diesem Podcast über meinem Weg aus Burnout, Angst und Panikattacken zurück in ein glückliches Leben. Du bekommst hier hilfreiche Gedanken, umsetzbare Tipps und Übungen, inspirierende Geschichten anderer Betroffener sowie (Experten) Interviews.
Du kannst den Podcast komplett kostenlos anhören (bspw. auf Spotify) und ich würde mich sehr freuen, wenn du dem Podcasts folgst und mir eine Bewertung da lässt. Wie du das ganz einfach machen kannst, erkläre ich dir auf dieser Seite. Ich danke dir! ❤️
Schlafprobleme gehören zu den häufigsten Begleitern von Angst, Stress und Überlastung – und sie sind eines der größten Themen in der Community von „Angst unplugged“. In dieser Podcastfolge spricht Gastgeberin Christina Hillesheim mit gleich zwei Expert:innen darüber, wie gesunder Schlaf funktioniert, was ihn stört und was du konkret tun kannst – für dich und für dein Kind.
Christina teilt, dass ihr eigener Burnout sich 2016 vor allem über massive Schlafstörungen angekündigt hat. Genau deshalb liegt ihr dieses Thema so am Herzen: Schlaf ist keine Nebensache, sondern die Basis deiner mentalen und körperlichen Gesundheit.
André Alisi ist Gesundheitswissenschaftler, Autor und Geschäftsführer des Instituts für Schlaf und Regeneration. Er forscht an der Deutschen Sporthochschule Köln und beschäftigt sich seit rund 20 Jahren wissenschaftlich mit Schlaf, Schlafstörungen und deren Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit – bei Spitzensportler:innen, in Unternehmen und im Alltag von Privatpersonen.
Sein Schwerpunkt: Wie Regeneration ganzheitlich gelingt – vom Powernap über Schlafhygiene bis hin zu mentalen Strategien, um Druck aus dem Thema Schlaf zu nehmen.
Sabrina Hummel ist ausgebildeter Schlafcoach für Babys und Kleinkinder (0–3 Jahre) und bildet mittlerweile selbst neue Schlafcoaches aus. Über 300 Familien hat sie bereits begleitet. Ihr Ansatz ist ganzheitlich, bindungs- und bedürfnisorientiert und wissenschaftlich fundiert.
Sie schaut immer auf das System „Familie“ statt nur auf das Kind: Schlaf ist ein Zusammenspiel aus Rhythmus, Bindung, Kommunikation und der inneren Verfassung der Eltern.
Die viel zitierte „8-Stunden-Regel“ ist zu grob. Entscheidend ist, wie du dich am nächsten Tag fühlst. André bringt es so auf den Punkt:
„Der perfekte Schlaf ist dann, wenn du morgens aufwachst und das Gefühl hast: Ich bin leistungsfähig – vielleicht sogar ohne Wecker.“
Die Aussage, Schlaf vor 24 Uhr sei grundsätzlich „wertvoller“, bezeichnet André klar als Mythos. Entscheidend ist nicht die Uhrzeit, sondern:
Dass sich Schlaf vor Mitternacht oft „erholsamer“ anfühlt, liegt meist daran, dass Menschen, die früher ins Bett gehen, endlich ausreichend schlafen – nicht an der magischen Zahl 0 Uhr.
Schlaf läuft in 90–120-minütigen Zyklen ab, die sich 4–7 Mal pro Nacht wiederholen. Ein Zyklus besteht aus:
Tiefschlaf nimmt mit dem Alter ab, REM-Schlaf ist zentral für deine emotionale Stabilität. Die Anteile variieren im Laufe der Nacht – früher mehr Tiefschlaf, später mehr Traumschlaf.
Andrés wichtigste Botschaft dazu:
„Der Schlaf ist ein sehr scheues Wesen. Je mehr du anfängst zu optimieren, desto mehr Probleme bekommst du.“
Tracking-Werte (z. B. Smartwatch-Tiefschlafminuten) können Orientierung geben, aber sie sind nicht dafür da, dich zu stressen. Der Körper gleicht Schwankungen meist von alleine wieder aus – problematisch wird es erst, wenn schlechter Schlaf chronisch wird.
Viele Schlafprobleme entstehen nicht im Bett, sondern tagsüber und am Abend. Drei Hebel sind dabei besonders entscheidend.
Der Körper liebt Rhythmus. Studien zeigen: Regelmäßige Bettgehzeiten sind fast so wichtig wie die Gesamtschlafdauer.
Rund 95 % der Menschen bekommen laut André zu wenig Tageslicht. Das schwächt deinen inneren 24-Stunden-Rhythmus und damit auch deine Melatonin-Ausschüttung am Abend.
Konkrete Empfehlungen:
Viele versuchen sinngemäß, mit 200 km/h von der Autobahn direkt auf den Parkplatz „Schlaf“ zu biegen. Das funktioniert nicht. André beschreibt es so:
„Wir brauchen die Fahrt über die dunkle Dorfstraße, damit der Körper versteht: Jetzt wird runtergefahren.“
Hilfreiche Puffer-Rituale sind zum Beispiel:
Künstliches Licht am Abend kann die Melatonin-Bildung verzögern, vor allem helles, kaltes Deckenlicht und direktes Starren in Displays. Trotzdem stellt André klar:
Tu möglichst regelmäßig:
Vermeide möglichst:
Schlafprobleme hängen selten nur an Technik, Licht oder Ernährung. Sehr häufig sind Sorgen, Grübeln und Angst die wahren Auslöser – gerade bei Menschen mit Angststörungen oder Burnout-Gefährdung.
Christina beschreibt ein zentrales Muster vieler Betroffener:
Ihr erster Ausweg war ein innerer Perspektivwechsel:
Diese Haltung nimmt den Zwang aus der Situation und hilft dem Nervensystem, sich zu beruhigen.
Zwei Werkzeuge, die Christina und André empfehlen:
Das schafft Abstand zum Gedankenkarussell und signalisiert dem Gehirn: „Es ist aufgehoben, ich muss es jetzt nicht weiter wälzen.“
André arbeitet im Leistungssport und in der Therapie intensiv mit Dankbarkeit, weil sie zu den stärksten Gegengewichten gegenüber Angst zählt:
Wichtig: Unser Gehirn ist evolutionsbedingt auf Gefahren und Probleme fokussiert. Dankbarkeit ist daher etwas, das du wie Zähneputzen trainieren darfst, nicht etwas, das „einfach so“ passiert.
André arbeitet mit Leistungssportler:innen, die vor großen Wettkämpfen (z. B. Olympia) eigentlich „perfekt“ schlafen müssten. Die Realität: Druck und Nervosität sind extrem hoch – der beste Feind des Schlafs.
Was hilft, ist wieder dasselbe Prinzip:
Genau dieses Prinzip gilt auch im Alltag – bei dir zu Hause oder im Hotel, bei Prüfungen, wichtigen Terminen oder vor schwierigen Gesprächen.
Ein großer Teil der Folge widmet sich dem Schlaf von Babys und Kleinkindern – und der Frage, was Eltern realistisch erwarten dürfen und wo Unterstützung sinnvoll ist.
Sabrina unterscheidet klar zwei Phasen:
Wichtiger Punkt: Häufiges Aufwachen kleiner Babys ist kein „Fehler“, sondern ein überlebenswichtiger Schutzmechanismus.
Was Kinder und Erwachsene verbindet: Wir brauchen das Gefühl von Sicherheit und Vorhersehbarkeit, um gut einschlafen zu können.
Bei Kindern bedeutet das:
Sabrina betont: Kinder brauchen Co-Regulation – sie können ihren Stress nicht alleine regulieren. Sie lesen unsere Körpersprache, Stimme, Atmung und Energie.
„Wenn du gestresst, genervt oder innerlich angespannt bist, merkt dein Kind das auf 100 Meter gegen den Wind.“
Einige zentrale Einordnungen von Sabrina:
Entscheidend ist nicht primär die Zahl der Aufwachphasen, sondern:
Sabrina rät, immer zwei Ebenen zu unterscheiden:
Dann lohnt sich ein kostenloses Erstgespräch bei einer qualifizierten Schlafcoachin, um gemeinsam zu schauen:
Als erste praktische Maßnahme empfiehlt Sabrina – analog zu Andrés Schlaftagebuch bei Erwachsenen – ein Schlafprotokoll für das Kind:
Anhand dieses Protokolls wird schnell sichtbar:
Sabrinas Ansatz: Erst den Rhythmus stabilisieren, bevor man an der Art der Einschlafbegleitung schraubt. Denn:
„Wenn ein Kind nicht müde genug ist, ist Schlafen langweilig. Ist es zu müde, ist Schlafen Panik.“
Christina beschreibt sehr plastisch, wie sich das anfühlt:
Hier setzt Sabrina ganz klar bei den Eltern an:
Co-Regulation funktioniert nur, wenn du überhaupt genug Kraft und inneren Raum hast, dein Kind zu halten – emotional wie körperlich.
André unterscheidet klar zwischen Schlafproblemen und Schlaferkrankungen (z. B. Insomnie).
Faustregel, ab wann du medizinische Hilfe suchen solltest:
Dann ist es sinnvoll, zuerst den Hausarzt aufzusuchen. Schön ist es, wenn du bereits ein einfaches Schlaftagebuch mitbringst:
Schlaf ist in vielen medizinischen Ausbildungen immer noch ein Randthema. Wenn du das Gefühl hast, beim Hausarzt nicht wirklich ernst genommen oder nicht fachkundig beraten zu werden, empfiehlt André:
Christinas Erfahrung:
Christinas ermutigende Botschaft:
„Heute schlafe ich wieder gut ohne Tabletten – und das kannst du auch schaffen.“
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